Coronavirus: Aktuelle Nachrichten

22.06.2021 | Bremen startet Impfung von 16- und 17-Jährigen

Bremen startet die Corona-Impfung von Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren. In der Stadtgemeinde Bremen können sich Interessierte ab dem 23. Juni auf dem Portal des Impfzentrums registrieren. In Bremerhaven werden Jugendliche mit Codes versorgt.

Das Land Bremen wollte bereits Anfang Juni mit der Impfung von Jugendlichen beginnen, angesichts der – wie auch im ambulanten Bereich - begrenzten Liefermengen des BioNTech-Impfstoffes hat sich der Start verzögert und ist aktuell begrenzt auf die Altersgruppe der 16- und 17-Jährigen.

Für die Stadtgemeinde Bremen gilt: Ab dem 23. Juni steht auf der Website www.impfzentrum.bremen.de eine Registrierungsmöglichkeit für 16- und 17-jährige zur Verfügung. Sobald BioNTech-Termine möglich sind, werden die dort registrierten jungen Leute von Impfzentrum benachrichtigt und erhalten einen Code zur Terminbuchung.

Für Bremerhaven gilt: Alle 16-17-jährigen werden postalisch mit Codes versorgt, die zur Terminbuchung berechtigen.

 

 

18.06.2021 | Telefon-AU und weitere Corona-Sonderregelungen verlängert

Zahlreiche Corona-Sonderregelungen werden bis 30. September verlängert. So können beispielsweise bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege AU-Bescheinigungen weiterhin telefonisch ausgestellt werden und Portokosten für den Versand von Folgeverordnungen an Patienten werden den Niedergelassenen erstattet.

Eine Übersicht der Sonderregelungen ist online abrufbar: Übersicht Sonderregelungen Coronavirus (pdf - 431 kB)

 

 

18.06.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Wieder kein Johnson & Johnson

Die Arztpraxen erhalten für die Woche 28. Juni bis 4. Juli deutschlandweit rund 3,2 Millionen Impfstoffdosen. Die Liefermengen hat das Bundesgesundheitsministerium bekanntgegeben. Von Johnson & Johnson ist für diese Woche erneut kein Impfstoff für die Praxen vorgesehen.

Insgesamt wird der Bund für die Woche vom 28. Juni bis 4. Juli etwa 2,6 Millionen Impfstoffdosen von BioNTech/Pfizer und rund 640.000 Dosen von AstraZeneca bereitstellen. 

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 22. Juni 12 Uhr für die Woche vom 28. Juni bis 4. Juli, Bestellmenge pro Arzt

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty®: maximal 60 Dosen (10 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria®: maximal 40 Dosen (4 Vials) für Erstimpfungen

Für Zweitimpfungen gibt es keine Höchstbestellmengen.

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Abhängig von der Zahl der Zweitimpfungen ist es möglich, dass Ärzte von BioNTech/Pfizer nur vier bis fünf Vials und von AstraZeneca voraussichtlich maximal ein bis zwei Vials für Erstimpfungen erhalten.

Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.

 

 

17.06.2021 | Impfzertifikate über Web-Portal: KV verschickt Anleitung und Infos über Zugangsdaten

Die KV Bremen versendet zum Beginn der kommende Woche (ab 21. Juni) per Post Anleitung sowie Informationen über den Zugang zum Impfnachweis-Portal. Damit können Praxen für den digitalen Impfnachweis QR-Codes für Covid19-Geimpfte erzeugen. In einigen Fällen wird es allerdings notwendig sein, einen Techniker einzubeziehen.

Die Weblösung wurde von IBM entwickelt und erfordert gegebenenfalls Eingriffe in das Praxisnetzwerk. Dafür sollte ein Techniker bzw. Netzwerkadministrator zu Rate gezogen werden. Wenden Sie sich dazu an Ihren bekannten Servicetechniker.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung empfiehlt Praxen weiterhin, die Lösung über das Praxisverwaltungssystem zu nutzen. Diese Variante wird allerdings frühestens Anfang bzw. Mitte Juli nutzbar sein und von den Praxissoftwareanbietern über ein kostenloses Update zur Verfügung gestellt.

 

 

16.06.2021 | Bundestag verlängert „epidemische Lage von nationaler Tragweite“

Der Bundestag hat das die epidemische Lage von nationaler Tragweite für weitere drei Monate bis Ende September 2021 festgestellt. Das erleichtert es, dem Bundesgesundheitsministerium bzw. der Bundesregierung Rechtsverordnungen und Anordnungen ohne parlamentarische Befassung zu erlassen.

Die epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht nunmehr seit dem 25. März 2020.

 

 

15.06.2021 | Corona-Rettungsschirm wird für das erste Halbjahr 2021 aufgespannt

Honorareinbußen infolge der Pandemie werden im Bundesland Bremen im vertragsärztlichen Bereich auch im ersten Halbjahr 2021 durch einen Corona-Schutzschirm der KV Bremen aufgefangen. Die Vertreterversammlung hat am 12. Juni einer entsprechenden Ergänzung des Honoraverteilungsmaßstabes (HVM) zugestimmt.

Der bisherige gesetzlich garantierte Corona-Rettungsschirm wurde vom Gesetzgeber nicht über 2020 hinaus verlängert. Eine neue Regelung ermöglicht es den KVen aber, für ihre Mitglieder eigenständig Ausgleichszahlungen vorzunehmen. Von dieser Möglichkeit macht die KV Bremen Gebrauch. Die Vertreterversammlung hatte den KV-Vorstand auf ihrer Sitzung im März dazu beauftragt eine Regelung vorzuschlagen, die nun von der Vertreterversammlung beschlossen wurde. Damit setzt die KV Bremen die bisherige gesetzliche Regelung nahezu unverändert aus ihren eigenen Finanzmitteln fort.

Damit stellt die KV Bremen sicher, dass durch einen Patientenrückgang besonders betroffene Praxen für die Versorgung erreichbar bleiben – bzw. im schlimmsten Falle Schließungen verhindert werden.

Der Honorarverteilungsmaßstab wird in Kürze auf der Homepage der KV Bremen veröffentlicht.

 

 

15.06.2021 | Coronaimpfung in der Regelversorgung: VV fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Wenn die Impfung gegen das Coronavirus in Zukunft in die Regelversorgung übergehen soll, dann muss nicht nur der Aufwand erheblich reduziert werden, sondern auch auskömmlich finanziert werden. Das fordert die Vertreterversammlung der KV Bremen auf ihrer Sitzung am 12. Juni in einem einstimmig gefassten Beschluss.

„Die niedergelassenen Praxen können und möchten impfen. Wir können es effizienter und kostengünstiger als behördliche Strukturen, benötigen dafür aber einige Voraussetzungen“, betont Antragssteller Georg Kückelmann, Facharzt für Innere Medizin. Diese Voraussetzungen sind:

  • Sicherstellung einer planbaren und verlässlichen Impfstoffbeschaffung für die impfenden Haus- und Facharztpraxen
  • radikale Reduktion des aktuellen Dokumentationsaufwandes
  • Sicherstellung von Impfstoffzubereitungen, die im Praxisalltag praktikabel eingesetzt werden können (deren Lagerfähigkeit mindestens 1-2 Wochen beträgt und die möglichst als Einzeldosen vorliegen)
  • Sicherstellung einer auskömmlichen Vergütung von mindestens 40 Euro pro Impfung
  • umgehender Beginn einer Planung auf der politischen Ebene mit den zuständigen Behörden und Verbänden zur Sicherstellung o.g. Zielerechtzeitige
  • Information der KV-Mitglieder über den Ablauf und den Zeitplan der Boosterimpfungen
  • angemessene Information der Öffentlichkeit über das mit allen Beteiligten abgestimmte Procedere

 

 

15.06.2021 | FFP2-Maskenpflicht in Praxen wurde gelockert

Grundsätzlich gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen für Mitarbeitende und Patienten. Immunisierte können allerdings auf einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zurückgreifen. Die Allgemeinverfügung des Landes Bremen ist entsprechend angepasst worden.

Bei direktem medizinischen Kontakt zu nicht immunisierten Personen, muss nach der Allgemeinverfügung nach wie vor eine FFP2-Makse getragen werden (Absatz 3). 

Allgemeinverfügung zur Tragepflicht von FFP2-Masken in medizinischen Bereichen, in stationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in der ambulanten Pflege vom 09.06.2021

 

 

15.06.2021 | Impfzertifikate: Online-Service funktioniert noch nicht / KBV empfiehlt Warten auf PVS-Lösung

Die Erstellung von Impfzertifikaten mit dem Impfzertifikatservice des Robert Koch-Instituts (RKI) in der Telematikinfrastruktur ist noch nicht funktionsfähig. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) empfiehlt den Praxen daher, auf eine Integration in die Praxisverwaltungssysteme zu warten.

Anders als derzeit im Internet kursiert, ist die Browser-Lösung für die digitalen Impfzertifikate noch nicht verfügbar. Richtig ist, dass die Zugangsdaten von der KV Bremen verschickt werden. Dies wird aus Sicherheitsgründen auf dem Postweg erfolgen.

Bei der Browser-Lösung des RKI müssen die Daten wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum manuell in ein Online-Formular eingegeben werden, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu sowie eine Anleitung hat das RKI veröffentlicht: https://digitaler-impfnachweis-app.de/impfzertifikat-ausstellen/

Die KBV bewertet die Browser-Variante allenfalls als eine Übergangslösung, die allerding aktuell noch nicht funktionsfähig ist. Dazu stellt die KBV klar: „Es gibt noch viele Unklarheiten, was die Technik angeht. Wir empfehlen den Ärztinnen und Ärzten eher abzuwarten, bis die Funktion zur Erstellung der Impfzertifikate im PVS integriert ist.“

 

 

11.06.2021 | Digitaler Impfnachweis: Kein flächendeckender Start in den Arztpraxen in den nächsten Tagen!

Längst nicht alle niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Deutschland werden in den nächsten Tagen in der Lage sein, digitale Impfzertifikate auszustellen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen hin. Meldungen, wonach der digitale Impfpass ab Montag flächendeckend zur Verfügung steht, sind falsch.

PM: Digitaler Impfnachweis: Kein flächendeckender Start in den Arztpraxen in den nächsten Tagen! (pdf - 56 kB)

 

 

11.06.2021 | Nur in Ausnahmefällen: Keine generelle Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt keine generelle Impfung gegen das Coronavirus für gesunde Kinder und Jugendliche. Die nun veröffentlichte Empfehlung bezieht sich nur auf 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.

Die STIKO-Empfehlung umfasst insgesamt 12 Erkrankungsentitäten bzw. Erkrankungsgruppen. Dazu zählen unter anderen Adipositas, Diabetes, Herzinsuffizienz, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

Neben Kindern mit schweren Vorerkrankungen richtet sich die Impfempfehlung auch an Teenager, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden.

Weitere Einzelheiten: www.rki.de

 

11.06.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Kein Johnson & Johnson für die Woche vom 21. bis 27. Juni

Mehr als drei Millionen Impfstoffdosen können die Vertragsärzte in der übernächsten Woche verimpfen. Die Impfstoffe kommen von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca. Von Johnson & Johnson stellt der Bund diesmal keine Dosen für Arztpraxen bereit. Die Liefermengen gab das Bundesgesundheitsministerium bekannt.

Mit gut 2,8 Millionen Dosen erhalten die Vertragsärzte in der Woche vom 21. bis 27. Juni wieder etwas mehr Impfstoff von BioNTech/Pfizer. In der kommenden Woche stellt der Bund 2,42 Millionen Dosen bereit. Unverändert bleibt die Liefermenge von AstraZeneca: Rund 400.000 Dosen gehen an die Arztpraxen.

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 15. Juni, 12 Uhr, für die Woche vom 21. bis 27. Juni, Bestellmenge pro Arzt:

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty: maximal 30 Dosen (5 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria: maximal 20 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen

Für Zweitimpfungen gibt es keine Obergrenzen.

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Abhängig von der Zahl der Zweitimpfungen ist es möglich, dass Ärzte von BioNTech/Pfizer nur zwei bis drei Vials und von AstraZeneca voraussichtlich maximal ein Vial für Erstimpfungen erhalten.

Hinweis: Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.

 

 

10.06.2021 | Vergütung für Impfzertifikate ist geregelt

Noch ist die Ausstellung von Impfzertifikaten in den meisten Praxen technisch nicht möglich, es gibt allerdings schon Abrechnungsziffern. Für Patienten, die nicht in der eigenen Praxis geimpft wurden, ist eine Vergütung von 18 Euro je Zertifikat vorgesehen.

Bei Patienten, die in der eigenen Praxis geimpft wurden, erhalten Vertragsärzte sechs Euro je Zertifikat für die erste und für die zweite Impfung. Wird das Zertifikat (QR-Code) direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt und somit ohne nochmalige Eingabe der Daten, beträgt die Vergütung jeweils zwei Euro. Dies gilt auch nachträglich für erstmalig auszustellende Impfzertifikate und bei Abhandenkommen einer bereits erstellten Ausfertigung.

Arztpraxen können Impfzertifikate auch für Personen ausstellen, die sie nicht selbst geimpft haben. Da hier der Prüfaufwand größer ist, um Missbrauch zu vermeiden, sieht die Coronavirus-Impfverordnung dafür 18 Euro je Zertifikat vor. Erstellt die Praxis das Zertifikat für die Erst- und für die Zweitimpfung einer Person in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang, erhält sie für das zweite Zertifikat sechs Euro.

Übersicht: Vergütung des COVID-19-Impfzertifikats

Pseudo-GOP
Leistung gemäß Corona-Impfverordnung
Vergütung
Impfzertifikat für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden
88350 Ausstellung eines Impfzertifikats 6 Euro
88351 Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mithilfe des PVS-Systems 2 Euro
Impfzertifikat für Personen, die nicht in der eigenen Praxis geimpft wurden
88352 Ausstellung eines Impfzertifikats 18 Euro
88353 Ausstellung eines Impfzertifikats für die Zweitimpfung, wenn dieselbe Praxis in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang das Zertifikat für die Erstimpfung erstellt hat. 6 Euro

Weitere Informationen zu digitalen Impfzertifikaten: Meldung Impfzentren vergeben digitale Impfzertifikate / Vorbereitungen für Praxen laufen

 

 

10.06.2021 | Impf-Codes für Schwangere und ihre Kontaktpersonen können von Praxen bestellt werden

Die Impfzentren im Land Bremen bieten nach wie vor Termine für maximal zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren an. Neu ist, dass jetzt auch Schwangere nach ärztlicher Indikation (gemäß STIKO-Empfehlungen) einen Termin bekommen können. Gynäkologische Praxen können bei der KV die Impfberechtigungen samt Codes zur Terminvermittlung anfordern. Diese gelten für Impfzentren oder für impfende Praxen.

Gemäß Coronaimpfverordnung sind bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren bzw. die Schwangeren selbst nach ärztlicher Abwägung und Aufklärung (gemäß STIKO-Empfehlungen) dazu berechtigt, vorrangig eine Coronaschutz-Impfung zu erhalten. Diese Impfung kann in einer Arztpraxis vorgenommen werden und nach wie vor in den Impfzentren in Bremen oder Bremerhaven. Entsprechende Impfberechtigungen samt Impfcodes zur Terminvereinbarung können von Praxen bei der KV Bremen angefordert werden. Richten Sie Ihre Anfragen an Frau Jennifer Ziehn, 0421.3404-371 oder j.ziehn@kvhb.de .

Die medizinische Indikation dokumentiert der behandelnde Gynäkologe behelfsweise mittels Formular 16 (Arzneimittel-Verordnung). Im Freitextfeld wird folgender Text angegeben: „Es besteht eine Impfindikation gemäß Coronavirus-Impfverordnung.“ Das Rezept ist wie gewohnt vom behandelnden Arzt zu unterschreiben und mit einem Vertragsarztstempel zu versehen. Dieses Formular sowie die Impfbescheinigung (mit Code-Aufdruck) sind der Schwangeren auszuhändigen und berechtigen diese, einen Termin im Bremer bzw. Bremerhavener Impfzentren zu vereinbaren.

 

09.06.2021 | Impfzentren vergeben digitale Impfzertifikate / Vorbereitungen für Praxen laufen

Die Impfzentren im Land Bremen werden in Kürze digitale Impfzertifikate an geimpfte Personen vergeben. Dabei handelt es sich um einen QR-Code, den die Nutzer mithilfe einer App einscannen können. Praxen werden voraussichtlich ab Juli in die Lage versetzt, ihren Patienten ein digitales Impfzertifikat auszustellen.

Wer gegen COVID-19 geimpft ist, soll demnächst einen zusätzlichen Impfnachweis erhalten können – in einer Arztpraxis, durch Betriebsärzte, in Impfzentren oder nachträglich auch in einer Apotheke. Das COVID-19-Zertifikat der EU soll die Reisefreizügigkeit erleichtern.

Das EU-Parlament hat in dieser Woche grünes Licht für ein europaweit gültiges Impfzertifikat gegeben. Nun müssen noch die Mitgliedstaaten abschließend absegnen. Die verbindliche Einführung ist für den 1. Juli vorgesehen. Neben einer abgeschlossenen Impfung sollen sich Bürgerinnen und Bürger dann auch eine durchgemachte Erkrankung oder einen negativen PCR-Test digital bescheinigen lassen können. In Deutschland laufen seit Ende Mai Feldtests in einigen Impfzentren und in Arztpraxen.

Bremen hat nun angekündigt, dass die Impfzentren des Landes in Kürze damit beginnen, digitale Impfzertifikate für Geimpfte auszustellen. In den Praxen wird das Impfzertifikat in den nächsten Wochen flächendeckend ausgerollt. Die Ausstellung soll auf zwei Wegen möglich sein: direkt über das Praxisverwaltungssystem (PVS) oder über ein Online-Portal.

  1. Um den Aufwand für die Ärzte möglichst gering zu halten, soll das Ausstellen der Impfzertifikate direkt aus dem PVS möglich sein. So können die dokumentierten Patientendaten aus dem PVS für das Zertifikat genutzt und eine nochmalige Erfassung der Daten vermieden werden. Die Bundesregierung hat in einer Ausschreibung die PVS-Hersteller aufgefordert, mit dem Software-Update Ende Juni – spätestens jedoch zum 12. Juli – ein entsprechendes Software-Modul bereitzustellen. Das Zertifikat-Modul wird den Arztpraxen kostenfrei zur bestehenden Lizenz im Rahmen des PVS-Vertrages zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung übernimmt der Bund. Die Software-Hersteller haben zudem die Aufgabe, die Praxen über die Anwendung zu informieren. Diese Lösung wird nach jetziger Lage frühestens ab Mitte Juli bereitstehen!
  2. Daneben stellt das Robert Koch-Institut eine Webanwendung bereit. Dafür müssen die Daten wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum zunächst manuell nach der Anmeldung in ein Online-Formular eingegeben werden, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Diese Lösung wird derzeit noch erprobt. Über weitere Einzelheiten dazu wird die KV Bremen zu gegebener Zeit informieren.

In Vorbereitung auf die Einführung des digitalen Impfzertifikates der EU wurde mit der Coronavirus-Impfverordnung die Vergütung für das Ausstellen solcher Zertifikate festgelegt. Bei Patienten, die in der eigenen Praxis geimpft wurden, erhalten Vertragsärzte sechs Euro je Zertifikat für die erste und für die zweite Impfung. Wird das Zertifikat (QR-Code) direkt aus dem PVS erstellt beträgt die Vergütung jeweils zwei Euro. Arztpraxen können Impfzertifikate auch für Personen ausstellen, die sie nicht selbst geimpft haben. Da hier der Prüfaufwand größer ist, um Missbrauch zu vermeiden, sieht die Coronavirus-Impfverordnung dafür 6 bzw. 18 Euro je Zertifikat vor.

Weitere Details wird die KV Bremen in Kürze veröffentlichen.

Der Impfnachweis in Papierform mittels Eintrag in das gelbe WHO-Impfbuch ist weiterhin möglich und gültig.

 

08.06.2021 | Praxen können über Online-Arztsuche der KV Bremen auf ihr Impfangebot hinweisen

Mit dem Ende der Impfpriorisierung zum 7. Juni können Praxen mehr Bürgern ein Impfangebot unterbreiten. Die KV Bremen bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, auf ihr Impfangebot über die Online-Arztsuche aufmerksam zu machen.

Die Online-Arztsuche www.kvhb.de/arztsuche enthält eine Auswahlfunktion „erweitertes Impfangebot“. Nutzer können auf diese Weise haus- und fachärztliche Praxen filtern, die zusätzliche Patienten für eine Coronaimpfung aufnehmen. Die Funktion ist mit dem Hinweis versehen, dass Interessenten sich zunächst telefonisch in der Praxis melden bzw. sich über die Praxis-Homepage über die Modalitäten informieren müssen.

Interessierte Praxen können sich als „erweiterte Impfpraxis“ registrieren lassen:

Die Online-Arztsuche wird täglich um die eingegangenen Meldungen aktualisiert.

 

 

07.06.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Weniger als in der Vorwoche

Die Arztpraxen erhalten in der dritten Juniwoche rund drei Millionen Impfstoffdosen. Dies ist etwas weniger als in der kommenden Woche. Die Liefermenge hat das Bundesgesundheitsministerium bekanntgegeben.

Der Großteil der Impfstoffe kommt danach erneut von BioNTech/Pfizer: Das Pharmaunternehmen stellt in der Woche vom 14. bis 20. Juni 2,42 Millionen Impfstoffdosen bereit. Von AstraZeneca gehen rund 400.000 Dosen an die Arztpraxen. Auf lediglich 240.000 Dosen reduziert wurde die Menge von Johnson & Johnson. Das ist nur die Hälfte von dem, was die Praxen in der kommenden Woche an Janssen-Impfstoff bekommen.

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 8. Juni 12 Uhr für die Woche vom 14. bis 20. Juni

Impfstoffe/Bestellmenge pro Arzt:

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty®: maximal 24 Dosen (4 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria®: maximal 20 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Janssen®: maximal 25 Dosen (5 Vials)

Für Zweitimpfungen gibt es keine Obergrenzen.

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Abhängig von der Zahl der Zweitimpfungen ist es möglich, dass Ärzte von BioNTech/Pfizer nur ein bis zwei Vials und von AstraZeneca ein oder kein Vial für Erstimpfungen erhalten. Bei Johnson & Johnson können Ärzte mit fünf bis zehn Dosen (1 bis 2 Vials) rechnen, wenn die Zahl der bestellenden Ärzte nahezu konstant bleibt.

Hinweis: Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.
 

 

04.06.2021 | Impfpraxen auf Twitter: Ärzte und ihre Teams machen ihren Einsatz sichtbar

Die Impfbereitschaft der Haus- und Fachärzte ist riesig: Jetzt wird der Einsatz gegen die Pandemie auch öffentlich sichtbar: Praxisteams zeigen auf Plakaten, in Anzeigen und im Internet, was sie täglich leisten, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Mit einem Twitter-Account können Praxen selbst aktiv werden.

Mit einem Twitter-Account können niedergelassene Haus- und Fachärzte die Aktion der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unterstützen und sich auf Twitter mit einem eigenen Bild aus ihrem Praxisalltag beteiligen. Sie sind in den kommenden sechs Wochen eingeladen, mittwochs ein Foto von der täglichen Praxisarbeit zu posten. Der Hashtag ist #IhreAbwehrkräfte 

Warum am Mittwoch? Wenn viele Personen zeitgleich den gleichen Hashtag verwenden, kann dies dazu führen, dass ein Thema noch weitere Aufmerksamkeit erfährt und mehr Personen auf den Hashtag der Kampagne und deren Inhalte aufmerksam werden. Daher die Einladung an die Praxen ihre Beiträge mittwochs zu teilen. Beiträge können aber natürlich auch an anderen Tagen geteilt werden.

 

04.06.2021 | Von Praxen nicht abgerufene Impfstoffe gehen nicht an die Impfzentren

Von Praxen nicht abgerufener Corona-Impfstoffe aus den wöchentlichen Lieferungen gehen nicht an die Impfzentren. Stattdessen würden nicht abgerufene Mengen dem Bundesland verloren gehen. Darauf weist die KV Bremen hin.

Das auf Bundesebene abgestimmte Verfahren sieht vor, dass Impfzentren und Arztpraxen über separate Lieferwege versorgt werden. Ein Austausch ist nicht vorgesehen. Sollten Impfstoffe von Bremer und Bremerhavener Praxen nicht in voller Höhe abgerufen werden, gehen diese Restbestände zurück in den Großhandel und werden gegebenenfalls in der kommenden Woche wieder auf die Bundesländer verteilt. Aufgrund des Bevölkerungsschlüssels (0,82 Prozent am Bund) erhielte Bremen allerdings nur einen Bruchteil zurück. Beispiel: Sollten 1000 Dosen nicht abgerufen werden, würden davon in der nächsten folgenden Bestellwoche rechnerisch nur 8 Dosen an das Land Bremen zurückgehen.

Die KV Bremen weist darauf hin, dass es sich um eine theoretische Betrachtung handelt, weil derzeit die Nachfrage der Praxen nach Corona-Impfstoffen das Angebot deutlich übersteigt. Bisherige zu geringe Impfstofflieferungen an Bremer Arztpraxen waren ganz maßgebend durch die immer noch zu knappe Impfstoffverfügbarkeit begründet. Zu geringe Impfstoffbestellungen durch die Arztpraxen, welche zwischenzeitlich in vereinzelten Medienberichten unterstellt wurden, konnten sicher ausgeschlossen werden. 

 

 

 

03.06.2021 | Weitere Behandlung nach Corona-Impfung ist abrechenbar 

Sollten sich im Zuge einer Corona-Impfung eine weitere kurative Behandlung des Patienten ergeben, sind die weiteren Leistungen (Versicherten-/oder Grundpauschale) abrechnungsfähig. Darauf weist die KV Bremen hin.

Die im Zusammenhang mit der COVID-Impfung berechnungsfähigen GOP (Themenseite Impfen in Praxen) decken alle mit den Impfungen assoziierten Leistungen ab. Grundsätzlich gilt also, dass bei ausschließlicher COVID-Impfung (inklusive Beratung, ggf. dafür notwendige Untersuchung und Eintragung in den gelben Impfnachweis) keine weiteren Leistungen abgerechnet werden können. 

Wenn sich jedoch eine kurative Behandlungsnotwendigkeit während des Impftermins ergibt, sind solche Leistungen vertragsärztlich, bspw. durch Ansatz der Versicherten-/oder Grundpauschale berechnungsfähig. In diesem Fall ist die entsprechende ICD-Diagnose anzugeben. 

Sowohl die Impfziffern als auch die weiteren kurativen Leistungen werden bei gesetzlich Krankenversicherten auf demselben Behandlungsschein („normaler Kassenschein“) abgerechnet. 

 

 

 

03.06.2021 | Priorisierung fällt ab 7. Juni offiziell weg - aber Impfangebote für Vorerkrankte haben Vorrang 

Die Priorisierung bei COVID-19-Impfungen entfällt ab 7. Juni. Dies sieht die geänderte Coronavirus-Impfverordnung vor, die das Bundeskabinett nun verabschiedet hat. Weil das Land Bremen offiziell nicht erklärt hat, davon abzuweichen, sind damit auch Vertragsärzte nicht mehr an die Priorisierungsvorgaben gebunden.

Mit Aufhebung der Priorisierung haben laut Impfverordnung alle danach impfberechtigten Personen, unabhängig von ihrem Alter, ihres Gesundheitszustands sowie ihrer beruflichen Tätigkeit im Rahmen der Impfstoffverfügbarkeit Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. 

Ungeachtet dessen obliege es den Ländern, Kommunen und impfenden Ärzten in eigener Verantwortung, weiterhin vorrangige Impfangebote für noch nicht geimpfte Personen aus den (ehemaligen) Priorisierungsgruppen 1 bis 3 zu ermöglichen, heißt es in der Verordnung.

Mit der Priorisierung entfallen ab 7. Juni auch die ärztlichen Atteste über bestimmte Vorerkrankungen und die in der alten Impfverordnung hierfür festgelegte Vergütung (GOP 88320 Ausstellung des ärztlichen Attests; 88321 Porto für den Versand des Attests).

 

 

 

03.06.2021 | ImpfDoku-Portal wird ergänzt um U18  

Das ImpfDoku-Portal wird in Kürze angepasst: Vertragsärzte geben zusätzlich die Anzahl der unter 18-jährigen Personen an, die sie an dem Tag geimpft haben – aufgeschlüsselt nach Erst- und Abschlussimpfungen.

Bislang werden nur die über 60-Jährigen separat ausgewiesen.

 

 

 

02.06.2021 | Verspätete Lieferung: AstraZeneca kommt nicht vor Donnerstag

Die Auslieferung des Impfstoffes von AstraZeneca an die Arztpraxen verzögert sich. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass die für diese Woche vorgesehenen rund 300.000 Impfstoffdosen nicht vor Donnerstag bereitgestellt werden.

Ursprünglich sollten die Arztpraxen den Impfstoff bis Mitte dieser Woche erhalten. Nun hat AstraZeneca darüber informiert, dass die Dosen erst später in Deutschland eintreffen werden. Das BMG teilte zugleich mit, dass die für nächste Woche bestellten Impfstoffe von AstraZeneca wieder regulär am Montag (7. Juni) ausgeliefert würden – zusammen mit den Impfstoffen von BioNTech und Johnson & Johnson.

 

 

31.05.2021 | Quarantäne-Regelungen: So informieren die Gesundheitsämter

Mitunter fragen Patienten nach den Quarantäne-Regelungen in den Praxen nach. Was gerade gilt, ist angesichts der immer noch dynamischen Lage selbst für gut informierte Ärzte und ihre Teams nicht immer offensichtlich. Das Gesundheitsamt hat jetzt ihre Infoschreiben für vier Konstellationen zur Veröffentlichung freigegeben.

 

 

31.05.2021 | Versorgungsanspruch gegen den Staat bei allen COVID-19-Impfungen

Ärzte haben bei korrekt durchgeführter Schutzimpfung kein Haftungsrisiko für Impfschäden, wenn sie Personen unter 60 Jahren mit dem Vakzin von AstraZeneca oder Johnson & Johnson impfen. Das sieht das geänderte Infektionsschutzgesetz vor.

Mit dem nun geänderten Paragraf 60 des Infektionsschutzgesetzes können alle Personen, die nach der auf Grundlage des SGB V erlassenen Coronavirus-Impfverordnung geimpft werden, einen etwaigen Versorgungsanspruch geltend machen. Dies gilt seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember 2020. Einen Versorgungsanspruch gegen den Staat haben somit auch unter 60-Jährige, die sich für den Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson entscheiden. Der Arzt trägt somit kein Haftungsrisiko für Impfschäden, wenn er die Impfung ordnungsgemäß durchführt.
 

 

31.05.2021 | Absenkung der Vergütung für den PCR-Test ab 1. Juli

Zum 1. Juli 2021 wird die Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 für den PCR-Test zum Nachweis von SARS-CoV-2 bei Personen mit Krankheitssymptomen von 39,40 Euro auf 35 Euro abgesenkt. Dieser Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses erfolgte gegen die Stimmen der Ärzteseite und betrifft ausschließlich kurative PCR-Tests bei GKV-Versicherten, die nach EBM vergütet werden.  Alle anderen PCR-Tests bei GKV- und Nicht-GKV-Versicherten werden nach der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums mit 43,56 honoriert.

 

31.05.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Kaum mehr Impfstoffe als in der Vorwoche

Die Arztpraxen erhalten in der zweiten Juniwoche nur rund 3,4 Millionen Impfstoffdosen. Das ist kaum mehr als in der Woche davor. Der Großteil der Impfstoffe kommt von BioNTech/Pfizer, der Rest von Johnson & Johnson und AstraZeneca, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte.

Das Pharmaunternehmen BioNTech/Pfizer wird in der Woche vom 7. bis 13. Juni rund 2,6 Millionen Impfstoffdosen bereitstellen, rund 400.000 mehr als in der ersten Juniwoche. Leicht reduziert wurde die Menge von Johnson & Johnson: Etwa 500.000 Dosen des COVID-19-Impfstoffes Janssen® gehen an die Praxen. Weitere 300.000 Dosen kommen von AstraZeneca.

Bestellmenge pro Arzt, Bestellung bis 1. Juni, 12 Uhr, für Woche vom 7. bis 13 Juni

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty®: maximal 18 Dosen (3 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria®: maximal 20 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Janssen®: keine ObergrenzeFür Zweitimpfungen gibt es keine Obergrenzen.

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Abhängig von der Zahl der Zweitimpfungen, ist es möglich, dass Ärzte von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca keine Impfstoffdosen für Erstimpfungen erhalten. Bei Johnson & Johnson können Ärzte mit rund 20 Dosen (4 Vials) rechnen, wenn die Zahl der bestellenden Ärzte nahezu konstant bleibt.

Hinweis: Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an.
 

 

28.05.2021 | 100.000 Impfungen in Bremer Praxen– „Patientenfrust trifft die Falschen“

Heute ist im Bundesland Bremen die 100.000. Impfung gegen das Coronavirus durch Arztpraxen verabreicht worden. „Das Engagement und Durchhaltevermögen der Ärzte und ihrer Praxisteams ist noch ungebrochen, aber wird auf eine harte Probe gestellt“, kommentieren die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, mit Blick auf den Frust und den Ärger, den viele Patienten in den Praxen ablassen.

PM: 100.000 Impfung in Bremer Praxen– „Patientenfrust trifft die Falschen“

 

 

27.05.2021 | Maskenpflicht in Praxen gilt weiterhin

Die durch das Ordnungsamt verfügte Tragepflicht von FFP2-Masken im medizinischen Bereich gilt nach wie vor. Die Allgemeinverfügung wird monatlich verlängert und gilt voraussichtlich bis Pandemie-Ende.

Allgemeinverfügung Bremen www. bremen.de

Ordnungsamt verfügt FFP2-Masken-Pflicht in Arztpraxen (25.02.2021)

 

25.05.2021 | Bundestag bestätigt: Keine Pflicht zu Nachtragungen in Impfbuch

Dass Praxen eine Coronaimpfung, die von einer anderen Einrichtung vorgenommen wurde, nicht nachtragen müssen, hat nun der Bundestag durch eine Aktualisierung des Infektionsschutzgesetzes bekräftigt. Dies gilt sowohl für Nachtragungen in das gelbe Impfbuch als auch in den kommenden digitalen Impfpass der EU.

Damit wird die „Kann-Regelung“ manifestiert. Praxisärzte (oder Apotheker) können in den gelben Impfausweisen und künftig in den digitalen Impfzertifikaten der Europäischen Union nachträglich Impfungen gegen COVID zu bestätigen, wenn sie sich ausdrücklich dazu „bereit erklären“ (Paragraf 22 Absatz 5 IfSG). Dafür soll es nach dem Willen des Gesetzgebers nun auch eine Vergütung geben.

Die ärztliche Vergütung wird in einer in Kürze in Kraft tretenden Novelle der Corona-Impfverordnung geregelt. Für die Bescheinigungen nach einer Impfung in der eigenen Praxis sollen Ärzte künftig sechs Euro zusätzlich erhalten. Der Betrag reduziert sich jedoch auf zwei Euro, wenn das Zertifikat mittels des Praxisverwaltungssystems erstellt wird. Für das Ausstellen nachträglicher Zertifikate für Impflinge, die im Impfzentrum oder bei anderen Ärzten, etwa Betriebsärzten, geimpft wurden, sind 18 Euro vorgesehen.

Die KV Bremen wird umgehend informieren, sobald die Vergütungsregeln in Kraft treten.
 

 

25.05.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Zweitimpfungen haben Vorrang

Die Haus- und Fachärzte erhalten in der Woche vom 31. Mai bis 6. Juni nur rund 3,2 Millionen Impfstoffdosen von BioNTech/Pfizer, Johnson & Johnson und AstraZeneca, wie das Bundesgesundheitsministerium erst am Pfingstsonntag bekannt gab.
Der Bund wird für die Woche etwa 3,2 Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereitstellen: rund 2,2 Millionen von BioNTech/Pfizer, 720.000 von Johnson & Johnson und 300.000 von AstraZeneca.

Bestellmenge pro Arzt, Bestellung bis 25. Mai, 12 Uhr, für die Woche vom 31. Mai bis 6. Juni:

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty: maximal 24 Dosen (4 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria: maximal 20 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen
  • COVID-19-Impfstoff Janssen: keine ObergrenzeFür Zweitimpfungen gibt es keine Obergrenzen.

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Sofern mit Vaxzevria auch bereits Zweitimpfungen stattfinden, ist es möglich, dass Ärzte von AstraZeneca keine Impfstoffdosen für Erstimpfungen erhalten. Bei Johnson & Johnson können Ärzte mit rund 25 Dosen (5 Vials) rechnen, wenn die Zahl der bestellenden Ärzte nahezu konstant bleibt.

Der Impfstoff von AstraZeneca wird voraussichtlich erst Mitte der Woche an die Arztpraxen geliefert.
 

 

19.05.2021 | Betriebsärzte ab 7. Juni mit zunächst geringen Impfstoffmengen dabei

Betriebsärzte sollen ab dem 7. Juni in die Impfkampagne einbezogen werden. Die Belieferung der Betriebsärzte mit Impfstoffen soll dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK)  vom 17. Mai zufolge ebenfalls über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel erfolgen.

Die GMK teilte mit, dass anfangs geringere Mengen an Impfdosen für die betriebsärztlichen Impfungen zur Verfügung stünden, die Menge aber schrittweise steigen werde.
Die entsprechenden Vorbereitungen befinden sich zwischen dem Bundesgesundheitsministerium, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und den Verbänden der Betriebsärzte in der finalen Abstimmung. Die Coronavirus-Impfverordnung soll in Kürze angepasst werden.

Die BDA führt aktuell eine Abfrage bei betriebsärztlichen Dienstleistern und freiberuflichen Betriebsärzten durch, um die Impfkapazitäten zu erfassen und eine ausreichende Belieferung mit Impfstoffen sicherzustellen. Auch Vertragsärzte, die als Betriebsärzte arbeiten, müssen sich bei der BDA melden und an der Abfrage teilnehmen, sofern sie als Betriebsarzt an der Impfkampagne teilnehmen möchten.

Eine Registrierung zur Abrechnung über die KV Bremen kann erst nach der finalen Abstimmung erfolgen. Sobald die entsprechenden Vorgaben vorliegen, wird die KV Bremen alle Informationen auf der Homepage zugänglich machen.

 

 

19.05.2021 | Biontech-Impfstoff bis zu 31 Tage im Kühlschrank lagerbar

Der aufgetaute, unverdünnte COVID-19-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer kann jetzt für einen Monat bei Kühlschranktemperaturen von 2 bis 8 Grad Celsius aufbewahrt werden. Dies teilte die Europäische Arzneimittel-Agentur mit.

Bisher war die Lagerung im Kühlschrank nur für fünf Tage möglich. Die erweiterte Lagerungsdauer gilt ab sofort und für alle aktuell verfügbaren und zukünftigen Chargen.
Innerhalb dieses 31-Tage-Zeitraums ist weiterhin der Transport der aufgetauten, unverdünnten Durchstechflaschen für insgesamt maximal zwölf Stunden möglich.

Die Haltbarkeit des verdünnten Impfstoffs verändert sich nicht und beläuft sich auf sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad Celsius ab dem Zeitpunkt der Verdünnung. Der zubereitete Impfstoff muss in dieser Zeit verabreicht werden.

Seit dieser Woche sind neue Durchstechflaschen in Umlauf, deren Format geringfügig von dem der bisherigen Durchstechflaschen abweicht. Die Flaschen sind nach Information des Herstellers wenige Millimeter höher und haben einen etwas geringeren Durchmesser. Die neuen Etiketten wurden mit der Information „nucleoside modified“ erweitert und das Pfizer-Logo durch ein neues Design ersetzt. An der Dosiermenge der Durchstechflaschen (6 Impfdosen) und dem Umgang mit dem Impfstoff hat sich jedoch nichts geändert, wie BioNTech/Pfizer mitteilte.
 

 

18.05.2021 | STIKO: Keine generelle Empfehlung für Impfung von Schwangeren

Auch, wenn es einige Medienberichte nahelegen: Die STIKO hat keine grundsätzliche Empfehlung zur Impfung von Schwangeren gegen das Coronavirus ausgesprochen, sondern lediglich eine Konkretisierung vorgenommen.

Laut STIKO wird die Impfung während der Schwangerschaft nicht generell empfohlen, ist aber möglich. Im Epidemiologisches Bulletin 19/21 heißt es dazu:
„Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft liegen aktuell sehr limitierte Daten vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem 2. Trimenon angeboten werden. Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Stillzeit liegen aktuell nur wenige Daten vor. Die STIKO hält es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.“

 

 

18.05.2021 | Praxen können ab sofort auch Personen mit beruflicher Indikation impfen / Zunächst keine Aufhebung der Priorisierung in Bremen

Praxen können ab dem 18. Mai auch Personen mit beruflicher Indikation der Priorisierungsstufe 3 impfen. Damit weitet das Land den Auftrag auf die niedergelassenen Ärzte aus. Bisher sollte diese Personengruppe ausschließlich in den Impfzentren versorgt werden. Unterdessen hat das Land Bremen erklärt, die Priorisierung ab dem 7. Juni nicht aufzuheben.

Mit dieser Entscheidung wird es Praxen angesichts erwarteter höherer Liefermengen im Juni ermöglicht, ihr Impfangebot auszuweiten. Sollte eine Impfung in der Praxis nicht möglich sein, können sich die Impfberechtigten ab dem 18. Mai auf einer Warteliste im Impfzentrum registrieren (https://impfzentrum.bremen.de/).

Das Land wird am Dienstagnachmittag (18. Mai) mit einer Pressemitteilung über die Neuregelung informieren.

Anspruchsberechtigt sind alle Berufsgruppen, die in der Bundes-Coronaimpfverordnung und in der Anlage zur Corona-Verordnung des Landes Bremen aufgeführt sind. Der Anspruch wird über ein Formblatt durch den Arbeitgeber dokumentiert. Diese Arbeitgeberbescheinigung ist über die Homepage des Landes Bremen (www.gesundheit.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen229.c.38814.de) abrufbar und berechtigt zu einer Coronaimpfung in einem Impfzentrum oder in einer Arztpraxis.

Damit können niedergelassene Ärzte de facto alle Personen in der Priorisierungsgruppe 3 impfen - ohne weiteren bürokratischen Aufwand durch eine Überprüfung. Eine grundsätzliche Aufhebung der Priorisierung zum 7. Juni wie von der Bund-Länder-Runde am gestrigen Montag angekündigt wird es in Bremen zunächst nicht geben. Bremen und zahlreiche weitere Länder haben deutlich gemacht, dass sie auch nach diesem Datum in ihren Impfzentren an der Priorisierung festhalten. Die KV Bremen wird sich für eine einheitliche Regelung einsetzen, um gleiche Voraussetzungen für Impfzentren und Praxen im Land Bremen zu schaffen.

Für Beschäftigte im Lebensmittelhandel gibt es ein abweichendes Verfahren. Sie erhalten über die Handelskammer Impfcoupons zur Vermittlung eines Termins in einem Impfzentrum.

Mit der Ausweitung der Impfung auf alle Berechtigten in der Priorisierungsstufe 3 in den Praxen kündigt sich der allmähliche Abbau der Kapazitäten in den Impfzentren an. Das Land hat die KV Bremen darüber informiert, dass voraussichtlich ab Juli nur noch Zweitimpfungen in den Impfzentren in Bremen und Bremerhaven möglich sind.

Angesichts noch immer begrenzter Impfstoffmengen bei anhaltend hoher Nachfrage und Erwartungshaltung hat die KV Bremen das Land darauf hingewiesen, dass die Belastung in den Praxen immens und Wartezeiten für die Impfwilligen unausweichlich sind. Das Land hat zugesichert, bei den Bürgern für Verständnis und Geduld zu werben.

Zur Unterstützung der Impfkampagne sollen ab dem 7. Juni auch Betriebsärzte eingebunden werden. Weitere Einzelheiten dazu sind allerdings noch nicht bekannt.

 

14.05.2021 | Themenseite Impfen in Praxen auf neuesten Stand gebracht

Die KV Bremen hat die Informationen auf der Themenseite Impfen in Arztpraxen auf den neusten Stand gebracht und insbesondere die Übersichtsblätter und Steckbriefe zu den Impfstoffen aktualisiert.

 

14.05.2021 | Johnson & Johnson-Impfstoff ab 18 Jahre ohne Priorisierung zugelassen

Der COVID-19-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson kommt Ende Mai erstmals in die Praxen. Er wurde im März für Personen ab 18 Jahren in der EU zugelassen. Das Besondere an dem Vektor-Impfstoff ist, dass er nur einmal verabreicht werden muss. 

Für COVID-19 Vaccine Janssen® wurde die Priorisierung bundesweit aufgehoben. Ärzte können demnach alle impfwilligen Personen mit dem Impfstoff impfen.Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt, den Impfstoff in der Regel für Personen im Alter ab 60 Jahren zu verwenden. Der Einsatz des Vakzins als einmalige Impfung unterhalb dieser Altersgrenze ist nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten möglich.

Weitergehende Informationen zur Verabreichung und Haltbarkeit sind auf der Themenseite Impfen in Arztpraxen zusammengetragen.

Informationen zur Abrechnung und Dokumentation: 

  • GOP  88334 (20 Euro); Die Ziffer wird für diese Indikationen um einen Buchstaben ergänzt: Y für  Indikation „Beruf“ bzw. I für Indikation „Pflegeheimbewohner“
  • Bei der tagesaktuellen Dokumentation wird die einmalige Impfung mit dem Vakzin Janssen® als Abschlussimpfung (nicht als Erstimpfung) im Impf-Doku-Portal erfasst. 

 

 

 

14.05.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: Erstmals auch Impfstoff von Johnson & Johnson

Arztpraxen erhalten in der letzten Maiwoche rund 2,7 Millionen Impfstoffdosen. Erstmals wird dann auch der COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson bereitgestellt. Da die Mengen für den Impfstoff von Biontech weiterhin begrenzt sind, können Ärzte das mRNA-Vakzin hauptsächlich für Zweitimpfungen ordern.

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 18. Mai 12 Uhr für die Woche vom 25. bis 30. Mai:

Der Bund wird für die Woche etwa 2,7 Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereitstellen: rund 1,6 Millionen von BioNTech/Pfizer, etwa 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und etwa 600.000 von AstraZeneca.

Bestellmenge pro Arzt

COVID-19-Impfstoff Comirnaty®: maximal 12 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen; keine Obergrenze für Zweitimpfungen vornehmlich für Erstimpflinge aus der Woche vom 12. bis 18. April

COVID-19-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson: keine Obergrenze

COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca: keine Obergrenze

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab. Dies gilt auch dann, wenn die Bestellmenge nicht begrenzt ist.

Für Juni hat das Bundesgesundheitsministerium erheblich mehr Impfstoff angekündigt. Dann sollen wöchentlich über fünf Millionen Impfstoffdosen bereitgestellt werden, die durch die Haus- und Fachärzte sowie voraussichtlich ab 7. Juni auch durch die Betriebs- und Privatärzte verimpft werden können. Deutlich mehr Impfstoff wird vor allem von BioNTech/Pfizer erwartet.

