Corona-Impfung in Arztpraxen

25.03.2021 |

Ihre Ansprechpartner:
Für Abrechnung: Frau Drewes, Frau Scheglow; für Verfahren: Herr Fox

 

 

BESTELLUNG, LIEFERUNG UND VERABREICHUNG

  • Praxen bestellen den Impfstoff – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – ausschließlich bei der sie primär beliefernden Apotheke.
  • Die Bestellung des Impfstoffs muss immer bis spätestens Dienstag, 12 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Hinweis: Bestellen Sie nur bei einer Apotheke, das heißt bestellen Sie nur bei der Apotheke, von der Sie üblicherweise Ihren Praxisbedarf beziehen.
  • Mit der nächsten Bestellung (bis 20. April 12 Uhr) wird impfstoffspezifisch bestellt. Geben sie auf dem Arzneimittelrezept den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.

    Bestellmenge für die Impfwoche vom 26. April bis 2. Mai

    • Bis maximal 48 Dosen COVID-19-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer pro Arzt
  • Für die aktuelle Impfstoffbestellung bis zum 20. April gibt es kurzfristig Änderungen. Der Bund wird den Arztpraxen für die Woche vom 26. April bis 2. Mai ausschließlich den Impfstoff von BioNTech/Pfizer bereitstellen, mit zwei Millionen Dosen aber deutlich mehr als bisher avisiert waren.
  • Für die Bestellung nutzen die Ärztinnen und Ärzte das Arzneimittelrezept – das Formular Muster 16. Als Kostenträger geben sie das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 100038825 an.
  • Es gilt: Eine Bestellung auf einem Rezept pro Arzt! Eine Praxis mit mehreren Sitzen reicht dementsprechend mehrere Formulare in der Apotheke ein.
  • Damit sichergestellt werden kann, dass für die Zweitimpfung der gleiche Impfstoff zur Verfügung steht wie für die Erstimpfung, bestellen Praxen hierfür den entsprechenden Anteil impfstoffspezifisch mit dem Hinweis auf die Zweitimpfung. Dabei ist das in der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaImpfV) festgelegte Impfintervall (BioNTech/Pfizer 6 Wochen, AstraZeneca 12 Wochen) zu berücksichtigen.
  • Die Anlieferung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer inklusive Impfzubehör erfolgt über die Apotheke jeweils am Montagnachmittag der auf die Bestellung folgenden Woche. Aufgrund des Feiertags am 5. April 2021 (Ostermontag) verschiebt sich dies in der Woche des Impfstarts voraussichtlich auf den Nachmittag des 6. April, spätestens jedoch auf den 7. April, bis 12 Uhr. Die gelieferten Impfstoffe müssen bei 2 bis 8 °C in einem geeigneten Kühlschrank gelagert werden.

 

 

ORGANISATION UND AUFKLÄRUNG

Terminvergabe
Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patienten gezielt ansprechen, denn sie wissen am besten, wer zunächst geimpft werden sollte – ob in der Praxis oder in der Häuslichkeit.

Priorisierung
Auch für die Impfreihenfolge in Arztpraxen ist die Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung zu beachten.
Schaubild zur Priorisierung (pdf - 57 kB)

Impfaufklärung und Beratung

  1. Aufklärungsmerkblatt aushändigen, Aufklärungsmerkblätter: www.rki.de
  2. Aufklärungsgespräch anbieten
  3. Impffähigkeit feststellen, Anamnesebogen: www.rki.de
  4. Einwilligung der zu impfenden Person, Einwilligungserklärung: www.rki.de
  5. Dokumentation im Impfausweis, Ersatzbescheinigung zur COVID-19-Schutzimpfung: www.kbv.de

Ausführliche Informationen zu Organisation und Aufklärung (pdf - 507 kB)

 

ABRECHNUNG UND DOKUMENTATION

Vergütung

20 Euro je Impfung (Erst- und Abschlussimpfung: insgesamt 40 Euro)
Die Leistung umfasst die Aufklärung und Impfberatung, die symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, die Verabreichung des Impfstoffs, die Beobachtung in der sich unmittelbar anschließenden Nachsorgephase und die medizinische Intervention im Fall von Impfreaktionen.

35 Euro für den Hausbesuch und 15 Euro für den Mitbesuch
Ist für die Impfung ein Hausbesuch notwendig, gibt es zusätzlich 35 Euro. Für das Impfen jeder weiteren Person in derselben Einrichtung oder sozialen Gemeinschaft werden jeweils 15 Euro zusätzlich zur Impfung vergütet.