 

 

 

12.05.2021 | Vertretungsarzt kann Zweitimpfung vornehmen

Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.
  • Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.
  • Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf einem separaten Rezept. Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung auch schon früher als an dem Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind. Ärzte und Apotheker sollten dies im Vorfeld besprechen.
 

 

11.05.2021 | Hinweise zur nächsten Bestellung: BioNTech-Impfstoff vorrangig für Zweitimpfungen

Die Impfstoffmenge von BioNTech/Pfizer ist in der Woche vom 17. bis 23. Mai weiterhin begrenzt. Bei der Bestellung für diesen Zeitraum können Ärzte das mRNA-Vakzin deshalb hauptsächlich für Zweitimpfungen ordern.

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 11. Mai 12 Uhr: für die Woche vom 17. bis 23. Mai

Der Bund wird für die Woche etwa 2,6 Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereitstellen: rund 1,6 Millionen von BioNTech/Pfizer und etwa 1,0 Millionen von AstraZeneca.

Bestellmenge pro Arzt

  • Für Zweitimpfungen mit Comirnaty® geben Ärzte auf einem separaten Rezept möglichst nur die Anzahl der Dosen an, die sie in der Woche vom 6. bis 11. April verimpft haben (6 Wochen Abstand). Es gibt dafür keine Obergrenze.
  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty®: maximal 12 Dosen (2 Vials) für Erstimpfungen; keine Obergrenze für Zweitimpfungen vornehmlich für Erstimpflinge aus der Woche vom 6. bis 11. April
  • COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca: keine Obergrenze

Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab.

Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an. Außerdem ist zu notieren, ob es sich um eine Bestellung für Erstimpfungen oder für die Zweitimpfungen handelt!

 

 

10.05.2021 | Bescheinigung für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen ist online abrufbar

Bisher gab es kein geregeltes Verfahren für die Impfung der Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen. Auf der Internetseite der KV Bremen ist jetzt eine Bescheinigung zur Vorlage in den Arztpraxen abrufbar.

Neben der ausgefüllten und unterzeichneten Bescheinigung müssen die Kontaktpersonen einen Beleg in Kopie über die Pflegebedürftigkeit vorlegen. Nur dann ist der Impfanspruch entsprechend dokumentiert. Derzeit werden die Gruppen 2 (hohe Priorität) sowie 3 (erhöhte Priorität) bevorzugt geimpft. Schaubild zur Priorisierung (pdf - 57 kB)

Patienten können die Bescheinigung über die Startseite der KV Bremen (Für Patienten / Kontaktpersonen Pflegebedürftige) oder über diesen Direkt-Link abrufen: www.kvhb.de/kontaktpersonen

Für die Versicherten der AOK Bremen/Bremerhaven gibt es ein vereinfachtes Verfahren: Die Krankenkasse schreibt ihre Versicherten mit Pflegegrad direkt an und stattet diese mit Bescheinigungen für zwei enge Kontaktpersonen aus. Anhand der Daten, die die AOK über ihre pflegedürftigen Versicherten besitzt, müssen die Kontaktpersonen keinen Nachweis über die Pflegedürftigkeit in der Praxis vorlegen. Es reicht die Bescheinigung (Logos der KV Bremen und der AOK Bremen/Bremerhaven in der Kopfzeile). 
 

 

10.05.2021 | Testpflicht am Arbeitsplatz gilt ab dieser Woche

Ab dieser Woche gilt für Beschäftigte im Land Bremen, die nicht im Home-Office arbeiten, eine Corona-Testpflicht. Damit müssen sich auch die Beschäftigten in Praxen zweimal wöchentlich auf das Virus testen lassen. Ausgenommen sind vollständig Geimpfte sowie Genesene.

Bislang waren Unternehmen nur dazu verpflichtet, Mitarbeitenden Tests anzubieten, diese mussten sie aber nicht annehmen.

Eine Kontrolle der Testergebnisse durch die Vorgesetzten ist nicht vorgesehen. Es wird auch keine Sanktionen geben. Zudem müssen Praxen die Testergebnisse nicht dokumentieren.

Vollständig geimpfte Personen sowie Genesene, deren Corona-Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt, sind von dieser Pflicht ausgeschlossen.
 

 

06.05.2021 | Sonderbestellung für AstraZeneca bis 10. Mai möglich

Praxen können noch bis Montag, 10. Mai, 12 Uhr, zusätzlich zum regulären Bestellverfahren eine weitere Bestellung für den AstraZeneca-Impfstoff bei ihrer Apotheke aufgeben. Dies ist eine gemeinsame Aktion der Apothekerkammer Bremen, des regionalen Großhandels und der KV Bremen.

Zu den Modalitäten:

  • Die Praxis bestellt den AstraZeneca-Impfstoff wie gewohnt über das Muster 16 bei ihrer Apotheke. Zusätzlich zum gewohnten Turnus kann dies bis Montag, 10. Mai, 12 Uhr erfolgen.
  • Es gibt keine Mengenbegrenzung. Falls insgesamt die Bestellmenge den Lagerbestand des Apothekergroßhandels übersteigt, wird rationiert. Darüber wird die Apotheke kurzfristig informieren.
  • Die Sonder-Auslieferung des AstraZeneca-Impfstoffs an die Arztpraxen erfolgt am Dienstag, 11. Mai, spätestens aber am Mittwoch, 12. Mai.
  • Seit dieser Woche kann AstraZeneca im Bundesland Bremen an Menschen ab 18 Jahren verimpft werden.

 

06.05.2021 | Impfzentren impfen aktuell Beschäftigte aus Schule und Jugendeinrichtungen

Im Rahmen der Priorisierungsgruppe 3 sind die Impfzentren des Landes für berufsbedingte Indikationen zuständig. Derzeit werden Beschäftigte aus Schulen und von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen geimpft.

Allen weiteren Berufsgruppen aus der Priorisierungsgruppe 3 wird nach Aussage des Gesundheitsressorts aktuell noch kein Impfangebot gemacht, Termine derzeit nicht vergeben. Darüber hinaus weist das Ressort darauf hin, dass Betriebsärzte ab Juni an der Impfkampagne beteiligt werden.

Das Land und die KV Bremen haben sich für die Impfung der Anspruchsberechtigten aus der Priorisierungsgruppe 3 auf folgende Aufgabenteilung verständig:

Arztpraxen

  • Medizinische Indikationen
  • Personen ab 60 Jahren
  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen

Impfzentren

  • Personen ab 60 Jahren
  • Berufsbedingte Indikationen

Eine Ausführliche Übersicht zur Priorisierung gibt dieses Schaubild: Corona-Schutzimpfung: Schaubild "Wer & Wann" (pdf - 57 kB)
 

06.05.2021 | Bestellungen für Zweitimpfungen mit BioNTech haben Vorrang

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer steht Arztpraxen in den letzten zwei Maiwochen vorrangig für Zweitimpfungen zur Verfügung. Der Grund ist, dass nach dem Impfstart Anfang April die ersten Patienten zum zweiten Mal nach sechs Wochen mit dem mRNA-Vakzin geimpft werden müssen, die Zahl der Impfstoffdosen aber weiter knapp ist.

Aufgrund der begrenzten Menge Impfstoff werden die Ärzte gebeten, in den Wochen vom 17. bis 23. Mai und vom 25. bis 30. Mai vorzugsweise Zweitimpfungen von Personen durchzuführen, bei denen der in der Coronavirus-Impfverordnung vorgegebene Impfabstand von sechs Wochen sonst überschritten würde.

Um sicherzustellen, dass alle Patienten nach sechs Wochen zum zweiten Mal mit BioNTech/Pfizer geimpft werden können, wird die Bestellmenge für Zweitimpfungen nicht begrenzt.

Impfstoff für Zweitimpfungen werden auf einem separaten Rezept bestellt: Für die Woche vom 17. bis 21. Mai sind möglichst nur die Anzahl Dosen anzugeben, die in der Zeit vom 6. bis 11. April verimpft wurden, und für die Woche vom 25. bis 30. Mai die Anzahl der Dosen, die vom 12. bis 18. April verbraucht wurden.

Diese Bestellungen für Zweitimpfungen werden prioritär beliefert, sodass die Praxen die benötigten Mengen erhalten.

Nach einer Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit wird die Impfstoffmenge von BioNTech/Pfizer ab Juni auf rund drei Millionen Dosen pro Woche angehoben und damit etwa verdoppelt.

 

06.05.2021 | Praxen müssen nicht ins Impfbuch übertragen

Praxen müssen für Menschen, die in einer anderen Einrichtung eine Coronaimpfung erhalten haben, keinen Eintrag bzw. Übertrag ins Impfbuch vornehmen.

Nach dem Infektionsschutzgesetz muss die zur „Durchführung von Schutzimpfungen berechtigte Person“ jede Schutzimpfung unverzüglich in einem Impfausweis oder, falls der Impfausweis nicht vorgelegt wird, in einer Impfbescheinigung dokumentieren. Damit gibt es keine Verpflichtung der Arztpraxen eine Übertragung der Ersatzbescheinigung in das Impfbuch vorzunehmen.

Die KV Bremen hat die Impfzentren darauf hingewiesen und auf darauf gedrungen, dass diese ihre Informationen anpassen.

 

06.05.2021 | Klarstellung: AstraZeneca kann an U60 verimpft werden

Angesichts verwirrender Medienberichte stellt die KV Bremen klar: AstraZeneca kann ab sofort an Menschen ab 18 Jahren verimpft werden.

Dazu hat die senatorische Behörde folgendes erklärt: „Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (SGFV) empfiehlt die Verimpfung von Astra Zeneca an die Altersgruppe 18 – 59 Jahre nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung.“

In einer an die Medien gerichteten Erklärung des Gesundheitsressorts heißt es darüber hinaus: „Praxen dürfen den Impfstoff von AstraZeneca auch außerhalb der in der Impfverordnung genannten Indikatoren verimpfen. Selbstverständlich sind die Praxen jedoch angehalten vorrangig die Personengruppen zu impfen, die es aus verschiedenen Gründen am nötigsten haben.“

Damit ist die Mitteilung der KV Bremen vom 4. Mai bestätigt.

 

04.05.2021 | Aufruf: Praxen für Coronaimpfung von zusätzlichen Patienten gesucht

Die KV Bremen sucht Praxen, die neben ihren originären Patienten auch weiteren Interessenten Coronaimpfungen anbieten wollen und können. Es ist geplant, die Online-Arztsuche der KV Bremen um einen Auswahlpunkt „erweitertes Impfangebot“ zu ergänzen.

„Wir wissen, dass sich viele haus- und fachärztliche Praxen mit allergrößtem Einsatzwillen an der Impfkampagne beteiligen - der widrigen Umstände zum Trotz. Und dennoch bitten wir alle, die angesichts steigender Impfstoff-Liefermengen in den kommenden Wochen die Möglichkeit sehen, auch Patienten über ihren Patientenstamm hinaus zu impfen, sich zu melden“, appellieren die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Der Aufruf richtet sich an niedergelassene Haus- und Fachärzte in Bremen und Bremerhaven. Im Blick sind zum Beispiel Menschen ohne regelhafte haus- oder fachärztliche Betreuung, Angehörige von Pflegebedürftigen oder Anspruchsberechtigte, die noch kein Impfangebot erhalten haben.

In dieser Woche ist die Altergrenze für die Verimpfung von AstraZeneca im Land Bremen gefallen. Somit können Praxen Menschen im Alter ab 18 Jahren den Impfstoff anbieten.

Außerdem ist in dieser Woche auch die Priorisierungsgruppe 3 geöffnet worden. Somit können Praxen auch Patienten aus dieser Gruppe ein Impfangebot machen.

Interessierte Praxen können sich ab sofort als „erweiterte Impfpraxis“ registrieren lassen:

Es ist geplant, die Online-Arztsuche www.kvhb.de/arztsuche um eine Auswahlfunktion „erweitertes Impfangebot“ zu ergänzen. Nutzer können auf diese Weise haus- und fachärztliche Praxen filtern, die zusätzliche Patienten für eine Coronaimpfung aufnehmen. Die Funktion wird mit dem Hinweis versehen, dass Interessenten sich zunächst telefonisch in der Praxis melden bzw. sich über die Praxis-Homepage über die Modalitäten informieren müssen.

Sollten sich hinreichend viele Praxen melden, wird die KV Bremen diese Funktion auf der Online-Arztsuche aktivieren und entsprechend darüber informieren.

 

04.05.2021 | Erklärvideos zur Coronaimpfung

Die Heidelberger Medizinakademie bietet auf ihrer Homepage praxisnahe Erklärvideos unter anderem zur Coronaimpfung an.

Dabei geht es zum Beispiel um die richtige Impftechnik, um Impfnotfälle oder auch um Tipps zum Aufziehen weiterer Dosen. Die Videos sind abrufbar unter https://hdmed.online/

 

04.05.2021 | AstraZeneca-Impfung für U60 möglich: Priorisierung fällt, Haftung geklärt

Die Impfung von Personen unter 60 Jahren mit dem Vakzin von AstraZeneca ist ab sofort in den Praxen möglich. Die KV Bremen hat sich mit dem Land Bremen auf eine Aufhebung der Priorisierung für alle Impfwilligen über 18 Jahren verständigt. Außerdem sind weitere rechtliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene geklärt.

  • In einer Videokonferenz am 3. Mai haben sich die Vorstände der KV Bremen und der Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Andreas Bovenschulte, für eine Beschleunigung der Impfkampagne ausgesprochen. Dabei wurde unter anderem die Freigabe des Impfstoffes von AstraZeneca für alle Interessenten über 18 Jahre als probates Mittel betrachtet. Praxen in Bremen und Bremerhaven können ab sofort Impfwillige über 18 Jahren mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen.
  • Die KV Bremen weist drauf hin, dass angesichts begrenzter Liefermengen Praxen nach wie vor angehalten sind, zunächst ihre Patienten entsprechend der Priorisierungsvorgaben (Vorerkrankte, Kontaktpersonen) zu impfen und verbleibenden AstraZeneca-Impfstoff für Impfwillige über 18 Jahren nutzen können.
  • Die STIKO hat ihre Empfehlungen zu AstraZeneca konkretisiert und damit Voraussetzungen für einen praxistauglichen Einsatz in den Praxen geschaffen. Zur Verabreichung des Impfstoffes an Patienten unter 60 Jahren heißt es jetzt, diese sei „nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten möglich“. Die strengeren Vorgaben aus älteren STIKO-Empfehlungen sind damit passé.
  • Dementsprechend wird der Aufklärungsbogen zu den COVID-19-Vektor-Impfstoffen kurzfristig aktualisiert. Die neue Formulierung lautet: „Für Personen unter 60 Jahren bleibt die Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca laut STIKO-Empfehlung nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person möglich. Für die individuelle Risikoabschätzung durch die zu impfende Person sollten einerseits das Risiko der beschriebenen Komplikationen und andererseits das Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine COVID-19-Erkrankung abgewogen werden. […]“
  • Das Bundesgesundheitsministerium bereitet eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, die den Entschädigungsanspruch von Geimpften bei Impfschäden auf Grundlage der jeweils geltenden Corona-Impfverordnung rückwirkend zum 27. Dezember 2020 regelt. Damit sind nach Aussage des Ministeriums auch alle Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca für Menschen ab 18 Jahren erfasst. Arztpraxen, die den AstraZenica-Impfstoff nach den aktualisierten STIKO-Empfehlungen auch an 18 bis unter 60-Jährige verimpfen, haben demnach kein erhöhtes Haftungsrisiko nach Impfkomplikationen. Auch für die Patienten bedeutet die geplante Gesetzesänderung mehr Sicherheit (Staatshaftung): Im Falle eines unerwünchten Zwischenfalles wären die Patienten U60 nicht schlechter gestellt als andere Covid-Patienten.
  • Die STIKO hat sich darüber hinaus zur Zweitimpfung mit AstraZeneca geäußert und Klarheit geschaffen, dass diese auch vor Ablauf von 12 Wochen möglich ist: „Sollte es auch logistischen Gründen erforderlich sein, die Impfung in einem kürzeren Impfintervall durchzuführen, kann in der Übergangsphase auch an bereits vereinbarten Terminen in kürzerem Abstand festgehalten werden.“

 

 

04.05.2021 | Priorisierungsgruppe 3 ist jetzt offiziell freigegeben

Das Land Bremen hat nun offiziell den Startschuss gegeben für die Impfung der Priorisierungsgruppe 3. Arztpraxen können nun Vorerkrankte, Kontaktpersonen und Über-60-Jährige gegen das Coronavirus impfen.

Personen, die berufsbedingt in der Priorisierungsgruppe 3 verortet wurden, werden durch die Impfzentren des Landes geimpft. Danach ergibt sich im Rahmen der Priorisierungsgruppe 3 folgende Aufgabenteilung zwischen den Impfzentren des Landes und den Arztpraxen.

Arztpraxen

  • Medizinische Indikationen
  • Personen ab 60 Jahren
  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen

Impfzentren

  • Personen ab 60 Jahren
  • Berufsbedingte Indikationen

Eine Ausführliche Übersicht zur Priorisierung gibt dieses Schaubild: Corona-Schutzimpfung: Wer & Wann? (pdf)

 

04.05.2021 | Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung: Bis zu 36 Dosen BioNTech und AstraZeneca unbegrenzt

Praxen können für die kommende Impfwoche vom 10. bis 16 Mai wie gehabt bis zu 36 Dosen Bio BioNTech pro Arzt bestellen. Eine Obergrenze für AstraZeneca gibt es nicht. Die Impfstoffe müssen bis heute, 4. Mai, 12 Uhr, bestellt werden.

Der Bund wird für die Woche vom 10 bis 16. Mai etwa drei Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereitstellen: rund 1,6 Millionen von BioNTech/Pfizer und rund 1,3 Millionen von AstraZeneca.

Bestellmenge pro Arzt

  • maximal 36 Dosen (6 Vials) COVID-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer
  • keine Obergrenze für den COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca 

Um möglichst viele Patienten impfen zu können, wird dringend empfohlen, beide Impfstoffe zu ordern.

Hinweis: Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an. Sofern in Einzelfällen bereits Impfstoff für Zweitimpfungen benötigt werden sollte, ist ein separates Rezept zu benutzen.

 

 

29.04.2021 | Getrennte Rezepte für Erst- und Zweitimpfungen - Außerdem: Ab Juli neues IK für Kostenträger

Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen erfolgt künftig auf zwei separaten Rezepten. Damit soll erreicht werden, dass die Belieferung mit Impfstoff für Zweitimpfungen vorrangig erfolgen kann. Auf das Verfahren haben sich die KBV, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. und der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. geeinigt.

Vertragsärzte vermerken auf jeder Verordnung (Muster 16), ob es sich um eine Bestellung für „Erstimpfungen“ oder für „Zweitimpfungen“ handelt. Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an (s. Infobox). Für die Arztpraxen wird dies – aufgrund der in der Coronavirus-Impfverordnung vorgesehenen Impfabstände – zunächst für Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech / Pfizer (Impfabstand 6 Wochen) relevant sein.

Mit dem Verfahren soll sichergestellt werden, dass Ärzte für die Zweitimpfungen so viele Dosen erhalten wie sie benötigen, um die in ihrer Praxis begonnenen Impfserien unter Beachtung der Impfintervalle abschließen zu können. Das Bundesministerium für Gesundheit hat noch einmal darauf hingewiesen, dass in Impfzentren angefangene Impfungen grundsätzlich auch dort beendet werden sollen.

Maximale Bestellmenge gilt auch für Zweitimpfungen Die maximale Bestellmenge je Arzt, die jede Woche bekanntgeben wird, umfasst Impfstoffdosen für Erst- und für Zweitimpfungen. Das heißt, Ärzte können nach Abzug der für ihre Zweitimpfungen benötigten Impfstoffdosen noch so viele Impfstoffdosen für Erstimpfungen bestellen, bis die Obergrenze erreicht ist.

Die genauen Liefermengen und die sich daraus ableitenden Bestellmengen stehen für die Woche vom 10. bis 16. Mai noch nicht zur Verfügung. Für den Impfstoff von AstraZeneca wird es voraussichtlich keine Obergrenze für die Bestellmengen geben. Hierüber werden die PraxisNachrichten gesondert informieren.

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli ändert sich außerdem das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Ärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden.

Das schreiben Sie auf das Rezept (Muster 16)

Vermerken Sie auf dem Rezept, ob es sich um eine Bestellung für Erst- oder Zweitimpfungen handelt. Geben Sie dann den Impfstoffnamen und die Anzahl der Dosen an. Bitte denken Sie daran, dass Sie die maximale Bestellmenge insgesamt nicht überschreiten. Zudem fügen Sie als Kostenträger das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 100038825 an.

Beispiel: Für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Vakzin von BioNTech /Pfizer können bei diesem Beispiel insgesamt 36 Dosen je Arzt bestellt werden.

Rezept für Erstimpfungen

„Erstimpfungen: 12 Impfstoffdosen Comirnaty® plus erforderliches Impfzubehör und 30 Impfstoffdosen Vaxzevria® plus erforderliches Impfzubehör“

Rezept für Zweitimpfungen

„Zweitimpfungen: 24 Impfstoffdosen Comirnaty® plus erforderliches Impfzubehör“

Hinweis: Bitte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn Sie also beispielsweise 23 Patienten zum zweiten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben Sie 24 Dosen (4 Vials mit 6 Dosen) an.

 

26.04.2021 | Neue Arbeitsschutzverordnung gibt zwei Coronatests pro Woche vor

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist verschärft worden. Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, zwei Corona-Tests in der Woche anbieten. Das gilt auch für Praxen.

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung heißt es: „Zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos hat der Arbeitgeber Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens zweimal pro Kalenderwoche einen Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten.“ Dies können PCR-Tests, Antigen-Schnelltests oder auch Laientests sein. Allerdings empfiehlt sich für Praxen die Nutzung von Antigen-Schnelltests, weil die Sachkosten im Rahmend er Mitarbeitertestung über die KV Bremen abgerechnet werden können. Nähere Einzelheiten dazu in der Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB).

Beschäftigte können das Angebot ihrer Arbeitgeber annehmen. Eine Pflicht zur Testung besteht nicht.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gilt mindestens bis zum 30. Juni 2021. 

 

 

26.04.2021 | Bestellung für erste Maiwoche: Nun doch kein Impfstoff von Johnson&Johnson

Der COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson kommt nun nicht in der ersten Maiwoche in die Arztpraxen. Dafür werden die Vertragsärzte mehr Impfstoff von AstraZenca erhalten, sodass die angekündigte Liefermenge mit rund drei Millionen Dosen unverändert bleibt. Über die Änderung hat das Bundesgesundheitsministerium kurzfristig informiert. Der Grund für die Umstellung sei, dass die für Anfang Mai geplante Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson nicht im vorgesehenen Umfang erfolgen werde.

Vertragsärzte können damit für die Woche vom 3. bis 9. Mai Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von AstraZeneca bestellen. Von beiden Vakzinen stehen insgesamt rund 1,6 Millionen beziehungsweise rund 1,4 Millionen Dosen bereit. Die Bestellung der Impfstoffe erfolgt bis Dienstag (27. April), 12 Uhr.

Die maximale Bestellmenge für die Produkte von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca bleibt unverändert: Pro Arzt sind bis zu 36 Dosen COVID-19-Impfstoff Comirnaty® und bis zu 50 Dosen COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® möglich (s. auch Infobox).

Ärzte, die ihre Bestellung für die Woche vom 3. bis 9. Mai bereits bei ihrer Apotheke aufgegeben haben und nunmehr ändern wollen, können ein neues Rezept (Muster 16) einreichen. Sie schreiben dazu auf das neue Formular „Austausch gegen das Rezept vom XX. April 2021“. Dies sollte in Rücksprache mit dem Apotheker erfolgen.

Für Ärzte, die ihre Bestellung nicht ändern, bleibt die Bestellmenge für die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und AstraZenca bestehen. Die Bestellung des Impfstoffs von Johnson & Johnson entfällt ersatzlos. 

 

 

23.04.2021 | Bundesgesundheitsministerium stellt klar: Entnahme zusätzlicher Dosen ist zulässig

Zur Entnahme zusätzlicher Dosen aus Mehrdosenbehältnissen (Vial), zum Beispiel sieben Dosen statt sechs bei BioNTech und elf statt zehn bei AstraZeneca, weist das Bundesgesundheitsministerium darauf hin, dass dies unter bestimmten Voraussetzungen möglich und rechtlich zulässig sei. 

Es erfordere aber auf Seiten der Anwender eine besondere Umsicht und Sorgfalt. Grundsätzlich liege das korrekte Aufziehen der Spitzen in der Verantwortung des Arztes. 

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen sind dem Ministerium zufolge besondere Spritze-/Kanülen-Kombinationen mit geringem Totvolumen (> 35µl) erforderlich beziehungsweise im Falle von BioNTech bereits für die Entnahme einer sechsten Dosis vorgesehen. Das Impfzubehör wird über den Großhandel durch die Apotheken zusammen mit dem Impfstoff an die Praxen geliefert. 

 

 

23.04.2021 | Bestellung für erste Maiwoche: Insgesamt mehr Impfstoff und Johnson&Johnson kommt dazu

Diese Meldung ist teilweise überholt, siehe Meldung vom 26. April: Bestellung für erste Maiwoche: Nun doch kein Impfstoff von Johnson&Johnson 

Arztpraxen erhalten in der ersten Maiwoche deutlich mehr COVID-19-Impfstoff als bisher. Nach einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums werden bundesweit für den 3. bis 9. Mai rund drei Millionen Dosen der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, von AstraZeneca und erstmals auch von Johnson & Johnson bereitgestellt.

Für die Kalenderwoche 18 werden für die Arztpraxen voraussichtlich ca. drei Millionen Impfstoffdosen bereitgestellt, nachdem es in der laufenden Woche rund 2 Millionen Impfstoffdosen gab: Für die erste Maiwoche werden bundesweit rund 1,6 Millionen von BioNTech/Pfizer, rund eine Million von AstraZeneca und rund 400.000 von Johnson & Johnson an Praxen ausgeliefert.

Maximale Bestellmenge pro Arzt: 

  • 36 Dosen (6 Vials) COVID-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer
  • 50 Dosen (5 Vials) COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca 
  • 15 Dosen (3 Vials) COVID-19-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson

Die Bestellung der Impfstoffe muss bis Dienstag (27. April), 12 Uhr, aufgegeben werden. Vertragsärzte geben dazu auf dem Rezept den Impfstoffnamen (plus Zubehör) und jeweilige Anzahl an Dosen an. Den STIKO-Empfehlungen entsprechend sollen möglichst alle Impfstoffe bestellt und verimpft werden. 

Die Bestellung erfolgt impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) dazu den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an. Bitte beachten Sie, dass sich durch die Bestellung nur eines Impfstoffes die Liefermenge für den jeweiligen Impfstoff nicht erhöht.

Die Apotheken werden die Praxen wieder vorab darüber informieren, ob ihre Bestellung in voller Höhe oder in reduziertem Umfang bedient werden kann. 

Auslieferung an die Praxen: 

  • Impfstoff von BioNTech/Pfizer und Johnson & Johnson: Montagnachmittag (3. Mai) 
  • AstraZeneca voraussichtlich im Laufe der Woche

Die KV Bremen wird auf der Themenseite in Kürze unter anderem Informationen zum Johnson & Johnson Impfstoff bereitstellen: Themenseite Corona-Impfung in Arztpraxen

 

19.04.2021 | Praxen erhalten in der Woche ab 26. April nur BioNTech und kein AstraZeneca

Für die aktuelle Impfstoffbestellung gibt es kurzfristig Änderungen. Der Bund wird den Arztpraxen für die Woche vom 26. April bis 2. Mai ausschließlich den Impfstoff von BioNTech/Pfizer bereitstellen, mit zwei Millionen Dosen aber deutlich mehr als bisher avisiert waren.

Ursprünglich sollten in der letzten Aprilwoche rund 1,5 Millionen Impfstoffdosen an die Praxen gehen, davon drei Viertel BioNTech und ein Viertel AstraZeneca. Nunmehr erhalten die Arztpraxen ausschließlich Impfstoff von BioNTech/Pfizer.

Für die Bestellung bis spätestens Dienstag, 20. April, 12 Uhr, gilt:

  • Für die Woche vom 26. April bis 2. Mai stellt der Bund ausschließlich Impfstoff von BioNTech/Pfizer bereit (rund 2 Millionen Dosen). Es wird kein Impfstoff von AstraZeneca geliefert.
  • Die Bestellmenge wurde erhöht und beträgt nunmehr bis zu 48 Dosen COVID-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer pro Arzt
  • Ärzte, die ihre Bestellung bereits aufgegeben haben und nunmehr die Zahl der BioNTech-Dosen ändern wollen, können ein neues Rezept einreichen. Sie schreiben dazu auf das neue Formular „Austausch gegen das Rezept vom XX. April 2021“. Dies sollte in Rücksprache mit dem Apotheker erfolgen. Für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Bestellung nicht ändern, bleibt die Bestellmenge für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer bestehen. Die Bestellung des Impfstoffs von AstraZeneca entfällt ersatzlos.
  • Die Bestellung erfolgt erstmals impfstoffspezifisch. Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an. Zum Beispiel: „30 Impfstoffdosen Comirnaty® plus erforderliches Impfzubehör“
  • Das passende Impfzubehör (Kanülen, Spritzen und ggf. NaCl-Lösung) wird mitgeliefert. Dazu reicht die Angabe „plus Impfzubehör“ auf dem Rezept aus.
 

 

16.04.2021 | Praxen erhalten fertige Aufkleber für Impfausweise

Ab der nächsten Impfstofflieferung in der kommenden Woche erhalten Praxen fertige Klebeetikette für die Dokumentation im Impfausweis ihrer Patienten. Sowohl BioNTech als auch AstraZeneca werden Aufkleber bereitstellen. Die Auslieferung erfolgt über die Apotheken zusammen mit dem Impfstoff.

 

 

14.04.2021 | Coronaimpfstoff kann ab sofort spezifisch bestellt werden

Arztpraxen bestellen den COVID-19-Impfstoff ab sofort impfstoffspezifisch. Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai.

Für Ärzte heißt das: Bereits mit der nächsten Bestellung (bis 20. April 12 Uhr) geben sie auf dem Arzneimittelrezept den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl der Dosen an. Um möglichst viele Patienten impfen zu können, wird dringend empfohlen, beide Impfstoffe zu ordern. Den STIKO-Empfehlungen entsprechend, insbesondere zum Patientenalter, sollen weiterhin beide Impfstoffe verimpft werden.

Bestellmenge für die Impfwoche vom 26. April bis 2. Mai

  • 18 bis maximal 30 Dosen COVID-19-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer pro Arzt
  • 10 bis maximal 50 Dosen COVID-19-Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca pro Arzt

Dabei soll sichergestellt sein, dass jeder Arzt mindestens 3 Vials BioNTech/Pfizer mit jeweils 6 Dosen und/oder voraussichtlich mindestens 1 Vial von AstraZeneca mit 10 Dosen erhält.

Durch die Bestellung nur eines Impfstoffes erhöht sich die Liefermenge für den jeweiligen Impfstoff nicht.

Nach einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums werden in der Impfwoche vom 26. April bis 2. Mai rund 1,5 Millionen Dosen für die Praxen bereitgestellt, davon etwa drei Viertel BioNTech/Pfizer und knapp ein Viertel AstraZeneca. Aktuell sind es rund eine Million Dosen pro Woche.

Themenseite Corona-Impfung in Arztpraxen
 

 

 

14.04.2021 | Aufruf: Praxen gesucht für Coronaimpfung von immobilen Patienten

Praxen in der Stadtgemeinde Bremen mit freien Kapazitäten, die bei der Coronaimpfung von immobilen Patienten in häuslicher Umgebung unterstützen wollen, können sich an die KV Bremen wenden.

Die KV Bremen sammelt Anfragen von immobilen Patienten, die ohne regelhafte ärztliche Versorgung sind, und leitet die Kontaktdaten an interessierte Praxen weiter. Dabei wird ein Augenmerk auf räumliche Nähe gelegt, das heißt, nur Patienten vermittelt, die im Stadtbezirk der Praxis wohnhaft sind.

Mit dieser Initiative reagiert die KV Bremen auf eine Anfrage der senatorischen Behörde, die eine Versorgungslücke ausgemacht hat.

Interessierte Praxen wenden sich für weitere Details an Jennifer Ziehn, 0421.3404-371 oder j.ziehn@kvhb.de
 

 

13.04.2021 | Keine ausschließliche Bestellung des BioNTech-Impfstoffs für kommende Woche möglich

Praxen können für die kommende Woche vom 19. bis 23. April keine spezifische Bestellung aufgeben. Damit gibt es auch keine Ausnahme für beispielsweise Kinder- und Jugendärzte, die keine Verwendung für den AstraZeneca-Impfstoff haben.

Das ist das Ergebnis eines Spitzengespräches zwischen Bundesgesundheitsministerium, Apothekenverbänden und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom Montagabend (12. April). Insbesondere Kinder- und Jugendärzte hatten darauf hingewiesen, dass sie aufgrund ihres Patientenklientel keine Möglichkeit haben, den AstraZeneca-Impfstoff zu verimpfen.

Damit bleibt es für die Woche vom 19. bis 23. bei der generischen Bestellung auf dem Muster 16, das heißt ohne die spezifische Angabe des Impfstoffs. Dabei soll sichergestellt sein, dass jeder Arzt mindestens ein Vial mit 6 Dosen von BioNTech und ein Vial mit 10 Dosen von AstraZeneca erhält. Die Bestellung muss bis spätestens Dienstag, den 13. April, 12 Uhr aufgegeben werden.

Eine impfstoffspezifische Bestellung wird voraussichtlich ab dem 20. April (Bestellung für die Woche vom 26. April bis 2. Mai) möglich sein. Ärzte geben dann auch für die Erstimpfung auf dem Rezept an, von welchem Hersteller sie wie viele Dosen benötigen.
 

 

12.04.2021 | BioNTech-Etiketten können kostenfrei bestellt werden

Mit der ersten Impfstofflieferung in der vergangenen Woche hat BioNTech/Pfizer den Praxen einen Bogen mit 120 Etiketten für die Impfausweise bereitgestellt. Weitere Lieferungen sind nicht geplant, allerdings können Praxen kostenfrei bestellen.
Eine Auslieferung der Etiketten-Bögen zusammen mit dem Impfstoff war nach Auskunft des Herstellers nur einmalig möglich. Weitere Bögen mit klebbaren Etiketten zum Selbstbedrucken können Praxen im Webshop von BioNTech kostenfrei bestellen.

Bei Fragen können sich Praxen telefonisch an den Kundenservice von BioNTech wenden: Tel.: 06131 9084-0.

 

 

12.04.2021 | Kein Ländervotum für 7. BionTech-Impfdosis in Bremen

Das Land Bremen hat sich bisher nicht offiziell für die Entnahme einer zusätzlichen siebten Impfstoffdosis aus BionTech-Vials ausgesprochen. Insofern handeln Ärzte auf eigene Verantwortung.

Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben angesichts der aktuell bestehender Impfstoffknappheit Praxen und Impfzentren empfohlen, wenn möglich eine siebte Impfdosis des mRNA-Impfstoffes der Firma BionTech /Pfizer je Mehrdosenbehälter (Vial) zu ziehen und zu verimpfen. In der Mehrheit der Länder, so auch im Land Bremen, gibt hierzu bisher kein Votum des Landes. Die Entnahme einer siebten Impfdosis ist durch die Zulassung des Impfstoffes bisher nicht abgedeckt. Somit liegt – dies gilt im Übrigen auch für die zuerst genannten Länder – die Verantwortung für eine wegen technisch bedingter Überfüllungen bei manchen Vials mögliche Gewinnung einer zusätzlichen siebten Dosis aus einer ordnungsgemäß zubereiteten Impflösung und deren Vollständigkeit beim impfenden Arzt.

 

09.04.2021 | Praxen erhalten ab 19. April Impfstoff von BioNTech und AstraZeneca

In den Arztpraxen soll ab dem 19. April auch der Impfstoff von AstraZeneca verimpft werden, informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Der Bund wird in der Woche vom 19. bis 25. April über eine Million Dosen bereitstellen, davon jeweils etwa die Hälfte von BioNTech und AstraZeneca, wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilte.

Es ist geplant, dass jede Praxis zu etwa gleichen Teilen Impfstoff von beiden Herstellern für die Woche vom 19. bis 25. April erhält. Die Bestellmenge ist auf 16 bis 42 Impfdosen pro Arzt begrenzt. Dabei soll sichergestellt sein, dass jeder Arzt mindestens ein Vial mit 6 Dosen von BioNTech und ein Vial mit 10 Dosen von AstraZeneca erhält. Die Bestellung muss bis spätestens Dienstag, den 13. April, 12 Uhr erfolgen.

Ärzte geben auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) auch für die Woche vom 19. bis 25. April nur die Anzahl der Impfstoffdosen an, zum Beispiel „22 COVID-19-Impfstoffdosen plus erforderliches Impfzubehör“ – ohne Nennung der Hersteller. Die Bestellung reichen sie bei der Apotheke ein, bei der sie üblicherweise auch den Sprechstundenbedarf beziehen.

Eine impfstoffspezifische Bestellung wird voraussichtlich ab dem 20. April (Bestellung für die Woche vom 26. April bis 2. Mai) erfolgen. Ärzte geben dann auch für die Erstimpfung auf dem Rezept an, von welchem Hersteller sie wie viele Dosen benötigen.

Nach Auskunft des Bundesministeriums für Gesundheit sollen in der letzten Aprilwoche rund 1,7 Millionen Impfdosen an die Praxen ausgeliefert werden, davon deutlich über eine Million von BioNTech. In den folgenden Wochen soll die Zahl der Impfdosen weiter steigen.

 

08.04.2021 | Impfreihenfolge in Arztpraxen: Priorisierung gilt weiterhin

Bei den Corona-Impfungen in Praxen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven sind die Priorisierungsvorgaben des Robert‐Koch‐Instituts und der Ständigen Impfkommission (CoronaImpfV des BMG) unbedingt einzuhalten. Darauf weist die KV Bremen ihre Mitglieder noch einmal hin. „Da zunächst nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, müssen wir auf eine strenge Priorisierung setzen, um die Logistik hinter der bislang äußerst erfolgreich angelaufenen Impfkampagne in den Praxen nicht zu gefährden“, geben die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, bekannt. „Würden einzelne Ärzte von der Priorisierung abweichen, widerspricht dies nicht nur der gültigen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums, sondern könnte auch zu einer Lawine von Anfragen und Anrufen führen, die dann alle Praxen überfordern.“

Ein Schaubild zur Priorisierung findet sich unter: https://www.kvhb.de/sites/default/files/impfung-prio.pdf

Die KV Bremen kann auch spätere Sanktionen bei Nichteinhaltung der Priorisierung nach der CoronaImpfV ohne triftigen Grund nicht ausschließen. Ein solcher Grund könnte nach derzeitiger Einschätzung nur dann gegeben sein, wenn ansonsten Impfstoff wegen der Überschreitung der Haltbarkeit vernichtet würde. Die KV Bremen weist deshalb noch einmal darauf hin, dass der Dokumentation durchgeführter Impfungen – insbesondere zur Frage der Priorisierung der geimpften Personen – eine sehr hohe Bedeutung zukommt.

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen hat eine Information "Wer wird wann und wo geimpft?" unter folgendem Link bereitgestellt:

https://www.gesundheit.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen229.c.38814.de

 

07.04.2021 | Aktualisierung zu Impfungen der engen Kontaktpersonen von Schwangeren

Ab dem 15. April 2021 können Schwangere im Land Bremen über ihre betreuende gynäkologische Praxis Impfcodes für bis zu zwei enge Kontaktpersonen erhalten. Diese Kontaktpersonen können mit den Codes einen Impftermin im Impfzentrum Bremerhaven oder im Impfzentrum Bremen vereinbaren oder sich von ihrem betreuenden Arzt impfen lassen.

Schwangere Personen dürfen laut Corona-Impfverordnung jeweils zwei enge Kontaktpersonen benennen, die eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten können. Diese Kontaktpersonen sind Teil der Priorisierungsgruppe II (gem. CoronaImpfV). Die Impfung dieser Kontaktpersonen soll grundsätzlich nicht in gynäkologischen Praxen erfolgen. Die Senatorische Behörde und die KV Bremen haben sich deswegen auf folgendes Verfahren verständigt:

  • Alle gynäkologischen Praxen im Land Bremen erhalten Anfang kommender Woche von ihrer KV Bremen entsprechende Formulare mit eingedruckten Termincodes.
  • Die Schwangere benennt bis zu zwei Kontaktpersonen, die von der Praxis in ein Formular je Kontaktperson eingetragen werden.
  • Die Richtigkeit der Angaben wird durch den Praxisstempel bestätigt.
  • In dem Formular ist ein Termincode enthalten, mit dem die Kontaktperson einen Impftermin im Impfzentrum in Bremen oder Bremerhaven vereinbaren kann.
  • Sollte eine Impfung bei dem die Kontaktperson behandelnden Arzt/Ärztin gewünscht sein, gilt das Formular hier als Nachweis der Impfberechtigung. Der Code für das Impfzentrum verfällt damit.
  • In Bremer Praxen können auch Kontaktpersonen geimpft werden, die ihren Erstwohnsitz nicht in Bremen haben.

Die KV Bremen versendet Ende dieser Woche eine entsprechende Anzahl Vordrucke an die gynäkologischen Praxen und noch einmal alle Informationen zum Verfahren. Die Anzahl der Vordruck wurde auf Grundlage der Betreuungsziffer für Schwangere (GOP 01770) ermittelt und mit einem rechnerischen Aufschlag versehen. Es können Vordrucke bei der KV Bremen nachbestellt werden.

 

 

06.04.2021 | Bremer Ärzte können auch Bürger aus Niedersachsen impfen

Ärzte im Land Bremen können auch Bürger aus Niedersachsen, die sich bei ihnen in Behandlung befinden, gegen das Coronavirus impfen. Voraussetzung ist, dass die vorgegebenen Priorisierungen aus den verfügbaren Impfstoffkontingenten eingehalten werden.

Praxen in Bremen und Bremerhaven erbringen einen sehr hohen Versorgungsanteil für das niedersächsische Umland. Darum haben sich Senatorische Behörde und KV Bremen auf diese Regelung verständigt.

 

 

31.03.2021 | Ausfüllhilfe für die Bestellung von Coronaimpfstoff

Die KV Bremen hat eine Ausfüllhilfe für die Bestellung von Coronaimpftsoff über das Muster 16 (Arzneimittelrezept) erstellt.

Außerdem legt die KV Bremen ihren Mitgliedern nahe, den Impfstoff für die Zweitimpfung rechtzeitig und korrekt zu bestellen. Auch dazu gibt es einen Hinweis in der Ausfüllhilfe Formular 16 (pdf - 1 013 kB).

Ausführliche Informationen sind auf der Themenseite Corna-Impfung in Arztpraxen zusammengestellt.

 

 

31.03.2021 | Astrazeneca hauptsächlich für Ü60

Der Astrazeneca-Impftsoff soll in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Darauf haben sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder verständigt. Sie folgen einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission.

Unter 60-Jährige sollen sich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“ weiterhin damit impfen lassen können, wie es in dem Beschluss heißt. Die Länder sollen nun zudem schon 60- bis 69-Jährige für das Mittel von Astrazeneca mit in ihre Impfkampagnen einbeziehen können.

Die Ständigen Impfkommission (STIKO) erklärte, man haben nach mehreren Beratungen auch unter Hinzuziehung externer Experten und auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen diese Entscheidung getroffen.

Was die Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen, die bereits eine erste Dosis der Vakzine erhalten hatten, will die STIKO bis Ende April eine ergänzende Empfehlung abgeben.
 

 

31.03.2021 | Die Aussetzung der Fortbildungsmaßnahmen wird zunächst bis zum 30.06.2021 verlängert.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen können bestimmte QS- Maßnahmen aufgrund der derzeitigen Pandemie aussetzen, oder von den Bundesvorgaben abweichen. Die KV Bremen setzt deshalb Fortbildungsmaßnahmen, die für bestimmte Leistungen vorgeschrieben sind, vorläufig weiter bis zum 30.06.2021 aus. Dies betrifft Akupunktur, HIV/Aids, Hörgeräteversorgung, Schmerztherapie, ambulante spezialisierte Geriatrie.

Dies betrifft neben Dokumentationsprüfungen durch Stichproben und die Einhaltung von Mindestmengen beispielsweise auch Fallsammlungs-,Präparate- oder Geräteprüfungen. Ausgesetzt werden
•    Hygieneprüfungen in der Koloskopie
•    Konstanzprüfungen in der Ultraschalldiagnostik
•    Messtechnische Kontrollen in der Hörgeräteversorgung
 

 

30.03.2021 | Apothekerkammer informiert: Alle Ärzte dürfen impfen

Aufgrund einiger Ungereimtheiten hat jetzt die Apothekerkammer Bremen gegenüber ihren Mitgliedern richtiggestellt, dass alle Ärzte an den Impfungen teilnehmen können und entsprechend beliefert werden sollen.

Dabei gilt der gemeinsame Appell von der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, den Verantwortlichen des Krisenstabs und der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, dass zunächst die Versorgung der durch die Corona-Impfverordnung priorisierten Gruppen erfolgen soll. Hier stehen hausärztliche Praxen, aber auch fachärztliche Praxen im Vordergrund, die diese vulnerablen Patienten versorgen.

Konsentiert ist dabei zwischen allen Beteiligten zudem, dass die Option der Bestellung tatsächlich für den einzelnen Arzt gegeben ist und nicht auf eine Bestellung je Praxis begrenzt wird – andernfalls bekäme eine große hausärztliche Gemeinschaftspraxis die gleiche Zahl an Impfdosen wie die persönlich nur vom Inhaber geführte Hausarztpraxis. Das ist nicht gewünscht und könnte zudem dazu führen, dass die in Bremen verfügbare Impfstoffmenge nicht genutzt würde.

Themenseite Corona-Impfung in Arztpraxen

 

29.03.2021 | Pressemitteilung: Coronaimpfungen starten nach Ostern in den Praxen

Die ersten Praxen in Bremen und Bremerhaven werden in der Woche nach Ostern Coronaimpfungen anbieten. Angesichts sehr begrenzter Liefermengen und der Priorisierungsvorgaben des Bundes appelliert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen, von Anfragen und Anrufen in den Praxen abzusehen.

 

29.03.2021 | Extrabudgetäre Vergütung von Verordnung medizinischer Rehabilitation um zwei Jahre verlängert

Die extrabudgetäre Vergütung der Verordnung medizinischer Rehabilitation (GOP 01611) ist vom Bewertungsausschuss um zwei Jahre bis zum 31. März 2023 verlängert worden. Bislang war sie bis zum 31. März 2021 befristet gewesen. Da aufgrund der Coronavirus-Pandemie keine zuverlässigen Prognosen möglich sind, wie sich die Anzahl der vertragsärztlichen Verordnungen medizinischer Rehabilitation entwickeln wird, hat der Bewertungsausschuss nun die Verlängerung beschlossen.

 

29.03.2021 | Fallkonferenz-Pflicht bei Akupunktur und Schmerztherapie entfällt weiter

Die Verpflichtung zur Teilnahme an Fallkonferenzen, um eine Teilnahme an der Schmerztherapievereinbarung und Durchführung der Akupunktur aufrechtzuerhalten, wird weiterhin von der KV Bremen ausgesetzt. Dies gilt vorerst bis zum 30. Juni 2021. Hintergrund: Die Kassenärztlichen Vereinigungen können bestimmte Qualitätssicherungs-Maßnahmen aufgrund der derzeitigen Pandemie aussetzen oder von den Bundesvorgaben abweichen.

 

25.03.2021 | Coronaimpfung in Praxen: Bestellung vor Ostern – Impfung nach Ostern

In den Arztpraxen kann nach Ostern das Impfen gegen COVID-19 beginnen. Dazu müssen interessierte Ärzte bereits am 30. März ihre Bestellung bei ihrer Apotheke abgeben. Die KV Bremen hat eine umfangreiche Themenseite zusammengestellt.

Die wichtigsten Fakten in aller Kürze:

  • Praxen bestellen den Impfstoff und Zubehör ausschließlich bei der sie primär beliefernden Apotheke, erstmalig am Dienstag. 30. März (Muster 16). Impfstoff der „ersten Welle“ ist Comirnaty von BioNTech/Pfizer. Die Bestellmenge ist begrenzt auf 18 bis maximal 50 Dosen pro Arzt. Reduzierung bei hoher Nachfrage möglich.
  • Anlieferung bis spätestens 7. April, vormittags. Impfstoff kann im Kühlschrank aufbewahrt werden. Verimpfung in der laufenden Woche bis Freitag wegen begrenzter Haltbarkeit.
  • Es ist vorgesehen, dass die Praxen bis Donnerstag der Bestellwoche darüber informiert werden, ob ihnen in der Folgewoche die bestellte Menge in dem Umfang geliefert werden kann.
  • Liefermenge soll ab der 17./18. Kalenderwoche steigen.
  • Vergütung: 20 Euro pro Impfung, 35 Euro für Hausbesuch, 15 Euro für Mitbesuch, 10 Euro für ausschließliche Impfberatung (nicht berechnungsfähig neben Impf- und Hausbesuchsleistungen); Abrechnung erfolgt mit Quartalsabrechnung über KV
  • Tägliche Meldung über Impf-DokuPortal notwendig. Die KV Bremen wird in der Woche vom 29. März bis spätestens 1. April die Zugangsdaten per Post versenden.

Die KV Bremen hat eine Themenseite www.kvhb.de/coronaimpfung zusammengestellt mit detaillierten Informationen sowie Materialien. Die Themenseite wird kontinuierlich ergänzt und aktualisiert. Weil die Impfverordnung noch nicht in Kraft gesetzt ist und auf Landesebene Abweichungen möglich sind, können sich kurzfristig Änderungen ergeben.

Ihre Ansprechpartner:
Für Abrechnung: Frau Drewes, Frau Scheglow. Für Verfahren: Herr Fox

 

 

24.03.2021 | Selbsttests sind nicht über die KV abrechenbar

Antigentests zur Selbstanwendung (Selbsttests) können nicht nach Testverordnung durchgeführt und abgerechnet werden.

Die Testverordnung sieht keine Tests zur Selbstanwendung vor; es ist lediglich von „Antigen-Tests zur patientennahen Anwendung durch Dritte (PoC-Antigen-Test)“ die Rede.

PoC-Antigen-Tests dürfen nur zur Anwendung kommen, wenn sie die die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Liste dieser Tests.

 

 

24.03.2021 | Vertragsärzte können Patienten auf Impfstoffunverträglichkeit hinweisen

Vertragsärzte können Patienten auf eine mögliche Impfstoffunverträglichkeit im Zusammenhang mit einem bestimmt Coronaimpfstoff hinweisen und gegebenenfalls attestieren, die Entscheidung über eine Substitution trifft allerdings der Impfarzt (im Impfzentrum).

  • In bestimmten Fällen kann eine Notwendigkeit bestehen, dass ein bestimmter Impfstoff aus medizinischer Sicht des behandelnden Arztes nicht verabreicht werden sollte.
  • Wenn/Soweit der behandelnde Arzt eine solche Einschätzung trifft, kann er ein ärztliches Zeugnis/Attest über diese Einschätzung ausstellen. Der Patient legt das Attest im Impfzentrum vor.
  • Die Entscheidung zur Wahl des Impfstoffes obliegt dem Impfarzt im Impfzentrum, das Attest des behandelnden Arztes ist allerdings nicht bindend.

 

23.03.2021 | Vorbereitungen für COVID-19 Impfungen in Arztpraxen laufen: Start nach Ostern

Dieser Tage werden die gesetzlichen und logistischen Voraussetzungen geschaffen, damit Impfungen gegen das Coronavirus nach Ostern in den Praxen der niedergelassenen Ärzte möglich sind. Die KV Bremen richtet eine Themenseite auf der Homepage ein und bittet alle interessierten Praxen, sich angesichts der dynamischen Entwicklung über diese Seite auf dem Laufenden zu halten.

Mögliche Zeitschiene für COVID-19 Impfungen in Arztpraxen

  • In Kürze: Sukzessive Informationen über www.kvhb.de/coronaimpfung
  • 30.März oder 6. April: Mögliche Termine für Erst-Bestellung des Impfstoffs durch Praxen in Apotheken
  • 6. April oder 12. April: Mögliche erste Termine für Anlieferung des Impfstoffs in den Arztpraxen

Hinweis: Der Zeitplan steht unter Vorbehalt, Änderungen sind kurzfristig möglich. Gesetzliche Rahmenbedingungen (Bundes-Impfverordnung) und logistische Voraussetzungen (Vereinbarungen mit Apothekenverbänden) sind in Vorbereitung.

Die KV Bremen richtet eine Themenseite für alle interessierten Praxen ein: www.kvhb.de/coronaimpfung

Die Themenseite wird sukzessive ergänzt um Informationen, Materialien und Kopiervorlagen zu:

  • Impfstoffe, Zubehör, Bestellprozess
  • Organisation und Durchführung der Impfung
  • Vergütung, Abrechnung, Dokumentation

 

 

23.03.2021 | Zwei bekannte GOP für Bürgertestung: Übersicht Coronatest-Konstellationen aktualisiert

Das Verfahren für die Abrechnung der Bürgertestungen steht fest. Analog zum bereits bekannten Verfahren für die Mitarbeitertestungen wird ein Schein je Monat im Ersatzverfahren angelegt. Zur Abrechnung kommen die GOP 88310 und 88312.

  • GOP 88310: Ärztliche Leistung (15 €)
  • GOP 88312: Sachkosten PoC-Schnelltest (max. 9 € für März 2021, max. 6. € ab April 2021)

Die GOP 88310 und 88312 dürfen nicht über den normalen Kassenschein abgerechnet werden, sondern nach dem Abrechnungsverfahren, das auch bei Abstrichen für Mitarbeitertestungen zum Einsatz kommt. Hintergrund: Die Leistungen werden nicht über die Gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet, sondern mit dem Bundesamt für soziale Sicherung über die KV abgewickelt.

Pro Kalendermonat ist nur ein Abrechnungsschein nach folgenden Vorgaben anzulegen:

  • Schein im Ersatzverfahren ambulante Behandlung
  • Kostenträger Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS): VKNR 38825, IK 100038825
  • Patientenfeld: Vorname = Abrechnungsmonat, z.B. „März“, Nachname = „BAS“
  • Adresse: Praxisadresse, Geburtsdatum: „01.01.2021“
  • Hinweis: Sollten das Praxissystem nach weiteren Pflichtangaben fragen, füllen Sie die Felder mit der Ziffer „9“ auf; zum Beispiel eGK-Feld: „999999999“
  • Behandlungstag 1. Tag des Abrechnungsmonats, z.B. 01.03.2021
  • GOP 88310 mit Multiplikator (Häufigkeit der Abstriche im Abrechnungsmonat, z.B. März
  • GOP 88312 und Wert je Test in Euro (max. 9 €, Feldkennung 5012) und Multiplikator (Häufigkeit der verwendeten PoC-Antigenschnelltests im Abrechnungsmonat, z.B. März)
  • Wird auf dem angelegten Abrechnungsschein ein ICD-10 Kode gefordert, verwenden Sie bitte den Primärcode Z11 G (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten) und den Sekundärcode U99.0 G (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2)

Hinweis zu Schul-, Kita- und Betriebstestungen: Nach Auffassung des Bundesministeriums für Gesundheit können Testungen zur Sicherung des Schulbetriebs und der Kinderbetreuung nicht über die Testverordnung durch die Arztpraxen abgerechnet werden. Dies sei Aufgabe der Länder. Damit scheidet eine Abrechnung von Testungen in Schulen und Kitas als Bürgertestung aus. Dies gilt ebenso für Testungen in Unternehmen, die diesen als gesamtgesellschaftlichen Beitrag zugewiesen ist.

Die KV Bremen hat die Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) um die Regularien zur Bürgertestung sowie weiteren Änderungen aus der aktuellen Testverordnung aktualisiert.

 

 

22.03.2021 | Telefon-AU und weitere Corona-Sonderregelungen bis Ende Juni verlängert

Vertragsärzte dürfen bekannte und unbekannte Patienten bis zu sieben Kalendertage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. Daneben wurden weitere Corona-Sonderregelungen bis zum 30. Juni 2021 verlängert bzw. neu aufgenommen.

Telefonische AU bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege möglich
Vertragsärzte dürfen bekannte und unbekannte Patienten bis zu sieben Kalendertage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. Die telefonische AU-Bescheinigung (Muster 1) kann bei fortdauernder Erkrankung telefonisch einmal um sieben Kalendertage verlängert werden.

Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).

Telefonische Konsultationen trotz Praxisbesuch möglich
Die Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie wurden für alle Fachgruppen ausgeweitet. Damit wird die telefonische Betreuung der Patienten umfassender berechnungsfähig.

  • Ärzte und Psychotherapeuten können die Gebührenordnungspositionen (GOP) 01433 (154 Punkte/16,92 Euro) und die GOP 01434 (65 Punkte/7,14 Euro) abrechnen. Dabei gibt es unterschiedlich hohe „Telefon-Kontingente“ für die einzelnen Fachgruppen.
  • Telefonische Konsultationen werden seit 1. Januar 2021 auch dann wie vorgesehen vergütet, wenn der Patient im selben Quartal in die Praxis kommt oder den Arzt per Videosprechstunde konsultiert.
    • Für Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte heißt das, die GOP 01434 fließt nicht in das Gesprächsbudget ein, wenn sie die Versichertenpauschale abrechnen. Sie können unabhängig von dem Punktzahlvolumen der durchgeführten und berechneten Gespräche berechnet werden.
  • Auch die Fachgruppen der Kapitel 14, 16, 21, 22 und 23 können die GOP 01433 nun unabhängig von einem Punktzahlvolumen berechnen.
    • Für Fachärzte heißt das, sie erhalten die telefonischen Gesprächsleistungen der GOP 01434 auch dann honoriert, wenn eine Grundpauschale der Kapitel 5 bis 11, 13, 15, 18, 20, 26 oder 27 oder eine Konsiliarpauschale zur Abrechnung kommt.

Regelung zu den Chronikerpauschalen vereinfacht
Eine Vereinfachung gibt es zudem bei den Zuschlägen zu den hausärztlichen Chronikerpauschalen (GOP 03221/04221). Sie können rückwirkend zum 1. Januar 2021 auch dann abgerechnet werden, wenn nur ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt und zusätzlich ein Kontakt per Video oder Telefon stattfindet. Normalerweise sind mindestens zwei persönliche Kontakte im Quartal erforderlich, damit die Zuschläge berechnet werden können. Die Regelung ist befristet bis zum 30. Juni.

Weitere Regelungen für die psychotherapeutische Versorgung
Verlängert bis 30. Juni wurden ferner die Sonderregelungen für die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise, die in einer Ergänzungsvereinbarung zur Psychotherapie-Vereinbarung geregelt sind. Sie betreffen die Videosprechstunde und die unbürokratische Umwandlung von Gruppentherapien in Einzeltherapien.

Eine Übersicht aller Sonderregelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf einer Sammelseite zusammengestellt.

 

 

19.03.2021 | Bremen nimmt Impfungen mit Astrazeneca wieder auf

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat entschieden, dass Corona-Impfungen mit Astrazeneca weiter stattfinden können. Das Land Bremen will das Vakzin ab Freitag, 19. März, wieder verimpfen.

 

 

18.03.2021 | Strategiewechsel: Alle 70- bis 79-Jährigen werden jetzt zur Impfung eingeladen

Das Land Bremen setzt die erste Stufe des Einladungsverfahrens über die Krankenkassen aus: Alle 70- bis 79-Jährigen werden nun pauschal über die Impfzentren eingeladen. Darüber hat die senatorische Behörde die KV Bremen nun informiert.

Die entsprechenden Jahrgänge (1941 bis 1951) mit Wohnsitz in Bremen oder Bremerhaven werden sukzessive in den nächsten zehn Tagen angeschrieben, heißt es in der Ankündigung der zuständigen Stelle. Bürger, die 80 Jahre oder älter sind und bis dato kein Anschreiben von ihrer Krankenkasse erhalten haben, können sich direkt an die Terminhotline des jeweiligen Impfzentrums wenden.

Durch die pauschale Einladungsverfahren aller Bremer und Bremerhavener Bürger im Alter von 70 bis 79 Jahren entfällt auch die Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses durch die Praxis für diese Gruppe. Dies war ursprünglich vorgesehen für die Vorerkrankten, die prinzipiell einen Anspruch auf Impfung im Rahmen der Priorisierungsgruppe 2 haben, aber nicht von ihrer Krankenkasse informiert wurden. Die KV Bremen hat die entsprechenden Vorlagen von der Homepage genommen.

Das Einladungsverfahren über die Krankenkasse soll nach den derzeitigen Planungen für die Alterskohorte der 1952 bis 1971 wieder aktiviert werden. Der Zeitpunkt, wann diese Gruppe zur Impfung eingeladen wird, hat das Land noch nicht bekannt gegeben.

Die KV Bremen hält die Informationen zum Einladungssystem auf einer Informationsseite aktuell:
Bremer Einladungsverfahren für Menschen mit Vorerkrankungen

 

 

18.03.2021 | Astrazeneca-Stopp: Gebuchte Termine in Impfzentren bleiben

Alle bisher gebuchten Termine in einem Impfzentrum des Landes Bremen können weiterhin wahrgenommen werden. Die betreffenden Personen werden mit BionTech geimpft, solange das Vakzin von Astrazeneca ausgesetzt bleibt. Das hat der Krisenstab des Landes Bremen mitgeteilt.

Alle Personen aus dem medizinischen Bereich, die bereits einen Code erhalten haben, aber noch keinen Termin gebucht haben, können ab Donnerstag, 18. März (im Laufe des Tages) wieder einen Termin vereinbaren. Dies wird bis auf Weiteres ein Impftermin mit dem Impfstoff BionTech sein.
 

 

17.03.2021 | Corona-Abstriche werden in Bremen weiterhin gefördert

Die KV Bremen wird Vertragsärzte, die PCR-Abstriche bei symptomatischen Patienten nehmen, weiterhin finanziell fördern. Die Vertreterversammlung hat auf ihrer Sitzung am 16. März einer Änderung des Honorarverteilungsmaßstabes beschlossen, wonach der Zuschlag auf Corona-Abstriche (GOP 02402) in Höhe von 15 Euro auch noch im ersten Quartal 2021 gezahlt wird.

Damit wird eine Regelung nahtlos fortgeführt, die die Vertreterversammlung für das vierte Quartal 2020 eingeführt hatte. In diesem Zeitraum hat die KV Bremen 320.000 Euro für die Zuschläge an Vertragsärzte ausbezahlt. Der Zuschlag wird von der KV Bremen automatisch zugesetzt.

Der neue Honorarverteilungsmaßstab mit allen Änderungen wird in Kürze auf der Homepage der KV Bremen veröffentlicht.

 

 

17.03.2021 | Frist für Fortbildungspunkte bis Epidemie-Ende verlängert

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Bundestag verlängert. Das hat das Bundesministerium für Gesundheit nun mitgeteilt.

Durch die Coronavirus-Pandemie ist es Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten noch immer nicht möglich, Präsenzfortbildungen zu besuchen und hierdurch Fortbildungsnachweise zu erhalten. Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung für alle Ärzte und Psychotherapeuten wurde bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis zum 31. März 2021. Auf erneute Anfrage der KBV hin hat das Bundesministerium für Gesundheit nunmehr einer Verlängerung der Frist bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Bundestag zugestimmt.
 

 

15.03.2021 | Eilmeldung: AstraZeneca-Impfungen werden ausgesetzt

Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) setzt die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich aus. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Montagnachmittag (15. März ) mitgeteilt.

Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Das PEI weist darauf hin, dass Personen, die den Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – z.B. mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen – sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.
 

 

15.03.2021 | Formular für Impfberechtigte der Jahrgänge 1947 bis 1951 und älter liegt jetzt vor

Diese Mitteilung ist überholt!
Neu: Strategiewechsel: Alle 70- bis 79-Jährigen werden jetzt zur Impfung eingeladen

Die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung für Vorerkrankte der Jahrgänge 1947 bis 1951 und älter liegt jetzt vor und kann von den Praxen genutzt werden. Das Formular ist für die Patienten gedacht, die keine Einladung zu einer Coronaimpfung von ihrer Krankenkasse erhalten haben.

Landesregierung, Krankenkassen und die KV Bremen hatten sich auf ein Einladungsverfahren der Vorerkrankten aus der Priorisierungsstufe 2 und 3 über die Krankenkassen geeinigt. Die Einladungen zur Coronaimpfung für die Vorerkrankten der Altersjahrgänge 1947 bis 1951 und älter aus der Priorisierungsgruppe 2 durch die Krankenkassen beginnt in diesen Tagen. Für Patienten aus dieser Gruppe, die in den nächsten 10 bis 14 Tagen noch keine Einladung erhalten haben, können Vertragsärzte anhand ihrer Dokumentation die ärztliche Bescheinigung über das Formblatt ausstellen. Mit diesem Dokument erhalten die Patienten einen Termin im Impfzentrum.

 

 

15.03.2021 | Untersuchungszeiträume ab U6 bleiben ausgesetzt

Auch weiterhin können Ärzte angesichts der Pandemie Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 bei Überschreitung der vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten durchführen und abrechnen. Die Sonderregelung ist nunmehr bis zum 30. September verlängert worden.

 

 

12.03.2021 | Einladungsverfahren für Vorerkrankte durch Krankenkassen startet

In den nächsten Tagen erhalten Vorerkrankte der Priorisierungsgruppe 2 aus der Jahrgangsgruppe 1947 bis 1951 und älter mit Wohnsitz in Bremen und Bremerhaven ein Angebot zur Corona-Impfung. Das Einladungsverfahren läuft über die jeweiligen Krankenkassen.

Vorerkrankte Personen der Priorisierungsstufe 2 und 3 mit Wohnsitz in Bremen und Bremerhaven werden durch ihre Krankenkasse über ihren Anspruch auf eine Coronaschutzimpfung mit persönlichem Anschreiben informiert. Die Unterlagen enthalten einen Impfcode, der zur Terminvereinbarung berechtigt, sowie alle erforderlichen Informationen zum Verfahren.

Das Einladungsverfahren über die Krankenkassen ersetzt das Ausstellen von ärztlichen Zeugnissen nach Impfverordnung. Es entlastet damit die Praxen von Bürokratie und reduziert unnötige Kontakte mit vulnerablen Personengruppen.

Die KV Bremen hat eine Übersichtsseite zum Verfahren zusammengestellt mit Details zum Verfahren, Zeitplan, Konstellationen und zur Abrechnung.

Bremer Einladungsverfahren für Menschen mit Vorerkrankungen

 

11.03.2021 |  Praxen können über KV-Arztsuche auf ihr Schnelltest-Angebot aufmerksam machen

Die Online-Arztsuche der KV Bremen wird um einen Auswahlpunkt „Corona-Schnelltest“ erweitert. Praxen, die ihren Patienten Schnelltests anbieten, können auf diese Weise auf ihr Angebot aufmerksam machen. Eine Registrierung ist notwendig.

Vertragsärzte sind grundsätzlich für die Versorgung erkrankter Personen zuständig. Gleichwohl möchten viele Praxen, Corona-Schnelltests für ihre Patienten anbieten. Die so genannte Bürgertestung in der neuen Corona-Testverordnung geregelt und seit dem 8. März in Vertragsarztpraxen möglich.

Die KV Bremen wird daher die Online-Arztsuche www.kvhb.de/arztsuche um eine Auswahlfunktion „Corona-Schnelltest“ erweitern. Nutzer können auf diese Weise haus- und fachärztliche Praxen filtern, die dieses Angebot vorhalten. Die Funktion wird mit dem Hinweis versehen, dass Interessenten sich zunächst telefonisch in der Praxis melden müssen.

Interessierte Praxen können sich ab sofort im Mitgliederportal der KV Bremen (Navigationspunkt „Corona-Schnelltest) oder direkt über diesen Link https://onlineerfassung.kvhb.kv-safenet.de/PortalHB/Testerklaerung/CoronatestPraxisErklaerung.aspx registrieren (über Telematikinfrastruktur bzw. KV-SafeNet).

Die KV Bremen wird in der Startphase die Online-Arztsuche täglich um die eingegangenen Registrierungen ergänzen.

 

11.03.2021 | Ab 19. April könnte Coronaimpfung in den Praxen starten

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass in der Woche vom 19. April mit Coronaimpfungen in den Arztpraxen begonnen werden soll. Der Beschluss ist für die Länder allerdings nicht bindend.

Das Ziel sei es, spätestens in der Woche vom 19. April damit zu beginnen, haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwochabend (10. März) beschlossen. Der Beschluss ist für die Länder allerdings nicht bindend. So kann es sein, dass einzelne Länder im April noch nicht routinemäßig in den Arztpraxen impfen. Eine „Opt-out“-Regelung bis 19. März ist in dem Beschluss eingearbeitet. Davon könnte Bremen Gebrauch machen. Das Land plant eine Aufstockung der Kapazitäten in den Impfzentren in beiden Stadtstaaten. In den Messehallen entsteht das größte Impfzentrum der Republik.

Die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, machen sich für eine schnelle Einbeziehung der haus- und fachärztlichen Praxen in die Impfkampagne stark: „Unsere haus- und fachärztlichen Praxen stehen für rasche Impfung unserer Bevölkerung parat! Voraussetzung ist allerdings, dass den Praxen genug Impfstoff geliefert werden kann, die Bürokratie in Grenzen gehalten wird und sie von der Priorisierungsdiskussion entlastet werden.“

 

10.03.2021 | Psychotherapeuten weisen sich im Impfzentrum mit KV-Schreiben aus

Psychotherapeuten nutzen das Schreiben der KV Bremen als Anspruchsberechtigung für eine Impfung im Impfzentrum. Das Schreiben ersetzt den geforderten Nachweis der Beschäftigung in einer medizinischen Einrichtung.

Die niedergelassenen Psychotherapeuten haben dieser Tage ein Schreiben der KV Bremen mit Impfcoupons erhalten, die sie dazu berechtigen, einen Termin im Impfzentrum zu vereinbaren. In den Unterlagen wird ein Beschäftigungsnachweis in einer medizinischen Einrichtung bzw. ein Arztausweis verlangt, um den Impfanspruch gegenüber den Mitarbeitern des Impfzentrums zu belegen. Psychotherapeuten können alternativ das KV-Schreiben vorlegen. Dieses Verfahren ist mit dem Impfzentrum abgestimmt.
 

 

09.03.2021 | Neue Testverordnung macht Schnelltests für Bürger in Praxen möglich

Ab dieser Woche können Praxen Schnelltests für alle anbieten und abrechnen. Die Coronavirus-Testverordnung wird nun angepasst und soll rückwirkend zum 8. März in Kraft gesetzt werden. Damit werden die Ankündigungen des Bund-Länder-Gipfels aus der Vorwoche konkretisiert.

In der Coronavirus-Testverordnung ist nun eine „Bürgertestung“ festgeschrieben. Danach haben alle asymptomatische Personen Anspruch auf mindestens einen wöchentlichen PoC-Antigen-Tests. Bisher konnten Praxen nur ihren eigenen Mitarbeitern regelmäßig Schnelltestungen anbieten.

Schnelltests können vom Öffentlichen Gesundheitsdienst, beauftragten Dritten und von Arztpraxen erbracht werden. Eine Beauftragung von Praxen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist nicht notwendig.

Die Teststrategie des Landes Bremen sieht vor, ein Netz von Testzentren und Schwerpunktpraxen („Schnelltest-Praxen“) über die Stadt- und Ortsteile der beiden Städte Bremen und Bremerhaven aufzubauen. Für diese Schwerpunktpraxen ist eine gesonderte Beauftragung und Benennung vorgesehen. Die KV Bremen hat diese Initiative durch einen Aufruf unterstützt.

Zulässig sind alle Schnelltests, die das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte auf seiner Internetseite veröffentlicht: www.bfarm.de/antigentests

Praxen können die Schnelltests über die KV Bremen abrechnen. Die ärztliche Leistung wird mit 15 Euro vergütet, die Sachkosten mit maximal 9 Euro. Die Testverordnung sieht allerdings eine Absenkung der Honorierung für die Sachkosten auf maximal 6 Euro ab dem 1. April vor.

Über das Abrechnungsverfahren wird die KV Bremen in Kürze gesondert informieren.
 

 

08.03.2021 | Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten ab U6 weiterhin ausgesetzt

Die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 können weiterhin bei Überschreitung der Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten durchgeführt und abgerechnet werden.

Entsprechende Vorgaben sind in der Kinder-Richtlinie geregelt und im EBM festgelegt. Die Überschreitung der Toleranzzeiten ist vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. September 2021 möglich.

 

 

05.03.2021 | Verfahren für Coronaimpfung für Kontaktpersonen von Schwangeren in Abstimmung

Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von schwangeren Frauen können bevorzugt eine Coronaimpfung erhalten. Ein Einladungsverfahren dazu wird allerdings erst noch abgestimmt, so dass diese Personengruppe im Land Bremen derzeit noch keine Einladung erhält.

Soweit es dazu eine konkrete Handlungsanleitung gibt, wird die KV Bremen ihre Mitglieder umgehend informieren.

 

 

05.03.2021 | Noch keine Regelungen für Patienten-Schnelltests in Praxen

Die neue Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern sehen kostenlose Corona-Schnelltests für Bürger vor. Weil es dafür noch kein (Abrechnungs-)Verfahren gibt, empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern, vorerst keine Tests anzubieten.

Die Schnelltests sollen in Testzentren, Betrieben, Schulen und Kitas, aber auch in den Praxen niedergelassener Ärzte erbracht werden. Jeder Bürger hat nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 3. März Anspruch auf einen Test pro Woche. Die Kosten dafür sollen ab dem ab dem 8. März vom Bund übernommen werden. Allerdings gibt es aktuell weder die erforderliche Menge an Schnelltests auf dem Markt, noch ein konkretes Verfahren, wie Praxen die Leistung abrechnen können. Die Teststrategie soll dem Vernehmen nach schrittweise bis Anfang April umgesetzt werden.

Deshalb empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern aufgrund der unklaren Situation, noch keine Schnelltests für Patienten in den Praxen vorzunehmen. Die Regelungen zum Testen von Praxispersonal sind davon natürlich unbenommen. Sobald Details bekannt sind, wird die KV Bremen umgehend informieren.

 

04.03.2021 | Neue Studienlage: AstraZeneca ist nun auch für Ü65 zugelassen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den AstraZeneca-Impfstoff jetzt auch für Menschen über 65 Jahren. Die Entscheidung basiert auf einer aktuellen Analyse neuer Studiendaten aus Großbritannien.

Die Ständige Impfkommission weist aufgrund der neuen Studienerkenntnisse zudem daraufhin, dass bei der AstraZeneca-Impfung der Abstand zwischen den beiden notwendigen Impfdosen möglichst zwölf Wochen betragen sollte, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Bislang sind neun bis zwölf Wochen vorgegeben.

 

04.03.2021 | Ärzte in Impf- und Testzentren müssen keine Sozialabgaben zahlen

Einnahmen aus der Arbeit in Impf- oder Testzentren bzw. in mobilen Teams sind für Ärzte sozialversicherungspflichtig. Das hat der Gesetzgeber jetzt festgelegt.
Diese Feststellung wurde im Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze (MTA-Reform-Gesetz) aufgenommen, das am 3. März im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.
Die Arbeit als Ärztin oder Arzt in einem Impfzentrum im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung oder einem dort angegliederten mobilen Impfteam ist in der Zeit vom 15. Dezember 2020 bis zum 31. Dezember 2021 nicht beitragspflichtig.
Für die Tätigkeit in einem Testzentrum im Sinne der Coronavirus-Testverordnung oder einem dort angegliederten mobilen Testteam beginnt die Frist am 4. März 2021 (bis zum 31. Dezember 2021).
 

03.03.2021 | Neue Impfverordnung entlastet Praxen: Krankenkassen laden Patienten zur Coronaimpfung ein

Für die Impfung von Menschen mit Vorerkrankungen zeichnet sich eine Lösung ab, die die Praxen entlastet und Kontakte mit vulnerablen Personengruppen minimiert. Ein neuer Entwurf zur Coronavirus-Impfverordnung sieht ein Einladungsverfahren über die Krankenkassen vor. Damit wird eine Initiative aus Bremen umgesetzt.

In dem Referentenentwurf zur neuen Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung) heißt es: „Den Ländern wird es ermöglicht, eine schriftliche Information der Krankenkassen oder privaten Krankenversicherungsunternehmen an ihre Versicherten über einen möglichen priorisierten Anspruch als Berechtigungsnachweis zur priorisierten Schutzimpfung anzuerkennen.“

Damit wird ein Weg beschritten, der in Bremen seinen Ausgangspunkt genommen hat. Die AOK Bremen/Bremerhaven hatte ein solches Verfahren in die Diskussion eingebracht, das von der Bremer Politik und ausdrücklich von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard unterstützt wurde. Auch die KV Bremen begrüßt diese Variante, die das Ausstellen von ärztlichen Zeugnissen ersetzt, die Praxen damit von Bürokratie entlastet und die Kontakte mit vulnerablen Personengruppen minimiert.

Die neue Impfverordnung soll im Eilverfahren umgesetzt werden und bereits zum 8. März in Kraft treten. Die KV Bremen setzt sich ausdrücklich dafür ein, dass Bremen Vorreiter bleibt und die bisherigen Vorbereitungen dazu nutzt, das Einladungsverfahren über die Krankenkassen im Bundesland so schnell wie möglich zu realisieren.

Bis auf Weiteres empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern, ärztliche Zeugnisse für Personen, die für eine Impfung in der Priorisierungsgruppe 2 oder 3 in Frage kommen, nur noch in Ausnahmefällen auszustellen. Das oben beschriebene Verfahren nach dem Bremer Modell wird das Ausstellen ärztlicher Zeugnisse in den Praxen für die Mehrheit der Patienten obsolet machen.

 

 

01.03.2021 | Fax-Störung in der Coronaambulanz Bremen Stadt

Wegen einer Störung der Telefonanlage erreichen heute (1. März) keine Faxe die Coronaambulanz Bremen Stadt. Praxen können alternativ die Überweisung zum Ausstrich per E-Mail versenden.

Die KV Bremen geht davon aus, dass die Störung am Dienstag, 2. März, behoben sein wird.

Die Coronaambulanz Bremen Stadt ist auch über E-Mail erreichbar. Überweisungen zum PCR-Abstrich können gesendet werden an corona@kvhb.de.

 

25.02.2021 | Ordnungsamt verfügt FFP2-Masken-Pflicht in Arztpraxen

Mitarbeitende in der Pflege und im Gesundheitswesen, wie zum Beispiel Arztpraxen, Psychotherapie-Praxen, ambulante OP-Einrichtungen und Dialyseeinrichtungen, müssen eine FFP2-Maske oder eine Maske mit vergleichbarem Standard (KN95/N95) tragen, wenn direkter Kontakt zu anderen Personen besteht. Das hat das Ordnungsamt Bremen verfügt. Die Anordnung gilt für das Bundesland Bremen.

Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden als Ordnungswidrigkeit gewertet und mit Bußgeld geahndet.

Ausnahmen von der Tragepflicht sind zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen möglich. Diese Mitarbeitenden müssen eine OP-Maske tragen uns sind fern von Patienten einzusetzen.

Für Patienten bzw. Besucher gilt ebenfalls eine Tragepflicht von FFP2-Masken, wenn in der Praxis bzw. der Einrichtung die allgemeinen Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht befreit sind. Für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren werden Alltagsmasken als ausreichend erachtet.

Die Allgemeinverfügung im vollen Wortlaut ist online abrufbar: www.bremen.de

 

24.02.2021 | Alle Praxen bekommen Impfangebot

Praxen in Bremen, deren Beschäftigte noch nicht gegen das Coronavirus geimpft wurden, erhalten in den nächsten Tagen ein Impfangebot. Die KV Bremen wird an alle KV-Mitglieder Coupons verschicken, die dazu berechtigen, individuelle Termine im Impfzentrum zu vereinbaren.

Nach der Ankündigung vom Anfang der Woche aus Bremerhaven zieht die Stadtgemeinde Bremen nun nach und stellt Impfcoupons für alle KV-Mitglieder, die noch nicht geimpft worden sind, zur Verfügung. Die KV Bremen leitet diese Coupons sowie weitere Informationen zu Verfahren und Ablauf per Post an die Praxen weiter („gelber Brief“). Die Anzahl der Coupons richtet sich nach der Zahl der über die Homepage gemeldeten (bzw. für Praxen, von denen keine Meldungen vorlagen, von der KV geschätzten) Impfinteressenten in den jeweiligen Praxen. Nachmeldungen sind möglich.

Nach Absprachen zwischen der Landesregierung und der KV Bremen sind alle Mitglieder der KV entweder der Priorisierungsgruppe 1 (laufende Impfungen) oder der Priorisierungsgruppe 2 (jetzt beginnende Impfungen) zugeordnet. Dieser Umstand und der zeitige Start der Impfungen für die Priogruppe 2 sorgen dafür, dass allen niedergelassenen Ärzten/Psychotherapeuten samt Praxisteams in Bremen und Bremerhaven im Vergleich zu den Kollegen in anderen Bundesländern zu einem frühen Zeitpunkt ein Impfangebot unterbreitet wird.

 

 

23.02.2021 | Coronaimpfung: Regelungen zu Attesten und Priorisierung

Patienten drängen in die Praxen und fragen nach Attesten und Befunden, um schnell an eine Coronaimpfung zu gelangen. Bremer und Bremerhavener Praxen müssen sich mit zwei Konstellationen vertraut machen und dürfen auf eine Regelung über die Krankenkassen hoffen.

Ärztliches Zeugnis nach Bundesimpfverordnung
Nach der Coronavirus-Impfverordnung können Ärzte ihren Patienten ein ärztliches Zeugnis ausstellen, welches dokumentiert, dass der Patient entweder der Priorisierungsgruppe 2 oder 3 zugeordnet ist. Maßstab ist eine Krankheitsliste. Es geht nicht um eine Höherpriorisierung.
Ausführliche Informationen

Diagnosen für die Bremer Impfkommission
Das Land Bremen hat eine Impfkommission gebildet, die über Anträge von Bürgern über eine vorzeitige Impfung entscheidet. Praxen sollen Diagnosen und gegebenenfalls Befunde beisteuern. Es geht um Patienten mit besonders hohem Risiko.
Ausführliche Informationen

Impfeinladung über die Krankenkassen
Das Land Bremen strebt ein Einladungssystem vom Menschen mit Vorerkrankungen über die Krankenkassen an. Das würde die Ausstellung von Attesten nach der Bundesimpfverordnung in den Praxen obsolet machen. Die AOK Bremen/Bremerhaven steht in den Startlöchern. Noch muss Wesentliches geklärt werden. Die KV Bremen wird über die weitere Entwicklung informieren.

 

 

22.02.2021 | Coronaimpfung: Bremerhaven startet mit Prio 2 und ändert Einladungsverfahren

In den nächsten Tagen und Wochen werden in Bremerhaven auch den Praxen aus der Priorisierungsgruppe 2 Impftermine angeboten. Das hat der Magistrat der KV Bremen mitgeteilt.

Außerdem ändert sich das Einladungsverfahren. Praxen werden vorzugsweise per E-Mail oder telefonisch kontaktiert und mit Codes ausgestattet, die dazu berechtigen, Impftermine im Impfzentrum zu vereinbaren.

Wann die Impfung der Priorisierungsstufe 1 in Bremen abgeschlossen ist, darüber hat die KV noch keine Informationen. Sobald dazu Erkenntnisse vorliegen oder ein Zeitplan bekannt gemacht wurde, wird die KV Bremen ihre Mitglieder informieren.

 

 

18.02.2021 | Fragen zur Coronaimpfung? Zwei Apps und eine Bremer Infoseite helfen

In diesen Tagen werden auch die ersten Praxen gegen das Coronavirus geimpft. Da kommen Fragen zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Nebenwirkungen auf. Zwei Apps und eine Bremer Infoseite zum Thema geben Hilfestellung.

STIKO @rki-App

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und viele weitere wichtige Informationen rund um das Thema Impfen gibt es auch in Form einer kostenlosen App. Die STIKO@rki-App wurde für die Ärzteschaft und Fachpersonal im Gesundheitswesen entwickelt, um sie bei Fragen zum Impfen im Praxisalltag zu unterstützen. In der App sind unter anderem die Fachinformationen aller Impfstoffe, Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Impfungen sowie die RKI-Ratgeber zu impfpräventablen Erkrankungen abrufbar. Über eine integrierte News-Feed-Funktion werden die Nutzer mit Nachrichten über aktuelle Informationen und Stellungnahmen der STIKO sowie über weitere wichtige impf-spezifische Meldungen (z.B. Lieferengpässe von Impfstoffen, Corona-News) informiert.

SafeVac App 2.0

Das Paul-Ehrlich-Institut führt die Beobachtungsstudie zur Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe mit Hilfe einer Smartphone-App - SafeVac App 2.0 - durch. Mit Hilfe der App werden die Teilnehmer intensiv drei bzw. vier Wochen nach jeder COVID-19-Impfung nach gesundheitlichen Beschwerden befragt. Weitere Befragungen zum gesundheitlichen Befinden erfolgen sechs und zwölf Monate nach der letzten Impfung. Gegenstand der Abfrage ist auch, ob die Impfung vor einer SARS-CoV2-Infektion geschützt hat oder ob eine Infektion bzw. COVID-19-Erkrankung aufgetreten ist. Alle Informationen der Teilnehmer werden verschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert und mit einer Zufallsnummer an das Paul-Ehrlich-Institut übermittelt.

Bremen.de

Das Land Bremen hat ausführliche Informationen rund um die Coronaimpfung auf einer Sammelseite zusammengestellt. Dort ist unter anderem einsehbar, welche Personengruppen aktuell zur Impfung eingeladen werden. Außerdem gibt es FAQ zu allgemeinen Fragen zur Impfung, zur Terminvermittlung und zum Ablauf sowie Informationen zur Bremer Impfkommission.

 

 

18.02.2021 | Ärztekammer Bremen: Astra-Zeneca ist nicht weniger wirksam

Zur vermeintlich schlechteren Wirksamkeit und vermeintlich heftigeren Nebenwirkungen des Astra-Zeneca-Impfstoffes meldet sich die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Dr. Heidrun Gitter, zu Wort und erklärt: Die Befürchtungen sind unberechtigt.

Pressemitteilung der Ärztekammer Bremen
Astra-Zeneca nicht weniger wirksam

Angesichts der Äußerungen von Weltärztepräsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, der medizinischem Personal von der Impfung mit Astra-Zeneca aufgrund der vermeintlich schlechteren Wirksamkeit abriet, sagt Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen:

„Es gibt aufgrund derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis keinen Grund zu der Annahme, dass der Impfstoff von Astra-Zeneca eine relevant schlechtere Wirksamkeit habe als die anderen derzeit zugelassenen Impfstoffe. Die Wirksamkeit von Astra-Zeneca wurde aus statistischen Gründen nur in Bezug auf die Verhinderung einer Erkrankung berechnet, hier beträgt die gemessene Wirkung etwa 70 Prozent.

Bei den beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffen wurde auch die Wirkung mit Blick auf die Verhinderung schwerer oder tödlicher Krankheitsverläufe mit eingerechnet. Auch hier gibt es unterschiedliche errechnete Wirksamkeiten in verschiedenen Altersgruppen und statistisch nicht einbeziehbare Daten. Es gibt auch keine vergleichenden Studien zwischen den Impfstoffen, so dass die Wirksamkeitszahlen zwischen den mRNA-Impfstoffen und Astra-Zeneca nicht vergleichbar sind. Allerdings wurde auch bei dem Astra-Zeneca Impfstoff nach der zweiten Impfung eine einhundertprozentige Immunantwort gemessen. Es gibt daher keinen Anhaltspunkt dafür, dass der Impfstoff weniger wirksam als die anderen ist.

Die laufende Impfüberwachung und die Daten aus Großbritannien zeigen im Gegenteil einen guten Impferfolg, in Großbritannien werden auch hochaltrige Patienten mit Astra-Zeneca geimpft. Erste Daten zeigen, dass Astra-Zeneca bereits wenige Wochen nach der ersten Impfung einen sehr guten Schutz erzielt.

Für alle drei in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sind derzeit noch keine verlässlichen Daten über die Verringerung der Ansteckungsgefahr durch geimpfte Personen verfügbar. Deshalb ist die Impfung derzeit vor allem als Eigenschutz einzuordnen. Die bekannten Vorsichtsmaßnahmen müssen auch Geimpfte weiter beachten. Für Astra-Zeneca gibt es Indizien, dass hier vielleicht auch die Ansteckungsgefahr verringert werden kann, dafür sprechen auch epidemiologische Daten aus Großbritannien. Das muss aber weiter abgesichert werden.

Die Nebenwirkungen sind bei allen drei Impfstoffen vergleichbar, meistens bei den Jüngeren stärker als bei den Älteren und oft nach der zweiten Impfung deutlicher. Sie sind harmlos und gehen von selbst zurück. Hilfreich kann vor der Impfung die Einnahme von beispielsweise Paracetamol sein. Schwere Nebenwirkungen, die auf die Impfung zurückgeführt werden können, traten kaum auf. Personen, die in der Vorgeschichte bereits einmal einen ‚Allergieschock‘ hatten, sollten nicht oder unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen geimpft werden.

Die Verfügbarkeit von Astra-Zeneca, das wegen der strengen Anforderungen an ausreichend große Probandenzahlen nur für Menschen unter 65 Jahre in Deutschland zugelassen ist, ermöglicht nun eine zügige Impfung von jüngeren Menschen mit einer relevanten Vorerkrankung und von Berufsgruppen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, die für die Aufrechterhaltung öffentlicher Aufgaben wesentlich sind. Dazu gehört Personal des Gesundheitswesens, der Feuerwehr oder der Polizei. Dies sind jüngere Menschen mit geringem Risiko einer schweren Erkrankung, aber höherem Risiko, sich anzustecken.

Hier ist es segensreich, dass diese Gruppen nun schneller als erwartet geimpft werden können mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff. Wesentlichster Risikofaktor für schwere und tödliche Verläufe ist das Alter, insbesondere über 70 Jahre. Auch Vorerkrankungen erreichen in aller Regel bei weitem nicht eine derartige Risikoerhöhung. Deshalb ist es wichtig, die älteren Menschen zügig mit den zugelassenen Impfstoffen zu impfen. Für die Jüngeren steht jetzt zusätzlich Astra-Zeneca zur Verfügung und ermöglicht eine frühere Impfung der Betroffen als ohne diesen Impfstoff.

Die nach der gesetzlichen Verordnung definierten weiteren Gruppen, zum Beispiel mit Vorerkrankungen, werden ebenfalls nach Verfügbarkeit der Impfstoffe zügig geimpft, hierfür muss und sollte auch kein Antrag bei der Impfkommission gestellt werden. Lediglich wenn eine medizinische Begründung für ein vorgezogenes Impfen außerhalb der schon in der Impfverordnung definierten Priorisierungsgruppe vorliegt, sollte dies beantragt werden. Dies kann eine dringliche Therapie sein, die dann für eine längere Zeit die regulär zustehende Impfung verhindern würde.

Frank Ulrich Montgomery hat keine Autorisierung, im Namen der deutschen Ärzteschaft Erklärungen abzugeben. Es existiert auch kein ordnungsgemäßer Auftrag des Weltärztebundes. Seine Äußerungen sind rein persönlicher Natur und nicht durch aktuelle wissenschaftliche Daten belegt.“

 

 

12.02.2021 | Neue Impfverordnung: AstraZeneca als Standard für 18- bis 64-Jährige und weitere Krankheiten priorisiert

Die Coronavirus-Impfverordnung wurde neugefasst. Der Impfstoff von AstraZeneca wurde als der Standardimpfstoff für die Personengruppe 18 bis 64 Jahre festgelegt und weitere Krankheitsbilder in die Priorisierungsgruppe 2 und 3 aufgenommen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat in ihrer aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung diese Altersbegrenzung für den AstraZeneca-Impfstoff festgelegt, da es nicht genügend Studiendaten gibt, die auch eine Wirksamkeit bei älteren Menschen belegen. Die Europäische Arzneimittelagentur hat den Impfstoff ab 18 Jahren ohne obere Altersbegrenzung zugelassen. Die Impfverordnung berücksichtigt diese Empfehlung. Für alle Priorisierungsgruppen gilt demnach jeweils:

  • Sofern Impfstoffe von der STIKO ausschließlich für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen werden, sollen diese vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden.
  • Sofern nur bestimmte Impfstoffe von der STIKO für Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder das 65. Lebensjahr vollendet haben, empfohlen werden, sollen diese vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden.

Eine weitere nennenswerte Änderung bringt die neue Impfverordnung in Sachen Impfpriorisierung. Es wurden in die Gruppen zwei „hohe Priorität“ und drei „erhöhte Priorität“ weitere Krankheitsbilder aufgenommen beziehungsweise die bereits vorhandenen differenziert. So werden einige Erkrankungen, die bislang in der Gruppe drei genannt wurden, nunmehr in der Gruppe zwei aufgeführt. Dazu gehören beispielsweise chronische Nierenerkrankungen oder COPD.

Differenziert wurde beim Diabetes mellitus: Personen mit einem HbA1c ≥58 mmol/mol bzw. ≥7,5% werden nunmehr der zweiten Prioritätsgruppe zugeordnet, wogegen Diabetespatienten mit einem mit HbA1c <58 mmol/mol bzw. <7,5% in der dritten Gruppe verbleiben. Auch bei der Adipositas wird differenziert: Bei einem Body-Mass-Index (BMI) über 40 erfolgt die Zuordnung nunmehr zur Prioritätsgruppe zwei, bei einem BMI über 30 zur drei.