10 Euro für ausschließliche Impfberatung ohne Impfung
Erfolgt nur eine Impfberatung ohne nachfolgende Schutzimpfung sind 10 Euro vorgesehen. Die Impfberatung kann auch telefonisch oder per Videosprechstunde stattfinden. Die Abrechnung der ausschließlichen Impfberatung neben einer Impfung und einem Besuch ist im Krankheitsfall ausgeschlossen.

 

Abrechnung

Für GKV-Versicherte gilt: Die Impfleistungen werden über die Quartalsabrechnung mit der KV Bremen abgerechnet („normaler Kassenschein“). 
 
Für Nicht-GKV-Versicherte gilt: Ein ambulanter Abrechnungsschein ist im Ersatzverfahren anzulegen mit folgenden Angaben:
Kostenträger Bundesamt für soziale Sicherung (BAS), VKNR: 38825
Patientendaten
Behandlungstag und GOP
 
Zu den Impfziffern muss die Chargennummer des Impfstoffes erfasst werden. Dafür wird zum 1. April ein neues Feld „Chargennummer“ (Feldkennung 5010) in den Praxisverwaltungssystemen implementiert.

 

Leistung
Pseudoziffer
Vergütung
Hersteller/Impfstoff
Erstimpfung
Abschlussimpfung
Pro Impfung
BioNTech/Pfizer
Impfung allgemeine Indikation 88331A 88331B 20 Euro
Impfung berufliche Indikation 88331V 88331W
Impfung Pflegeheimbewohner/in 88331G 88331H
Moderna (wird vorerst nicht an Praxen geliefert)

Impfung allgemeine Indikation

88332A 88332B 20 Euro
Impfung berufliche Indikation 88332V 88332W
Impfung Pflegeheimbewohner/in 88332G 88332H
AstraZeneca
Impfung allgemeine Indikation 88333A 88333B 20 Euro
Impfung berufliche Indikation 88333V 88333W
Impfung Pflegeheimbewohner/in 88333G 88333H
Weitere Leistungen zum Impfen
Ausschließliche Impfberatung 88322 10 Euro
Hausbesuch 88323 35 Euro + Impfung
Mitbesuch 88324 15 Euro + Impfung
Ärztliches Zeugnis bei Vorerkrankungen
Ausstellung des Zeugnisses 88320 5 Euro
Portopauschale, sofern ein Versand erfolgt 88321 0,90 Euro
Die GOP 88322 (Impfberatung ohne Impfung) ist im Krankheitsfall nicht neben Impf- und Hausbesuchsleistungen berechnungsfähig.
 
Bei einem bereits an COVID-19-Erkrankten ist nur die  Abschlussimpfung vorzunehmen und abzurechnen.
 
Kodierung: 
U11.9 für eine Impfung gegen COVID-19
U12.9 für unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung (mit Primärdiagnose, z.B. Fieber R50.88G)

 

Ausführliche Informationen zu Abrechnung und Dokumentation (pdf - 439 kB)

Übersichtsblatt Abrechnung (pdf - 63 kB)

 

RKI-Meldung

Die Vergütung setzt nach der Coronavirus-Impfverordnung die Meldung der erforderlichen Impf-daten an das RKI voraus. Für die tägliche Meldung nutzen Praxen das Impf-DokuPortal der KBV. Ihr Computer muss dazu mit der Telematikinfrastruktur bzw. KV-SafeNet verbunden sein.
https://impfdoku.kv-safenet.de/impfen/manage/startseite.xhtml

Wichtig: Die Anwendung ist im sicheren Netz der KVen und nur über die Telematik-Infrastruktur bzw. KV-SafeNet erreichbar. Einige Praxen haben bereits einen Zugang (QS-Anwendungen, KBV-Fortbildungen, etc.). Die KV Bremen wird für alle anderen in der Woche vom 29. März bis spätestens 1. April die Zugangsdaten per Post versenden.

Sie tragen dort jeweils bis 23.59 Uhr ihre Daten ein. Die Meldung erfolgt auch bei Berufsausübungsgemeinschaften oder MVZ pro Einrichtung. Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Anleitung Impf-DokuPortal (pdf - 54 kB)

FAQ Impf-DokuPortal (pdf - 392 kB)

 

Coronavirus
Coronaimpfung
Impfpraxen