Ähnlich ist das bei Krebserkrankungen: Menschen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Tumorerkrankungen haben wie bislang eine erhöhte Priorität und gehören damit zur Gruppe drei. Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt, haben nach der neuen Impfverordnung eine hohe Priorität (Prioritätsgruppe zwei) und somit eher Anspruch auf eine Coronavirus-Impfung.

Auch dürfen jetzt zwei (statt bisher eine) enge Kontaktperson von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person (> 70 Jahre, mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung oder nach Organtransplantation) oder von Schwangeren bestimmt werden (die dann zur Priorisierungsgruppe zwei gehören).

 

 

11.02.2021 | Ü65-Impflinge vereinbaren Impftermin telefonisch

Praxen, die von der KV Bremen Coupons für einen Impftermin erhalten haben und Impfwillige in ihren Reihen haben, die 65 Jahre oder älter sind, beantragen ihren Termin im Callcenter (Tel. 0421/57751177) und nicht über die Online-Plattform.

Hintergrund: Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat in ihrer aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren den AstraZeneca-Impfstoff festgelegt. Dieser kommt in den Impfzentren standardmäßig zum Einsatz.

Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachangestellte, die 65 Jahre oder älter sind, müssen dies ausdrücklich bei der Terminvereinbarung angeben. Deshalb scheidet eine Anmeldung über den Onlinedienst aus. Betroffene Impfwillige weisen den Mitarbeiter bei der Hotline (Tel. 0421/57751177) auf ihr Alter hin.

 

 

11.02.2021 | Verlängerung: Bis 30. Juni 2021 angeschaffte Schutzmittel werden teilweise erstattet

Die KV Bremen und die Kassen haben sich über eine Verlängerung der teilweisen Erstattung für selbst beschaffte persönliche Schutzausrüstung (PSA) verständigt. Die Lieferanten-Rechnungen können von Vertragsärzten und -psychotherapeuten bei der KV Bremen eingereicht werden. Erstattet werden die PSA-Bestellungen aus der Zeit vom 1. November 2020 bis zum 30. Juni 2021 (bisher 31. März).

Von den per Rechnung nachgewiesenen Einkaufspreisen werden 75 Prozent erstattet. Diese Erstattung ist begrenzt auf die nachfolgend genannten Höchstpreise:

PSA-PRODUKTGRUPPE

  1. Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken): 0,45 Euro/Stück
  2. FFP2-Masken (auch N95/KN95): 3,77 Euro/Stück
  3. FFP3-Masken: 4,27 Euro/Stück
  4. Schutzkittel: 4,13 Euro/Stück
  5. Einmalhandschuhe:15,08 Euro/100 Stück
  6. Schutzbrillen: 3,50 Euro/Stück
  7. Schutzvisiere: 3,48 Euro/Stück
  8. Hand-Desinfektionsmittel 500 ml: 9,73 Euro
  9. Hand-Desinfektionsmittel 1 Liter: 18,40 Euro
  10. Flächen-Desinfektionsmittel 5 Liter: 68,39 Euro

Es gelten die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Plausibilität. Ausgenommen von der bereits konsertierten vertraglichen Regelung sind ermächtigte Krankenhausärzte, zugelassene Krankenhäuser (§ 108 SGB V), Nebenbetriebsstätten außerhalb des Landes Bremen sowie der Bedarf für den Einsatz im Zusammenhang mit Patienten eines Krankenhauses.

Für Rechnungen, die bis zum 28. Februar 2021 eingegangen sind, wird die KV Bremen eine erste Erstattung vornehmen.

Die Lieferanten-Rechnungen sind unter Angabe der Betriebsstättennummer und Bankverbindung (IBAN) bis spätestens 13. August 2021 zu übermitteln an

Kassenärztliche Vereinigung Bremen
Abt. Vertragswesen (VR)
Schwachhauser Heerstr. 26-28, 28209 Bremen
oder
per Fax an 0421.3404-153
oder
per E-Mail an Christina Köster (c.koester@kvhb.de)

 

 

10.02.2021 | Coronaimpfung in den Praxen startet: Einladungen in den nächsten Wochen

Die Impfung gegen das Coronavirus für Ärzte und Beschäftigte in den Bremer und Bremerhavener Praxen beginnt. In den kommenden Wochen erhalten alle Praxen entsprechend der Priorisierung ein Impfangebot – in Bremen über die KV Bremen, in Bremerhaven über das Impfzentrum.

Verfahren Bremen

Die KV Bremen verschickt beginnend ab der 6. Kalenderwoche in den nächsten Wochen an alle Praxen entsprechend der Priorisierung Coupons mit Zugangscodes, welche die Praxis dazu berechtigen, selbst individuelle Termine für eine Schutzimpfung ihres Personals gegen das Coronavirus im Impfzentrum Bremen zu vereinbaren. Die Anzahl der Coupons richtet sich nach der Zahl der über die Homepage gemeldeten (bzw. für Praxen, von denen keine Meldungen vorlagen, von der KV geschätzten) Impfinteressenten in den jeweiligen Praxen.

Achtung: Alle Praxen erhalten ein Impfangebot - angesichts der geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes allerdings nicht zur selben Zeit. Zunächst werden die Praxen aus der höchsten Priorisierungsstufe 1 angeschrieben. Danach folgen so schnell wie möglich alle Fachgruppen der höheren Priorisierungsstufe 2. Impfcodes, die nicht benötigt werden, z.B. weil einzelne Personen bereits anderweitig priorisiert und geimpft wurden, sind der KV Bremen zurückzugeben.

Verfahren Bremerhaven

Das Impfzentrum Bremerhaven schreibt beginnend ab der 6. Kalenderwoche in den nächsten Wochen alle Praxen entsprechend der Priorisierung an und stellt den Praxen täglich drei Zeitfenster zur Verfügung. Impfaufklärung sowie das Einholen der Einwilligung wird im Vorfeld durch die jeweilige Praxis vorgenommen. Das Praxisteam wird am Impftag je nach Personenanzahl in eine Impfbox geleitet. Dort wird die EDV-gestützte Dokumentation durch das Personal des Impfzentrums durchgeführt. Der Impfvorgang selbst wird durch den jeweiligen Arzt vorgenommen. Auch die anschließende Dokumentation (Impfpass etc.) erfolgt durch das jeweilige ärztliche Personal.

Achtung: Alle Praxen erhalten ein Impfangebot - angesichts der geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes allerdings nicht zur selben Zeit. Zunächst werden die Praxen aus der höchsten Priorisierungsstufe 1 angeschrieben. Danach folgen so schnell wie möglich alle Fachgruppen der höheren Priorisierungsstufe 2.

 

 

03.02.2021 | Schwere Impfreaktionen sind den Gesundheitsämtern zu melden

Schwere Reaktionen auf die Coronaschutzimpfung müssen innerhalb von 24 Stunden an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden – und zwar von jedem Arzt, der eine mögliche Impfschädigung feststellt.

Die Meldepflichten sind im Infektionsschutzgesetz (IfSG) festgehalten. Darin heißt es, dass „der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung“ namentlich an die Gesundheitsämter zu melden ist.

„Übliche“ Impfreaktionen im Zusammenhang mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca treten laut Robert-Koch-Institut kurz nach der Verimpfung auf und halten wenige Tage an, insbesondere handelt es sich um Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sowie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, seltener Fieber.

Schwere Verläufe sind nach dem Infektionsschutzgesetz durch den Arzt, der die mögliche Impfschädigung feststellt, namentlich und binnen 24 Stunden an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Gesundheitsamt Stadt Bremen,
Horner Str. 60-70, 28203 Bremen
0421 361-15 131, Fax 0421 496-15918,
infektion@gesundheitsamt.bremen.de

Magistrat/Gesundheitsamt Stadt Bremerhaven,
Wurster Str. 49, 27580 Bremerhaven
0471 590-2281, Fax 0471 590 3502382,
gesundheitsamt@magistrat.bremerhaven.de

Die Gesundheitsämter melden dann die pseudonymisierten Daten spätestens nach zwei Arbeitstagen an die Landesbehörden und das Robert-Koch-Institut.
 

 

01.02.2021 | Krankenkassen bzw. das Land übernehmen Fahrkosten zum Impfzentrum

Die Kosten für (Kranken-)Fahrten zu einem Corona-Impfzentrum können von der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. vom Land Bremen übernommen werden. Es gibt verschiedene Konstellationen zu beachten.

Über-80-Jährige mit Wohnsitz in Bremen oder Bremerhaven

Das Land Bremen bietet allen Menschen über 80 Jahren mit Wohnsitz in Bremen oder Bremerhaven kostenlose Fahrten in die Corona-Impfzentren an. Die Ü80 können sich in der Stadtgemeinde Bremen über die Taxizentrale unter der Telefonnummer 0421/14014 ein Taxi zum Impfzentrum bestellen. Bremerhavener Patienten können ein beliebiges in Bremerhaven ansässiges Taxiunternehmen kontaktieren.

Der Fahrer erhält im Impfzentrum bei der Ankunft eine Fahrtbestätigung, die er mit dem Gesundheitsressort abrechnet. Nach der Impfung bekommen die Senioren vor Ort einen Beförderungsschein für die Rückfahrt.

Für die Personengruppe der Über-80-Jährigen muss keine Verordnung zur Krankenbeförderung (Muster 4) für ein Taxi in der Praxis ausgestellt werden.

Gesetzliche Versicherte mit Anspruch (Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad 3,4 oder 5)

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Fahrkosten zu einem Corona-Impfzentrum, sofern die Voraussetzungen nach der Krankentransport-Richtlinie erfüllt sind. Dies ist der Fall, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen ‚‚aG‘‘, ‚‚Bl‘‘ oder ‚‚H‘‘ vorliegt oder der Patient in Pflegegrad 3, 4 oder 5 eingestuft ist. In diesen Konstellationen kann der behandelnde Arzt eine Verordnung zur Krankenbeförderung auf Muster 4 ausstellen (eine Verordnung für einen Termin mit Hin- und Rückfahrt). Damit kann der Versicherte ein Taxi oder einen Fahrdienst nutzen. Den Praxen wird bei ihnen bekannten Patienten empfohlen, auf telefonischen Anruf hin ggf. eine Muster 4-Verordnung auszufüllen und "kontaktlos" zu übersenden.

Versicherte der AOK Bremen/Bremerhaven mit Anspruch (Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad 3,4 oder 5)

Die AOK Bremen/Bremerhaven verschickt Taxi-Gutscheine an ihre anspruchsberechtigten Versicherten (Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad 3, 4 oder 5). Wie die Kasse mitteilte, sind zunächst Personen angeschrieben worden, die 85 Jahre oder älter sind. Weitere Sendungen für jüngere Altersgruppen sollen folgen. Insgesamt gibt es vier Taxi-Gutscheine pro Person – für die Hin- und Rückfahrt zum ersten und zum zweiten Impftermin.

Demnach muss für Versicherte der AOK Bremen/Bremerhaven keine Verordnung zur Krankenbeförderung (Muster 4) in der Praxis ausgestellt werden.

Die KV Bremen setzt sich bei den regionalen Krankenkassenverbänden für eine einheitliche und unbürokratische Lösung nach der AOK-Variante ein.
 

 

28.01.2021 | Praxis-Quarantäne der KV mitteilen

Sollten Praxen durch das Gesundheitsamt in Quarantäne versetzt werden, bittet die KV Bremen um eine Information über das Online-Formular „Abwesenheitsmeldung“. Durch diese Rückmeldungen sollen etwaige Versorgungslücken identifiziert werden.

Das Formular „Abwesenheitsmeldung“ ist auch direkt über die Startseite der KV Bremen unter dem Punkt „Oft gesuchte Dokumente“ abrufbar.

Bitte beachten Sie, dass die Abwesenheitsmeldung nicht die Erklärung zur Quartalsabrechnung bzw. die ergänzende Erklärung zum Corona-Rettungsschirm ersetzt.

 

26.01.2021 | Atteste für Coronaimpfungen: Praxen müssen noch nicht ausstellen

Aktuell müssen Praxen noch keine Atteste für Patienten ausstellen, die eine Anspruchsberechtigung für eine Coronaimpfung wünschen. Die ersten Vorgaben dazu gibt es allerdings schon.

Erforderlich werden die Atteste erst ab der Priorisierungsgruppe zwei beziehungsweise drei. Die Durchimpfung der Prio1-Gruppen sind aktuell noch nicht abgeschlossen.

Nach der Impfverordnung der Bundesregierung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei (hohe bzw. erhöhte Priorität) ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Betreffende nicht schon aufgrund seines Alters bevorzugt Anspruch hat: Priorisierungsgruppe zwei ab 70 Jahre, drei ab 60 Jahre. Hier kann der Nachweis über den Personalausweis erfolgen.

Für die Ausstellung des Attests ist eine formlose Bescheinigung durch den Arzt ausreichend (Mustertext siehe unten). Die Ausstellung wird pauschal mit 5 Euro vergütet. Hinzu kommen 0,90 Euro bei einem Versand per Post. Weitere Details und die GOP wird die KV Bremen zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Attest für Patienten mit Vorerkrankungen, Priorisierungsgruppe 2
Erkrankungen: Trisomie 21, Demenz oder geistige Behinderung sowie Menschen nach Organtransplantationen
Beispieltext: „Bei Herrn Klaus Mustermann liegt eine Erkrankung im Sinne von Paragraf 3 Ziffer 2 der Impfverordnung vor.“

Attest für Patienten mit Vorerkrankungen, Priorisierungsgruppe 3
Erkrankungen: Diabetes mellitus, Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertension), zerebrovaskuläre Erkrankungen oder Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen oder Rheuma, Immundefizienz oder HIV-Infektion, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Adipositas (BMI über 30).
Beispieltext: „Bei Herrn Klaus Mustermann liegt eine Erkrankung im Sinne von Paragraf 4 Ziffer 2 der Impfverordnung vor.“

 

 

22.01.2021 | Corona-Sonderregeln gelten bis mindestens 31. März

Alle Sonderregelungen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie für veranlasste Leistungen gelten, sind nun vom Gemeinsamen Bundesausschuss bis 31. März verlängert worden.

Verordnungen nach telefonischer Anamnese: HKP, Heil- und Hilfsmittel, Krankenbeförderung

Verordnungen für Leistungen der häuslichen Krankenpflege (HKP), Heilmittel und Hilfsmittel können weiterhin nach telefonischer Anamnese ausgestellt und postalisch an die Versicherten übermittelt werden, wenn bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den verordnenden Vertragsarzt erfolgt ist. Für Hilfsmittel gilt die Regelung nur für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sowie Zubehörteile oder Ersatzbeschaffungen, mit Ausnahme für Seh- und Hörhilfen.

Auch Verordnungen von Krankenbeförderungen können weiterhin nach telefonischer Anamnese ausgestellt und postalisch an die Versicherten übermittelt werden. Das gilt auch für eine erstmalige Beförderung. Voraussetzung ist, dass die Versicherten in der Arztpraxis bekannt sind und der Vertragsarzt sich vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung überzeugt hat.

Für den Versand der Verordnung können Praxen das Porto abrechnen. Hierfür steht die Pseudo-GOP 88122 bereit (90 Cent).

Videobehandlung: Heilmittel, psychiatrische häusliche Krankenpflege, Soziotherapie

Verordnete Leistungen der psychiatrischen häuslichen Krankenpflege (pHKP), der Soziotherapie und Heilmittel können weiterhin per Video durchgeführt werden, wenn der Patient dem zustimmt und eine persönliche Behandlung aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht erfolgen kann. Die Behandlung per Video muss datenschutzkonform erfolgen.

Dabei kann die Videobehandlung im Bereich der pHKP und der Soziotherapie insbesondere dann erfolgen, wenn sie der Bewältigung einer akuten Krisensituation dient oder vermieden werden soll, dass sich der Gesundheitszustand aufgrund einer Leistungsunterbrechung verschlechtert.

Ein gesonderter Hinweis auf der Verordnung ist nicht erforderlich. Die Entscheidung wird in Abstimmung zwischen Leistungserbringern und Patienten getroffen.

Verlängerte Vorlagefrist bei der Krankenkasse: HKP, Soziotherapie, SAPV

Die Frist zur Vorlage der Verordnung zur Genehmigung bei der Krankenkasse ist weiterhin für Leistungen der häuslichen Krankenpflege, der Soziotherapie und der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) von drei auf zehn Arbeitstage erweitert.

Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege

Folgeverordnungen können weiterhin rückwirkend für bis zu 14 Tage ausgestellt werden.

Ausgesetzt bleiben Regelungen, wonach die Notwendigkeit für eine längere Dauer medizinisch begründet werden muss und die Folgeverordnung in den letzten drei Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums auszustellen ist.

Gültigkeit von Heilmittel-Verordnungen

Ausgesetzt bleiben die Regelungen, wonach Verordnungen ihre Gültigkeit verlieren, wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird.

Feststellung der Arbeitsunfähigkeit nach telefonischer Anamnese

Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen, kann nach telefonischer Anamnese eine AU-Bescheinigung für bis zu sieben Kalendertage ausgestellt werden. Eine Verlängerung für einen weiteren Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen ist im Wege der telefonischen Anamnese einmalig möglich.

Krankentransporte bei COVID-19 oder Quarantäne ohne Genehmigung

Krankentransporte zu einer nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlung von nachweislich an COVID-19-Erkrankten müssen der Krankenkasse nicht zur Genehmigung vorgelegt werden. Auch bei Krankentransportfahrten von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, besteht kein Genehmigungsvorbehalt der Krankenkasse.

Entlassmanagement: Verlängerter Verordnungszeitraum von sieben auf 14 Kalendertage

Krankenhäuser können AU-Bescheinigungen und Verordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel, Soziotherapie, Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung und Heilmittel anstelle von sieben für 14 Tage ausstellen.

 

In einer Übersicht hat die KBV alle relevanten Sonderregelungen zusammengetragen.

 

 

20.01.2021 | Senatorische Behörde, KV und Hausärzteverband setzen sich für schnelle Durchimpfung der Praxen ein

Die senatorische Behörde, die KV Bremen und der Hausärzteverband Bremen haben sich heute darauf verständigt, dass entsprechend der neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) Ärzte und ihre Teams, die Pflegeheim-, Palliativ- oder onkologische Patienten versorgen, in die Priorisierungsgruppe 1 für die anstehende Corona-Impfkampagne aufgenommen werden.

Dazu erklärt Senatorin Claudia Bernhard: „Wir richten uns selbstverständlich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bzw. der Stiko und haben nun gemeinsam mit der KV Bremen und dem Hausärzteverband Bremen abgestimmt, Ärzte und Praxismitarbeiter, die hochvulnerable Patientengruppen betreuen, in die höchste Priorisierungsgruppe aufzunehmen.“

Die KV Bremen wird kurzfristig eine Liste der infrage kommenden Praxen an die zuständigen Stellen übersenden. Dabei geht es insbesondere um Haus- und Fachärzte, die Menschen in Pflege- und Altenheim betreuen, die in der Palliativversorgung tätig sind oder Krebspatienten versorgen. Nach den alten Empfehlungen des RKI bzw. der Stiko wurden Hausärzte und viele Facharztgruppen pauschal der zweiten Gruppe zugeordnet.

Die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, stellen in diesem Zusammenhang die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der ärztlichen Verwaltung und der senatorischen Dienststelle heraus. „Wir finden nicht nur Gehör, unsere Anliegen werden auch berücksichtigt. Das sind gute Voraussetzungen, um die Krise im Schulterschluss bewältigen zu können.“

Für Dr. Hans-Michael Mühlenfeld ist die Höherpriorisierung vieler Hausarztpraxen folgerichtig: „Hausärzte stehen mit ihren Praxisteams seit Anbeginn der Krise in vorderster Front. Es ist nicht nur epidemiologisch sinnvoll, dass eine Gruppe mit so hohem Expositionsrisiko eine Schutzimpfung angeboten wird, es ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die aufopfernde Arbeit der letzten Monate.“

Angesichts des akuten Mangels an Impfstoffen weisen die Partner darauf hin, dass aktuell noch keine konkreten Aussagen darüber getroffen werden können, wann den Praxen ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung gemacht wird.
 

 

18.01.2021 | Übersicht der Corona-Testkonstellationen ist aktualisiert

Die Übersicht der Corona-Testkonstellationen ist wieder auf dem neusten Stand. Wichtigste Änderung: Abstriche für Reiserückkehrer können nicht mehr über die Testverordnung abgerechnet werden.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

14.01.2021 | Vorstandsinformation zur anstehenden Impfung gegen das Coronavirus

Wann und wie werden niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten geimpft? Die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, äußern sich in einem Brief an die KV-Mitglieder zur Impfkampagne und den Plänen der Landesregierung.

 

14.01.2021 | Kinderkrankengeld (Muster 21) weiterhin nur im Erkrankungsfall

Für die angekündigten erweiterten Ansprüche auf Kinderkrankengeld, bei z.B. einer pandemiebedingten Schließung einer Schule, gibt es vorerst noch keine Rechtsgrundlage für den Vertragsarzt. Die ärztliche Bescheinigung mit dem Muster 21 darf daher weiterhin nur im Erkrankungsfall des Kindes ausgestellt werden.

Muss ein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zu Hause betreut werden, genügt eine Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) vom 12. Januar 2021 hervor. Laut BMG können gesetzlich versicherte Eltern im Jahr 2021 pro Kind und Elternteil 20 statt 10 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 45 Tage. Für Alleinerziehende soll sich der Anspruch um 20 Tage auf 40 Tage pro Kind erhöhen (max. 90 Tage). Geplant ist ein rückwirkendes Inkrafttreten zum 5. Januar 2021.

 

12.01.2021 | Handbuch gegen Fehlinformationen zur Coronaimpfung ist online abrufbar

Zur Corona-Schutzimpfung kursieren viele Fehlinformationen. Unterstützung für Praxen bietet ein online abrufbares Handbuch, das von einem Team renommierter Experten aus den Bereichen Impfen und Kommunikation erarbeitet wurde.

Das englisch sprachige Handbuch „The COVID-19 Vaccine Communication Handbook. A practical guide for improving vaccine communication and fighting misinformation“ ist ein praktischer Leitfaden unter anderem für Ärzte, wie Fehlinformationen über die COVID-19-Impfung widerlegt und Ängste abgebaut werden können. Es liefert Fakten zur Corona-Schutzimpfung und gibt praktische Tipps im Umgang mit Mythen rund um COVID-19. Das Handbuch verlinkt zudem auf ein Wiki mit Details zu jedem der Hauptthemen, die kontinuierlich aktualisiert werden.

Das Handbuch ist online abrufbar: https://sks.to/c19vax
 

12.01.2021 | Impfpriorisierung: Land bestätigt, Niedergelassene sind vorne dabei

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard bekräftigt, dass die Niedergelassenen bei der Impfung gegen das Coronavirus in die Priorisierungsgruppen 1 und 2 eingestuft sind. Zeitungsanzeigen vom Wochenende, in denen der ambulante Bereich bei der bevorstehenden Impfkampagne nicht erwähnt wurde, hatten für große Unruhe gesorgt.

In einer gemeinsamen Presseerklärung vom Gesundheitsressort und der KV Bremen stellt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard klar: „Neben den Beschäftigten in den Krankenhäusern und den Hochbetagten, werden in den kommenden Wochen auch niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Impfungen angeboten werden. „Die Niedergelassenen fallen nach derzeitigem Stand der Stiko Empfehlung in die Priorisierungsgruppe II, teilweise können sie jedoch auch schon der Gruppe I zugeordnet werden. Wir stehen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen seit Monaten im Austausch, um mit den Niedergelassenen die Bekämpfung der Pandemie abzustimmen“, erläutert Senatorin Claudia Bernhard das Vorgehen.

Die Vorstände der KV Bremen Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans bekräftigen dieses gemeinsame Vorgehen: „Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind in der Pandemiebekämpfung eine wichtige Säule. Aus diesem Grund sind sie in der STIKO Empfehlung in den beiden ersten Prioritäten genannt.“

Über das weitere Verfahren wird die KV Bremen ihre Mitglieder zeitnah und umfänglich informieren.
 

11.01.2020 | Für die Patientenansprache: Infomaterial zur Coronaimpfung

Die Nachfragen von Patienten zur Coronaschutzimpfung nehmen zu. Die Bundesregierung hat nun Aufklärungs- und Informationationsmaterialien im Internet veröffentlicht, die auch für die Praxen nützlich sind.

Auf der Seite www.zusammengegencorona.de sind unter anderem ein Leitfaden für Ärzte im Patientengespräch zur Coronaschutzimpfung sowie Patientenblätter in diversen Sprachen abrufbar.

 

30.12.2020 | Keine extrabudgetäre Vergütung mehr für Leistungen im Zusammenhang mit COVID-19

Ab dem 1. Januar 2021 werden Leistungen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Behandlung nicht mehr extrabudgetär bezahlt. Eine Kennzeichnung durch die Pseudo-GOP 88240 muss dennoch weiterhin erfolgen, damit der nicht vorhersehbare Anstieg des morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs (NVA) zu erkennen ist, sodass nach Verrechnung ggfs. von den Krankenkassen zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Leistungen, die aufgrund anderer gesetzlicher oder vertraglicher Grundlagen außerhalb der MGV vergütet werden, bleiben selbstverständlich extrabudgetär.

Die Kennzeichnung erfolgt wie bisher mit der Ziffer 88240. Der Arzt dokumentiert die Ziffer 88240 an allen Tagen, an denen er den Patienten mit begründetem klinischen Verdacht auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt.

 

30.12.2020 | Abrechnung von Coronatests nach Testverordnung

Für die Abrechnung von Coronatests nach der Testverordnung gibt es ein gesondertes Verfahren. Dies betrifft zum Beispiel Antigenschnelltests für Praxispersonal oder Test vor einer ambulanten OP.

Für alle Testkonstellationen nach der Testverordnung muss pro Kalendermonat nur ein (!) Abrechnungsschein im Ersatzverfahren mit einem fingierten Patienten (Vorname Kalendermonat (z.B. „Dezember“) und Nachname „Testverordnung“ angelegt werden.

Da die Bearbeitung der Fälle nach Testverordnung zur Anforderung bei dem Bundesamt für soziale Sicherung gesondert von der normalen Quartalsabrechnung vorgenommen wird, kann keine Fehlerbehebung nach Abrechnungsabgabe erfolgen. Eine sorgfältige Kontrolle dieser Fälle sollte somit vorab in den Praxen erfolgen.

Folgende GOP können für die Fälle nach Testverordnung abgerechnet werden:

  • GOP 88310 = PCR-Abstrich
    Hinweis: Die Abstrichleistung eines PoC-Schnelltests ist nicht mit GOP 88310 berechnungsfähig, lediglich die Sachkosten nach GOP 88312 werden erstattet.
  • GOP 88311 = Schulung (§ 12 Abs. 2)
  • GOP 88312 = Sachkosten für PoC- Antigenschnelltest
    Hinweis: Hier sind zwingend die durchschnittlichen Sachkosten je Testkit anzugeben (max. 7,- € für Okt./Nov.; max. 9,- € für Dezember) und die Häufigkeit der durchgeführten Antigenschnelltests. Bei einer fehlenden Angabe der Sachkosten, kann keine Abrechnung erfolgen.
  • Wird auf dem angelegten Abrechnungsschein vom PVS ein ICD-10 Kode gefordert, verwenden Sie bitte den Primärcode Z11 G (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten) und den Sekundärcode U99.0 G  (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2)

Die Einzelheiten und Abrechnungsbeispiele dazu hat die KV Bremen in der Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) zusammengefasst (Seite 10).

Sprechen Sie uns gerne vor der Abrechnungsabgabe an, bevor es zu fehlerhaften Abrechnungen kommt. Ansprechpartner: Jessica Drewes und Daniela Scheglow (Tel: 0421/3404-190; abrechnung@kvhb.de)

 

 

23.12.2020 | Muster 39:Falschmeldung durch CGM Turbomed

Leider informiert CGM Turbomed seine Kunden derzeit darüber, dass das Muster 39 zukünftig der SARS-CoV-2 Testung dienen würde. Dem ist nicht so. Es wird bereits an einer Richtigstellung von Seiten des Herstellers gearbeitet. Das Muster 39 wird für die Krebsfrüherkennung des Zervix-Karzinoms genutzt.

 

 

22.12.2020 | Kosten für selbst angeschaffte Schutzmittel werden wieder teilweise erstattet

Nach der Kostenerstattung für das Frühjahr konnte die KV Bremen jetzt auch für den Herbst und Winter 2020/2021 eine Verständigung mit den Kassen über eine teilweise Kostenerstattung für selbst beschaffte persönliche Schutzausrüstung (PSA) erzielen. Die Corona bedingte Erstattung umfasst jetzt auch Desinfektionsmittel. Die Lieferanten-Rechnungen können daher ab sofort von den Vertragsärzten und -psychotherapeuten bei der KV Bremen eingereicht werden. Erstattet werden die PSA-Bestellungen aus der Zeit vom 1. November 2020 bis 31.März 2021.

Von den per Rechnung nachgewiesenen Einkaufspreisen werden 75 Prozent erstattet. Diese Erstattung ist wieder begrenzt auf die nachfolgend genannten Höchstpreise:

PSA-PRODUKTGRUPPE

  • Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken): 0,45 Euro/Stück
  • FFP2-Masken (auch N95/KN95): 3,77 Euro/Stück
  • FFP3-Masken: 4,27 Euro/Stück
  • Schutzkittel: 4,13 Euro/Stück
  • Einmalhandschuhe: 15,08 Euro/100 Stück
  • Schutzbrillen: 3,50 Euro/Stück 
  • Schutzvisiere: 3,48 Euro/Stück
  • Hand-Desinfektionsmittel 500 ml: 9,73 Euro
  • Hand-Desinfektionsmittel 1 Liter: 18,40 Euro
  • Flächen-Desinfektionsmittel 5 Liter: 68,39 Euro

Es gelten die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Plausibilität. Ausgenommen von der bereits konsertierten vertraglichen Regelung sind ermächtigte Krankenhausärzte, zugelassene Krankenhäuser (§ 108 SGB V), Nebenbetriebsstätten außerhalb des Landes Bremen sowie der Bedarf für den Einsatz im Zusammenhang mit Patienten eines Krankenhauses.

Bitte schicken Sie die Lieferanten-Rechnungen unter Angabe der Betriebsstättennummer und Bankverbindung (IBAN)
bis spätestens 14. Mai 2021  an
Kassenärztliche Vereinigung Bremen
Abt. Vertragswesen (VR)
Schwachhauser Heerstr. 26-28
28209 Bremen
 

 

22.12.2020 | PraxisInfo zum Kodieren von SARS-CoV-2

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen kommen ab 1. Januar 2021 weitere Diagnoseschlüssel hinzu. Die Praxisinfo der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erläutert, wann welcher Schlüssel der richtige ist und welche Kodes in welchen Fällen zusätzlich anzugeben sind:
Coronavirus: Empfehlungen zum Kodieren.pdf

 

21.12.2020 |  Ab Januar gilt eine neues Formular 10c

Die Formulare OEGD und 10C zur Beauftragung eines Labors für einen Coronatests werden angepasst. Praxen betrifft vor allem die Änderung beim Muster 10c, denn dieses darf ab dem 1. Januar 2021 nur in der neuen Fassung verwendet werden.

Formular 10C

  • Für das Formular 10C gilt ab Januar 2021 die Fassung „01.2021“. Sie enthält nicht mehr das Ankreuzfeld „Testung nach Meldung „erhöhtes Risiko“ durch Corona‐Warn‐App (GOP 32811)“. Das aktuelle Formular 10C dürfen Praxen bis 31. Dezember 2020 verwenden.
  • Das neue Formular wird rechtzeitig im Praxisverwaltungssystem hinterlegt sein. Papierausführungen können in einer Startermenge in der KV Bremen bzw. der Bremerhavener Geschäftsstelle abgeholt werden.

Formular OEGD
Für das Muster OEGD gelten aktuell diese Fassungen:

  • Stand „11.2020“: Diese Fassung können Praxen verwenden, bis Restbestände aufgebraucht sind.
  • Stand „08.2020“. Diese Fassung dürfen Praxen noch bis zum 31. Dezember 2020 einsetzen.
  • Neu hinzu kommt Mitte Dezember die Fassung „12.2020“ auf Grundlage der Testverordnung vom 1. Dezember 2020.

 

 

21.12.2020 | Zwei Hinweise für die Abrechnung 4/2020

Zwei mögliche Fehlerquellen bei der KV-Abrechnung für das vierte Quartal 2020 betreffen die Abrechnung von Coronatests nach Testverordnung und die Videosprechstunde.

Abrechnung von Coronatests nach Testverordnung
Für die Abrechnung von Coronatests nach der Testverordnung gibt es ein gesondertes Verfahren. Dies betrifft zum Beispiel Antigenschnelltests für Praxispersonal oder Test vor einer ambulanten OP. Für alle Testkonstellationen nach der Testverordnung muss pro Kalendermonat nur ein (!) Abrechnungsschein im Ersatzverfahren mit einem fingierten Patienten angelegt werden. Die Einzelheiten dazu hat die KV Bremen in der Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) zusammengefasst (Seite 10).

Abrechnung der Videosprechstunde
Fälle, die bei ausschließlichem Kontakt im Rahmen der Videosprechstunde durchgeführt wurden, müssen mit der GOP 88220 gekennzeichnet werden. In Fällen mit ausschließlichem Videokontakt (GOP 88220) erfolgt ein Abschlag auf die Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschale. Sobald ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt in demselben Behandlungsfall stattfindet, entfällt dieser Abschlag.Denken Sie daher daran, die ggf. beim Erstkontakt in der Videosprechstunde eingetragene Kennzeichnungs-GOP 88220 wieder aus der Abrechnung zu löschen, sobald der Patient im gleichen Quartal noch persönlich in die Praxis kommt. Zudem sind bestimmte Leistungen, die im Rahmen der Videosprechstunde durchgeführt werden, ab dem 3. Quartal 2020 nur berechnungsfähig, wenn sie mit einem entsprechenden Suffix gekennzeichnet werden. Eine Übersicht der Suffixe ist online abrufbar: www.kvhb.de/videosprechstunde

 

 

15.12.2020 | Corona-Sonderregelungen bis 31. März 2021 verlängert

Einige Corona-Sonderregelungen wurden um drei weitere Monate bis zum 31. März 2021 verlängert. Dazu gehören die Regelungen zur telefonischen Konsultation, Videosprechstunde und Erstattung von Portokosten. Die Sonderregelungen im Überblick:

Konsultation am Telefon
Die Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie wurden für alle Fachgruppen ausgeweitet. Damit wird die telefonische Betreuung der Patienten umfassender berechnungsfähig. Ärzte und Psychotherapeuten können die GOP 01433 (154 Punkte/16,92 Euro) und die GOP 01434 (65 Punkte/7,14 Euro) abrechnen. Dabei gibt es unterschiedlich hohe „Telefon-Kontingente“ für die einzelnen Fachgruppen.
Weitere Infos: Mehr Konsultationen per Telefon wieder möglich

Portokosten für Folgerezepte, Verordnungen und Überweisungen
Für den postalischen Versand von bestimmten Folgeverordnungen und Überweisungsscheinen werden Ärzten die Portokosten erstattet. Patienten müssen damit nicht in die Praxis kommen, um sich nur ein Rezept oder eine Verordnung abzuholen. Möglich ist das allerdings nur, wenn der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist. In diesem Fall muss auch nicht die elektronische Gesundheitskarte eingelesen werden: Die Versichertendaten aus der Patientenakte dürfen übernommen werden. Die Versandkosten werden mit der Pseudo-GOP 88122, die mit 90 Cent bewertet ist,abgerechnet.
 

Videosprechstunde unbegrenzt möglich
Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. KBV und Krankenkassen haben die geltenden Beschränkungen für den Einsatz der Videosprechstunde für einen befristeten Zeitraum aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert. Die Videosprechstunde ist bei allen Indikationen möglich und auch dann, wenn der Patient zuvor noch nicht bei dem Arzt in Behandlung war.
Weitere Infos: Videosprechstunde

Videosprechstunde: Weitere Sonderregelung für Psychotherapeuten
Psychotherapeuten dürfen während der Corona-Krise neben Einzeltherapiesitzungen auch Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) per Video durchführen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.
Weitere Infos: Videosprechstunde

Therapiegespräch zur substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger per Video und Telefon
Ab 2. November wieder berechnungsfähig ist das therapeutische Gespräch per Telefon im Rahmen der Substitutionsbehandlung von mindestens zehnminütiger Dauer. Es kann über die GOP 01952 abgerechnet werden.
 

 

14.12.2020 | Zuschuss zu im Frühjahr angeschafften Schutzmittel wird jetzt ausbezahlt

Am 16. Dezember werden die zu erstattenden Kosten für die vom 10. März bis 30. April 2020 selbst angeschaffte Schutzmittel (PSA) erstattet.

Folgende PSA wurden zum Höchstpreis (inkl. MwSt. und ggfs. Versand) erstattet (für im April bestellte PSA gilt der Höchstpreis in Klammern):

Mund-Nasen-Schutz/OP-Masken bis 1,07 EUR (0,77 EUR)
FFP2/ KN95 Masken bis 7,44 EUR (4,16 EUR)
FFP3 Masken bis 13,73 EUR
Med. Einmalschutzkittel mit Arm bis 10,28 EUR (12,49 EUR)
Schutzbrillen bis 4,97 EUR (4,16 (EUR)

Der Anteil für nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte in Höhe von 10 Prozent wurde in Abzug gebracht.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Christina Köster, Tel.: 3404-151, E-Mail: c.koester@kvhb.de
 

 

10.12.2020 | Probleme mit Kostenträger lassen sich durch neue IK-Nummer beheben

Bei der Abrechnung von Fällen nach der Corona-Testverordnung bereiten einige Praxisverwaltungssysteme Probleme. Was helfen könnte, ist das Institutskennzeichen (IK) 100048850.

Einige Praxisverwaltungssysteme verlangen beim Anlegen des Kostenträgers „Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS)“ einen weiteren Eintrag nämlich das Insititutskennzeichen (IK). Wenn dieses nicht eingegeben wird, dann kann der Fall nicht angelegt werden. Für das laufende Quartal und für die kommenden Quartale sind diese Angaben zu beachten.

Kostenträger Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS):
für 4/2020: VKNR 48850, IK 100048850
ab 1/2021: VKNR 38825, IK 100038825

Fälle über die Corona-Testverordnung, zum Beispiel präventive Antigen-Schnelltests in den Praxen, sind nach einem gesonderten Modus im Ersatzverfahren anzulegen. Eine Beschreibung findet sich in der 

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) auf Seite 10.

 

 

09.12.2020 | Neuerungen bei der Testverordnung: 9 Euro für Schnelltests

Die Corona-Testverordnung wurde rückwirkend zum 2. Dezember überarbeitet. Neu ist unter anderem, dass die Kosten für Schnelltests jetzt mit bis zu neun Euro erstattet werden. Außerdem können Ärzte fünf Euro für das Gespräch mit einer Kontaktperson abrechnen, wenn im Anschluss keine Testung erfolgt.

Corona-Tests ohne Symptome: Wesentlichen Neuerungen ab 2. Dezember

  • Die Testung von Einreisenden aus Risikogebieten nach Testverordnung entfällt zum 15. Dezember 2020.
  • Sachkosten für PoC-Antigen-Tests werden mit neun Euro vergütet (alt: sieben Euro).
  • Für die Beschaffung und Nutzung von PoC-Antigentests gibt es neue zulässige Höchstmengen, zum Beispiel zehn Tests pro Monat je Tätigem in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Rettungsdiensten.
  • Das ärztliche Gespräch im Zusammenhang mit der Feststellung eines Kontaktes, bei denen eine SARS-CoV-2-Testung nicht durchgeführt wurde, wird mit fünf Euro vergütet. Eine entsprechende GOP wird noch nachgereicht.
  • Ärztliche Schulungen von nichtärztlichem Personal zur Anwendung von PoC-Antigentests können einmal alle zwei Monate je Einrichtung durchgeführt und abgerechnet werden (alt: einmal pro Einrichtung).
  • Kontaktpersonen nach Paragraf 2 TestV haben bis zu 10 Tage nach dem Kontakt Anspruch auf eine Testung; dieser Anspruch wird auf 14 Tage nach dem Kontakt verlängert, wenn eine 14 tägige Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Verkürzung der Quarantäne dient.

Der Kreis der Einrichtungen für präventive Testungen wurde erweitert um:

  • Patienten, die in Tageskliniken, ambulanten Hospizdiensten und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung behandelt oder betreut werden (auch vor der Aufnahme)
  • das Personal von Zahnarztpraxen sowie Rettungsdiensten (die Einrichtungen müssen die Tests selbst durchführen und können die Sachkosten für PoC-Antigen-Tests abrechnen; Abstriche sind nicht berechnungsfähig).

Eine Klarstellung betrifft die präventive Testung von Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeinrichtungen:

  • Die ärztliche Leistung (Abstrich, Beratung und ggf. Ausstellen einer Bescheinigung) wird nur vergütet, wenn die Einrichtung, deren Personal untersucht werden soll, nicht selbst testen darf. Das gilt für nichtärztliche Praxen von Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und anderen medizinischen Heilberufen. Sie dürfen ihr Personal zwar mit einem Antigentest vorsorglich auf das Coronavirus untersuchen lassen, den Test aber nicht selbst durchführen.
  • In allen anderen Fällen werden nur die Kosten für den Antigentest übernommen. So können Ärzte, die sich und ihr Personal regelmäßig testen, einen Labor-Antigentest veranlassen oder die Kosten für den PoC-Antigentest abrechnen, nicht aber den Abstrich. Das gilt auch, wenn sie symptomfreie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeheimen vorsorglich testen. Pflegeheime gehören zu den Einrichtungen, die nach einer Schulung durch einen Arzt Personal, Bewohner und Besucher selbst testen dürfen.
  • Bestätigungstests mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR) nach einem positiven Antigentest im Labor werden nach der Testverordnung abgerechnet und vergütet. Bestätigungstests nach PoC-Antigentesten gelten hingegen weiterhin als Krankenbehandlung. Die Abrechnung erfolgt folglich nach EBM.

Die Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) ist entsprechend angepasst worden.
 

 

08.12.2020 | Sonderregelung zur telefonischen AU bis Ende März verlängert

Die Sonderregelung zur telefonischen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit ist bis zum 31. März 2021 verlängert worden.

Damit kann Patienten bei Erkrankungen der oberen Atemwege mit leichter Symptomatik nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) für bis zu sieben Kalendertage ausgestellt werden. Zudem ist eine Verlängerung für weitere sieben Kalendertage nach telefonischer Anamnese einmalig möglich. Die Regelung gilt für bekannte und unbekannte Patienten.

Die Regelung gilt auch für Kinder. Die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (Muster 21) ist ebenso weiterhin telefonisch möglich.

Die Ärzte müssen sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Gesundheitszustand der Versicherten überzeugen und prüfen, ob gegebenenfalls doch eine körperliche Untersuchung notwendig ist.

Hinweise zur Abrechnung:
Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann nur dann abgerechnet werden, wenn der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435) berechnungsfähig. Zudem werden weiterhin die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung übernommen. Hierfür kann die mit 90 Cent bewertete Pseudo-GOP 88122 verwendet werden.
 

 

04.12.2020 | Schnelltest: Psychotherapeuten können sich bei einem Arzt testen lassen

Sofern Psychotherapiepraxen für sich und ihr Personal eine präventive Testung erforderlich halten, um den laufenden Betrieb der Praxis zu sichern, können sie sich und ihre Beschäftigten testen lassen. Der Schnelltest muss allerdings von einem Arzt vorgenommen werden.

Bei einem Schnelltest wird von medizinisch geschultem Personal ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen, der dann auf SARS-CoV-2-Eiweiße untersucht wird. Im Gegensatz zum PCR-Test kann der Schnelltest außerhalb eines Labors ausgewertet werden, sodass das Ergebnis nach 15 bis 30 Minuten vorliegt. Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass Ärzte nach der neuen Testverordnung zwar berechtigt, nicht aber verpflichtet sind, asymptomatische Patienten auf Corona zu testen.

 

03.12.2020 | Abrechnung der Testverordnung: Richtige Kassennummer verwenden

Für die Abrechnung von Abstrichen und Sachkosten nach Testverordnung gibt es übergangsweise für das aktuelle Quartal eine neue Vertragskassennummer VKNR 48850.

Die Abrechnung der Abstriche und Sachkosten nach Testverordnung erfolgt im 4. Quartal 2020 über den Kostenträger „Bundesamt für soziale Sicherung“ mit der VKNR 48850. Die bisher kommunizierte VKNR 38825 funktioniert nicht. Bei der VKNR 38825 war ein Prüfmechanismus hinterlegt, der die Abrechenbarkeit in einigen Bundesländern ausschließt.

Ab dem 1. Quartal 2021 erfolgt die Abrechnung nach Testverordnung dann wie geplant über die VKNR 38825.

Die Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) ist entsprechend angepasst worden.

VKNR für die Abrechnung nach Testverordnung:
Für 4/2020: VKNR 48850
Ab 1/2021: VKNR 38825

 

 

30.11.2020 | Teilnahmepflicht für Fallkonferenzen ausgesetzt

Die KVHB setzt die Verpflichtung zur Teilnahme an Fallkonferenzen zum Beispiel für die Aufrechterhaltung der Teilnahme an der Schmerztherapievereinbarung, Durchführung der Akupunktur sowie Abklärungskolposkopie bis zum 31. März.2021 aus.
Präsenzveranstaltungen sind aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Die datenschutzrechtlichen Fragen bei Durchführung einer Fallkonferenz per Videokonferenz mit Einbeziehung eines Patienten sind noch nicht ausreichend geklärt.
Die Kassenärztlichen Vereinigungen können bestimmte Qualitätssicherungs-Maßnahmen weiterhin aussetzen oder von den Bundesvorgaben abweichen. Darüber hinausgehende Lockerungen sind in Regionen mit hohen Infektionszahlen möglich.
Darauf hat sich die KBV mit dem GKV-Spitzenverband in einer Übergangsvereinbarung verständigt, die zum 1. Juli in Kraft getreten ist. Hintergrund ist, dass aufgrund der Corona-Krise weiterhin bestimmte Qualitätsvorgaben nicht eingehalten werden können.

Ansprechpartnerin: Barbara Frank, 3404-340, b.frank@kvhb.de
 

 

18.11.2020 | Warn-App funktioniert nur mit Kreuz auf Laborformular

Damit sich Patienten nach einem Coronatest mittels der Corona-Warn-App über das Ergebnis informieren können, muss die Praxis auf dem Laborformular 10c bzw. OEGD im Abschnitt „Einverständnis des Getesteten“ ein Kreuz setzen.

Eine mündliche Erklärung des Patienten ist ausreichend. Der Getestete kann auf diese Weise sein Einverständnis zur Übersendung der Daten vom Labor an den Corona-Warn-App-Server zum Ausdruck bringen. Wenn das Kreuz nicht gesetzt wird, kann der Nutzer der Warn-App das Testergebnis nicht abrufen, was möglicherweise weitere Nachfragen in den Praxen auslöst.

Die Übermittlung an die Corona-Warn-App funktioniert nur über die Formulare 10c und OEGD, die über einen QR-Code verfügen. Der untere Abschnitt ist an die Patienten auszuhändigen.

 

18.11.2020 | Ausnahmekennziffer 32006 nicht mehr nötig / Warn-App läuft über Testverordnung

Praxen müssen die Ausnahmekennziffer 32006 bei Coronatests nicht mehr angeben. Rückwirkend zum 1. Oktober sind die Laborleistungen 32779, 32811 und 32816 auch ohne Ausnahmekennziffer grundsätzlich bei der Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus ausgenommen.

Zudem kann der Abstrich bei Personen, die aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App in die Praxis kommen, ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr über den EBM abgerechnet werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Laborleistung 32811 (Nukleinsäurenachweis des beta Coronavirus ARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App) sowie die entsprechenden Zuschläge zur GOP 32811 (GOP 12221 und Kostenpauschale 40101) im EBM gestrichen.

Abstriche als auch PCR-Tests im Zusammenhang mit der Corona-Warn-App können bereits seit dem 15. Oktober 2020 nach der Testverordnung abgerechnet werden. Eine Abrechnung über den EBM erfolgt dann nur noch für Abstriche und Labordiagnostik bei symptomatischen Patienten oder bei PCR-Bestätigungstests nach positivem Antigen-Schnelltest (PoC-Test).

Die KV Bremen hat die Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) entsprechend angepasst.

 

17.11.2020 | Abrechnungsmodalitäten für Testverordnung geklärt

Wie Praxen Coronatests nach der neuen Testverordnung mit der KV abrechnen, ist nun geklärt. Die gute Nachricht: Es gibt nicht mehr so viele Abrechnungsziffern wie ursprünglich geplant – stattdessen nur eine GOP für alle Testanlässe und eine GOP für die PoC-Sachkosten.

Die KV Bremen hat die Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB) entsprechend angepasst. Die Übersicht enthält nun auch Hinweise, wie Praxen die Testanlässe aus der neuen Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums konkret abrechnen können.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • GOP 88310 für alle Testanlässe aus der TestV
  • GOP 88312 für die Sachkosten von PoC-Antigenschnelltests
  • GOP 88311 für die PoC-Schulung von Personal in anderen Einrichtungen
  • Zur Abrechnung der oben genannten GOP ist ein (!) Abrechnungsschein pro Kalendermonat (!) im Ersatzverfahren anzulegen. Praxen müssen nur die Anzahl der Leistungen angeben. Differenzierte Angaben zu den Testungen sind nicht erforderlich. Details dazu in der Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)
  • Fälle nach Warnmeldung durch die Corona-WarnApp sind nicht mehr über EBM, sondern nach der TestV abzurechnen (GOP 88310).

 

09.11.2020 | Kindernotaufnahme und Bereitschaftsdienst arbeiten enger zusammen

Der Kinder- und Jugendärztliche Bereitschaftsdienst und die Kindernotaufnahme der Prof. Hess-Kinderklinik arbeiten seit dem 6. November gemeinsam in den Räumen der Station 7.

Wegen der Coronapandemie und dem damit verbundenen gesteigerten Infektionsrisiko wurden weitere Präventionsmaßnahmen nötig, die eine effektive Zugangskontrolle und Trennung von potentiell infektiösen mit nicht-infektiösen Patienten ermöglicht. Deshalb haben die Notaufnahme und der kinderärztliche Bereitschaftsdienst nun gemeinsame Räumlichkeiten bezogen. Durch unterschiedliche Eingänge und Beschilderung werden die Wege von infektiösen und nicht infektiösen Patienten getrennt.

 

06.11.2020 | Corona-Projekt Hilfe für Helfende wurde verlängert

Beschäftigte im Gesundheitswesen erhalten einen erleichterten Zugang zu einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Ein gemeinsames Projekt der Bremer Gesundheitsbehörde, der KV, der Psychotherapeutenkammer und der BG Ambulanz wurde nun verlängert.

Damit ist es weiterhin möglich, dass Beschäftigte aus medizinischen oder psychosozialen Arbeitsfeldern im Gesundheitsbereich einen erleichterten Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe erhalten, wenn sie durch die Corona-Bewältigung im beruflichen Alltag stark belastet sind. Sie können durch ein einfaches Verfahren unkompliziert und zeitnah im Rahmen einer Psychotherapeutischen Sprechstunde zunächst mit einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin den Unterstützungsbedarf abklären und dann ggf. weitere Versorgungsschritte planen.

In den vergangenen Monaten konnten über diesen Weg bereits 15 Personen in eine psychotherapeutische Sprechstunde im Corona-Kontext vermittelt werden. Auf Grund steigender Infektionszahlen könnte hier der Bedarf in den nächsten Monaten möglicherweise auch noch steigen.

Betroffene mit gesetzlicher Krankenversicherung können sich zur Terminvereinbarung per Mail unter Angabe des Namens, der Telefonnummer, der Postleitzahl und des Arbeitgebers an die Terminservicestelle der KVHB (tss@kvhb.de) wenden. Für Privatversicherte stellt die Psychotherapeutenkammer auf ihrer Homepage eine Liste von teilnehmenden Privatpraxen zur Verfügung.

 

05.11.2020 | Gruppentherapien bleiben weiterhin möglich

Gruppentherapien sind auch nach Inkrafttreten der aktuellen Bremischen Coronaverordnung weiterhin vor Ort in der Praxis zulässig, da es sich um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt.

Ob eine Durchführung weiterhin zumutbar ist, müssen Therapeuten im Rahmen ihrer Verantwortung abwägen. Sie sollten kritisch prüfen, ob dies unter Beachtung des Infektionsschutzes möglich ist, oder gegebenenfalls ein verstärktes Angebot von Einzelkontakten über einen begrenzten Zeitraum sinnvoller ist.

Grundsätzlich sollen Warteschlangen und sonstige Ansammlungen von Menschen vor oder in den Praxisräumen vermieden werden. Dabei muss, wenn es die Räumlichkeiten zulassen, der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten werden. Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung von allen Beteiligten ist Pflicht. Zur Steuerung des Zutritts können Patienten einzeln und mit Abstand in die Praxen kommen. Zur Sicherstellung der gesteigerten hygienischen Anforderungen muss von den Therapeuten Maßnahmen wie Händewaschen und das Lüften des Therapieraums alle 25 Minuten gewährleistet werden. Das Ordnungsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Patienten ausschließlich zu medizinischen Zwecken innerhalb der Praxen aufhalten dürfen und es keine zusätzliche Verweildauer, zum Beispiel durch Smalltalk, vor Beginn oder im Anschluss der Sitzung gibt. Die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sollen außerdem prüfen, ob sie Gruppengrößen und Dauer der Behandlungen reduzieren können, um die Vorgaben einzuhalten.

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Corona Virus-Krise zu erleichtern, haben KBV und GKV-Spitzenverband einige Sonderregelungen beschlossen. Unter anderem gilt in Bezug auf Gruppentherapien folgende Sonderregelung bis vorerst 31. Dezember 2020:

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass es hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung bedarf. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden. Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.

 

04.11.2020 | RKI reduziert Testanlässe

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Teststrategie geändert. Demnach sollen Personen mit geringen Symptomen und ohne Bezug zu Risikogruppen oder Clustern nicht mehr auf das Coronavirus getestet werden. Damit reagiert das RKI auf die Überlastung in den Laboren.

Asymptomatische Personen, die keinen Bezug zu Risikogruppen oder Clustern haben und nicht etwa im Gesundheitswesen arbeiten, sollen ausdrücklich nicht mehr getestet werden.

Eine Testung ist nach den RKI-Kriterien sinnvoll, wenn mindestens eine der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Schwere respiratorische Symptomatik
  • Akute Störung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Symptome und Kontakt mit bestätigtem COVID-19-Fall
  • Verschlechterung des klinischen Bildes bei anhaltenden respiratorischen Symptomen
  • Akute respiratorische Symptome und Risikogruppe oder Gesundheitspersonal oder mögliche Exposition bspw. bei Veranstaltungen oder Kontakt zu Personen mit akuten respiratorischen Symptomen UND 7-Tages-Inzidenz >35 oder retrospektiv oder prospektiv Expositionssetting

 

03.11.2020 | FFP2 schützt vor Praxisschließung: Quarantäneregelungen für die Praxen

Praxen mit einem positiv getesteten Arzt oder Mitarbeiter werden nach aktueller Entscheidungspraxis der Gesundheitsämter nicht geschlossen, sofern alle Beschäftigten in Kontaktsituationen regelhaft FFP2-Masken (KN95) tragen. Die KV Bremen hat die wichtigsten Quarantänebestimmungen zusammengefasst.

Fakten zu Quarantäne, Isolation und Praxisbetrieb

  • FFP2-Masken (KN95) gewährleisten einen ausreichenden Schutz, sodass die Träger gegenwärtig nicht als Kontaktpersonen 1. Kategorie klassifiziert werden, wenn es einen Kontakt zu einem Infizierten gab. Insofern werden Praxen mit einem entsprechenden Hygienekonzept auch nicht in eine Zwangsquarantäne durch das Gesundheitsamt versetzt, selbst wenn ein Beschäftigter oder ein Arzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde.
  • Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern daher darauf hinzuwirken, dass das medizinische Personal in Kontaktsituationen regelhaft eine FFP2-Maske (KN95) trägt.
  • Sollte ein Arzt oder ein Praxismitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet sein, gelten die „normalen“ Regeln zur Quarantäne, die in der Bremischen Coronaverordnung festgehalten sind:
    • Quarantäne verhängt nur das Gesundheitsamt bzw. wird automatisch aufgrund einer Rechtsverordnung (hier Bremer Coronaverordnung) ausgelöst. Ärzte sprechen niemals eine Quarantäne aus!
    • Die Quarantäne beginnt an dem Tag, an dem der Patient von seinem positiven Ergebnis erfährt (Bremer Coronaverordnung).
    • Die Quarantäne beginnt an dem Tag, da eine Kontaktperson mit engem Kontakt zu einem Infizierten (z.B. mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht im Abstand von weniger als 1,5 Metern oder sehr engen Kontakt für einen kürzeren Zeitraum) vom positiven Ergebnis der infizierten Person erfährt (Bremer Coronaverordnung). Ausgenommen sind Träger einer FFP2-Maske (KN95); siehe oben.
    • Die Quarantäne dauert mindestens 14 Tage und kann nicht verkürzt werden.
    • Der Arzt kann aus der Quarantäne nach frühestens 14 Tagen „entlassen“, sofern der Patient zuvor zwei Tage symptomfrei war.
    • Bei Kontakten zu infizierten Personen können Ärzte also allenfalls eine häusliche Isolation dringend empfehlen, bis das Testergebnis vorliegt - und bei Symptomen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen.
  • Praxen können regelmäßig präventive Coronatests bei eigenem Personal vornehmen. Empfohlen werden dafür Point-of-Care-Antigentests, die unter anderem bei den bekannten Praxisbedarf-Anbietern und Apotheken zu beziehen sind. Labor-Antigentests sind aktuell noch nicht in angemessenerer Qualität und Quantität auf dem Markt. Weitere Infos zu Vorgehen und Abrechnung hat die KV Bremen in einer Übersicht „Corona-Konstellationen“ zusammengefasst:

    Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

  • Sollte eine Praxis durch das Gesundheitsamt in die Quarantäne versetzt werden, ist folgendes zu beachten:
  1. Sofern möglich, ist eine Vertretungspraxis zu benennen und die Patienten entsprechend zu informieren.
  2. Der KV muss die Quarantäne über das Online-Formular Abwesenheitsmeldung (www.kvhb.de/abwesenheitsmeldung) bekannt gemacht werden; Ankreuzfeld „staatlich angeordnete Quarantäne“.
  3. Um für die Zeit der Praxisschließung den Anspruch auf Ausgleichszahlungen durch den Corona-Schutzschirm nicht zu verlieren, dokumentiert die Praxis die Quarantänezeit in der ergänzenden Erklärung zur Quartalserklärung (www.kvhb.de/abrechnung).

 

02.11.2020 | Formulare per Mail bei der KV Bremen bestellen

Angesichts des Infektionsgeschehens bittet die KV Bremen ihre Mitglieder, Formulare vorzubestellen. Das soll die Kontaktzeiten minimieren.

Für die Praxen in der Stadtgemeinde Bremen gilt:

Formulare können online bei der KV Bremen bestellt werden. Dazu reicht eine E-Mail an zd@kvhb.de mit den benötigten Formularen und der gewünschten Menge. Die E-Mail muss bis 16 Uhr bei der KV eingegangen sein. Die Formulare stehen dann am folgenden Werktag im Eingang des Empfangs der KV Bremen fertig gepackt und beschriftet zur Abholung bereit.

Beispiel: Sie bestellen am Freitagvormittag die Formulare, dann können Sie am Montag Ihr Paket abholen.

Für die Praxen in Bremerhaven gilt:

Formulare können online bei der KV Bremen bestellt werden. Dazu reicht eine E-Mail an m.schreuder@kvhb.de mit den benötigten Formularen und der gewünschten Menge. Die Formulare stehen dann am folgenden Mittwoch in der Geschäftsstelle fertig gepackt und beschriftet zur Abholung bereit.

 

02.11.2020 | Corona-Sonderregelungen wieder in Kraft getreten

Fast alle Sonderregelungen, die bereits im Frühjahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie für veranlasste Leistungen galten, treten ab sofort bundesweit wieder in Kraft.

Sie gelten nun zunächst bis einschließlich Januar 2021 und sollen bei Bedarf verlängert werden. Unter anderem sind jetzt Folgeverordnungen von häuslicher Krankenpflege, Heilmitteln und Hilfsmitteln bei bekannten Versicherten wieder nach telefonischer Anamnese möglich. Für den Versand der Verordnung können Praxen das Porto abrechnen (Pseudo-GOP 88122 / 90 Cent).

Darüber hinaus können Leistungen der psychiatrischen häuslichen Krankenpflege, der Soziotherapie und Heilmittel per Video durchgeführt werden, wenn der Patient dem zustimmt und eine persönliche Behandlung aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht erfolgen kann.

Die KBV bietet eine Übersicht aller Sonderregelungen für Praxen: https://www.kbv.de/html/1150_48969.php .

 

02.11.2020 | Mehr Konsultationen per Telefon wieder möglich

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen werden die Möglichkeiten für Konsultationen per Telefon ab dem 2. November für alle Fachgruppen ausgeweitet. Die Regelung gilt vorerst bis Quartalsende.

Ärzte und Psychotherapeuten können nunmehr wieder die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) und die GOP 01434 (65 Punkte / 7,14 Euro) abrechnen. Möglich ist die besondere Abrechnung der telefonischen Konsultation nur bei Patienten, die der Arzt oder Psychotherapeut bereits kennt. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn er in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis war.

Psychotherapeuten, Hausärzte und Ärzte anderer Fachgruppen, die die GOP 01433 und 01434 als Zuschlag zur Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale erhalten, können die Leistungen auch abrechnen, wenn ein Patient in dem Quartal bereits in der Sprechstunde war.

Dabei gibt es wieder unterschiedlich hohe „Telefon-Kontingente“ für die einzelnen Fachgruppen.

  • Zu den Fachgruppen mit dem höchsten „Telefon-Kontingent“ gehören wie schon im Frühjahr ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Nervenärzte, Neurologen, Psychiater, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater. Sie können pro Patient bis zu 20 Telefongespräche von mindestens 10 Minuten abrechnen – insgesamt also 200 Minuten. Die Abrechnung erfolgt über die GOP 01433.
  • Auch Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte sowie Schmerztherapeuten können wieder mehr Gespräche mit ihren Patienten per Telefon abrechnen. Sie haben erneut die Möglichkeit, pro Patient bis zu sechs Telefongespräche von mindestens 5 Minuten Dauer abzurechnen, entweder als Zuschlag zur GOP 01435 oder zur Versichertenpauschale (GOP 03000 / 04000) beziehungsweise Grundpauschale der Schmerztherapeuten (GOP 30700). Die Abrechnung erfolgt über die GOP 01434.
  • Gynäkologen, HNO-Ärzte, Dermatologen, alle fachärztlich tätigen Internisten, Orthopäden, Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen sowie Urologen können die GOP 01434 fünfmal pro Patient abrechnen, alle anderen Fachärzte zweimal.

Das therapeutische Gespräch im Rahmen der Substitutionsbehandlung von mindestens zehnminütiger Dauer ist ab dem 2. November ebenfalls wieder bei telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt über die GOP 01952 berechnungsfähig.

Zudem werden ab dem 2. November die Kosten für den postalischen Versand von bestimmten Folgeverordnungen und Überweisungsscheinen übernommen, die im Rahmen eines Telefonates oder einer Videosprechstunde ausgestellt werden. Hierfür kann die mit 90 Cent bewertete Pseudo-GOP 88122 verwendet werden.
 

 

28.10.2020 | Vertreterversammlung fordert Atempause bei Digitalisierung

Die Vertreterversammlung der KV Bremen fordert angesichts der Coronapandemie für das kommende Jahr ein Moratorium beim Ausbau der Telematik-Infrastruktur. Auf der Sitzung am 27. Oktober bekräftigten die Mitglieder ihren Willen zu einer sinnvollen digitalen Vernetzung, kritisierten allerdings auch eine mangelhafte Gegenfinanzierung und unrealistische Fristen.

Der Resolutionstext im Wortlaut (27. Oktober 2020)

 

28.10.2020 | Corona-Schutzschirm wird auch im vierten Quartal 2020 aufgespannt

Auch im vierten Quartal fallen Praxen in Bremen und Bremerhaven unter den Schutz des Corona-Rettungsschirmes. Die Vertreterversammlung hat auf ihrer Sitzung am 27. Oktober die Verlängerung bis Jahresende einstimmig beschlossen.

Der Corona-Schutzschirm sieht vor, dass bei Honorarverlusten im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 90 Prozent des Honorars aus der Morbiditätsbedingtem Gesamtvergütung sowie auf 90 Prozent der extrabudgetären Vergütung aufgestockt wird.

Für das erste Quartal 2020 hat die KV Bremen 765.000 Euro an Bremer und Bremerhavener Praxen ausbezahlt. Im zweiten Quartal fließen nach der ersten Hochrechnung rund drei Millionen Euro über den Schutzschirm an Ärzte und Psychotherapeuten.

 

28.10.2020 | 15-Euro-Zuschlag für PCR-Abstriche

Die KV Bremen wird Ärzten, die PCR-Abstriche bei symptomatischen Patienten und bei Nutzern der Corona-Warn-App vornehmen, einen Zuschlag von 15 Euro auszahlen. Das hat die Vertreterversammlung am 27. Oktober einstimmig beschlossen.

Der Zuschlag wird auf die GOP 02402 gewährt, die von niedergelassenen Haus- und Fachärzten angesetzt werden kann. Über die GOP 02402 können PCR-Abstriche von symptomatischen Patienten (seit 1. Oktober 2020) sowie von Patienten, die mit einer Warnmeldung durch die Corona-Warn-App in die Praxen kommen (seit 1. Juli 2020), abgerechnet werden. Der Zuschlag in Höhe von 15 Euro wird rückwirkend gewährt und automatisch durch die KV zugesetzt. Die Regelung gilt zunächst bis Jahresende.

Mit dem Bonus will die KV Bremen den besonderen Aufwand und das höhere Risiko der niedergelassenen Haus- und Fachärzte goutieren.

 

26.10.2020 | GOP für Rechtsverordnung und Übersicht der Testkonstellationen sind da

Die GOP für die neue Rechtsverordnung liegen nun vor. Die KV Bremen hat in einer Übersicht die für Praxen gängigsten Testkonstellationen mit den wichtigsten Fakten dazu zusammengetragen.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Hinweis zur Bremer Testvereinbarung: Mit der neuen Rechtsverordnung wird die zwischen dem Land Bremen und der KV Bremen geschlossene Vereinbarung obsolet. Lediglich die Regelungen zu den Sentinelpraxen im kinderärztlichen Bereich bleiben bestehen.

Hinweis zu den GOP-Pseudonummern: Die GOP können kurzfristig mit einem Sonder-Update von den Herstellern der Praxisverwaltungssysteme eingespielt werden. Für die Testkonstellation Reiserückkehrer liegen noch keine GOP vor. Die KV Bremen wird informieren, sobald sich das ändert.

Übersicht der GOP nach Rechtsverordnung

Folgende Pseudoziffern wurden geschaffen:

  • 88300: für die ärztlichen Leistungen in Verbindung mit dem Abstrich bei Kontaktpersonen (§ 2 TestV),
  • 88309: für die Schulungsmaßnahme zur Anwendung von patientennahen PoC-Antigentests (§ 12 Abs. 2 TestV)
  • 88310: für die Abrechnung der Sachkosten von PoC-Antigentest (§ 11 TestV)

Zudem wurden für die ärztlichen Leistungen in Verbindung mit dem Abstrich bei Ausbrüchen (§ 3 TestV) und zur Verhütung der Ausbreitung (§ 4 TestV) jeweils vier Pseudoziffern geschaffen, um die jeweilige Einrichtung, die getestet wurde, gemäß den Vorgaben zur Transparenz (§ 15 TestV) abbilden zu können. Diese sind:

  • 88301 bzw. 88305: medizinische Einrichtungen ambulant/stationär (auch: Rettungsdienste, andere humanmedizinische Heilberufe)
  • 88302 bzw. 88306: Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kitas, Schulen)
  • 88303 bzw. 88307: Pflege- und andere Wohneinrichtungen (z. B. Pflegedienste und -heime, Justizvollzugsanstalten, andere Massenunterkünfte)
  • 88304 bzw. 88308: sonstige Einrichtungen (z. B. ambulante Dienste der Eingliederungshilfe, nicht medizinische Reha- und Vorsorgeeinrichtungen)

Für ärztliche Leistungen in Verbindung mit dem Abstrich bei Verwendung eines PoC-Antigentests zur patientennahen Anwendung ist zudem zu jeder Pseudoziffern das Suffix „P“ vorgesehen, mit dem der Arzt in der Abrechnung einen Abstrich bei PoC-Antigentests dokumentieren kann.

 

26.10.2020 | Frist für die Aktualisierung der Fachkunde Strahlenschutz verlängert

Die Bremer Aufsichtsbehörde hatte nach Maßgabe des BMG bereits im April festgelegt, dass alle im Zeitraum 1. März bis 30. Juni 2020 ablaufenden Aktualisierungsfristen ohne weitere Prüfung als eingehalten gelten, wenn die Kursteilnahme danach zum nächstmöglichen, beim Kursveranstalter, verfügbaren Termin erfolgt. Diese Frist hat die Behörde nun noch einmal bis 31. Dezember 2020 verlängert.

Ärztinnen und Ärzte, die eigenverantwortlich Röntgenstrahlen am Menschen anwenden oder die dafür rechtfertigende Indikation stellen, benötigen einen Nachweis der Fachkunde im Strahlenschutz. Diese muss normalerweise tagesgenau alle fünf Jahre durch die erfolgreiche Teilnahme an einem hierfür anerkannten Kurs aktualisiert werden. Da 2020 viele Fortbildungen ausfielen oder nun nur begrenzt Teilnehmer zulassen, konnten noch nicht alle den Nachweis fristgemäß erbringen.

 

22.10.2020 | Ministerium korrigiert Rechtsverordnung: Reiserückkehrertests in Praxen wieder möglich

Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet können nun doch wieder in der Arztpraxis getestet werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, die neue Rechtsverordnung zu korrigieren, in der festgehalten war, dass ein solcher Test nur auf Veranlassung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes möglich ist.

Die Rechtsverordnung zur Testung asymptomatischer Personen, die das Bundesgesundheitsministerium vergangene Woche erlassen hat, soll entsprechend angepasst werden. Konkret geht es um den Paragrafen 6 Absatz 2 Nummer 3, nach dem der Öffentliche Gesundheitsdienst auch diese Tests hätte veranlassen müssen.

Nun gilt: Asymptomatische Personen können sich innerhalb von zehn Tagen nach Einreise testen lassen, wenn sie sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben. Es reicht aus, wenn die Person dem Arzt mitteilt, in einem Risikoland gewesen zu sein und dazu beispielsweise den Boardingpass oder die Hotelrechnung vorlegt.

Anders verhält es sich, wenn sich Personen testen lassen wollen, die sich in einem Risikogebiet in Deutschland aufhalten oder in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben. Diese Tests muss der Öffentliche Gesundheitsdienst veranlassen.
 

21.10.2020 | Fälle nach neuer Rechtsverordnung von EBM-Abrechnung trennen

Für die Testkonstellationen nach der neuen Rechtsverordnung wird bis zum 12. November ein Abrechnungsprozedere entwickelt. Bis die Details geklärt sind, sollten Praxen die Fälle von der „normalen“ Abrechnung trennen und extra dokumentieren.

Die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums kam am 15. Oktober Knall auf Fall über die Arztpraxen und macht nun die Testung von asymptomatischen Patienten in größerem Umfang als bisher möglich. Wenngleich die Rechtsverordnung mit ihrem Erscheinen gilt, müssen die Abrechnungswege noch definiert werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist beauftragt worden, bis zum 12. November gemeinsam mit den maßgeblichen Fachverbänden das Verfahren abzustimmen.

Geplant ist, dass für die Abrechnung bundeseinheitliche Pseudoziffern eingeführt werden sollen. Auf diese Weise könnten Praxen die Testkonstellationen nach der neuen Testverordnung bequem über die KV-Abrechnung abwickeln.

Bis es soweit ist, empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern, die Testanlässe nach der Rechtsverordnung von der EBM-Abrechnung zu separieren und eigens zu dokumentieren. Dabei sollten Praxen für jeden Fall festhalten, welche Testkonstellation (Kontaktperson, Ausbruch, Einrichtungsart, Ambulante OP, etc.) gilt.

Die Höhe der Vergütung ist in der Rechtsverordnung festgesetzt:

  • Ärztliche Leistung: Abstrichentnahme, Beratung und Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses: 15 Euro (alle Testarten)
  • Ärztliche Schulung des Personals in stationären Pflegeeinrichtungen zur Anwendung und Auswertung von PoC-Antigen-Tests (Schnelltest): einmalig 70 Euro je Einrichtung
  • Laborleistung PCR-Test: 50,50 Euro pauschal 
  • Laborleistung Antigen-Test: 15 Euro pauschal

Wichtig: Testung symptomatischer Patienten wird wie gewohnt über den EBM mit der KV Bremen abgerechnet.

 

20.10.2020 | Praxen können Kontaktpersonen und bei Ausbrüchen testen

Praxen können nun auch Kontaktpersonen testen und im Rahmen von Ausbrüchen Coronatests vornehmen, ohne dass es dafür einer gesonderten Beauftragung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst bedarf. Die neue Rechtsverordnung erweitert die Befugnisse.

In der neuen Rechtsverordnung (Corona-Testverordnung vom 14. Oktober 2020) wird der Anspruch für Versicherte ohne Symptome auf eine Coronavirus-Testung für bestimmte Fallkonstellationen formuliert. Im Wesentlichen geht es um diese drei Konstellationen:

  • Testungen von Kontaktpersonen (§2)
  • Testungen von Personen nach Auftreten von Infektionen in Einrichtungen und Unternehmen (§3)
  • Testungen zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus (§4)

Kontaktpersonen (§2)

Vertragsärzte können Kontaktpersonen selbst testen. Dies bedeutet nach Rechtsaufassung der KV Bremen allerdings keine Verpflichtung, sondern eröffnet Praxen mit Valenzen die Möglichkeit, dies zu tun. Die systematische Nachverfolgung von Kontaktpersonen bleibt weiterhin Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Die Rechtsverordnung definiert und erweitert den Kreis derjenigen, die als Kontaktperson gelten. Demnach sind Kontaktpersonen

  • Personen, die in den letzten zehn Tagen insbesondere in Gesprächssituationen mindestens 15 Minuten ununterbrochen oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.
  • Personen, die mit einer infizierten Person in demselben Haushalt leben oder in den letzten zehn Tagen gelebt haben.
  • Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die räumliche Nähe zu einer infizierten Person mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen auch bei größerem Abstand ausgesetzt waren (z. B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen).
  • Personen, die sich in den letzten zehn Tagen mit einer infizierten Person für eine Zeit von über 30 Minuten in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation aufgehalten haben (z. B. Schulklasse, Gruppenveranstaltungen).
  • Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die „Corona-Warn-App“ eine Warnung erhalten haben.
  • Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, a) die sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der infizierten Person behandeln, betreuen oder pflegen oder in den letzten zehn Tagen behandelt, betreut oder gepflegt haben, oder b) von der sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der infizierten Person behandelt, betreut oder in den letzten zehn Tagen gepflegt werden oder wurden.

Ausbruchsgeschehen (§3)

Auch Testungen im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens können nun ohne Veranlassung des Gesundheitsamts durchgeführt werden. Wenn z.B. ein Bewohner von einem Altenpflegeheim als infiziert festgestellt wurde, haben Mitbewohner und Personal Anspruch auf Testung. Diese Personen können von einem niedergelassenen Arzt getestet werden.

Für Personen, die dort behandelt, untergebracht, gepflegt oder betreut wurden, gilt dies sogar für zehn Tage im Nachhinein – auch wenn sie die Einrichtung bereits verlassen haben.

Präventive Testung in Einrichtungen (§4)

Das Personal in Arztpraxen kann regelhaft (bis zu einmal wöchentlich) präventiv getestet werden. Hier sind entweder Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests zu benutzen. Eine Abstimmung mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst ist nicht erforderlich. Die Abstriche sind nicht berechnungsfähig. Die Sachkosten für die Schnelltests (Point-of-Care-Test) werden bis zu sieben Euro je Testkit erstattet.

Für andere Einrichtungen (Medizin/Pflege) gilt: Sollen Mitarbeiter, Patienten/Bewohner und Besucher in Krankenhäusern, Einrichtungen des ambulanten Operierens, Dialyseeinrichtungen und Pflegeheimen vorsorglich getestet werden, müssen die Testkonzepte mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst abgestimmt werden. Dabei kann ausschließlich der Antigen-Schnelltest verwendet werden, sofern der Öffentliche Gesundheitsdienst nichts anderes bestimmt. Die KV Bremen wird mit dem Land darüber verhandeln, ob und in welcher Form die regionale Testvereinbarung fortbestehen kann, die unter anderem Tests vor ambulanten OP und vor einer Reha möglich gemacht hat.

Präventive Testung: Reiserückkehrer (§4)

Asymptomatische Reiserückkehrer aus dem Ausland können sich innerhalb von zehn Tagen nach Einreise in einer Arztpraxis oder durch den Öffentlichen Gesundheitsdiensttesten lassen, wenn sie sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben. Es reicht aus, wenn die Person dem Arzt mitteilt, in einem Risikoland gewesen zu sein und dazu beispielsweise den Boardingpass oder die Hotelrechnung vorlegt.

Asymptomatische Reiserückkehrer aus inländischen Risikogebieten werden nur noch bis zum 8. November getestet. Diese Tests muss der Öffentliche Gesundheitsdienst veranlassen. Danach werden die entsprechenden Passagen aus der Rechtsverordnung ersatzlos gestrichen.

 

19.10.2020 | Nur gelistete Antigentests beschaffen

Die neue Rechtsverordnung macht den Einsatz von Antigentests bei rein präventiven Testungen von Mitarbeitern, Betreuten/Patienten und Besuchern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen möglich. Eine Liste der zugelassenen Testkits ist online abrufbar.

Es dürfen nur Antigen-Testverfahren eingesetzt werden, die auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt sind. Diese Liste und weitergehende Informationen sind online abrufbar: www.bfarm.de/antigentests

Es werden zwei Formen unterschieden: Antigentests, die über das Fachlabor abgewickelt werden, und Antigen-Schnelltests bzw. Point-of-Care-Tests (POC). Diese Schnelltests können auch direkt in der Praxis genutzt werden, weil sie Ja-/Nein-Ergebnisse in 15 bis 20 Minuten liefern. Über die Sensitivität der Antigenteste gibt es unterschiedliche Angaben, PCR-Tests dürften allerdings sensitiver sein.

Die Point-of-Care-Tests sind selbst zu beschaffen. Die Sachkosten werden in Höhe der Beschaffungskosten erstattet, allerdings maximal sieben Euro je Test. Über das Abrechnungsverfahren wird die KV Bremen gesondert informieren, voraussichtlich ab Mitte November.

Die Point-of-Care-Tests kommen ausschließlich bei rein präventiven Testungen von Mitarbeitenden, Betreuten/Patienten und Besuchern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zum Einsatz. Das Personal in Arztpraxen kann ebenfalls regelhaft (bis zu einmal wöchentlich) präventiv getestet werden. Hier besteht allerdings die Besonderheit, dass sowohl Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests möglich sind. Eine Abstimmung mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst ist nicht erforderlich. Die Abstriche sind (abgesehen von den Sachkosten) nicht berechnungsfähig.

Bei Durchführung von Antigentests in der eigenen Praxis sind Besonderheiten des Arbeitsschutzes zu beachten. Nach diesen Hinweisen müssen positive Antigentests durch einen PCR-Test bestätigt werden. Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind – derzeit auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig.

Nach der neuen Rechtsverordnung sollen für die Testung von symptomatischen Personen sowie für die Testung von asymptomatischen Kontaktpersonen und bei Ausbrüchen PCR-Verfahren angewendet werden (bei Ausbrüchen solange ausreichend PCR-Testkapazitäten zur Verfügung stehen).

 

19.10.2020 | Kriterium „klinischer Verdacht“ auf eine Infektion mit dem Coronavirus präzisiert

Zum 1. Oktober 2020 wurden die Kriterien zur Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit klinischem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV- 2) dahingehend angepasst, dass nun ein begründeter klinischer Verdacht (Covid-19-typische Symptomatik wie akute respiratorische Symptome oder Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn oder klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie) oder eine nachgewiesene Infektion vorliegen muss.

Hintergrund für diese Anpassung ist die Notwendigkeit der klaren Abgrenzung zwischen

  • der kurativen Behandlung von Patienten mit einem begründeten Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) auf Basis des RKI-Flussschemas zu Maßnahmen und Testkriterien bei COVID- 19-Verdacht einerseits
  • und der Veranlassung von Tests auf Basis der „Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) andererseits.

Die Kennzeichnung erfolgt wie bisher mit der Ziffer 88240. Der Arzt dokumentiert die Ziffer 88240 an allen Tagen, an denen er den Patienten wegen eines begründeten klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt. Dann bekommt er Folgendes extrabudgetär bezahlt:

  • alle Leistungen, die er an diesen Tagen für den Patienten durchführt
  • die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale für Pneumologie (GOP 04530 und 13650), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale fachinternistische Behandlung (GOP 13250), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde.

 

16.10.2020 | Neue Corona-Testverordnung bringt etliche Änderungen

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine neue Corona-Testverordnung erlassen, die am 15. Oktober in Kraft getreten ist und einige Änderungen für die Praxen bereithält. Anlässe und Testkonstellationen wurden drastisch ausgeweitet. Antigentests sowie Point-of-Care-Antigentest sind jetzt möglich.

Die KV Bremen wird in den nächsten Tagen alle Änderungen aus der neuen Rechtsverordnung aufarbeiten und die Praxen darüber informieren. Zur ersten Orientierung werden in der folgenden Liste die wichtigsten Neuerungen schlaglichtartig aufgeführt:

  • Bisher konnten Sie lediglich auf Weisung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes tätig werden. Asymptomatische Kontaktpersonen können nun auch von Vertragsärzten identifiziert, getestet und versorgt werden. Der Kreis der Kontaktpersonen wurde erheblich ausgeweitet.
  • Prinzipiell können neben PCR-Tests jetzt auch Antigentests und sogenannte Point-of-Care-Antigentests zum Einsatz kommen. Bei manchen Personengruppen sind lediglich Point-of-Care-Antigentests vorgesehen. Wann, welcher Test möglich ist, definiert die Rechtsverordnung. Das Bundesgesundheitsministerium hat dazu eine Übersicht erstellt:
    Übersicht BMG (pdf - 191 kB)
  • Die Sachkosten für die Point-of-Care-Tests werden mit höchstens sieben Euro je Testkit erstattet.
  • Die ärztliche Leistung im Zusammenhang mit einem Coronatest, also Abstrichentnahme, Gespräch und Attest, wird für die in der Rechtsverordnung definierten Anlässe mit 15 Euro vergütet.
  • Personal in Arztpraxen kann ab sofort einmal wöchentlich getestet werden. Dafür können sowohl Point-of-Care-Tests als auch Labor-Antigentests zum Einsatz kommen. Bei Testung des eigenen Praxispersonals wird der Abstrich nicht vergütet, es werden nur die Kosten für den Schnelltest erstattet (maximal sieben Euro je Test).
  • Ein neues Formular OEGD wird eingeführt.
  • Die Vorgaben zur Abrechnung muss zwischen der KBV und den maßgeblichen Verbänden bis zum 12. November verhandelt werden.

Wichtig: Die Änderungen durch die Rechtsverordnung betreffen nicht die Regeln zu Abstrichen bei symptomatischen Patienten und Patienten, die aufgrund der Corona-Warn-App in die Praxen kommen (siehe Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Die KV Bremen wird so schnell wie möglich das Schaubild Corona-Konstellationen um die Regelungen zur neuen Rechtsverordnung überarbeiten und auf der Homepage veröffentlichen.

Coronavirus-Testverordnung - TestV (BMG) (pdf - 476 kB)

 

 

16.10.2020 | Telefon-AU ist wieder möglich

Ab dem 19. Oktober können Ärzte wieder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach einem ausschließlichen Telefonkontakt ausstellen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss entschieden.

Die Telefon-AU auf Muster 1 soll danach für Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen möglich. Ärzte sollen sie nach Telefonkontakt bis zu sieben Kalendertage krankschreiben können. Eine Verlängerung für einen weiteren Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen ist im Wege der telefonischen Anamnese einmalig möglich.

Die Regelung soll dazu beitragen, leichte und schwere Krankheitsfälle voneinander abzugrenzen, Infektionsketten zu vermeiden und die Umsetzung der Hygienekonzepte in den Arztpraxen sicherzustellen.

Mit dieser Entscheidung wird eine Forderung von vielen Verbänden und der Kassenärztlichen Vereinigungen umgesetzt.

Der Beschluss ist zunächst befristet bis 31. Dezember 2020. Über eine Verlängerungsoption soll rechtzeitig entschieden werden.

Auch die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist wieder telefonisch möglich. Die KBV hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband getroffen.

Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann abgerechnet werden, wenn die Patientin oder der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435) berechnungsfähig. Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Ärzte rechnen dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

 

14.10.2020 | Onlinebroschüre informiert über „Pandemieplanung in der Praxis“

Damit sich Arztpraxen auf einen Wiederanstieg der Infektionszahlen bestmöglich vorbereiten können, hat das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte die Broschüre „Pandemieplanung in der Arztpraxis. Eine Anleitung zum Umgang mit Corona“ veröffentlicht.

 

12.10.2020 | Fristen ab U6 bleiben weiterhin ausgesetzt

Die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowieso U9 können weiterhin überschritten und abgerechnet werden. Diese Sonderregelung gilt vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich bis zum 30. Juni 2021.

 

12.10.2020 | Verlängerung der Ausnahmeregelung für Schulungen in den Diabetes-DMP während der Corona-Pandemie

Währende der Corona-Pandemie sind bei den DMP-Diabetes-Typen Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2  DMP-Schulungen im Ausnahmefall per Videokonferenz zulässig. Diese Ausnahmeregelung ist jetzt bis zum 31. Dezember 2020 verlängert worden. Zur Durchführung einer Videokonferenz sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Die Schulung ist für den Patienten zwingend medizinisch erforderlich und duldet, nach Einschätzung des Arztes, keinen Aufschub.
  • Es sind ausschließlich die von der KBV zertifizierten Video-Systeme zu nutzen. Eine Liste entsprechender Anbieter findet sich unter https://www.kbv.de/media/sp/Liste_zertifizierte-Videodienstanbieter.pdf
  • Von den vertraglich vereinbarten Mindestgruppengrößen kann abgewichen werden.
  • Mit der vereinbarten DMP-Vergütung je Unterrichtseinheit sind alle Kosten abgegolten.
  • Die technischen Anforderungen für die Praxis - insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz - gemäß Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte sind einzuhalten.
  • Eine Schulung per Telefon ist nicht möglich.
  • Die DMP-Schulungsziffern sind nicht neben den EBM GOP 01435, 01444, 01450, 01451 abrechnungsfähig. Dies bedeutet, es können nur die DMP-Schulungsziffern abgerechnet werden, wenn die Schulung auf digitalem Wege durchgeführt wird
  • Kommt es durch die Dringlichkeit der DMP-Einzelschulung per Videokonferenz nur zu einzelnen Unterrichtseinheiten, können die restlichen Unterrichtseinheiten in einer späteren Gruppenschulung für diesen Patienten nachgeholt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Videosprechstunde genehmigungspflichtig ist. Nähre Informationen zur Videosprechstunde erhalten Sie von Frau Bezold unter der Telefonnummer: 3404-118 oder per E-Mail unter j.bezold@kvhb.de.

 

01.10.2020 | SARS-CoV-2-Antigentestes für Laborärzte und Mikrobiologen mit neuer GOP abrechenbar

Ab 1. Oktober können Antigentests zum Nachweis von SARS-CoV-2 als neue Laborleistung abgerechnet werden. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich im Bewertungsausschuss darauf geeinigt, dass eine spezifische Gebührenordnungsposition (GOP) in den EBM aufgenommen wird. Damit können Antigentests zum Nachweis von SARS-CoV-2 durchgeführt werden, sobald sie auf dem Markt verfügbar und in den Laboren etabliert sind. Die neue GOP 32779 kann ausschließlich von Laborärzten und Mikrobiologen abgerechnet werden. Sie ist mit 10,80 Euro bewertet und wird extrabudgetär vergütet. Die Leistung umfasst ausschließlich den Direktnachweis von Antigenen im empfindlicheren Labortest. Schnelltests, die als Point-of-Care-Tests (POCT) in den Praxen durchgeführt werden können, sind über die GOP 32779 nicht berechnungsfähig.  

Mit der vom Bundesgesundheitsministerium für Mitte Oktober angekündigten neuen Rechtsverordnung ist auch eine Überarbeitung der Formulare zur Beauftragung von Corona-Tests vorgesehen. Sollten bis dahin in den Laboren bereits Antigentests durchgeführt werden können, verwenden Praxen übergangsweise das Muster 10, wenn sie einen solchen Test für medizinisch sinnvoll erachten.  

Über die Güte der Antigentests zum Nachweis von SARS-CoV-2 liegen bisher noch keine ausreichend zuverlässigen Daten vor. Aus anderen Antigentesten ist bekannt, dass die Sensitivität deutlich niedriger ist als bei PCR-Verfahren, häufig bei etwa 90 Prozent und noch niedriger bei POCT. Es ist zu erwarten, dass von 100 Infizierten in etwa 10 nicht erkannt werden. Bei klinischem Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion und bei Kontaktpersonen der Kategorie I sind deswegen weiter die empfindlicheren PCR-Verfahren das diagnostische Mittel der Wahl und sollten, wenn verfügbar, vorrangig veranlasst werden.

 

30.09.2020 | Coronaabstriche für symptomatische Patienten werden jetzt extra bezahlt

Ab dem 1. Oktober erhalten Ärzte für die Abstrichentnahme bei symptomatischen Patienten und bei Personen, die aufgrund eines Hinweises der Corona-Warn-App getestet werden, 15 bzw. 8 Euro.

Dies gilt für alle Abstriche für PCR-Tests und für Antigentests, die über den EBM abgerechnet werden.

Abstriche werden über die GOP 02402 abgerechnet. Zusätzlich wird ein neuer Zuschlag (GOP 02403) in den EBM aufgenommen. Er kann allerdings nur abgerechnet werden, wenn in dem Quartal keine Versicherten-, Grund-, Konsiliar- oder Notfallpauschale abgerechnet wird. Der Zuschlag ist nur einmal am Behandlungstag und maximal viermal im Quartal berechnungsfähig.

Die Bewertung der GOP 02402 wird auf 73 Punkte (rund 8 Euro extrabudgetär) angepasst. Zusammen mit dem neuen Zuschlag nach der GOP 02403 (64 Punkte) ergibt sich eine Bewertung von 15 Euro.

Hinweis: Über den EBM sind ab dem 1. Oktober auch Antigentests abrechenbar. Dies gilt allerdings noch nicht für die Antigen-Schnelltests als Point-of-Care-Testung. Darüber wird noch im Rahmen der nationalen Testtrategie beraten.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Erfolgt der Abstrich und damit die Abrechnung der GOP 02402 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App ist dies mit der neuen bundeseinheitlichen Zusatznummer 02402A zu dokumentieren. Der Grund ist, dass in diesen Fällen die abgerechneten Leistungen nicht mit der Ziffer 88240 gekennzeichnet werden dürfen.

 

30.09.2020 | Reha-Patienten können jetzt auch in der Praxis abgestrichen werden

Patienten vor Beginn einer Reha können ab sofort auch ohne vorherige Genehmigung durch den Gesundheitsdienst in der Praxis einen PCR-Test zum Ausschluss des Coronavirus erhalten. Die KV Bremen und das Land Bremen haben die Bremer Vereinbarung um diese Regelung erweitert.

Die Vereinbarung über die ärztliche Leistung, Testung auf SARS-CoV-2, zwischen der KV Bremen und dem Land Bremen ist in der Anlage 2 „Allgemeine Weisung der zuständigen Landesbehörde für Testungen“ um einen Punkt d.) Reha erweitert worden. Demnach können Personen, die sich in eine Rehabilitationseinrichtung begeben und die Einrichtung einen Test vor Aufnahme verlangt, nach Maßgabe des behandelnden Arztes einen PCR-Abstrich erhalten, ohne dass es dafür einer expliziten Genehmigung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst bedarf. Eine Überweisung zur Abstrichentnahme in eine Coronaambulanz ist ausgeschlossen.

Die KV Bremen hat das Schaubild Corona-Konstellationen angepasst

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Coronatest-Vereinbarung mit dem Land Bremen

 

30.09.2020 | Leitfaden für Infektionssprechstunden

Wie Praxen ihre Infektionssprechstunden organisieren, bleibt ihnen weitgehend überlassen. Ein Leitfaden beschreibt den Rahmen.

Leitfaden Infektionssprechstunde

  1. Die Praxis gewährleistet an jedem Werktag (Montag bis Freitag) Infektionssprechstunden im Umfang von wenigstens einer Stunde nach eigener Maßgabe.
  2. Die Praxis informiert Patienten über die Infektionssprechstunden auf geeignetem und üblichem Wege (Praxisschild, Aushang, Homepage, Bandansage, …)
  3. Die Praxis kann sich vertreten lassen. Sie gewährleistet die Vertretung, hält Absprache mit der vertretenden Praxis und informiert die Patienten darüber.
  4. Alternativ kann die Praxis an Verbünden und Modellen teilnehmen (Infektionsringe, GIUS, …), sofern Pkt. 1.), 2.) und 3.) dem Wesen nach eingehalten werden.
  5. Die Regeln treten zum 1. Oktober 2020 in Kraft und gelten längstens bis 31. März 2021. Die KV Bremen informiert über Änderungen.

29.09.2020 | Hausärzte in Bremen und Bremerhaven bereiten sich auf „die Welle“ vor

Die Haus‐ und Kinderärzte in Bremen und Bremerhaven rüsten sich für die bevorstehende Krankheitswelle und führen tägliche Infektionssprechstunden in ihren Praxen ein. „Die niedergelassenen Ärzte haben in den vergangenen Monaten unter erschwerten Bedingungen einen tollen Job gemacht und ich bin überzeugt, dass wir auch gut über die nächsten Monate kommen“, erklärt Dr. Jörg Hermann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen.

PM: Hausärzte in Bremen und Bremerhaven bereiten sich auf „die Welle“ vor (pdf - 76 kB)

 

24.09.2020 | Hausärzte sprechen sich für Infektionssprechstunden aus

Corona ist schon da und die Grippe kommt: Die Haus- und Kinderärzte in Bremen und Bremerhaven bereiten sich mit flächendeckenden Infektionssprechstunden auf die Saison vor. Der Beratende Fachausschuss Hausärzte in der KV Bremen hat dazu einen Richtungsbeschluss gefasst. Beschluss vom 23. September 2020 im Wortlaut:

„Der Beratende Hauptausschuss der Hausärzte in der KV Bremen hat sich in Sitzung am 23. September einstimmig für eine verpflichtende, tägliche Infektionssprechstunde in allen an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Praxen in Bremen und Bremerhaven ausgesprochen. Der Vorstand der KV Bremen wurde beauftragt, entsprechende Regelungen zum 1. Oktober 2020 bis längstens 31. März 2021 in Kraft zu setzen und die Kolleginnen und Kollegen sowie die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Hausärztliche und kinderärztliche Praxen müssen demnach wenigstens im Umfang von täglich einer Stunde (Montag bis Freitag) eine Infektionssprechstunde gewährleisten, die eine räumliche und/oder zeitliche Trennung von Routinepatienten und Infektpatienten sicherstellt. Die Versorgung der Patienten ist gegebenenfalls durch Vertreter sicherzustellen. Ringmodelle und andere Konzepte (GIUS) sind möglich. Die KV Bremen wird, soweit möglich, die Praxen prioritär mit Schutzmaterialien ausstatten.“

 

21.09.2020 | Videosprechstunde und weitere Sonderregelungen verlängert

Zahlreiche Sonderregelungen wurden bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. So können unter anderem Videosprechstunden weiterhin unbegrenzt angeboten werden.

In einem extra PDF-Dokument stellt die KBV alle Sonderregelungen mit Details und Gültigkeit übersichtlich dar: www.kbv.de

 

18.09.2020 | Nachfrage für Tests in der Coronaambulanz Bremen-Stadt rasant gestiegen

Nach dem Ende der Sommerpause gehen täglich 300 bis 500 Überweisungen in der Coronaambulanz Bremen-Stadt ein. Die KV Bremen weist darauf hin, dass sich wegen der gestiegenen Nachfrage derzeit die Terminvermittlung und die Mitteilung der Laborbefunde verzögert.

Die KV Bremen reagiert mit einer Aufstockung des Personals in der Coronaambulanz Bremen-Stadt. Aktuell wird allerdings das Zeitziel, Patienten spätestens 24 Stunden nach Eingang der Überweisung zu einem Test einzubestellen, nicht eingehalten. Außerdem verzögert sich die Befundmitteilung, weil die rasant angestiegene Nachfrage auch die Labore vor Herausforderungen stellt.

Die KV Bremen weist darauf hin, dass die von der KV betriebenen Coronaambulanzen lediglich Patienten mit einem begründeten Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus aufnehmen und bittet die Praxen ihr Überweisungsverhalten zu überprüfen.

 

17.09.2020 | Niedersächsische Testzentren schließen wieder

Die Coronateststellen im Niedersachsen stellen in dieser Woche die Arbeit ein. Das teilt die KV Niedersachsen mit. Grund ist die geänderte Rechtslage, wonach Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten nicht mehr kostenfrei getestet werden. Die Teststellen in Niedersachsen sind primär für Reiserückkehrer eingerichtet worden.

 

15.09.2020 | Irrläufer vermeiden: Fax an Coronaambulanz Bremen-Stadt an 0421 / 3404-440

Überweisungen an die Coronaambulanz Bremen-Stadt sind an 0421 / 3404-440 zu faxen. Die KV Bremen bittet Praxen darum, zu diesem Zweck keine anderen Faxnummern der KV zu verwenden.

Durch Irrläufer kommt es vermehrt zu Verzögerung bei der Terminvergabe, was wiederum Rückfragen von Patienten in den Praxen und bei der KV Bremen auslöst. Alternativ zum Fax können Praxen Überweisungen auch per E-Mail an die Coronaambulanz Bremen-Stadt versenden:
corona@kvhb.de, Fax: 0421 / 3404-440
 

15.09.2020 | Quarantäne dauert mindestens 14 Tage – auch bei symptomfreien Patienten

Patienten in Quarantäne dürfen diese nicht vor Ablauf von 14 Tagen verlassen. Darauf weist das Gesundheitsamt Bremen hin.

Demnach dürfen Ärzte ihre Patienten, selbst wenn sie mittlerweile symptomfrei sind, nicht vorzeitig aus der Quarantäne entlassen. Die Isolation beginnt an dem Tag, an dem der Patient Kenntnis von seinem positiven Test erlangt. Die Quarantäne kann frühestens 14 Tage nach dem Tag der Labortestung enden. Zur Aufhebung der Quarantäne definiert die Corona-Verordnung des Landes Bremen zwei Voraussetzungen:

  • Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden bezogen auf die akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und
  • Zustimmung durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin.

 

14.09.2020 | Vier Abschlagszahlungen für 2/2020: Restzahlung im November

Die Restzahlung für das Quartal 2/2020 wird nicht zum vorgesehenen Termin am 26. Oktober überwiesen. Stattdessen zahlt die KV Bremen an diesem Tag eine weitere, vierte Abschlagszahlung an die Praxen aus. Die Höhe dieser Zahlung entspricht zirka zwei Drittel des dritten Abschlags. Grund für die Verzögerung ist die aufwendigen Berechnungen zum Corona-Schutzschirm. Der Honorarbescheid für das Quartal 2/2020 wird im Anschluss erstellt und die spitz abgerechnete Restzahlung dann voraussichtlich am 19. November überwiesen.

4. Abschlag für
Quartal 2/2020
26. Oktober 2020
Restzahlung für
Quartal 2/2020
19. November 2020

 

14.09.2020 | Keine kostenfreien Coronatests mehr für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten

Asymptomatische Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten haben keinen Anspruch mehr auf kostenfreie Coronatests. Die Bundesregierung hat die Testverordnung zum 15. September angepasst.

Die überarbeitete Rechtsverordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen sieht im Wesentlichen zwei Änderungen vor.

  • Asymptomatische Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten haben ab 15. September keinen Anspruch mehr auf eine kostenlose Testung zum Ausschluss des Coronavirus. Praxen dürfen für diesen Personenkreis keine Coronatests nach der Rechtsverordnung mehr anbieten, für Selbstzahler ist dies aber möglich.
  • Asymptomatische Reiserückkehrer aus Risikogebieten können nunmehr bis zu zehn Tage nach ihrer Anreise getestet werden, bisher galten 72 Stunden. Risikogebiete definiert das Robert-Koch-Institut (www.rki.de/covid-19-risikogebiete). Praxen können diese Coronatests selbst vornehmen oder ihre Patienten auf die Teststellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hinweisen.

Die KV Bremen hat die Übersicht Coronatest-Konstellationen angepasst.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

01.09.2020 | PCR-Tests für Reiserückkehrer werden über Onlineformular abgerechnet

Praxen können die PCR-Abstriche für Reiserückkehrer über ein Online-Formular abrechnen. Bis zum 8. Oktober sollten die Fälle für die Monate August und September eingereicht werden.

Die Vergütung für alle mit dem Abstrich verbundenen Leistungen (Abstrich, Beratung und ggf. Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis) mit Ausnahme der Laborleistungen beträgt pauschal 15 Euro. Die Abrechnung erfolgt nicht über die Quartalsabrechnung, weil eine monatliche Aufstellung vom Bundesgesundheitsministerium gefordert ist und die Honorierung über den Gesundheitsfonds abgewickelt wird.

Die KV Bremen hat auf ihrer Homepage ein Formular (www.kvhb.de/pcr) bereitgestellt. Die Anzahl der Abstriche ist je Monat anzugeben, das heißt für das laufende Quartal für August und September. Es ist jeweils die absolute Häufigkeit ohne Bezug zu getesteten Personen zu nennen.

Praxen können ihre Anforderungen für die Monate August und September bis zum 8. Oktober über das Online-Formular einreichen.

Die KV Bremen leitet die Anforderungen an das Bundesamt für Soziale Sicherung (Gesundheitsfonds) weiter. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich über die Endabrechnung 3/2020.

Die personengebundene Dokumentation der erbrachten Leistungen erfolgt in der Praxis und ist ggf. auf Nachfrage der KV Bremen nachzuweisen. Die Abrechnungsunterlagen für den Nachweis der korrekten Abrechnung sowie die für eine ggf. erforderliche Meldung gemäß Infektionsschutzgesetz notwendigen Auftrags‐ und Leistungsdokumentationen (z. B. Vordrucke) sind von der Praxis bis zum 31. Dezember 2021 unverändert zu speichern bzw. aufzubewahren.

 

26.08.2020 | Kosten für selbst angeschaffte Schutzmittel werden teilweise erstattet

Für Praxen, die sich zum Beginn der Coronapandemie auf eigene Kosten Schutzmaterial zugelegt haben, gibt es zumindest eine teilweise Erstattung. Die KV Bremen hat nun eine entsprechende Vereinbarung mit den Krankenkassen abgeschlossen. Es geht um den Zeitraum 10. März bis 30. April 2020.

Jetzt konnte auch für das Land Bremen eine Vergütungsvereinbarung für selbstbeschaffte persönliche Schutzausrüstungen (PSA) mit den Krankenkassen konsentiert werden. Die angefallenen Lieferanten-Rechnungen können daher ab sofort von den Vertragsärzten bei der KV Bremen eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. September 2020. Zudem können nur Kosten für die im Frühjahr 2020 bestellten Masken, Kittel und Schutzbrillen geltend gemacht werden. Eine Erstattung ist bis zu den vertraglich vereinbarten Höchstpreisen möglich,  Desinfektionsmittel werden von den Krankenkassen aber nicht übernommen.

Zur Disposition stand nur eine einmalige Vereinbarung für einen begrenzten Zeitraum der Corona-Pandemie. Es kommen daher nur PSA in Betracht, die von den Praxen im Zeitraum 10. März 2020 bis 30. April 2020 beim Lieferanten bestellt wurden. Ausgenommen von der Vereinbarung sind ermächtigte Krankenhausärzte und zugelassene Krankenhäuser (§ 108 SGB V).

Folgende PSA sind bis zum Höchstpreis erstattungsfähig (für im April bestellte PSA gilt der Höchstpreis in Klammern):

  • Mund-Nasen-Schutz/OP-Masken bis 1,07 EUR (0,77 EUR)
  • FFP2 Masken bis 7,44 EUR (4,16 EUR)
  • FFP3 Masken bis 13,73 EUR
  • Einmalschutzkittel, z.B. DIN EN 14126:2004-01, bis 10,28 EUR (12,49 EUR)
  • Schutzbrillen bis 4,97 EUR (4,16 EUR)

Bitte schicken Sie die Lieferanten-Rechnungen unter Angabe der Betriebsstättennummer und Bankverbindung bis spätestens 30. September 2020 an die KV Bremen, Abt. Vertragswesen (VR), Schwachhauser Heerstr. 26-28, 28209 Bremen. Das Bestelldatum der PSA muss im vereinbarten Zeitraum (10.März bis 30.April 2020) liegen und entsprechend belegt sein.

 

25.08.2020 | Ankreuzhilfe für die Formulare OEGD und 10c

Auf den Laborformularen OEGD und 10c sind Ankreuzfelder vorgesehen, die den Anlass der Testung beschreiben. Kompliziert wird es, weil es das OEGD-Formulare mittlerweile in einer alten und einer neuen Fassung gibt.

 

Symptomatischer Patient:

Formular 10C

Ankreuzfeld: Diagnostische Abklärung

Warnmeldung durch Corona-Warn-App

Formular 10C

Ankreuzfeld: Testung nach Meldung „erhöhtem Risiko“ ...

Reiserückkehrer Ausland

Hinweis: Es wird kein Unterschied zwischen RKI-Risikogebiet und anderen Regionen gemacht.

Formular OEGD alt

Ankreuzfeld: § 4 RVO Risikogebiet

Handschriftlich einzutragen: Ausland

 

Formular OEGD neu

Ankreuzfeld: § 4 Nr. 4 a) RVO Auslandsaufenthalt (Dieses Feld ist oben rechts auf dem neusten Formular zu finden)

Reiserückkehrer Inland (RKI-Risikogebiete)

Formular OEGD alt

Ankreuzfeld: § 4 RVO Risikogebiet

Handschriftlich einzutragen: Inland

 

Formular OEGD neu

Ankreuzfeld: § 4 Nummer 4 b) RVO Risikogebiet (Inland)

Kontaktpersonen Haushalt

Formular OEGD alt & neu:

Ankreuzfeld: § 2 RVO

Kontaktperson Pflege

Formular OEGD alt & neu:

Ankreuzfeld: § 2 RVO

Ambulante OP

Formular OEGD alt

Ankreuzfeld: § 4 Verhütung der Verbreitung

Handschriftlich einzutragen: Ambulante OP

 

Formular OEGD neu

Ankreuzfeld: § 4 Nummer 1-3 RVO

Hinweis zum Feld „regionale Sondervereinbarung“: Dieses Feld findet in Bremen/Bremerhaven keine Anwendung.

 

21.08.2020 | Pseudo-GOP 88240 nicht bei Warn-App-Fällen eintragen

Bei Fällen, die wegen der Corona-Warn-App zustande kommen, dürfen Vertragsärzte nicht die Pseudo-GOP 88240 dokumentieren. Die KV Bremen hat dies in der Übersicht zu den Coronatest-Konstellationen falsch dargestellt und nun korrigiert.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Die Kennziffer 88240 hat keinen Wert. Sie kennzeichnet den Behandlungsfall, sodass die abgerechneten GOP später als "in Zusammenhang mit COVID-19 erbracht" identifiziert werden können.

 

18.08.2020 | Formular ÖGD kann ab sofort in der KV abgeholt werden

Das neue Formular ÖGD kann ab sofort in der KV Bremen bzw. der Geschäftsstelle in Bremerhaven in einer Startermenge abgeholt werden. Mit diesem Formular können Coronatests für Patienten vor einer ambulanten Operation und für Kontaktpersonen von Infizierten im Labor beauftragt werden.

Die KV Bremen und das Land Bremen haben eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die es Praxen ermöglicht, Abstriche auch bei asymptomatischen Patienten vorzunehmen. Konkret geht es um Personen, 

  1. die mit einem SARS-CoV-2 Infizierten in einem Haushalt leben (gem. §2 (2) RVO), sofern ein schriftlicher Befund über den positiv getesteten Mitbewohner vorliegt;
  2. die einen SARS-CoV-2 Infizierten behandelt oder gepflegt haben (gem. §2 (3) RVO), sofern ein schriftlicher Befund über den positiv getesteten Gepflegten vorliegt;
  3. bei denen in den Folgetagen eine ambulante Operation durchzuführen ist, wenn der Termin hierfür vereinbart ist, nach Maßgabe des Operateurs.

Für diese drei Konstellationen bedarf es keines direkten Auftrages durch das Gesundheitsamt mehr. Abstriche können also in der Praxis ohne Rücksprache mit dem Gesundheitsamt vorgenommen werden. Allerdings sollte für den Laborauftrag das neue Formular ÖGD verwendet werden, ersatzweise das Formular 10c mit einem Hinweis auf die Personengruppe (§2, 2 RVO, § 2, 3 RVO oder ambulante OP).

Bitte beachten Sie, dass auch auf dem Formular ÖGD ein einzigartiger QR-Code abgedruckt ist. Somit können die Formulare nicht vervielfältigt werden.

Die Softwarehäuser werden alsbald ein Update für die Blankoformularbedruckung bereitstellen.

Weitere Informationen zur Rahmenvereinbarung: Coronaabstriche für Patienten vor ambulanter OP und für Kontaktpersonen geregelt

Rahmenvereinbarung: Vereinbarung über die ärztliche Leistung, Testung auf SARS-CoV-2 (pdf - 386 kB)

 

17.08.2020 | Coronatest-Konstellationen in der Übersicht

Reiserückkehrer? Kontaktpersonen? Ambulante OP? Es gibt etliche Fallunterscheidungen bezüglich Coronatestungen. Die KV Bremen hat die wichtigsten Vorgaben und Abrechnungswege für die Praxen zusammengefasst.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Hinweis: Diese Übersicht ersetzt das Schaubild der KV Bremen zu den Coronatests. Eine grafische Darstellung auf einer Seite ist aufgrund der vielen Konstellationen nicht mehr möglich.
 

 

10.08.2020 | Coronaabstriche für Patienten vor ambulanter OP und für Kontaktpersonen geregelt

Die KV Bremen und das Land Bremen haben eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die bei einigen Konstellationen im Zusammenhang mit Coronatests für mehr Klarheit sorgt. Es geht insbesondere um PCR-Abstriche für Patienten vor einer ambulanten OP sowie für Kontaktpersonen.

Grundsätzlich gilt nach wie vor, dass niedergelassene Ärzte einen PCR-Abstrich zum Ausschluss einer Infektion mit dem Coronavirus nur bei symptomatischen Patienten veranlassen können. Die Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums zur Ausweitung von Coronatests sieht allerdings vor, dass der öffentliche Gesundheitsdienst Dritte beauftragen kann, Tests beispielsweise im Zusammenhang mit Kontaktpersonen und zur Ausbruchsbekämpfung zu übernehmen. Dazu sind entsprechende Vereinbarungen zu treffen. Die KV Bremen hat nun mit dem Land Bremen eine Vereinbarung verhandelt, die Verfahren und Vergütung regelt.

In der Vereinbarung ist für drei Konstellationen eine Allgemeinklausel vereinbart, die es Praxen ermöglicht, Abstriche auch bei asymptomatischen Patienten vorzunehmen. Konkret geht es um Personen,  

  1. die mit einem SARS-CoV-2 Infizierten in einem Haushalt leben (gem. §2 (2) RVO), sofern ein schriftlicher Befund über den positiv getesteten Mitbewohner vorliegt;
  2. die einen SARS-CoV-2 Infizierten behandelt oder gepflegt haben (gem. §2 (3) RVO), sofern ein schriftlicher Befund über den positiv getesteten Gepflegten vorliegt;
  3. bei denen in den Folgetagen eine ambulante Operation durchzuführen ist, wenn der Termin hierfür vereinbart ist, nach Maßgabe des Operateurs.

Für diese drei Konstellationen bedarf es keines Auftrages durch das Gesundheitsamt. Die in der Rechtsverordnung vorgesehene Weisung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst gilt als erteilt.

Abrechnung und Kodierung:

Ein Fall nach den oben beschriebenen drei Konstellationen ist im Ersatzverfahren anzulegen. Der Abrechnungsschein wird manuell angelegt und muss vom Patienten unterschrieben werden. Als Kostenträger wird nicht die Krankenkasse des Patienten, sondern

  • für Bremen: Gesundheitsamt Bremen; VKNR 03880
  • für Bremerhaven: Gesundheitsamt Bremerhaven; VKNR 03881

Für den PCR-Abstrich kann der Vertragsarzt die GOP 99786 (14 Euro) und für den zusätzlichen Aufwand die 99789 ( € 4,70) abrechnen. Bereits erbrachte Leistungen im Quartal oder nachfolgende Leistungen (z.B. VP, GP, amb. OP) werden, wie sonst auch, über die gesetzliche oder private Krankenversicherung des Patienten abgerechnet.

Das Labor ist über das eigens für den Öffentlichen Gesundheitsdienst entwickelte Formular ÖGD zu beauftragen, ersatzweise über das Muster 10 C mit einer entsprechenden Notiz (§2, 2 RVO, § 2, 3 RVO oder ambulante OP).
Für asymptomatische Patienten ist die (Haupt-)Diagnose U99.0 G anzusetzen. Das Ergebnis des Tests wird mit U07.2 G (negativ) bzw. U07.1 G (positiv) dokumentiert.

Die Rahmenvereinbarung zwischen der KV Bremen und dem Land Bremen ermöglicht es den Gesundheitsämtern, Praxen bei der Abstrichentnahme in anderen Fällen der RVO zu beteiligen. Dafür bedarf es aber einer gesonderten Beauftragung durch das Amt. Die Vergütung ist in der Vereinbarung festgeschrieben.

Vereinbarung über die ärztliche Leistung, Testung auf SARS-CoV-2 (pdf - 386 kB)

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

 

03.08.2020 | Alle Reiserückkehrer können ab sofort getestet werden

Die Rechtsverordnung zur Testung auf das Coronavirus ist erweitert worden. Danach können sich seit dem 1. August alle Rückkehrer aus dem Ausland beim Gesundheitsamt, an Teststationen an Flughäfen und Bahnhöfen oder in einer Arztpraxis testen lassen.

Für Reiserückkehrer, die sich an eine Praxis in Bremen oder Bremerhaven wenden, gilt konkret diese Regelung:

  • Symptomatische Patienten können an die von der KV betriebenen Coronaambulanzen überwiesen werden. Auf die Überweisung ist zusätzlich der Vermerk „Rückkehrer“ zu notieren.
  • Asymptomatische Patienten können direkt in der Praxis getestet werden. Vertragsärzte erhalten danach für alle mit dem Abstrich verbundenen Leistungen pauschal 15 Euro. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat den Auftrag, bis zum 8. August Näheres zum Abrechnungsverfahren festzulegen.

Nach der Verordnung haben nicht nur gesunde Rückkehrer aus Risikogebieten Anspruch auf einen Test, sondern alle Personen, die nach Deutschland einreisen. Voraussetzung ist lediglich, dass der Test innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt. Eine einmalige Wiederholungstestung ist möglich.

Die Beauftragung des Labors erfolgt unter Nutzung des Formulars OEGD. Bis die überarbeitete Fassung bereitsteht, verwenden Ärzte das Formular 10C. Unter der Zeile „Test nach Meldung erhöhtes Risiko nach Meldung durch Corona-Warn-App“ tragen sie das Wort „Rückkehrer“ ein.  Das Feld „Test nach Meldung“ oder „Diagnostische Abklärung“ ist nicht zu markieren.  Sollte das neue Formular 10C nicht verfügbar sein, erfolgt die Veranlassung des Tests auf dem Formular 10 mit entsprechendem Hinweis auf den Testanlass.

Nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums muss der Einreisende, der getestet werden will, versichern, dass ein entsprechender Auslandsaufenthalt stattgefunden hat. Dies könne zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen sonstigen Nachweis geschehen, schreibt das BMG auf seiner Internetseite.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

29.07.2020 | Patienteninfo für Überweisung an Coronaambulanz Bremen-Stadt

Für Praxen, die an die Coronaambulanz Bremen-Stadt überweisen, hat die KV Bremen einen Handzettel verfasst, der eine Wegbeschreibung enthält und Patienten das Verfahren erklärt.
Der Handzettel kann mit einem Praxisstempel individualisiert werden.

Patienteninfo: PCR-Abstrich in der Coronaambulanz Bremen-Stadt (pdf - 825 kB)

 

22.07.2020 | Formular 10C für Coronatests ist da

Das neue Formular 10C, mit dem Coronatests veranlasst werden, kann ab sofort in der KV Bremen bzw. der Geschäftsstelle in Bremerhaven in einer kleinen Startermenge abgeholt werden.

Vertragsärzte verwenden für die Beauftragung eines Labortests zum Ausschluss des Coronavirus künftig nur noch Muster 10C (statt Muster 10). Das gilt für Tests zur diagnostischen Abklärung ebenso wie für Tests nach einer Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, wenn sich die Person direkt an den Arzt wendet.

Weil die Kassenärztlichen Vereinigungen entsprechend der Größe und in einigen Lieferchargen ausgestattet werden, kann die KV Bremen ihren Mitgliedern zunächst nur eine kleine Menge zur Verfügung stellen, die für wenige Wochen reichen sollte. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Bitte beachten Sie, dass auf dem neuen Formular ein einzigartiger QR-Code abgedruckt ist. Somit können die Formulare nicht vervielfältigt werden.
siehe: 25.06.2020 | Neues Laborformular für Corona-Tests mit QR-Code

 

22.07.2020 | Praxen für PCR-Abstriche von Selbstzahlern gesucht

Für die Vermittlung von Patienten, die einen Test auf das Coronavirus wünschen, sucht die KV Bremen Praxen, die PCR-Abstriche als Selbstzahlerleistung (IGeL) anbieten.

In einer Reihe von Konstellationen haben Patienten keinen Anspruch auf einen PCR-Test zum Ausschluss des Coronavirus im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung bzw. auf Grundlage der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Dazu zählen unter anderem Personen, die eine Reise antreten bzw. Urlaubsrückkehrer aus einem Land, das nicht als Risikogebiet deklariert ist. Tests, die von Arbeitgebern verlangt werden, sind ebenfalls als Wunschleistung zu betrachten: Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Niedergelassene Ärzte können in ihren Praxen Abstriche entnehmen und die Leistung privat liquidieren (IGeL), entsprechende Absprachen mit einem Labor vorausgesetzt. Die KV Bremen erstellt eine Liste der Praxen, die ein solches Angebot unterbreiten wollen. Interessierte Praxen können sich in dem Formular "PCR-Abstrich für Selbstzahler" eintragen.

Die Liste wird nicht veröffentlicht, sondern dient den Mitarbeitern in den Coronaambulanzen, den Bereitschaftsdiensten und der KV-Verwaltung als Hilfe, um Patienten weiterzuvermitteln.

 

15.07.2020 | Korrektur: Tests nur für Rückkehrer aus RKI-Risikogebieten

Anders als zunächst von der Behörde angekündigt, sind Corona-Tests doch nicht für alle Urlauber vorgesehen, sondern lediglich für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Das hat das Gesundheitsressort richtiggestellt. Diese Urlauber können direkt die Ambulanz in den Messehallen aufsuchen.

Das Gesundheitsressort hatte diesen Test zuvor für alle Heimkehrer aus dem Ausland angekündigt, unabhängig vom Urlaubsziel. Entsprechend hatte die KV Bremen ihre Mitglieder in der Meldung vom 14. Juli informiert.

Damit sind alle anderen Konstellationen im Zusammenhang mit Reisenden weiterhin als Selnbstzahlerleistungen zu betrachten. Praxen können ihren Patienten ein entsprechendes Angebot machen.

Die KV Bremen hat den Corona-Ablaufplan um die neue Regelung für Reiserückkehrer aktualisiert:

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

14.07.2020 | Abstriche von Reiserückkehrern laufen über die „115“ / Corona-Ablaufplan aktualisiert

Für Reiserückkehrer mit Wohnsitz Bremen bzw. Bremerhaven hat das Land nun konkrete Regeln geschaffen. Sie können sich an das Bürgertelefon 115 wenden, das einen PCR-Test in der Coronaambulanz Messehallen veranlasst.

Diese Regelung gilt sowohl für Urlauber, die aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten einreisen, als auch für alle anderen Reiserückkehrer. Das Land Bremen bietet den PCR-Test nur für Bürger mit Wohnsitz in Bremen und Bremerhaven an. Praxen sollten ihre Patienten, die aus einem Urlaub zurückkehren und einen Test wünschen, auf das Bürgertelefon 115 verweisen, von dort wird der Test in der Coronaambulanz Messehallen veranlasst. Patienten, die nicht im Land Bremen wohnen, müssen sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Ein Abstrich in einer Bremer oder Bremerhavener Praxis ist nicht möglich.

Für Bürger, die eine Reise antreten wollen, gilt nach wie vor, dass ein Abstrich als Selbstzahlerleistung in der Praxis vorgenommen werden kann. Eine Überweisung an die KV-Coronaambulanzen bzw. ein Hinweis auf die Ambulanz in den Messehallen ist nach aktuellem Stand nicht angebracht.

Die KV Bremen hat den Corona-Ablaufplan um die neue Regelung für Reiserückkehrer aktualisiert:

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Änderungschronik Schaubild
Korrektur vom 14.07.: Ergänzt um Regelung für Reiserückkehrer.
Korrektur vom 26.06.: Ergänzt um Hinweis, dass Praxen eine AU ausstellen können, um die Zeit zum Testergebnis aus der Coronaambulanz zu überbrücken. Meldung von Verdachtsfällen nach dem Schema des RKI konkretisiert.
Korrektur vom 25.06.: Formular 10c ersetzt 10
Korrektur vom 22.06.: Praxen informieren ihre Patienten über die Quarantäneregelung, wonach sie sich nach einem positiven Abstrich unverzüglich selbst in Quarantäne begeben.
 

 

13.07.2020 | Keine Faxe mehr an die Messehallen-Ambulanz

Seit dem 13. Juli nimmt die Coronaambulanz in den Messehallen keine Überweisungen aus dem vertragsärztlichen Bereich mehr an. Bremer Praxen sind angehalten, ihre Patienten an die Coronaambulanzen Bremen-Stadt bzw. Bremen-Nord zu überweisen.

  1. Bei begründeten Verdachtsfällen stellt der Arzt eine Überweisung aus und faxt diese an 0421/3404-440; alternativ per E-Mail corona@kvhb.de. Bitte tragen Sie unbedingt die Handynummer des Patienten auf dem Überweisungsschein ein (ersatzweise Festnetznummer).
  2. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt nimmt am selben oder am Folgetag Kontakt zum Patienten auf und spricht einen Termin ab.
  3. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt teilt der überweisenden Praxis per E-Mail (auf Wunsch auch per Fax) das Laborergebnis mit.
  4. Der Patient wird per SMS informiert

Coronaambulanz Bremen-Stadt (nähe Galopprennbahn)
Vahrer Straße 228, 28329 Bremen
Fax: 0421/3404-440, Mail: corona@kvhb.de

Patienten aus dem Raum Bremen-Nord, dem Bremer Westen und Umgebung können nach wie vor auch an die Ambulanz in Bremen-Nord in der Kaffeestr. 2, 28779 Bremen, Fax 0421 6007139, überwiesen werden. Es gelten dieselben Kriterien: ausschließlich Überweisung von symtomatischen Patienten, Rufnummer auf der Überweisung zwecks Terminabsprache notieren.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

13.07.2020 | Testzentren in Niedersachsen schließen

Diverse Coronatestzentren und Coronaambulanzen im niedersächsischen Umland haben geschlossen bzw. werden in den kommenden Tagen schließen. Eine Schließung der Ambulanzen mit Beteiligung der KV Bremen ist bisher nicht geplant.

Die KV Bremen weist darauf hin, dass Patienten mit Wohnsitz in Niedersachsen, die in einer Bremer oder Bremerhavener Praxis betreut werden, natürlich weiterhin dort versorgt werden können, was auch den PCR-Test zum Ausschluss des Coronavirus einschließt. Außerdem können Praxen nach wie vor ihre niedersächsischen Patienten in eine Coronaambulanz der KV Bremen überweisen, sofern sie nicht in der Lage sind, den Abstrich selbst abzunehmen.
 

30.06.2020 | Neues Corona-Meldeformular für die Stadt Bremen

Das Gesundheitsamt hat das Meldeformular für Bremer Praxen und Coronaambulanzen aktualisiert und auf eine Seite eingekürzt:
Meldeformular Gesundheitsamt Bremen (pdf)

Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Bremen ist das Ankreuzfeld „Routine“ für asymtomatische Patienten gedacht, die einen „Wunschtest“ durchführen lassen wollen. Es kann aber auch genutzt werden, um differentialdiagnostische Abstriche zu dokumentieren. Die differentialdiagnostischen Abstriche müssen gemäß Robert-Koch-Institut nicht gemeldet werden. Sie werden erst bei einem positiven Befund meldepflichtig.

 

30.06.2020 | Fast alle Sonderregelungen für veranlasste Leistungen enden

Am 30. Juni laufen fast alle Sonderregelungen zur Verordnung von Leistungen wie Heil- und Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege oder der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung aus.

Bestehen bleibt eine Ausnahme, dass die Heilmitteltherapie erst innerhalb von 28 Tagen beginnen muss, regulär sind es 14 Tage. Auch können Krankentransporte zur ambulanten Behandlung im Zusammenhang mit COVID-19 bis 30. September weiterhin ohne Genehmigung der Krankenkassen verordnet werden.

Dass ein Großteil der Sonderregelungen, die seit 9. März gelten, nicht verlängert wird, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit dem Rückgang der Zahl der Neuinfektionen begründet. Ein vertragsärztlicher „Regelbetrieb“ werde wieder als möglich erachtet, hieß es.

Diese Sonderregelungen gelten bis 30. September:

  • Heilmittelverordnungen können innerhalb von 28 Tagen begonnen werden (regulär 14 Tage) Sofern aus ärztlicher Sicht ein früherer Behandlungsbeginn notwendig ist, kann dies auf dem Verordnungsvordruck durch Angabe im Feld „spätester Behandlungsbeginn“ kenntlich gemacht werden.
  • Krankentransporte zur ambulanten Behandlung bedürfen weiterhin keiner Genehmigung der Krankenkasse, sofern es sich um Krankentransporte zu nicht aufschiebbaren und zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten handelt oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen. Dies ist auf der Verordnung entsprechend zu kennzeichnen.

Diese Sonderregelungen enden, hier gelten ab 1. Juli wieder die regulären Fristen und Vorgaben:

  • Folgeverordnungen von Heil- und Hilfsmitteln, Krankenfahrten und häuslicher Krankenpflege dürfen nicht mehr nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden – es gilt somit wieder regulär, dass der Patient in die Praxen kommt.
  • Keine rückwirkende Folgeverordnung häuslicher Krankenpflege für bis zu 14 Tage mehr – es gilt wieder regulär, dass rückwirkende Verordnungen nicht zulässig sind und im Ausnahmefall begründet werden müssen.
  • Hilfsmittelversorgung darf nicht mehr später als 28 Tage nach Verordnung aufgenommen werden – es gilt wieder regulär die Frist von 14 Tagen.
  • Für Versicherte: Genehmigungsfrist bei der Krankenkasse ist nicht mehr auf 10 Tage erweitert – es gilt wieder regulär, dass Verordnungen von Soziotherapie, häuslicher Krankenpflege und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung wieder innerhalb von 3 Tagen der Krankenkasse vorliegen müssen.

Weitere Sonderregelungen:

  • Entlassmanagement: Hier gelten die Sonderregelungen weiter, solange die epidemische Lage besteht, zum Beispiel, dass Krankenhäuser zum Übergang in die ambulante Versorgung für bis zu 14 Tage Leistungen veranlassen beziehungsweise Bescheinigungen ausstellen dürfen.

 

26.06.2020 | Alle Corona-Konstellationen in einem Schaubild

Welche Regeln gelten in der Coronakrise? Wer bekommt einen Test und wie? Die KV Bremen hat für Praxen in einem Schaubild ein Ablaufplan für verschiedene Konstellationen zusammengetragen.

In dem Diagramm sind die „Wege“ für folgende Konstellationen beschrieben:

  • Patient mit Symptomen & Verdacht
  • Patient mit Warnmeldung durch Corona-App
  • Patient ohne Symptome (Umgebungsuntersuchungen)
  • Patient vor einer OP
  • Patient mit „Wunschtest“

Wichtiger Hinweis: Das Schaubild gibt das aktuell gültige Verfahren wider. Durch eine neue Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sollen Testungen im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung deutlich ausgeweitet werden. Diese Tests sind allerdings durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu veranlassen. Die Gesundheitsämter im Land Bremen haben auf Nachfrage der KV Bremen noch kein entsprechendes Verfahren mitgeteilt. Sobald es Konkretisierungen gibt, wird die KV Bremen informieren und das Schaubild aktualisieren.

Korrektur vom 22.06.: Praxen informieren ihre Patienten über die Quarantäneregelung, wonach sie sich nach einem positiven Abstrich unverzüglich selbst in Quarantäne begeben.
Korrektur vom 25.06.: Formular 10c ersetzt 10
Korrektur vom 26.06.: Ergänzt um Hinweis, dass Praxen eine AU ausstellen können, um die Zeit zum Testergebnis aus der Coronaambulanz zu überbrücken. Meldung von Verdachtsfällen nach dem Schema des RKI konkretisiert.

Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

 

25.06.2020 | Neues Laborformular für Corona-Tests mit QR-Code

Das neue Formular zur Veranlassung von Corona-Tests ist fertig und kann demnächst genutzt werden. Vertragsärzte verwenden für die Beauftragung künftig nur noch Muster 10C (statt Muster 10). Das gilt für Tests zur diagnostischen Abklärung ebenso wie für Tests nach einer Meldung „erhöhtes Risiko“ durch die Corona-Warn-App, wenn sich die Person direkt an den Arzt wendet.

Das neue Formular 10C soll im Juli bereitstehen. Über den Bezug gedruckter Exemplare wird die KV Bremen ihrer Mitglieder rechtzeitig informieren. Das Formular wird dann auch in der Praxissoftware hinterlegt sein, sodass es online ausgefüllt werden kann. Bis das Muster 10C in den Praxen zur Verfügung steht, ist das Muster 10 wie bisher zu verwenden.

Das neue Formular enthält einen QR-Code, mit dem getestete Personen ihr Ergebnis online einsehen und bei einer bestätigten Infektion in der Corona-Warn-App freischalten können. Damit soll es möglich sein, dass Versicherte schneller ihr Testergebnis erhalten und bei einer Infektion mit dem Virus möglichst viele Kontaktpersonen über die Corona-App informieren können, dass sich ihr Risikostatus verändert hat.

Der Auftragsschein gliedert sich in zwei Teile: Der obere Teil mit Informationen zur Beauftragung des Tests geht an das Labor. Den unteren Teil bekommt der Versicherte. Auf beiden Teilen ist ein identischer QR-Code aufgedruckt. Mit Hilfe dieses Codes ist es möglich, dass jeder Bürger, der positiv getestet wurde, sein Ergebnis in die App eingeben und damit andere auf eine Gefährdung hinweisen kann. Denn einen QR-Code erhalten demnächst alle Personen, die sich testen lassen.
Musterformular: Auftrag für SARS-CoV-2 Testung (pdf - 982 kB)

Die KV Bremen hat das Schaubild Corona-Ablaufplan aktualisiert: Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

Das neue Formular gibt es noch in einer weiteren Ausführung als Muster OEGD für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Für die Veranlassung von Tests, die im Auftrag des Öffentlichen Gesundheitsdienstes nach der neuen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums erfolgen, wird das Formular OEGD verwendet. Nach dieser Rechtsverordnung darf ausschließlich der Öffentliche Gesundheitsdienst die Testung von asymptomatischen Patienten, zum Beispiel in Pflegeheimen oder Schulen, veranlassen. Dazu gehört auch die Testung von Personen ohne Krankheitszeichen, die mit positiv Getesteten einen mindestens 15-minütigen persönlichen Kontakt hatten oder in demselben Haushalt leben.
Der Öffentliche Gesundheitsdienst kann mit der Testung Praxen oder andere medizinische Einrichtungen vertraglich beauftragen. Dazu sind regionale Vereinbarungen zu treffen. Die KV Bremen hat bereits vor zwei Wochen dazu ein Gesprächsangebot unterbreitet. Sobald es dazu nähere Informationen gibt, wird die KV Bremen umgehend informieren.

 

25.06.2020 | Corona-Warn-App: Neue EBM-Leistung auch bei Gespräch berechnungsfähig

Nach der Meldung „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App kann die GOP 02402 auch abgerechnet werden, wenn nur ein Gespräch und kein Abstrich erfolgt. 

Nach der Klarstellung kann die GOP 02402 für den Abstrich und/oder das Gespräch abgerechnet werden. Die Leistung ist mit 10 Euro bewertet und wird extrabudgetär, zuzüglich zur Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale, vergütet.

Die GOP 02402 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig und zwar ausschließlich bei Versicherten, die sich infolge eines Warnhinweises der App testen lassen. Kurative Abstriche bei Versicherten mit Symptomen sind weiterhin Teil der Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale.

 

23.06.2020 | Nur mit Termin in die KV-Coronaambulanzen

Patienten erhalten in den Coronaambulanzen Bremen-Stadt und Bremen-Nord nur nach vorheriger Terminabsprache durch die Ambulanz einen Abstrich. Die KV Bremen bittet Praxen darum, ihre Patienten nicht aufs Geratewohl in die Ambulanzen zu schicken.

Durch die telefonische Terminabsprache werden Wartezeiten und Kontaktmöglichkeiten in den Ambulanzen reduziert. Spontane Besuche von Patienten gefährden das Hygienekonzept.

Verfahren für die Coronaambulanz Bremen Stadt:

  1. Bei begründeten Verdachtsfällen stellt der Arzt eine Überweisung aus und faxt diese an 0421/3404-440; alternativ per E-Mail corona@kvhb.de. Bitte tragen Sie unbedingt die Handynummer des Patienten auf dem Überweisungsschein ein (ersatzweise Festnetznummer).
  2. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt nimmt am selben oder am Folgetag Kontakt zum Patienten auf und spricht einen Termin ab.
  3. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt teilt der überweisenden Praxis per E-Mail oder per Fax das Laborergebnis mit.
  4. Der Patient wird per SMS informiert

 

23.06.2020 | Neuer ICD-10-Code für symptomfreie Corona-Tests

Zur Verschlüsselung von nicht kurativen Corona-Tests bei symptomfreien Personen gibt es seit 1. Juni 2020 einen neuen ICD-Code: U99.0! Mit der U99.0! sollen die Fälle erfasst und spezifisch gekennzeichnet werden, bei denen keine Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 bestehen, jedoch ein entsprechender Labortest durchgeführt wurde und dessen Ergebnis negativ ausfällt.

Bei dem neuen Code U99.0! handelt es sich um eine Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer). Er ist zusammen mit dem ICD- Code Z11 Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten anzugeben.

Eine rückwirkende Verschlüsselung von Fällen vor dem 1. Juni ist nicht erforderlich.

 

 

19.06.2020 | Sonderregelungen zur Videosprechstunde verlängert

Mehrere Sonderregelungen im Zuge der Coronakrise werden bis zum 30. September verlängert. Dazu zählen insbesondere die Regelungen zur Videosprechstunde. Nicht verlängert wird die Sonderregelung zur Telefonkonsultation. Auch die Erstattung der Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungsscheine entfällt. Die Details stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
 
Weiterhin bis zum 30. September 2020 gilt: 

  • 20-Prozent-Obergrenzen bleiben ausgesetzt: betrifft behandlungsfall- und leistungsbezogene Begrenzungen bei der Durchführung der Videosprechstunde durch Ärzte und Psychotherapeuten
  • Psychotherapeutische Sprechstunden, probatorische Sitzungen sowie probatorische Sitzungen in der Neuropsychologie per Video in Ausnahmefällen möglich: Ausnahmefälle sind zum Beispiel, wenn ein Aufsuchen der Praxis dem Patienten nicht zumutbar ist
  • Gruppentherapie kann unbürokratisch in Einzeltherapie umgewandelt werden: für je eine bewilligte Gruppensitzung (100 Min.) darf je eine Einzelsitzung durchgeführt werden (50 Min.), formlose Anzeige bei der Krankenkasse ist ausreichend
  • Sozialpsychiatrie: Videogestützte Maßnahmen einer funktionellen Entwicklungstherapie dürfen durch qualifizierte Mitarbeiter durchgeführt werden

Nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden: 

  • Vergütungsregelung für mehr Telefonkonsultationen
  • Regelungen zur Erstattung von Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungen

 

Aktualisierug 23.06.2020 I Ergänzung zur Substitutionsbehandlung: Ärzte können weiterhin bis zu achtmal im Quartal mit opiatabhängigen Patienten eine Videosprechstunde durchführen. Nicht mehr berechnungsfähig ist dagegen der „Zuschlag Therapiegespräch“ (GOP 01952) bei ausschließlich telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt ab dem 1. Juli

 

19.06.2020 | Meldung von Corona-Verdacht durch die Arztpraxis

Praxen müssen Corona-Verdachtsfälle an das zuständige Gesundheitsamt melden. Darauf haben die Gesundheitsbehörde und die Rechtsaufsicht die KV Bremen unter Berufung auf das Infektionsschutzgesetz hingewiesen. Bisherige Absprachen, wonach die Erstmeldung über eine Ambulanz erfolgen kann, sind damit ab sofort hinfällig.

Für niedergelassene Vertragsärzte bedeutet dies konkret: Sobald sie bei Patienten nach den RKI-Kriterien einen Verdacht auf eine Infektion auf das Coronavirus feststellen, müssen sie unverzüglich eine offizielle Meldung an das zuständige Gesundheitsamt machen. Dies gilt auch dann, wenn in der Praxis kein PCR-Abstrich vorgenommen wird und der Patient an eine Coronaambulanz überwiesen wird. Eine Überweisung an die Ambulanz setzt also die Meldung an das Gesundheitsamt voraus.

Die Erfassungsbögen (PDF) der jeweiligen Gesundheitsämter sind online abrufbar:

Bremen: www.gesundheitsamt.bremen.de
Bremerhaven: www.bremerhaven.de

Die KV Bremen hat darauf hingewiesen, dass insbesondere der Erfassungsbogen des Bremer Gesundheitsamtes (2. Seite) Angaben verlangt, die über die Anforderungen aus dem Infektionsschutzgesetz hinausgehen und die schiere Menge der abgefragten Informationen die Arbeitsabläufe in der Praxis stören. Eine Überarbeitung hat die Gesundheitsbehörde nicht in Aussicht gestellt.

 

19.06.2020 | Fortbildungspunktzahl sinkt auf 200 Punkte

Die erforderliche Punktzahl für den Nachweis der Fortbildungsverpflichtung wird von 250 auf 200 Punkte herabgesenkt. Das hat die Vertreterversammlung der KBV vor dem Hintergrund beschlossen, dass es Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten durch die Covid-19-Pandemie nicht möglich ist, Präsenzfortbildungen zu besuchen und damit Fortbildungsnachweise zu erhalten. Die Änderung tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft und gilt zunächst bis zum 30. September. Ärzte und Psychotherapeuten, die in diesem Zeitraum nachweisen müssen, dass sie sich ausreichend fortgebildet haben, brauchen demnach hierfür nur 200 Punkte.

Im April war bereits aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung für Ärzte und Psychotherapeuten um ein Quartal verlängert worden. Diese Verlängerung der Nachweispflicht zur fachlichen Fortbildung nach Paragraf 95d SGB V gilt auch für Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits mit Honorarkürzungen und Auflagen zum Nachholen der Fortbildungen innerhalb von zwei Jahren belegt wurden.

Zum Hintergrund: Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind gesetzlich verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren bei ihrer jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung nachzuweisen, dass sie ihrer Fortbildungspflicht nachgekommen sind. Den Umfang der Fortbildungspflicht bestimmt die KBV im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer. Wird der Fortbildungsnachweis nicht erbracht, drohen gesetzlich vorgesehene Sanktionen, beispielsweise Honorarkürzungen.

 

18.06.2020 | Geringere Vergütung für SARS-CoV-2-Tests

Die Vergütung für PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2 wird zum 1. Juli von bislang 59,00 Euro auf 39,40 Euro pro Test abgesenkt und die Abrechnung der Untersuchung auf fünf Mal im Behandlungsfall beschränkt.

Einen entsprechenden Beschluss hat der Erweiterte Bewertungsausschuss am 10. Juni 2020 gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gefasst.

Der Labortest auf SARS-CoV-2 kann von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie durchgeführt und berechnet werden (GOP 32816). Kosten für das Versandmaterial und den Transport können wie bei anderen Auftragsleistungen des Speziallabors zusätzlich berechnet werden.

 

17.06.2020 |  Neue EBM-Ziffer für Tests nach Alarm in Corona-Warn-App

Zum Start der Corona-Warn-App wurden neue Leistungen in den EBM aufgenommen, um den Abstrich und die Laboruntersuchung zu vergüten. Ärzte können sie ab sofort bei Versicherten abrechnen, die nach einem Warnhinweis der App für einen Test in die Praxis kommen. 

Patienten, die eine entsprechende Warnmeldung über die App erhalten, werden aufgefordert sich entweder an eine Arztpraxis oder ein Gesundheitsamt zu wenden bzw. die 116117 anzurufen.

Zu dem beschlossenen Leistungspaket gehören insgesamt die folgenden GOP:

Für Haus- und Fachärzte:

GOP 02402: Abstrichentnahme aus den oberen Atemwegen (Oropharynx und/oder Nasopharynx-Abstrich, -Spülung oder -Aspirat) für die Untersuchung nach GOP 32811: 91 Punkte. Voraussetzung für die GOP ist, dass Patienten über die Warn-App vermittelt wurden! Bei allen anderen Patienten ist die GOP 02402 nicht abrechnungsfähig.

Für den Laborauftrag ist ein neues Formular (Muster 10c) zu verwenden. Bis dieses veröffentlicht ist, können Ärzte das Muster 10 verwenden und im Auftragsfeld die GOP 32811 notieren.

Die Ausnahmekennnummer 32006 ist anzugeben, damit die Leistung nicht in die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus einfließt.

Für Labore:

GOP 32811: Nukleinsäurenachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App, 39,40 Euro. Die Bewertung ist ebenso hoch wie die der analogen GOP 32816, deren Bewertung erst in der vergangenen Woche um nahezu 20 Euro zurückgenommen worden war.

GOP 12221: Statt der Labor-Grundpauschale erhalten Laborärzte den ebenso hohen Zuschlag zur Gebührenordnungsposition 32811 (14 Punkte, 1,54 Euro). Die GOP 12221 wird von der KV Bremen automatisch zugesetzt.

GOP 40101: Zuschlag zur GOP 32811 bei Probeneinsendung für Versandmaterial, Versandgefäße usw. sowie für die Versendung bzw. den Transport von Untersuchungsmaterial, gegebenenfalls auch von infektiösem Untersuchungsmaterial, einschließlich der Kosten für die Übermittlung von Untersuchungsergebnissen, 2,60 Euro.

Allgemeine Abrechnungshinweise:

Die Leistungen sind allesamt einmal am Behandlungstag abrechenbar.

Bei Fällen, die wegen der Corona-Warn-App zustande kommen, dürfen Vertragsärzte nicht die Pseudo-GOP 88240 dokumentieren.

Die Leistungen werden extrabudgetär vergütet. Sie sollen zum 30. September erstmals überprüft werden und sind zunächst bis Ende März 2021 befristet.

Coronaambulanz:

Ausnahmsweise können Praxen, die nicht in der Lage sind, einen PCR-Abstrich vorzunehmen, Patienten an die Coronaambulanzen der KV Bremen überweisen. Auf der Überweisung ist im Freitext unbedingt dieser Text anzugeben: „GOP 32811“

Weitere Informationen:

Das Robert-Koch-Institut hat für Vertragsärzte eine Information zu der Corona-Warn-App zusammengetragen, die unter anderem die Funktionen der App beschreibt und Handlungsempfehlungen beinhaltet. www.kbv.de

 

16.06.2020 | Restzahlung für 1/2020 verspätet: Weitere Abschlagszahlungen

Die Restzahlung für das Quartal 1/2020 wird nicht zum vorgesehenen Termin am 27. Juli überwiesen. Stattdessen zahlt die KV Bremen an diesem Tag eine weitere, vierte Abschlagszahlung an die Praxen aus. Die Höhe dieser Zahlung  entspricht zirka zwei Drittel des dritten Abschlags.

Grund für die Verzögerung sind die Coronakrise und die aufwendigen Berechnungen zum Schutzschirm. Der Honorarbescheid für das Quartal 1/2020 wird im Anschluss erstellt und die spitz abgerechnete Restzahlung dann voraussichtlich im August überwiesen.

 

15.06.2020 | Ausweitung von Coronatests bedeutet zunächst keine Änderung für Praxen

Mit einer neuen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sollen die Test auf das Coronavirus deutlich ausgeweitet werden. Wie dies konkret in Bremen und Bremerhaven vonstattengeht, ist noch nicht geklärt. Für Praxen ändert sich zunächst nichts.

Mit der Rechtsverordnung will das Ministerium regeln, dass in klar definierten Fällen auch die Tests auf das Coronavirus für Personen von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden, die keine Symptome aufweisen. Angeordnet werden müssen die Tests durch den öffentlichen Gesundheitsdienst, das heißt durch die Gesundheitsämter. Besonders Patienten, Bewohner und Angestellte in Pflegeheimen und Krankenhäusern sollen so besser geschützt werden. Getestet werden können auch Kontaktpersonen von Infizierten oder alle Personen in gastronomischen Einrichtungen sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen, wenn dort Fälle mit COVID-19 aufgetreten sind.

Nicht darunter fallen vorsorgliche Testungen von Patienten, die zur voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlung aufgenommen werden. Die Kosten dafür werden den Krankenhäusern über ein Zusatzentgelt erstattet.

Wie die Rechtsverordnung in Bremen und Bremerhaven konkret umgesetzt werden soll, ist noch nicht geklärt. Die zuständigen Stellen haben sich dazu bisher noch nicht geäußert. Die KV Bremen hat deshalb Kontakt zu den Gesundheitsämtern aufgenommen, um etwaige Absprachen zu treffen bzw. Vereinbarungen abzuschließen. Bis es soweit ist, bleiben die bisherigen Regeln bestehen.

  1. Symptomatische Patienten an die KV-Ambulanzen überweisen (bzw. Abstrich selbst abnehmen)
  2. Asymptomatische Patienten im Rahmen von Kontaktverfolgung und Ausbruchsmanagement an das Gesundheitsamt verweisen
  3. Asymptomatische Patienten im Rahmen einer "Wunschleistung" können als Igel-Leistung liquidiert werden (Abstrich selbst abnehmen)

 

15.06.2020 | Verordnungen für häusliche Krankenpflege und Krankenfahrten teilweise wieder begrenzt

Die Erstverordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12) soll ab sofort wieder 14 Tage nicht mehr überschreiten.

Krankenfahrten zu vor- oder nachstationärer Behandlung können nicht mehr innerhalb von 28 Tagen vor oder nach Krankenhausaufenthalt verordnet werden. Es gilt wieder die 5-Tage-Regel (vorstationär) bzw. 14-Tage-Regel (nachstationär).

Die übrigen Corona-Sonderregelungen hierzu gelten aber bis 30.06.2020 weiter.

 

11.06.2020 | Coronaambulanz Bremen-Stadt öffnet jetzt an sechs Tagen

Aufgrund der großen Nachfrage weitet die Coronaambulanz Bremen-Stadt ihre Öffnungszeiten aus. Patienten werden jetzt an sechs Tagen in der Woche von Montag bis Samstag versorgt.
 

Öffnungszeiten der Coronaambulanz Bremen-Stadt
Montag bis Samstag 10 bis 16 Uhr

Hinweis: Praxen erreichen die Mitarbeiter der Ambulanz für eine telefonische Auskunft nur zu den oben genannten Zeiten über die mitgeteilte „Ärztehotline“.

 

11.06.2020 | Präsenzpflicht für Diabetes-DMP-Schulungen entfällt bis Ende der Corona-Pandemie

Diabetes-Patienten in Disease-Management-Programmen (DMP) sind während der Corona-Pandemie nicht zur Teilnahme an DMP-Präsenzschulungen verpflichtet und werden deshalb auch nicht automatisch von der Krankenkasse ausgeschrieben, wenn keine Schulung erfolgt ist. In der DMP-Dokumentation muss dafür im Feld „Empfohlene Schulung(en) wahrgenommen“ die Angabe „war aktuell nicht möglich“ eingetragen werden. Bei den DMP-Diabetes-Typen Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2 sind darüber hinaus DMP-Schulungen im Ausnahmefall per Videokonferenz zulässig. Diese Ausnahmeregelung ist bis zum 30. Juni 2020 befristet.  Zur Durchführung einer Videokonferenz sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Die Schulung ist für den Patienten zwingend medizinisch erforderlich und duldet, nach Einschätzung des Arztes, keinen Aufschub .
  • Es sind ausschließlich die von der KBV zertifizierten Video-Systeme zu nutzen. Eine Liste entsprechender Anbieter findet sich unter https://www.kbv.de/media/sp/Liste_zertifizierte-Videodienstanbieter.pdf
  • Von den vertraglich vereinbarten Mindestgruppengrößen kann abgewichen werden.
  • Mit der vereinbarten DMP-Vergütung je Unterrichtseinheit sind alle Kosten abgegolten.
  • Die technischen Anforderungen für die Praxis - insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz - gemäß Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte sind einzuhalten.
  • Eine Schulung per Telefon ist nicht möglich.
  • Die DMP-Schulungsziffern sind nicht neben den EBM GOP 01435, 01444, 01450, 01451 abrechnungsfähig. Dies bedeutet, es können nur die DMP-Schulungsziffern abgerechnet werden, wenn die Schulung auf digitalem Wege durchgeführt wird
  • Kommt es durch die Dringlichkeit der DMP-Einzelschulung per Videokonferenz nur zu einzelnen Unterrichtseinheiten, können die restlichen Unterrichtseinheiten in einer späteren Gruppenschulung für diesen Patienten nachgeholt werden.

 

08.06.2020 | Unbedingt ergänzende Quartalserklärung zum Corona-Rettungsschirm ausfüllen

Um Anspruch auf Ausgleichzahlungen aus dem Covid19-Rettungsschirm zu haben, müssen niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten Angaben auf einer ergänzenden Erklärung zur Quartalsabrechnung machen. Weitergehende Informationen

 

02.06.2020 | Wie der Corona-Schutzschirm funktioniert und für wen

Welche finanziellen Folgen hat die Coronakrise für die Praxen? Die KV wird Ausgleichzahlungen leisten, so dass der Verlust für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten deutlich gemindert wird. Wichtig ist, dass Praxen nachweisen können, dass sie während der Krise nicht grundlos „vom Netz“ gegangen sind. Weitergehende Informationen

 

29.05.2020 | KV eröffnet Coronaambulanz für Bremen-Stadt / Überweisungen ab sofort

Die KV Bremen eröffnet am 2. Juni 2020 eine Coronaambulanz für das Stadtgebiet Bremen. Praxen können ab sofort symptomatische Patienten mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion an diese Einrichtung für einen PCR-Test überweisen.

Wichtig: Sogenannte Umgebungstestungen von symptomlosen Kontaktpersonen von Infizierten oder von Bewohnern aus Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen sind derzeit keine Kassenleistung und werden in der Coronaambulanz der KV Bremen nicht vorgenommen! Für diese Gruppe sind der öffentliche Gesundheitsdienst bzw. die Ambulanz in den Messehallen zuständig. Überweisungen von Vertragsärzten werden dort ab dem 2. Juni nicht mehr angenommen.

Corona Ambulanz Bremen-Stadt (nahe Galopprennbahn)
Die niedergelassenen Ärzte in Bremen-Stadt sind über Verfahren und Ansprechpartner informiert.

 

Verfahren:

  1. Bei begründeten Verdachtsfällen stellt der Arzt eine Überweisung aus und faxt diese an 0421/3404-440; alternativ per E-Mail corona@kvhb.de. Bitte tragen Sie unbedingt die Handynummer des Patienten auf dem Überweisungsschein ein (ersatzweise Festnetznummer).
  2. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt nimmt am selben oder am Folgetag Kontakt zum Patienten auf und spricht einen Termin ab.
  3. Die Coronaambulanz Bremen-Stadt teilt der überweisenden Praxis per E-Mail (auf Wunsch auch per Fax) das Laborergebnis mit.
  4. Der Patient wird per SMS informiert

Patienten aus dem Raum Bremen-Nord und der Umgebung können nach wie vor auch an die Ambulanz in Bremen-Nord überwiesen werden. Es gelten dieselben Kriterien: ausschließlich Überweisung von symtomatischen Patienten, Rufnummer auf der Überweisung zwecks Terminabsprache notieren. Fax (0421 6007139).

Die KV Bremen weist darauf hin, dass Vertragsärzte selbstverständlich auch in der eigenen Praxis Abstriche nehmen können. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Sie veranlassen den Labortest wie gewohnt mit einer Laborüberweisung (Muster 10) bei ihrem Labor. Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion nachgewiesen wurden, sind mit der GOP 88240 und der Ausnahmekennziffer 32006 zu kennzeichnen. Damit mindert die Untersuchung nicht den Wirtschaftlichkeitsbonus.

 

26.05.2020 | Abstriche bei gesunden Kindern sind nicht Aufgabe von Kinder- und Hausärzten

Es ist nicht Aufgabe von niedergelassenen Kinder- bzw. Hausärzten, einen Abstrich bei einem Schulkind vorzunehmen, wenn in der Klasse ein anderer Schüler positiv auf Covid-19 getestet wurde und das Kind ansonsten symptomfrei ist. Darauf weist die KV Bremen hin.

Die Schulbehörde hatte in den vergangenen Wochen Eltern und Lehrkräfte dahingehend informiert, dass Schulkinder zirka am siebten Tag nach einem Kontakt mit einem Infizierten bei einem Kinder- bzw. Hausarzt getestet werden sollen. Auf Nachfrage durch die KV Bremen stellt die senatorische Behörde klar, dass es sich bei dieser Information lediglich um eine Empfehlung handele und sie somit „keine behördliche Weisung“ darstelle.

PCR-Tests bei symptomfreien Patienten sind aktuell noch keine Kassenleistung.
 

26.05.2020 | Kostenübernahme für PCR-Test durch die BG bei Corona-Infektion als Berufskrankheit

Abstriche auf eine Corona-Infektion bei Praxismitarbeitern können über die Gesetzliche Unfallversicherung abgerechnet werden.

Die DGUV (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung) gibt in Bezug auf die Infektion mit dem Coronavirus als Berufskrankheit und die Abrechnungsfähigkeit des PCR-Test (und Abstrich) über die BG folgende Informationen bekannt:
„Bei Versicherten, die im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt sind, kann eine Erkrankung infolge einer Infektion mit dem Coronavirus eine Berufskrankheit nach Nummer 3101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung darstellen. Hatte eine versicherte Person im Rahmen ihrer versicherten Tätigkeit in einem der genannten Tätigkeitsbereiche direkten Kontakt mit einer Person, die wahrscheinlich oder bestätigt mit COVID-19 infiziert war, und sind nach dem direkten Kontakt Krankheitssymptome aufgetreten, übernimmt der zuständige Gesetzliche Unfallversicherungsträger in diesem Fall die Kosten für einen PCR-Test. Ein direkter Kontakt liegt insbesondere vor bei einer pflegerischen Tätigkeit an der Indexperson, bei einer körperlichen Untersuchung der Indexperson oder bei direktem Kontakt mit Atemwegssekret oder anderen Körperflüssigkeiten. Bei schwierigen Entscheidungen empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Keine Kosten kann die Gesetzliche Unfallversicherung hingegen für etwaige Screenings, Reihenuntersuchungen oder Testungen übernehmen, die aus Gründen des Patienten – oder Mitarbeiterschutzes bzw. der allgemeinen Gefahrenabwehr durchgeführt werden“

Weitere Informationen zu dem Umgang mit dem Coronavirus im Zusammenhang mit der gesetzlichen Unfallversicherung finden Sie unter: www.dguv.de. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die zuständige Berufsgenossenschaft.

 

20.05.2020 | Änderung der Legende labordiagnostische Abklärung

Rückwirkend zum 1. Februar wurde die Abrechnungsvoraussetzung für die Gebührenordnungsposition 32816 (Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2) geändert. Aufgrund der unbeeinflussbaren weltweiten Knappheit bei Reagenzien und Verbrauchsmaterial wurde die Befundmitteilung innerhalb von 24 Stunden als Soll-Regelung umformuliert und in die Anmerkungen aufgenommen.

Ab dem 1. Mai sind auch andere Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren über die GOP 32816 berechnungsfähig. Daher wurde die Anmerkung „mittels RT-PCR“ aus der Leistungslegende gestrichen. Die Untersuchung darf ab dem 1. Mai nicht mehr nur von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, sondern auch von Fachärzten für Virologie durchgeführt und berechnet werden. Es wird ab dem 1. Mai zur Berechnung eine Teilnahme an Maßnahmen der externen Qualitätssicherung vorausgesetzt.

Beschluss des Bewertungsausschusses (pdf)

 

19.05.2020 | Neue Leistung für die funktionelle Entwicklungstherapie per Video - zeitlich befristet

Zur Erleichterung der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen während der Corona-Krise haben KBV und GKV-Spitzenverband eine Sonderregelung vereinbart. Danach kann die funktionelle Entwicklungstherapie vorerst auch per Video erfolgen.

Die Abrechnung erfolgt über die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 14223. Die Regelung gilt seit 15. Mai und ist vorerst bis Ende Juni befristet.

Die funktionelle Entwicklungstherapie (GOP 14310) ist eine zentrale Komponente in der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die jedoch bei videogestützter Durchführung nicht berechnungsfähig ist. Grund dafür ist, dass diese Leistung aus fachlicher Sicht nicht im vollen Umfang per Video durchführbar ist. Deshalb wurde zeitlich befristet die neue GOP 14223 (102 Punkte / 11,21 Euro) in den EBM aufgenommen.

Die neue Leistung beinhaltet videogestützte Maßnahmen einer funktionellen Entwicklungstherapie durch qualifizierte nichtärztliche Mitarbeiter gemäß der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung (SPV-Mitarbeiter). Sie findet als Einzelbehandlung statt und ist je vollendete 15 Minuten berechnungsfähig. Für die Behandlung per Video müssen die SPV-Mitarbeiter den Patienten kennen. Das heißt: Der Patient war in den letzten vier Quartalen (einschließlich des aktuellen Quartals) mindestens einmal in der Praxis.

Bei der Abrechnung der neuen GOP 14223 erhalten Ärzte auch den Technikzuschlag für Videosprechstunden (GOP 01450). 

Mit der Sonderregelung können Kinder und Jugendliche, die aufgrund der Corona-Pandemie teilweise nicht in die sozialpsychiatrische Praxis kommen, leichter erreicht werden. Die Vertragspartner werden rechtzeitig über eine mögliche Verlängerung der Regelung beraten.

 

18.05.2020 | Frist für die Aktualisierung der Fachkunde Strahlenschutz ausgesetzt

Um Engpässe in der radiologischen Versorgung vorzubeugen, hat die Bremer Aufsichtsbehörde nach Maßgabe des BMG festgelegt, dass alle im Zeitraum 1. März bis 30. Juni 2020 ablaufenden Aktualisierungsfristen ohne weitere Prüfung als eingehalten gelten, wenn die Kursteilnahme danach zum nächstmöglichen beim Kursveranstalter verfügbaren Termin erfolgt. Normalerweise muss die Fachkunde für Strahlenschutz alle fünf Jahre durch die erfolgreiche Teilnahme an einem hierfür anerkannten Kurs aktualisiert werden. Wegen der Pandemie sind Fortbildungen ausgefallen und der Nachweis konnte nicht fristgerecht erbracht werden.
 

14.05.2020 | Telefonische AU-Bescheinigung noch bis 31. Mai

Noch bis Ende Mai können Ärzte Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege per Telefon krankschreiben. Danach endet die Ausnahmeregelung und Patienten müssen sich ab 1. Juni wieder persönlich in der Praxis vorstellen. Der G-BA hat heute beschlossen, dass die Ausnahmeregelung erneut verlängert wird und dann ausläuft.

Seit Anfang März dürfen Ärzte Patienten mit leichten Symptomen der oberen Atemwege krankschreiben, ohne dass diese in die Praxis kommen müssen. Damit soll vor allem das Risiko für eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten der oberen Atemwege über die Wartezimmer der Arztpraxen reduziert werden.

Aktuell können Ärzte eine AU-Bescheinigung nach telefonischer Anamnese für bis zu sieben Tage ausstellen. Sollte der Patienten nach einer Woche noch nicht gesund sein, ist eine Verlängerung per Telefon für bis zu sieben weitere Tage möglich.

Die Regelung gilt auch für die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21). Auch diese endet am 31. Mai.

 

13.05.2020 | Montagsmeldung entfällt, ab sofort nur noch Abwesenheitsmeldung

Nur noch bei Praxisschließungen wegen Urlaub, Krankheit, Quarantäne oder anderen Gründen muss eine Meldung an die KV Bremen erfolgen. Die bisherige „Montagsmeldung“ zum wöchentlichen Status der Arzt- und Psychotherapeutenpraxen wird ab sofort eingestellt.

Abwesenheitsmeldung

 

12.05.2020 | Eingeschränkte Formular-Abholung und Entsorgungs-Stopp noch bis Ende August

Noch bis Ende August wird es aufgrund der Covid 19-Pandemie nur eine kontaktlose Formular-Abholung und keine Möglichkeit zum Entsorgen von Datenmüll in der KV Bremen geben.

Um das Infektionsrisiko niedrig zu halten, gibt es noch bis zum 31.08.2020 ein besonderes Verfahren zur Bestellung und Abholung von Formularen in der KV Bremen.

Bremen: Mitglieder bestellen Formulare per E-Mail in der Abteilung Zentrale Dienste unter zd@kvhb.de. Die Formulare stehen dann drei Werktage später im Eingang des Empfangs der KV Bremen fertig gepackt und beschriftet zur Abholung bereit.
Bremerhaven: Bremerhavener Ärzte und Psychotherapeuten können Formulare per E-Mail bei Frau Schreuder m.schreuder@kvhb.de bestellen. Die Formulare können eine Woche später mittwochs abgeholt werden.

Datenmüll kann derzeit nicht in der KV Bremen entsorgt werden. Ebenso können Sie weiterhin keine Gebühren am Empfang der KV Bremen per Kartenzahlung durchführen, sondern nur per Überweisung. Diese Regelungen gelten ebenfalls noch bis Ende August.

 

11.05.2020 + 12.05.2020 | SARS-CoV-2: Indirekter Erregernachweis mittels Antikörpertestung

Update 12.05.: Aufgrund einiger Nachfragen zur Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 weisen wir daraufhin, dass zu der Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 kein Beschluss des Bewertungsausschusses gefasst wurde. Vor dem Hintergrund, dass eine Serokonversion / Titerzunahme als indirekter Erregernachweis , soweit diese auf eine akute Infektion hinweist, ebenfalls der gesetzlichen Meldepflicht unterliegt, handelt es sich hierbei um eine kurative Fragestellung. Es besteht somit die Möglichkeit, einerseits Antikörpernachweise und –bestimmungen grundsätzlich als „Ähnliche Untersuchung“ nach der GOP 32641 in dieser Indikation unter Angabe der Kennziffer 88240 abzurechnen.  Wir weisen ausdrücklich daraufhin, solange kein Beschluss zur Aufnahme einer spezifischen SARS-CoV-2 Antikörperbestimmung und einer Ausnahmeziffer in den EBM vereinbart werden kann, belastet die Antikörpertestung das Laborbudget. Primäres Ziel ist weiterhin, bei Patienten möglichst frühzeitig einen direkten Erregernachweis nach der GOP 32816 durchzuführen. Diese Leistung belastet den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht.

Antikörpertests können bei COVID-19-typischer Symptomatik in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Antikörpernachweise sind jetzt Kassenleistung.

Insbesondere bei milden Verläufen ist ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt der direkte Erregernachweis mit einem PCR-Test nicht immer möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch serologische Verfahren nachgewiesen werden. Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und muss in demselben Labor untersucht werden.
Das Blut wird auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht. IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.
Ein positiver Befund der serologischen Testung gilt als indirekter Erregernachweis. Der veranlassende Arzt und auch der Laborarzt müssen die Infektion – wie bei einem PCR-Test – namentlich dem Gesundheitsamt melden.
Eine Testung ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik beispielsweise zur Prüfung einer Immunität sollte nicht durchgeführt werden. Die Spezifität der Verfahren ist bei der niedrigen Prävalenz von SARS-CoV-2-Infektionen nicht ausreichend. Derzeit handelt es sich hierbei nicht um eine vertragsärztliche Leistung.

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Ziffer 88240; so werden alle Leistungen extrabudgetär honoriert. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der Gebührenordnungsposition 32641 berechnungsfähig. Schnellteste können nicht abgerechnet werden.

 

08.05.2020 | Ausreichende Vorbestellung der Grippeimpfstoffe prüfen

In der Saison 2020/2021 ist mit einer erheblich gesteigerten Nachfrage nach Grippeimpfstoffen zu rechnen. Wir empfehlen daher, die vorbestellten Mengen kritisch zu prüfen. Bitte setzen Sie sich bei einer Aufstockung der Bestellmenge möglichst umgehend mit Ihrer Apotheke bzw. dem Lieferanten in Verbindung.

Voraussichtlich ab Ende des Jahres muss neben SARS-CoV-2 mit den jährlich zirkulierenden Influenzaviren gerechnet werden. Um die zusätzliche Belastung unseres Gesundheitssystems dann möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass sich ab Oktober möglichst viele Menschen der empfohlenen Populationen gegen Influenza impfen lassen (Menschen über 60 Jahre und alle Menschen mit Vorerkrankungen). Diese Risikogruppen sind identisch mit denen, die besonders vor SARS-CoV-2 geschützt werden sollen. Die Grippeimpfung ist dann wichtig, um Doppelinfektionen zu vermeiden, aber insbesondere auch um die Inanspruchnahme von Ressourcen unseres Gesundheitssystems für impfpräventable Erkrankungen auf ein Minimum zu reduzieren.

 

06.05.2020 | Krankenhäuser sind für präoperative Covid-Tests zuständig

Ein präventiver Abstrich und Test auf Covid-19 ohne Symptome ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Einige Krankenhäuser verweisen Patienten derzeit vor Operationen zur vorherigen Covid-19-Testung an den Hausarzt, obwohl der Patient symptomfrei ist. In solchen Fällen handelt es sich um eine „Wunschleistung“, die privat zu liquidieren ist. Die Testungen vor stationären Eingriffen sind vom Krankenhaus selber sicherzustellen. Das Krankenhaus muss auch die entstehenden Kosten tragen.

Die Abrechnung des Testes über die KV Bremen bzw. eine Überweisung an eine Corona-Ambulanz durch die niedergelassene Praxis ist in diesen Fällen ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt auch für Testungen, die vor einer ambulanten Operation vom Krankenhaus veranlasst werden.

 

05.05.2020 | Gruppentherapien sind unter Einhaltung des Infektionsschutzes möglich

Psychotherapeutische Gruppentherapien sind seit dem 4. Mai in Bremen wieder zulässig, wenn dabei Vorgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden. Dies geht aus einer Neufassung der Corona-Verordnung des Ordnungsamtes Bremen hervor.

Grundsätzlich sollen Warteschlangen und sonstige Ansammlungen von Menschen vor oder in den Praxisräumen vermieden werden. Dabei muss, wenn es die Räumlichkeiten zulassen, der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten werden. Zur Steuerung des Zutritts können Patienten einzeln und mit Abstand in die Praxen kommen. Zur Sicherstellung der gesteigerten hygienischen Anforderungen sollen von den Therapeuten Maßnahmen wie Händewaschen und das Lüften des Therapieraums gewährleistet werden. Das Ordnungsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Patienten ausschließlich zu medizinischen Zwecken innerhalb der Praxen aufhalten dürfen und es keine zusätzliche Verweildauer, zum Beispiel durch Smalltalk, vor Beginn oder im Anschluss der Sitzung gibt. Die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sollen außerdem prüfen, ob sie Gruppengrößen und Dauer der Behandlungen reduzieren können, um die Vorgaben einzuhalten.

 

04.05.2020 | Abstriche jetzt auch nur bei Krankheitssymptomen

Jeder Patient mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung sollte getestet werden. Das sehen die aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Bislang wurden Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen vor allem dann getestet, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer Risikogruppe angehörten.

Die neueren Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sehen diese Einschränkungen nicht mehr vor, sodass auch bei leichten COVID-19-relevanten Symptomen ein Test durchgeführt werden kann. Die Entscheidung, wer auf SARS-CoV-2 untersucht wird, trifft der Arzt auf Basis der RKI-Kriterien. Danach sollte eine Testung bei Vorliegen von akuten Krankheitssymptomen wie Geruchs- oder Geschmacksstörungen, Temperaturerhöhung, Husten oder Halsschmerzen erfolgen. Die Kassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet.

 

29.04.2020 | Tele-AU bis 18. Mai verlängert

Die Ausnahmeregelung zum Ausstellen einer AU-Bescheinigung nach telefonischer Anamnese ist um zwei Wochen bis 18. Mai verlängert worden. Somit können Ärzte Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege zunächst weiter per Telefon krankschreiben.

Nach der Sonderregelung dürfen Ärzte Patienten mit leichten Symptomen der oberen Atemwege für bis sieben Kalendertage krankschreiben, ohne dass diese in die Praxis kommen müssen. Sollte der Patienten nach einer Woche noch nicht gesund sein, ist eine Verlängerung per Telefon um weitere sieben Tage möglich. Die Regelung gilt auch für die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21). Die KBV hat dazu eine separate Vereinbarung mit den Krankenkassen getroffen.

 

29.04.2020 | Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht nur bei medizinischer Indikation

Niedergelassene Ärzte können Patienten nur dann ein Attest ausstellen, das sie von der Maskenpflicht befreit, wenn dies medizinisch indiziert ist. Eine solche Bescheinigung ist allerdings keine GKV-Leistung und muss daher als IGEL-Leistung abgerechnet werden.

Seit dem 27. April 2020 ist bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie beim Einkauf das Tragen einer (nicht-medizinischen) Alltagsmaske Pflicht. Eine entsprechende Rechtsverordnung des Landes Bremen ist in Kraft getreten. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sieben Jahren und Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Die medizinische Beurteilung obliegt dem behandelnden Haus- bzw. Facharzt. Auf einer offiziellen Seite der Landesregierung wird Betroffenen empfohlen, ein solches ärztliches Attest bei sich zu führen.

Die KV Bremen stellt klar: Wenn der Arzt  ein Attest ausstellt, muss dies auch medizinisch begründet sein. Der Arzt muss anhand seiner medizinischen Dokumentation bescheinigen können, dass bei seinem Patienten eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt. Die Ausstellung eines Attests ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und kann daher nur privat in Rechnung gestellt werden.

 

28.04.2020 | Kein Kurzarbeitergeld für Vertragsarztpraxen

Praxen erhalten nach einer internen Weisung der Bundesagentur für Arbeit grundsätzlich kein Kurzarbeitergeld. Grund seien die im März durch den Bundestag beschlossenen Ausgleichszahlungen für Vertragsärzte und -psychotherapeuten. Die Ausgleichzahlungen wirkten wie eine Betriebsausfallversicherung, sodass die erforderlichen wirtschaftlichen Gründe für den Anspruch auf Kurzarbeitergeld fehlten, heißt es in der internen Anweisung. Raum für eine Zahlung von Kurzarbeitergeld bestehe folglich nicht. Sollte eine Praxis aufgrund von ausbleibenden Patienten mit einer privaten Krankenversicherung existenzbedrohende Umsatzeinbußen erleiden, kommt Kurzarbeitergeld grundsätzlich in Betracht. Die Einnahmeausfälle aus der privaten Krankenversicherung werden nicht durch den GKV-Schutzschirm kompensiert. Der Arzt, der Kurzarbeitergeld aus diesem Grund für seine Mitarbeiter beantragen möchte, hat dies gegenüber dem Arbeitsamt deutlich zu machen. Ob eine Zahlung erfolgt, liegt in der Entscheidung der Behörde.
 

28.04.2020 | Lockerungen für substituierende Ärzte

Um Substitutionsbehandlungen während der Corona-Pandemie sicherzustellen, haben substituierende Ärzte die Möglichkeit, bei der Behandlung von Opioidabhängigen von den Vorgaben der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) abzuweichen. So ermöglicht die seit Mittwoch gültige SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung höhere Patientenzahlen und eine Ausweitung der Vertretungsregelung auf nicht suchtmedizinisch qualifizierte Ärzte. Zur Vermeidung von Kontakten ist die Abgabe durch Apotheken-Personal und eine erweiterte Take Home-Regelung möglich. Abweichend von den bisherigen Vorgaben dürfen Ärzte jetzt:

  • gleichzeitig mehr als zehn Patienten mit Substitutionsmitteln behandeln,
  • über die genannten Zeiträume hinaus von einem suchtmedizinisch nicht qualifizierten Arzt vertreten werden,
  • Substitutionsmittel in einer Menge verschreiben, die für bis zu sieben aufeinander folgende Tage benötigt wird,
  • innerhalb einer Kalenderwoche dem Patienten bis zu vier Verschreibungen aushändigen – jedoch nicht mehr als eine Verschreibung an einem Tag,
  • die Verschreibung auch ohne persönliche Konsultation an den Patienten aushändigen,
  • auch anderes als das in der BtMVV bezeichnete Personal zum Überlassen von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch einsetzen, wenn das bezeichnete Personal hierfür nicht zur Verfügung steht: In Fällen, in denen der substituierende Arzt feststellt, dass das Überlassen von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch außerhalb der Praxis nicht angemessen gewährleistet werden kann, dürfen auch solche volljährigen Personen zum Überlassen von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch eingesetzt werden, die von einer Apotheke mit Botendiensten beauftragt sind.

Macht der substituierende Arzt von den genannten Ausnahmen Gebrauch, ist er verpflichtet, hierzu Vereinbarungen gemäß § 5 Absatz 10 Satz 1 Nummer 3 oder Satz 2 Nummer 1 Buchstabe b oder Nummer 2 bis 4 der BtMVV zu treffen. Außerdem darf der substituierende Arzt in Notfällen die Menge Substitutionsmittel, die zur Behebung des Notfalls erforderlich ist, auf einer Notfall‐Verschreibung verschreiben. Um die Versorgung mit Betäubungsmitteln sicherzustellen, dürfen darüber hinaus Betäubungsmittelrezepte (BtM‐Rezepte) vorübergehend auch außerhalb von Vertretungsfällen – etwa in einer Praxisgemeinschaft – übertragen und von anderen Ärzten verwendet werden. Die Änderungen treten wieder außer Kraft, wenn die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31.März 2021.
 

27.04.2020 | Apotheken bekommen mehr Möglichkeiten zum Austausch von Medikamenten

Apotheker haben während der Corona-Pandemie mehr Möglichkeiten zum Austausch von Arzneimitteln. Im Zuge der neuen Verordnung müssen Ärzte mit vermehrten Anrufen von Apotheken rechnen.

Die seit vergangenem Mittwoch geltende SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung soll verhindern, dass Patienten nur deshalb mehrmals eine Apotheke oder einen Arzt aufsuchen müssen, weil das verordnete Präparat nicht vorrätig ist. So sind sieht unter anderem Änderungen bei der Arzneimittelabgabe in den Apotheken vorgesehen: Der Apotheker darf, wenn das entsprechend der gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig ist, ein anderes vorrätiges, wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben. Ist kein wirkstoffgleiches Arzneimittel in der Apotheke vorhanden und das ansonsten abzugebende Arzneimittel auch nicht lieferbar, darf er ein anderes lieferbares, wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben.

Nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt ist auch die Abgabe eines pharmakologisch‐therapeutisch vergleichbaren Arzneimittels möglich, wenn weder das eigentlich abzugebende noch ein entsprechendes wirkstoffgleiches Arzneimittel vorrätig oder lieferbar ist. Dies gilt auch, wenn der verordnende Arzt den Austausch des Arzneimittels mit dem aut‐idem‐Kreuz ausgeschlossen hat. Der Apotheker muss dies jeweils auf dem Arzneiverordnungsblatt dokumentieren, der Arzt muss also kein neues Rezept ausstellen.

Außerdem dürfen Apotheken ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt bei der Packungsgröße, der Packungsanzahl, der Entnahme von Teilmengen aus Fertigarzneimittelpackungen und der Wirkstärke von der ärztlichen Verordnung abweichen, sofern dadurch die verordnete Gesamtmenge des Wirkstoffs nicht überschritten wird.

Weitere Regelungen betreffen unter anderem Substitutionstherapie, das Entlassmanagement der Krankenhäuser, die Widerspruchsfrist des Gemeinsamen Bundesausschusses bei klinischen Studien mit außerhalb der Zulassung eingesetzten Arzneimitteln, Ergänzungen der Arzneimittelpreisverordnungen sowie das Apothekengesetz und die Apothekenbetriebsordnung.

Die Änderungen treten wieder außer Kraft, wenn die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31.März 2021.
 

27.04.2020 | Einlesen von zugeschickten Versichertenkarten nicht zulässig

Das Zusenden von elektronischen Gesundheitskarten (eGK) bekannter Patienten ohne direkten Arzt-Patienten-Kontakt kann von Praxen nicht zwingend verlangt werden. Darauf weist die KV Bremen anlässlich aktueller Beschwerden ausdrücklich hin.

Die Vorlage der eGK ist seit 1. April für die telefonische Konsultation, für Folgerezepte nach telefonischer Anamnese, Überweisungen, Folgeverordnungen und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nicht notwendig und entfällt, wenn der Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen (1. Oktober 2018 bis 31. März 2020) mindestens einmal in der Praxis war. In diesen Fällen muss die Praxis die Versichertendaten aus der Patientenakte entnehmen. Das Einlesen und Zusenden der eGK per Post oder Bote ist nicht zulässig und darf in diesen Fällen von Ärzten nicht verlangt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Ärzte wie gewohnt ein Folgerezept, eine Überweisung oder AU erst nach persönlicher Untersuchung ausstellen.

 

23.04.2020 | Gruppentherapien an einem Ort bleiben formal untersagt

Psychotherapeutische Gruppentherapien bleiben in Bremen bis zum 3. Mai verboten. Dies hat  das Gesundheitsamt der KV Bremen mitgeteilt.
Demnach fallen Gruppentherapien unter das Versammlungsverbot, wie es in der am 17. April veröffentlichten Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus der Freien Hansestadt Bremen formuliert ist. In begründeten Einzelfällen können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten jedoch einen Antrag zur Durchführung einer Gruppentherapie an das Ordnungsamt Bremen stellen unter der E-Mail Adresse infektionsschutz@ordnungsamt.bremen.de. Die ursprünglich bis zum 20. April geltende Regelung ist bis zum 3. Mai verlängert worden. Sobald Informationen über die anschließenden Regelungen vorliegen, wird die KV Bremen zeitnah darüber unterrichten.
Im Gegensatz zur Bremer Regelung hält die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Gruppentherapien für zulässig, da es sich dabei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt.

 

20.04.2020 | Videosprechstunde geht auch zu Hause – keine Genehmigung notwendig

Bis auf Weiteres können Ärzte und Psychotherapeuten Videosprechstunden auch außerhalb der zugelassenen und der KV gemeldeten Praxen und Büros abhalten. Das hat der Vorstand der KVHB mit sofortiger Wirkung beschlossen. Damit können Videosprechstunden zum Beispiel auch im „Home Office“ stattfinden.

Voraussetzung dafür ist, dass die bestehenden Anforderungen an die Videosprechstunde eingehalten werden: So muss die Videosprechstunde in Räumen stattfinden, die Privatsphäre bieten. Außerdem müssen die eingesetzte Technik und die elektronische Datenübertragung eine angemessene Kommunikation gewährleisten. Niedergelassene müssen keine Genehmigung beantragen, damit Sie die Videosprechstunde beispielweise auch von zu Hause erbringen dürfen. Sie werden befristet bis zur Aufhebung der vom Bundestag am 25. März festgestellten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ oder bis zu einer anderweitigen Bekanntgabe des KVHB-Vorstandes so aufgestellt, als hätten Sie für die Ausführung der Videosprechstunde ausgelagerte Praxisräume angezeigt.

Mit diesem Beschluss ist die eigentliche Regelung vorübergehend ausgesetzt, dass ein niedergelassener Vertragsarzt oder -psychotherapeut seine vertragsärztlichen oder vertragspsychotherapeutischen Leistungen am Ort der Zulassung, also dem Vertragsarzt- bzw. Vertragspsychotherapeutensitz, oder an einem sogenannten weiteren Tätigkeitsort, zum Beispiel einer zulässigerweise ausgewiesen Nebenbetriebsstätte, erbringen muss.

Bitte beachten Sie: Diese Festlegung bezieht sich lediglich auf den Ort der Leistungserbringung. Damit Sie Leistungen der Videosprechstunde überhaupt erst ausführen und abrechnen dürfen, ist weiterhin die grundsätzliche Anzeige und das Einholen einer Bestätigung durch die KVHB notwendig.
 

20.04.2020 | Rückzieher vom Rückzieher: AU-Bescheinigung per Telefon vorerst weiterhin möglich

Ärzte können Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege vorerst weiterhin per Telefon krankschreiben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss am 20. April  bekanntgegeben. Das Ausstellen einer AU nach telefonischer Anamnese ist danach für bis zu sieben Tage möglich, bei Bedarf kann diese um weitere sieben Tage verlängert werden.
Die Ausnahmeregelung gilt vorerst bis 4. Mai. Über eine erneute Verlängerung soll rechtzeitig vor Auslaufen der Regelung entschieden werden.
Der Gemeinsame Bundesausschuss  hatte am 17. April gegen die Stimmen der Ärzteschaft beschlossen, die Sonderregelung zur telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheidung nicht zu verlängern. Die Regelung war am Sonntag ausgelaufen. Sie sah eine Krankschreibungsmöglichkeit von bis zu 14 Kalendertagen vor.
Nach der neuen Sonderregelung dürfen Ärzte Patienten mit leichten Symptomen der oberen Atemwege für bis sieben Kalendertage krankschreiben, ohne dass diese in die Praxis kommen müssen. Sollte der Patienten nach einer Woche noch nicht gesund sein, ist eine Verlängerung per Telefon um weitere sieben Tage möglich. Die telefonische AU läuft ansonsten weiter wie bisher. So können alle Patienten mit leichten Beschwerden der oberen Atemwege nach telefonischer Anamnese krankgeschrieben werden, also auch Patienten, die in den letzten sechs Quartalen nicht in der Praxis waren. Die Kosten für den Versand werden wie gehabt von den Krankenkassen übernommen (90 Cent für das Porto, GOP 40122).
Der G-BA muss die Sonderregelung jetzt noch offiziell beschließen. Ärzte können jedoch im Vorgriff auf diesen Beschluss bereits so verfahren und Patienten bei Bedarf telefonisch krankschreiben. Der Beschluss soll rückwirkend zum 20. April gelten.
 

17.04.2020 | AU-Bescheinigung ab 20. April nicht mehr per Telefon möglich

Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege müssen wegen einer Krankschreibung ab Montag, 20. April, wieder in die Arztpraxis kommen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat gegen die Stimmen der Ärzteschaft die Ausnahmeregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit in der AU-Richtlinie nicht verlängert. Damit endet die Sonderregelung am 19. April. "Der abrupte Stopp ist für Praxisteams und Patienten höchst problematisch", kritisierte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, die Entscheidung „Wir hatten uns im G-BA für eine Verlängerung bis 3. Mai eingesetzt. Dies wäre deckungsgleich gewesen mit der von der Bundesregierung ausgesprochenen Fortführung der Kontaktsperre“, sagte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender. Die KBV wurde im Gremium überstimmt.
 

17.04.2020 | Offener Brief zur Standortkritik an der Coronaambulanz Bremen Nord

Dr. Uwe Schwichtenberg, Betreiber der Coronaambulanz in Bremen Nord, fordert in einem offenen Brief von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard Unterstützung für den Standort ein.

"Offener Brief an
Claudia Bernhard
Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz
Contrescarpe 72
28195 Bremen

Thema: Beschwerde über den Standort der Coronatestabnahmeambulanz in Bremen-Nord

Mit großer Freude haben wir die unterstützenden Leserbriefe in der „Norddeutschen“ gelesen. Alle Schreiber formulierten Worte der Anerkennung und des Dankes für mein Team. Verständnis für die Beschwerdeführerin, die aus irrationaler Angst die Ambulanz nicht in ihrer Nähe haben möchte, konnte niemand aufbringen. Irritierend war für uns, die Stellungnahme der Senatorin zu lesen, deren ausdrücklicher Wunsch der Aufbau einer Coronatesteinheit in Bremen-Nord gewesen ist. Wir haben hierfür unsere gesamte Praxisstruktur umgestellt und Hunderte von Patiententerminen entweder auf spätere Zeitpunkte oder in unsere Filialpraxis verlegt. Wir wurden für diese Aufgabe ausgewählt, weil wir über ein Team der erforderlichen Größe verfügen, das bereit und fähig war, diese Aufgabe zu übernehmen. In unserem Praxisgebäude befinden sich keine weiteren Praxen oder Einrichtungen, wir verfügen über Parkplätze in ausreichender Zahl auf unserem eigenen Grundstück. Die Ambulanz ist so organisiert, dass sich die Abstrichpatienten nicht gegenseitig begegnen. Ziehen Sie wirklich die Einstellung dieses Serviceangebotes für Nord-Bremer Bürger in Erwägung, weil EIN Mensch EIN Paar Handschuhe in eine Ecke UNSERES Parkplatzes geworfen hat oder weil sich ein laminiertes DIN A4 Hinweisschild im Sturm selbständig gemacht hat? Wir persönlich haben „in absehbarer Zeit keinen anderen Standort anvisiert“ und sehen bei sachlich nüchterner Betrachtung dafür auch nicht den geringsten Anlass. Der Standort in Blumenthal weist im Gegensatz zur Stellungnahme der Gesundheitsbehörde „keine Schwächen“ auf, die irgendeine Belastung für die Anwohner darstellen und das über die Presse vermittelte „Drängen auf eine ideale Lösung“ empfinden wir weder als hilfreich noch als fair.

Langer Rede kurzer Sinn: Unterstützung, Dank und Anerkennung für diejenigen, die mit großem Aufwand unter Risiko für die eigene Gesundheit dieser Gesellschaft einen Dienst erweisen, sieht anders aus.

Dr. Uwe Schwichtenberg"
 

17.04.2020 | Ausnahmeregelungen DMP

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Ausnahmeregelungen für Schulungen und Dokumentationen in den Disease-Management-Programmen (DMP) beschlossen.

Auch die DMP-Dokumentationspflicht und die Verpflichtung der Versicherten zur Teilnahme an empfohlenen Schulungen wird für das erste bis dritte Quartal 2020 ausgesetzt. Damit soll vermieden werden, dass in DMP eingeschriebene Patientinnen und Patienten, die zu den besonderen Risikogruppen zählen, zur Teilnahme an Präsenzschulungen und persönlichen Untersuchungen verpflichtet werden.

Wie der G-BA in den tragenden Gründen zum Beschluss erläutert, können und sollen nach individueller Abwägung weiterhin Dokumentationen und Schulungen erfolgen, wenn die Kontrolluntersuchung oder die Schulung notwendig ist und durchgeführt werden soll. Die Ausnahmeregelung des G-BA ermöglicht es nicht, dass bereits erstellte aber unvollständige Dokumentationen, z.B. bei fehlenden Laborwerten, vergütet werden können. Die Plausibilisierungskriterien, auf deren Grundlage die Dokumentationen auf ihre Vergütungsfähigkeit geprüft werden, wurden nicht außer Kraft gesetzt. 

 

16.04.2020 |  Fachliche Fortbildung: Verlängerung der Nachweispflicht

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Quartal verlängert. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einer entsprechenden Anfrage der KBV zugestimmt. Die Verlängerung der Nachweispflicht zur fachlichen Fortbildung nach Paragraf 95d SGB V gilt auch für Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits mit Honorarkürzungen und Auflagen zum Nachholen der Fortbildungen innerhalb von zwei Jahren belegt wurden.
 

15.04.2020 | Aussetzungen von QS-Anforderungen bei sQS

Bis zum 31. Oktober 2020 werden alle Stellungnahmeverfahren in der sektorübergreifenden Qualitätssicherung (sQs) ausgesetzt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen. Als neue Frist für die Durchführung der Stellungnahmen nach § 17 Absatz der DeQS-RL ist zunächst der 31. März 2021 vereinbart. Im Detail betrifft die befristete Aussetzung des Stellungnahmeverfahrens folgende Verfahren:

  • Ergebnisse des QS-Verfahrens PCI und Koronarangiographie für das gesamte Erfassungsjahr 2019
  • Ergebnisse der Einrichtungsbefragung (QS WI) zum Erfassungsjahr 2019

Zudem wurde für Vertragsärztinnen und -ärzte der Verfahren Perkutane Koronarintervention/-angiografie QS PCI sowie Nierenersatztherapie (QS NET) die Verpflichtung zur unterjährigen, quartalsweisen Datenlieferung für das Erfassungsjahr 2020 ausgesetzt. Betroffen sind die Lieferungen zum 15. Mai, 15. August und 15. November.

 

14.04.2020 | Nur noch bestimmte Notfälle ins Links der Weser einweisen

Aufgrund des Coronaausbruchs im Krankenhaus Links der Weser gilt dort bis auf weiteres ein Aufnahmestopp. Niedergelassene Ärzte sollten dorthin nur noch Notfälle in den Bereichen Kardiologie, Kardiochirurgie, Kinderklinik mit Level 1 sowie Geburtshilfe einweisen. In allen anderen Fällen sind andere Krankenhäuser auszuwählen.

 

14.04.2020 | Aussetzen von QS-Maßnahmen

Aufgrund der Corona-Pandemie wird es den KVen ermöglicht, viele Qualitätssicherungsmaßnehmen vorübergehend auszusetzen oder von den Bundesvorgaben abzuweichen. Darauf hat sich die KBV mit dem GKV-Spitzenverband verständigt. Dies betrifft neben Dokumentationsprüfungen durch Stichproben und die Einhaltung von Mindestmengen beispielsweise auch Fallsammlungs-, Präparate- oder Geräteprüfungen. Ausgesetzt werden

  • Hygieneprüfungen in der Koloskopie
  • Konstanzprüfungen in der Ultraschalldiagnostik
  • Messtechnische Kontrollen in der Hörgeräteversorgung

Auch Fortbildungsmaßnahmen für Vertragsärzte und Praxismitarbeiter, die für bestimmte Leistungen vorgeschrieben sind, werden ausgesetzt (z.B. Akupunktur, HIV/Aids, ambulante spezialisierte Geriatrie, Schmerztherapie).

Anderes gilt für die Onkologievereinbarung. Nach aktueller Rückmeldung der KBV ist eine entsprechende Regelung zur Anpassung der jährlich bis zum 31.03. des Folgejahres nachzuweisenden Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung der Teilnahme (Fortbildungen, Mindestpatientenzahl) derzeit noch nicht vorgesehen. Die weitere Entwicklung wird abgewartet und im weiteren Jahresverlauf entschieden, ob bzw inwieweit die Regelungen für das Jahr 2020 anzupassen sind. Dies gilt auch für die Palliativversorgung oder die Delegationsvereinbarung (NÄPA). 
 

08.04.2020 | In welchen Fällen das Einlesen der eGK ab 1. April entfällt

  • Bekannte - unbekannte Patienten: Ein „bekannter“ Patient ist jemand, der in den vergangenen sechs Quartalen (01.10.2018 bis 31.03.2020) mindestens einmal in der Praxis war. In diesem Fall übernimmt die Praxis die Versichertendaten aus der Patientenakte. Bei einem „unbekannten“ Patienten ist dies nicht möglich, die Praxis erfasst die Versichertendaten, die der Patient telefonisch oder per Video übermittelt.
  • Telefonische Konsultation: Bei ausschließlich telefonischer Konsultation nach den GOP 01433, 01434 ist das Einlesen der eGK nicht notwendig. Dies ist nur bei bekannten Patienten möglich.
  • Videosprechstunde: Wenn der Patient nicht persönlich in die Praxis kommt und Videosprechstunden abgehalten werden, ist das Einlesen der eGK nicht notwendig. Dies ist bei bekannten und unbekannten Patienten möglich.
  • Bei der Videosprechstunde mit unbekannten Patienten hält der Versicherte seine elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (inklusive Versichertennummer) erheben kann. Zusätzlich bestätigt der Patient mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes.
  • Folgerezepte, Folgeverordnungen, Überweisungen: Für den Zeitraum der Corona-Pandemie dürfen nicht nur Folgerezepte, sondern auch Überweisungen und Folgeverordnungen sowie Verordnungen von Krankenfahrten und Krankentransporten per Post versandt werden. Ein Einlesen der eGK ist hier nicht notwendig, da dies nur bei bekannten Patienten möglich ist.
  • AU-Bescheinigung per Telefon: Wenn es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt, darf der Vertragsarzt den Patienten bis zu 14 Tage krankschreiben. Die telefonische Krankschreibung ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Ebenso darf eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes ausgestellt werden. In diesen Fällen ist das Einlesen der eGK weder bei bekannten noch unbekannten Patienten  notwendig.
  • Beim Ausstellen einer AU-Bescheinigung für unbekannte Patienten werden folgende Versichertendaten erfragt:
    • Name des Versicherten
    • Wohnort des Versicherten (PLZ)
    • Geburtsdatum des Versicherten
    • Krankenkasse
    • Versichertenart (Mitglied, Familienversichert, Rentner); Versichertennummer ist nicht erforderlich

 

06.04.2020 | Antikörpernachweis ist keine GKV-Leistung

Die KV Bremen erreichten einige Anfrage, ob der Antikörpernachweis SARS-CoV-2 nach GOP 32641 EBM veranlasst bzw. abgerechnet werden darf. Aus Sicht des RKI spielt der Antikörpernachweis für die Akutdiagnostik, d.h. den Nachweis/Ausschluss der meldepflichtigen Erkrankung, keine Rolle. Aufgrund der Einschätzung des RKI ist der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 derzeit als nicht wirtschaftlich und nicht notwendig zu bewerten. Deswegen sieht die KV Bremen derzeit keine Leistungspflicht der GKV. Bei Veranlassung oder Abrechnung genannter Fälle kann es zu Plausibilitätsprüfungen oder Rückforderungen kommen.

 

06.04.2020 | Mehr Konsultationen ab 1. April auch per Telefon möglich

Während der Corona-Pandemie werden für alle Fachgruppen die Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon erweitert, dafür sind ab 1.April bis zum 30. Juni 2020 häufigere und längere Telefonate berechnungsfähig.

Voraussetzung ist, dass der Patient dem Arzt bzw. Psychotherapeuten bekannt sein muss und in den letzten sechs Quartalen (4. Quartal 2018 bis 1. Quartal 2020) mindestens einmal in der Praxis gewesen sein muss.

Eine Vorlage der Versichertenkarte (eGK) ist nicht notwendig, solange ausschließlich telefonische Konsultationen stattfinden. In diesem Fall dürfen die Versichertendaten für die Abrechnung aus der Patientenakte übernommen werden.

Für die Abrechnung der Telefonate wurden zwei neue Leistungen im EBM aufgenommen:

  • Für Psychologische Psychotherapeuten, Nervenärzte, Neurologen, Psychiater, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater wurde die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) aufgenommen.
  • Für Hausärzte, Kinder- und Jugendmediziner, Schmerztherapeuten und Fachärzte wurde  die GOP  01434 (65 Punkte / 7,14 Euro) aufgenommen.

Abrechnung nach Fachgruppen

  • Psychologische Psychotherapeuten, Nervenärzte, Neurologen, Psychiater, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater können pro Patient bis zu 20 Telefongespräche von je mindestens zehn Minuten über die neue GOP 01433 als Zuschlag im Zusammenhang mit  der GOP 01435 oder der Grundpauschale abrechnen. Die GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) ist wie bisher einmal im Arztfall berechnungsfähig, sofern keine Versicherten-/ Grundpauschale abgerechnet wurde.  Die neue GOP 01433 kann auch bei telefonischen Kontakten mit der Bezugsperson abgerechnet werden. Die GOP 01433 ist im organisierten Not(-fall)dienst nicht berechnungsfähig. Die GOP 01433 ist – mit Ausnahme der GOP 01435 und 40122 - nicht neben anderen GOP am Behandlungstag berechnungsfähig.
  • Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte sowie Schmerztherapeuten können pro Patient sechs Telefongespräche von fünf Minuten über die neue GOP 01434 als Zuschlag zur GOP 01435 oder als Zuschlag zur Versichertenpauschale 03000/04000 oder Grundpauschale 30700 abrechnen. Die GOP 01435 ist wie bisher einmal im Arztfall berechnungsfähig, sofern keine Versicherten- /Grund- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wurde.  Im Falle der Kombination von Versichertenpauschale und Telefongespräch nach GOP 01434 im Arztfall, fließt die GOP 01434 bei Haus- sowie Kinder- und Jugendärzten in das Budget für die Gesprächsleistungen (GOP 03230, 04230, 04231) ein.  Bei ausschließlichem telefonischem Kontakt im Arztfall wird das Budget nicht belastet. Die GOP 01434 kann auch bei telefonischen Kontakten mit der Bezugsperson abgerechnet werden und ist im organisierten Not(-fall)dienst nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist für Gespräche im Zusammenhang mit Leistungen der Abschnitte 1.7.1 bis 1.7.5 nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist – mit Ausnahme der GOP 01435 und 40122 - nicht neben anderen GOP am Behandlungstag berechnungsfähig.
  • Gynäkologen, HNO-Ärzte, Dermatologen, alle fachärztlich tätigen Internisten, Orthopäden, Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen sowie Urologen können pro Patient fünf Telefongespräche über die GOP 01434 als Zuschlag zur GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) abrechnen. Die GOP 01435 ist wie bisher einmal im Arztfall berechnungsfähig. Voraussetzung ist, dass der Patient in dem Quartal nicht in der Praxis war oder per Videosprechstunde behandelt wurde, da die telefonische Beratung Bestandteil der Grundpauschale ist. Die GOP 01434 kann auch bei telefonischen Kontakten mit der Bezugsperson abgerechnet werden und ist im organisierten Not(-fall)dienst nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist für Gespräche im Zusammenhang mit Leistungen der Abschnitte 1.7.1 bis 1.7.5 nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist – mit Ausnahme der GOP 01435 und 40122 - nicht neben anderen GOP am Behandlungstag berechnungsfähig.
  • Anästhesisten, Augenärzte, Chirurgen, Humangenetiker, Laborärzte, MKG, Nuklearmediziner, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, PRM können pro Patient zwei Telefongespräche über die GOP 01434 als Zuschlag zur GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) abrechnen. Die GOP 01435 ist wie bisher einmal im Arztfall berechnungsfähig. Voraussetzung ist, dass der Patient in dem Quartal nicht in der Praxis war oder per Videosprechstunde behandelt wurde, da die telefonische Beratung Bestandteil der Grundpauschale ist. Die GOP 01434 kann auch bei telefonischen Kontakten mit der Bezugsperson abgerechnet werden und ist im organisierten Not(-fall)dienst nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist für Gespräche im Zusammenhang mit Leistungen der Abschnitte 1.7.1 bis 1.7.5 nicht berechnungsfähig. Die GOP 01434 ist – mit Ausnahme der GOP 01435 und 40122 - nicht neben anderen GOP am Behandlungstag berechnungsfähig.

Praxisinfo der KBV zur MEHR KONSULTATIONEN PER TELEFON
https://www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_Telefonkonsultation.pdf

Den dazugehörigen Beschluss finden Sie unter
https://institut-ba.de/ba/babeschluesse/2020-04-06_ba491.pdf

 

03.04.2020 | Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese

Mittlerweile können für viele verschiedene Leistungen Folgeverordnungen ausgestellt und per Post an die Patienten übermittelt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Vertragsarzt erfolgt ist. Diese Folgeverordnungen können auf diesem Wege ausgestellt werden:

  • Arzneimittel-Rezepte
  • Häusliche Krankenpflege
  • Heilmittel (auch Verordnungen außerhalb des Regelfalls)
  • Hilfsmittel auf Muster 16 (nur für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie BZ-Teststreifen)
  • Krankenbeförderungen

Bei den Krankenbeförderungen muss der Patient in der Arzt-/oder Psychotherapeutenpraxis bekannt sein. Der Verordner muss sich zudem vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung überzeugt haben.
 

03.04.2020 | Zusätzliches Honorar für Corona-Patienten: Neues Verfahren zur Kennzeichnung der Leistungen ab 1. April

Für die Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es seit 1. April ein neues Verfahren. Damit werden weiterhin alle diese Leistungen von den Krankenkassen zusätzlich bezahlt.

Die Kennzeichnung erfolgt wie bisher mit der Ziffer 88240. Neu seit Quartalsbeginn ist:  Der Arzt dokumentiert die Ziffer 88240 an allen Tagen, an denen er den Patienten wegen des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt. Dann bekommt er Folgendes extrabudgetär bezahlt:

  • alle Leistungen, die er an diesen Tagen für den Patienten durchführt
  • die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale für Pneumologie (GOP 04530 und 13650), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde
  • die Zusatzpauschale fachinternistische Behandlung (GOP 13250), auch wenn sie nicht an diesen gekennzeichneten Tagen abgerechnet wurde.

 

03.04.2020 | Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax in Kürze wieder verfügbar

Der Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax 23 ist voraussichtlich ab 3. April in Deutschland wieder im Handel verfügbar. Darüber hat das Paul-Ehrlich-Institut informiert. Die Firma MSD hat zwei Chargen Pneumovax 23 aus Japan importiert. Das bedeutet, dass die Verpackung und die Gebinde in japanischer Kennzeichnung auf den Markt gebracht werden. Auch die Klebeetiketten mit der Charge für den Impfpass sind in japanischen Schriftzeichen. Ärzte müssen daher handschriftlich notieren, dass es sich um Pneumovax 23 handelt.

Die verfügbaren Impfstoffe sind für GKV-Patienten weiterhin genehmigungsfrei über den Sprechstundenbedarf zu beziehen (Muster 16a).

 

03.04.2020 | RKI-Empfehlungen zum Kontaktmanagement für Praxispersonal

Wie sollte eine Praxis vorgehen, wenn medizinisches Personal Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte? Das stellt eine neue Infografik des Robert Koch-Institutes anschaulich dar. Auf einer extra Seite wird das flexiblere Vorgehen bei Personalmangel abgebildet.

Die Hinweise des RKI kommen bei Personalmangel insbesondere unter folgenden Umständen in Frage:

  • Exposition: Kategorie Ia

Medizinisches Personal mit hohem Expositionsrisiko, zum Beispiel ungeschützte relevante Exposition zu Sekreten, Exposition gegenüber Aerosolen von COVID-19-Fällen (z.B. im Rahmen von Bronchoskopie)

  • Exposition: Kategorie Ib

Medizinisches Personal mit begrenztem Expositionsrisiko, zum Beispiel medizinisches Personal mit Kontakt unter 2 Metern zu COVID-19-Fällen ohne Schutzausrüstung, ≥15 Minuten face-to-face Kontakt (ohne Exposition wie unter Ia beschrieben); grundsätzlich gilt: je länger und enger der Kontakt, desto höher das Risiko.

  • Medizinisches Personal mit Erkältungssymptomen
  • SARS-CoV-2-positives medizinisches Personal

Exponiertes medizinisches Personal kann demnach bei Personalmangel unter Beachtung der hygienischen Voraussetzungen weiterarbeiten:

  • bei der Konstellation Ia nach 7-tägiger häuslicher Absonderung und Symptomfreiheit (mit Mund-Nasen-Schutz)
  • bei der Konstellation Ib bei Symptomfreiheit (mit Mund-Nasen-Schutz)

Besonders zwei Prinzipien sind bei Einsatz medizinischen Personals unter den dargestellten Fallkonstellationen besonders zu beachten:

  • Medizinisches Personal mit Krankheitssymptomen muss umgehend getestet werden
  • Positiv getestetes medizinisches Personal darf nur in absoluten Ausnahmefällen weiterarbeiten und darf dann ausschließlich COVID-19-Patienten versorgen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Versorgung von Nicht-COVID-19-Patienten ist Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden und 2 negative SARS-CoV-2-Tests im Abstand von 24 Stunden.

www.rki.de

 

03.04.2020 | Genehmigungsverzicht bei Krankentransporten

Für das Fahren mit dem Krankentransport zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen benötigen folgende Patienten vorerst keine Genehmigung ihrer Krankenkasse mehr:

  • Nachweislich an COVID-19-Erkrankte
  • Patienten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen

Die Verordnung der Krankenbeförderung muss entsprechend gekennzeichnet sein. Dazu wird auf dem Muster 4 angegeben, dass es sich um einen nachweislich COVID-19-Erkrankten oder einen Patienten in Quarantäne handelt.

Die Fristen für die Verordnung von Fahrten zur vor- oder nachstationären Behandlung wurden erweitert:

  • Fahrten zu vorstationären Behandlungen können für 3 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen vor Beginn der stationären Behandlung verordnet werden.
  • Fahrten zu nachstationären Behandlungen können für 7 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen verordnet werden.

 

02.04.2020 | Bei Substitution die Vergabe von Buprenorphin in Betracht ziehen

Unter den Bedingungen der Coronapandemie können Substitutionsärzte, wenn medizinisch vertretbar, auch auf die Gabe von Buprenorphin ausweichen. Darauf weist die KV Bremen hin.

Die derzeitige Situation verlangt von substituierenden Ärzten eine pragmatische Abwägung zwischen suchtmedizinischen und infektionspräventiven Aspekten.  Grundsätzlich müssen Substitutionsmitteln unter persönlicher Aufsicht in der Praxis ausgegeben werden. Aus infektionspräventiven Gründen kann unter den aktuellen Bedingungen dies möglicherweise zu Komplikationen führen.

Für das Wochenende wäre das Ausstellen so genannter Z-Rezepte möglich. Die KV Bremen weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Z-Rezepte nur für die Fälle vorgesehen sind, in denen die Substitutionsbehandlung nicht anderweitig gewährleistet werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass der Verlauf der Behandlung die kurzfristige „Take- Home-Versorgung“ zulässt. Außerdem müssen Risiken der Selbst- oder Fremdgefährdung von dem behandelnden Arzt eindeutig ausgeschlossen werden.

Ist das nicht gewährleistet, empfiehlt die KV Bremen, weiterhin die Sicht-Vergabe unter Einhaltung der derzeitig vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen vorzunehmen, oder auf die alternierende Sicht-Vergabe von Buprenorphin – falls medizinisch vertretbar- alle zwei oder maximal drei Tage auszuweichen.

 

02.04.2020 | Häusliche Krankenpflege kann länger als 14 Tage verordnet werden

Bei der Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12) gelten ab sofort weitere Erleichterungen:

  • Die Erstverordnung kann nach individuellem Bedarf auch für längere Zeiträume ausgestellt werden. Die Beschränkung auf 14 Tage ist damit aufgehoben.
  • Folgeverordnungen können rückwirkend für bis zu 14 Tage ausgestellt werden.
  • Ebenfalls ausgesetzt werden Regelungen, wonach die Notwendigkeit für eine längere Dauer medizinisch begründet werden muss und die Folgeverordnung in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums auszustellen ist.

Auch bei den Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege gilt, dass diese ohne direkten Patienten-Kontakt ausgestellt werden können. Der Postversand der Folgeverordnung wird mit der Gebührenordnungsposition 40122 geltend gemacht. 

 

01.04.2020 | Sind Ärzte für Beendigung der Quarantäne zuständig? Nein - aber für die Versorgung schon.

Seit der Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen vom 20. März gilt im Bundesland Bremen eine von Amtswegen verhängte Quarantäne für Menschen mit einer bestätigten Infektion. Behandelnde Ärzte sind für die Aufhebung der Quarantäne nicht zuständig, sie können dies lediglich empfehlen.

In der Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen, die mit dem Corona-Virus (SARS-CoV 2) infiziert sind oder Kontakt mit infizierten Personen hatten vom 20. März heißt es: „Personen, bei denen eine Infektion mit Corona-Viren (auch SARS-CoV 2) labordiagnostisch bestätigt wurde, wird ab der labordiagnostischen Bestätigung einer Infizierung untersagt, ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes zu verlassen.“ Dies gilt auch für Menschen, die Kontakt mit bestätigten Fällen hatten (z.B. mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht im Abstand von weniger als zwei Metern oder sehr engem Kontakt für einen kürzeren Zeitraum). Eine Quarantäne wird also nicht mehr im Einzelfall auf Weisung eines Amtes angeordnet, sondern tritt automatisch in den oben genannten Fällen in Kraft.

Die Quarantäne endet nach der Allgemeinverfügung von Amtswegen, wenn folgende drei Punkte zutreffen:

  • Frühestens 14 Tage nach Symptombeginn bei Erfüllung aller folgender Kriterien:

  • Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19 Erkrankung und

  • nach Rücksprache mit der „ärztlichen Betreuung“

Nach Rechtsauffassung der KV Bremen steht der Patient in der Verantwortung, die Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt zu suchen, der nach medizinischer Abwägung seinem Patienten lediglich empfehlen kann, die Quarantäne fortzuführen oder zu beenden. Die Entscheidung obliegt dem Patienten. Insofern ist es auch nicht notwendig, dass der Arzt ein „Gesundheitsattest“ ausstellt. Wichtig: Die medizinische Versorgung des Patienten bleibt natürlich in der Hand des behandelnden/überweisenden Arztes.

Eine alte Anordnung, wonach zwei negative Abstriche im Abstand von 24 Stunden zu entnehmen sind, um das Ende der Infektion zweifelsfrei nachzuweisen, ist nicht mehr gültig!

Die zitierte Allgemeinverfügung zur Absonderung von Personen, insbesondere die automatische Quarantäne von Amtswegen, gilt ausdrücklich nicht für im Gesundheitswesen beschäftigte Menschen. Das bedeutet, dass für Ärzte, Psychotherapeuten und medizinisches Fachpersonal, die Quarantäne nicht automatisch in Kraft gesetzt wird.

Unter die Allgemeinverfügung fallen die meisten Fälle, die relevant sind im Praxisalltag. Allerdings können Gesundheits- bzw. Ordnungsamt nach wie vor direkt eine Quarantäne verhängen. In diesen Fällen ist das Amt auch zuständig für die Beendigung der Quarantäne.

Hinweise zu Quarantäne und AU-Bescheinigung

Bei der Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen während einer Quarantäne ist folgendes zu beachten:

  • Ist der Patient krank, weil er zum Beispiel Schnupfen und leichte Halsschmerzen hat, stellt der Arzt eine AU-Bescheinigung aus. Eine AU kann auch nach telefonischer Anamnese für bis zu zwei Wochen ausgestellt und per Post zugesandt werden.
  • Zeigt der Patient keine Symptome, darf der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen. Das gilt auch, wenn die Person auf das Virus positiv getestet wurde.

Symptomfreie Patienten in Quarantäne (zum Beispiel am Ende der Krankheit, aber noch vor Ablauf der 14-Tage-Regel) haben keinen Anspruch auf eine Verlängerung der AU. Etwaige Forderungen ihrer Arbeitgeber können diese Patienten mit Verweis auf die Allgemeinvergütung beantworten. Der Arbeitgeber kann sich nach dem Infektionsschutzgesetz die Lohnfortzahlung über die zuständigen Behörden erstatten lassen.

 

31.03.2020 | Zuständigkeiten bei Überweisungen an Radiologen beachten

Die Fachgruppe der Radiologen hat als Reaktion auf die Coronakrise für ausgewählte radiologische Leistungen Zuständigkeiten und Zeitfenster definiert. Überweisende Ärzte werden gebeten, den Einsatzplan zu beachten.

  • Radiologie am SJS, Schwachhauser Heerstraße 54, 28209 Bremen: Konventionelle Röntgenaufnahmen und Computertomographien der Lunge zunächst zeitlich organisatorisch begrenzt wochentags von 16:00 bis 18:00 Uhr.
  • MVZ am RKK, St.-Pauli-Deich 24, 29211 Bremen steht ein separater Thorax- Röntgenraum für Verdachtsfälle von 08:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung. Computertomographien der Lunge wochentags von 16:00 bis 17:00.
  • ZEMODI Sonneberger Straße 5, 28325 Bremen: Konventionelles Röntgen und Computertomographie  der Lunge: Dienstag bis Freitag 11:00 bis 13:00.
  • ZEMODI Bremen-Nord, Gerhard-Rohlfs-Str. 39, 28757 Bremen, können Mo., Di., Do., Fr. von 15:00 -17:00 Uhr und Mi. 11:00 -12:00 Konventionelles Röntgen und Computertomographie  der Lunge.
  • ZEMODI Bremen-Mitte, MRT für Notfälle bei Corona-Patienten: Montag bis Freitag von 19:00 – 21:00.
  • Sollten die CT-Kapazitäten nicht ausreichen, werden auch am Standort ZEMODI, Schwachhauser Heerstraße 63a, 28209 Bremen CT-Untersuchungen angeboten.
  • Bremerhaven IRNB, Bürgermeister-Smidt-Straße 166, 27568 Bremerhaven: Röntgen und CT der Lunge nach telefonischer Rücksprache.
  • GPX am DIAKO und LDW bitte nach telefonischer Rücksprache. (Telefonische Erreichbarkeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr)

 

31.03.2020 | Schnelle Informationen in Krisenzeiten: Nennen Sie der KV Ihre E-Mail-Adresse!

Das Fax hat ausgedient und ist fehleranfällig, die Post zu langsam: Die KV Bremen bittet alle Mitglieder darum, E-Mail-Adressen über ein Online-Formular zu melden bzw. zu  aktualisieren.

Die Coronakrise zeigt, dass das Informationsbedürfnis auch bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten riesig ist. Schnelle Kommunikation ist insbesondere in einer sehr dynamischen Entwicklung unentbehrlich. Die KV Bremen geht deshalb dazu über, ihre Mitglieder neben der Homepage per E- Mail (Newsletter) auf dem Laufenden zu. Dies hat den Vorteil, bestimmte Informationen schnell an ausgewählte Fachgruppen zu verteilen bzw. regional zu steuern. Deshalb bittet die KV Bremen alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten gegebenenfalls ihre E-Mail-Adressen zu melden bzw. zu aktualisieren. Dieser Appell geht insbesondere an die Mitglieder, die in den vergangenen Tagen keine E-Mail-Mitteilung von der KV Bremen erhalten haben.

Onlineformular

 

31.03.2020 | ICD-10 GM Kodierung COVID-19

Um durch Labortest gesicherte COVID-19-Infektionen von klinisch-epidemiologisch diagnostizierten abzugrenzen, hat die WHO eine Modifikation des Kodes U07.1 COVID-19 vorgenommen und zusätzlich die nichtbelegte Schlüsselnummer U07.2 der ICD-10 mit Inhalt belegt. Die Umsetzung in der ICD-10-GM erfolgt als Zusatzkodes (Ausrufezeichenkodes).

  • U07.1! ist für COVID-19-Fälle zu verwenden, bei denen das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen wurde.
  • U07.2! ist für COVID-19-Fälle zu verwenden, bei denen SARS-CoV-2 nicht durch Labortest nachgewiesen wurde, sondern die Infektion klinisch-epidemiologisch bestätigt wurde.

Bitte beachten Sie für die Kriterien der klinisch-epidemiologischen Bestätigung die Falldefinition des RKI.
Einige Fallkonstellationen und die jeweils klassifikatorisch korrekte Kodierung unter Berücksichtigung der Falldefinition des RKI vom 24.03.2020 sind in der Tabelle aufgeführt. Bitte beachten Sie: Die Falldefinition wird seitens des RKI ggf. angepasst.

Labor-diagnostischer Nachweis*
Klinisches Bild*
Epidemiologische Bestätigung*
CD-10-GM-Kodes
(§ 301 SGB V)
ICD-10-GM-Kodes mit Zusatz-kennzeichen für Diagnosen-sicherheit
(§ 295 SGB V)
Positives Testergebnis liegt vor
Nicht vorhanden
Nicht relevant
Z22.8
plus U07.1!
Z22.8 G
plus U07.1! G
Positives Testergebnis liegt vor
Vorhanden
Nicht relevant
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus U07.1!
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus U07.1! G
Positives Testergebnis liegt nicht vor**
Vorhanden: unspezifisch oder spezifisch
Positiv
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus Z20.8
plus U07.2!
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus Z20.8 G
plus U07.2! G
Positives Testergebnis liegt nicht vor**
Vorhanden
Negativ
Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8, bei
Vorliegen einer Viruspneumonie
Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8 G, bei
Vorliegen einer Viruspneumonie

 

30.03.2020 | Schmerztherapeutische Beratung jetzt auch per Video

Schmerztherapeutische Gespräche können ab 1. April auch per Video erfolgen. Diese Möglichkeit besteht nicht nur während der Coronavirus-Pandemie, sondern dauerhaft. Das hat der Bewertungsausschuss heute beschlossen.

Die Voraussetzung zur Abrechnung der Gebührenordnungsposition 30708 für die Beratung und Erörterung und/oder Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie wird im EBM-Abschnitt 30.7.1 entsprechend angepasst. Mit dieser Entscheidung wurde der Einsatz der Videosprechstunde erneut erweitert.

 

30.03.2020 | Covid-Gesetz enthält Finanzhilfen für Praxen

Das Gesetz zum Ausgleich finanzieller Belastungen in Gesundheitseinrichtungen infolge von COVID-19 hat im Eilverfahren Bundestag und Bundesrat passiert. Es enthält auch Umsatzgarantien für Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten.  
Ziel des Gesetzes ist es, die ambulante Versorgung der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie auch bei reduzierter Inanspruchnahme durch Patienten zu sichern und drohende Praxisschließungen abzuwenden. Es enthält zugleich umfangreiche Finanzhilfen für den Krankenhaus- und Pflegebereich.

Für den ambulanten Bereich sieht das Gesetz vor, dass die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) trotz reduzierter Leistungsmenge im regulären Umfang ausgezahlt wird. Die Krankenkassen müssen also genauso viel Geld für die Versorgung der Patienten bereitstellen wie zu „normalen“ Zeiten.

Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung ist eine Fallzahlminderung in einem Umfang, die die Fortführung der Arztpraxis gefährden würde. Die Entscheidung darüber, wann eine solche Fallzahlminderung vorliegt, haben die KVen im Benehmen mit den Krankenkassen zu treffen.
Die Entscheidung hat sich an dem Ziel zu orientieren, die gesamte MGV an die Vertragsärzte und -psychotherapeuten auszuzahlen. In den Honorarverteilungsmaßstäben sind entsprechende Regelungen für den Ausgleich vorsehen.
Ärzte und Psychotherapeuten haben zudem Anspruch auf eine Ausgleichszahlung für extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennungsuntersuchungen und ambulante Operationen. Dafür muss allerdings der Gesamtumsatz ihrer Praxis (EGV und MGV) um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sinken und die Fallzahl zurückgehen. 
Durch die Entschädigungen sind die Honorarverluste in der EGV zu 90 Prozent auszugleichen. Zudem ist geregelt, dass Ausgleichszahlungen mit Entschädigungen, die beispielsweise nach dem Infektionsschutzgesetz bei einer angeordneten Quarantäne gezahlt werden, verrechnet werden müssen.
 

27.03.2020 | Praxis offen oder zu? Wöchentliche Statusmeldung über Online-Formular

Aktuelle Informationen über die Versorgungssituation in Bremen und Bremerhaven sind vor allem in der Krise unerlässlich. Deshalb weist die KV Bremen alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten an, wöchentlich über ein Online-Formular Meldung zu erstatten, ob die Praxis weiterhin am Netz ist oder geschlossen wurde: Statusmeldung

 

27.03.2020 | Kontaktlos mit der KV Bremen kommunizieren

Die KV Bremen hat interne Abläufe umgestellt und Verfahrensregeln geändert, die es Praxen erlauben, kontaktlos mit der KV-Verwaltung zu kommunizieren.

  • Bitte senden Sie schriftliche Unterlagen, wie Quartalserklärungen, Abrechnungsscheine, Anträge etc., nur noch per Post oder werfen Sie diese in den Briefkasten der KV Bremen! Die KV-Mitarbeiter dürfen diese nicht persönlich entgegennehmen und auch keine Empfangsbestätigung ausfüllen. Dies gilt insbesondere für die Termine der Abrechnungsabgabe 1/2020 in Bremerhaven und Bremen.
  • Alternativ können Sie folgende Unterlagen - ausgefüllt und unterschrieben - auch eingescannt per E-Mail an die KV Bremen versenden:
  • Bitte sehen Sie von telefonischen Nachfragen des Eingangs Ihrer Quartalsabrechnung ab! Sollten Ihre Abrechnung oder wichtige Unterlagen fehlen, wird der zuständige Mitarbeiter der Abrechnung sich mit Ihnen in Verbindung setzen.
  • Formulare können Sie „kontaktlos“ bei der Abteilung Zentrale Dienste unter zd@kvhb.de bestellen! Die Formulare stehen dann drei Werktage später im Eingang des Empfangs der KV Bremen fertig gepackt und beschriftet zur Abholung für Sie bereit. Beispiel: Sie bestellen am Freitag die Formulare, dann können Sie am Mittwoch Ihr Paket abholen.
  • Datenmüll kann derzeit nicht bei der KV Bremen entsorgt werden.
  • Ebenso können Sie derzeit keine Gebühren am Empfang der KV Bremen per Kartenzahlung durchführen, sondern nur per Überweisung.
  • Da uns viele Anfragen zur Corona-Pandemie erreichen, bitten wir um Ihr Verständnis, dass es zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Anfragen sowie bei der Bearbeitung von Anträgen, Widersprüchen und Honorarkorrekturen kommen kann

Erklärung in eigener Sache: „Auch wenn die Ihnen bekannten Mitarbeiter der KV Bremen gerade nicht persönlich für Sie da sind, stehen wir Ihnen selbstverständlich telefonisch und per E-Mail gerne zur Verfügung.“

Zu bestimmten Fragestellungen im Zusammenhang mit Corona können Sie sich an diese zentralen Rufnummern wenden:

  • Corona-Ambulanz/Fieberambulanz: 0421/3404-328 und -181
  • Abrechnung Corona: 0421/3404-300 und -301
  • Videosprechstunde: 0421/3404-118 und -301
  • Schutzmittel: 0421/3404-178 und -105
  • Entschädigung: 0421/3404-150 und -341

 

27.03.2020 | Therapeutische Alternativen zu Paracetamol prüfen

Aktuell bestehen Lieferengpässe bei paracetamolhaltigen Arzneimitteln. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fordert daher dazu auf, dass verschreibungspflichtige paracetamolhaltige Arzneimittel nur nach Prüfung therapeutischer Alternativen und nur in der medizinisch notwendigen Packungsgröße verordnet werden sollen.
Darüber hinaus hat sich das BMG auch zu sogenannten Vorratsverordnungen geäußert. Die Verordnung von Medikamenten insbesondere bei chronisch kranken Patienten sollte im gewohnten Umfang fortgesetzt werden, zum Beispiel mit einer N3-Packung. Ferner sollte auf eine zusätzliche Ausstellung von Privatrezepten, soweit sie aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich sind, verzichtet werden. Damit sollen Versorgungsengpässe vermieden werden.

 

27.03.2020 | Dialyse-Versorgung in Zeiten des Coronavirus

Um die Versorgung von Dialyse-Patienten in Zeiten des Coronavirus sicherzustellen, haben KBV und GKV-Spitzenverband einen Notfallplan verabschiedet. Dieser ist am 23.03.2020 in Kraft getreten und vorerst bis zum 30.06.2020 befristet.

Durch Einführung der Notfallmaßnahmen können Dialyseeinrichtungen bei Bedarf schnell und unbürokratisch reagieren und von den Vorgaben der Anlage 9.1 BMVÄ (Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten) und der QS-Vereinbarung zu den Blutreinigungsverfahren (§ 135 Abs. 2 SGB V) abweichen. So könnten zum Beispiel unkompliziert Patienten anderer Praxen übernommen werden, falls diese krankheitsbedingt ausfallen oder Einrichtungen aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in dem gewohnten Umfang weiterarbeiten können.

Auch muss im Bedarfsfall reagiert werden, wenn sich Dialyse-Patienten mit dem Virus infiziert haben. So könnte es sinnvoll sein, dass einige Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem COVID-19-Virus angesteckt haben. Durch diese Trennung kann das Infektionsrisiko für alle anderen Dialyse-Patienten verringert werden.

Sollte von den eigentlich geltenden Dialyse-Vorgaben abgewichen werden, benötigt die KV Bremen darüber eine Information der Praxis. Diese kann auch im Rahmen der Quartalsabrechnung erfolgen, indem zu den abgerechneten Leistungsziffern ein Hinweis im „freien Begründungstext“ erfolgt (z.B. „Patient übernommen von Praxis XY.“; Feldkennung 5009).

Zuschlagsziffern für die Infektionsdialyse

Zusätzlich sind die Gebührenordnungspositionen 40835 (Zuschlag zu den Kostenpauschalen nach 40816, 40823 oder 40825) und 40836 (Zuschlag zu den Kostenpauschalen 40815, 40817, 40818, 40819, 40824, 40826 bis 40828) für die Infektionsdialysen nun auch bei folgenden Patientengruppen berechnungsfähig:

  • Patienten, die mit dem COVID-19-Virus infiziert sind
  • Patienten, die gemäß §§ 28 und 30 IfSG unter Quarantäne gestellt sind
  • Kontaktpersonen der Kategorie I des Robert-Koch-Instituts.

Sofern die GOP 40835 bzw. 40836 bei einem Patienten der o. g. Gruppen abgerechnet wird, denken Sie bitte an die entsprechende ICD-10-Kodierung: Im Zusammenhang mit COVID-19 kodieren Ärzte die jeweiligen Erkrankungen oder Symptome und geben zusätzlich den Kode U07.1 an. Angaben zur Diagnosesicherheit erfolgen über das Zusatzkennzeichen „V“ für Verdacht oder „G“ für gesichert. Bitte beachten Sie folgende Erläuterungen und Beispiele der KBV unter: www.kbv.de/html/1150_44884.php .

Abrechnung: Daniela Scheglow: 0421.34 04-315 | d.scheglow@kvhb.de
QS-Vereinbarung: Alexandra Thölke, 0421.3404-330 | a.thoelke@kvhv.de

 

27.03.2020 | Desinfektionsmittel in Bremer Apotheken verfügbar

Bremer Apotheken verfügen aktuell wieder über Bestände an selbst gefertigten Desinfektionsmitteln. Das teilt der Bremer Apothekerverband teilt mit.

Die KV Bremen weist deshalb darauf hin, dass sich Praxen mit Desinfektionsmitteln über Apotheken ausstatten können. Da nicht sämtliche Apotheken eigene Desinfektionsmittel herstellen, gilt die Empfehlung, gegebenenfalls mehrere Apotheken zu kontaktieren. Da die Lieferung von Rohstoffen an Bremer Apotheken weiter läuft, wird auch in der kommenden Woche mit der Verfügbarkeit von Mitteln zur Oberflächendesinfektion gerechnet. Grundsätzlich seien die Preise etwas höher und entsprächen nicht den gewohnten Großhandels-Konditionen, teilt der Apothekerverband mit.

 

27.03.2020 | Videoanleitung zum richtigen Umgang mit Schutzmitteln

In Krisenzeiten mit knappen Ressourcen ist der korrekte Umgang mit Schutzmitteln wichtiger denn je. In einer Videoanleitung erklärt der Bremer Arzt Dr. Uwe Schwichtenberg, wie eine Schutzausrüstung richtig angelegt und ausgezogen wird. Außerdem gibt es nützliche Tipps zum ressourcensparenden Umgang mit Schutzmasken. Video bei Youtube: https://youtu.be/03e1-8Wk_Tc

 

26.03.2020 | Abstriche: Wer wird getestet? Und wer nicht?

Risikopatienten mit akuten respiratorischen Symptomen sollen vorrangig auf das Coronavirus getestet werden. Das sehen die neuen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Menschen ohne Krankheitszeichen sollen danach grundsätzlich nicht getestet werden, Menschen mit akuten respiratorischen Symptomen ohne Vorerkrankungen nur bei ausreichender Testverfügbarkeit.

Wer mild erkrankt, kein Risikopatient sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, stellte RKI-Präsident Prof. Lothar H. Wieler heute bei der Vorstellung der Test-Kriterien vor Journalisten klar.

Zu den Fällen, die weiterhin labordiagnostisch abgeklärt werden, gehören Personen mit akuten respiratorischen Symptomen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit COVID-19-Fällen gewesen sein muss, entfällt angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Erregers.

Ein Test soll nach den neuen Kriterien auch durchgeführt werden, wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie gibt. Außerdem werden jetzt Beschäftigte in Arztpraxen, im Pflegebereich und Krankenhaus besonders berücksichtigt. Dort Tätige müssen bei akuten respiratorischen Symptomen auf das SARS-CoV-2 getestet werden.
 

26.03.2020 | U-Untersuchungen: Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt

Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 jetzt auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.
Die Zeiträume für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen sind in der Kinder-Richtlinie geregelt und entsprechend im EBM festgelegt. KBV und GKV-Spitzenverband haben nun vereinbart, dass diese festen Zeiträume für die U6, U7, U7a, U8 und U9 bis zum 30. September 2020 ausgesetzt werden.

 

26.03.2020 | Vorübergehend kein Mammographie-Screening

Angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus wird das Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss gestern in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit beschlossen. Die Standorte aller Screening-Einheiten werden zum Ende dieser Woche vorübergehend geschlossen. Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Nach Beendigung der Aussetzung wird der Einladungsversand umgehend nachgeholt.

 

25.03.2020 | Übersicht Corona-Ambulanzen

 

Corona Ambulanz Bremen-Stadt (nahe Galopprennbahn)

Die niedergelassenen Ärzte in Bremen-Stadt sind über Verfahren und Ansprechpartner informiert.

 

Corona Ambulanz Bremen-Nord

Die niedergelassenen Ärzte in Bremen-Nord sind über Verfahren und Ansprechpartner informiert.

 

Corona Ambulanz Messehallen

Fax für Überweisungen: 0421/35059211
Hinweis: Bitte auf der Überweisung die Faxnummer für etwaige Rückmeldungen lesbar notieren.

Messehalle 5 und 6 - Messe Bremen, Theodor-Heuss-Allee 15, 28215 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr
Homepage

 

Corona Ambulanz Bremerhaven

Fax für Überweisungen: 0471/98216660
Hinweis: Bitte auf der Überweisung die Faxnummer für etwaige Rückmeldungen lesbar notieren.

Dr. Franz Mehrtens Straße 4, 27580 Bremerhaven
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 12 bzw. 13 Uhr
Homepage

 

25.03.2020 | Auch Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte wird erstattet

Auch für den Postversand bestimmter Hilfsmittelrezepte werden Ärzten vorübergehend die Portokosten erstattet. Konkret geht es um Hilfs- und Verbandmittel, die auf Muster 16 verordnet werden, zum Beispiel Blutzuckerstreifen oder Produkte zur Inkontinenzversorgung. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen. Grund ist auch hier der gestiegene Bedarf für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Die Regelung gilt nicht für Seh- und Hörhilfen, die auf Muster 8 beziehungsweise auf Muster 15 verordnet werden. Bei ihnen ist vor einer Verordnung in der Regel eine ärztliche Überprüfung der Werte medizinisch erforderlich. Die Portokosten werden wie beim Versand von Arzneirezepten oder Überweisungen (die PraxisNachrichten berichteten) in Höhe von 90 Cent erstattet. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition (GOP) 40122. Die Regelung ist zunächst zeitlich befristet bis 30. Juni 2020.

Hinweise zu GOP 01430 und 01435

Außerdem hat der Bewertungsausschuss etwas klargestellt: Die Abrechnung des Portos ist vorübergehend auch neben der GOP 01430 für den sogenannten Verwaltungskomplex und neben der GOP 01435 für die Bereitschaftspauschale berechnungsfähig. Konkret heißt das für die Praxis: Auch wenn ein Patient am Praxistelefon mit dem medizinischen Personal gesprochen hat, nicht aber mit dem Arzt selbst, darf dieser das Porto für die Rezeptzusendung abrechnen. Voraussetzung für jede Zusendung ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.

Vorlage der eGK nicht erforderlich

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

 

25.03.2020 | KV-Vorstand Dr. Jörg Hermann: Jede Maske hilft!

Warum einfache Schutzmasken derzeit nahezu genauso gut schützen wie FFP2/3-Masken, schildert Dr. Jörg Hermann, Vorstandsvorsitzender der KV Bremen, in einer persönlichen Mitteilung an die Mitglieder der KV Bremen.

OP-Gesichtsschutzmasken aus mehrlagigem Papier halten Tröpfchen fern. Besonders wichtig bei infektiösen, hustenden und niesenden Patienten vor deren Nase, zum Schutz anderer.

Als sinnvoller Schutz von nicht-infiziertem Medizinpersonal wurden sie bisher nicht angesehen, hier wurden FFP2 oder 3 Filtermasken empfohlen. Der Unterschied in der Schutzwirkung ist entscheidend: FFP wirken gegen Aerosol-Übertragung, Papiermasken und alle Hilfskonstrukte nur gegen Tröpfchenübertragung.

Aerosolübertragung ist bekannt von Masern und Windpocken (daher die hohe Kontagiosität). Bei Cov-2 geht man heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von ausschließlicher Tröpfchenübertragung aus. Leider landen die Tröpfchen auch auf Oberflächen, wo das Virus u.U. mehr als einen Tag ansteckungsfähig bleiben könnte.

Die Folgerung hieraus ist:

  1. Hände waschen/ desinfizieren ist mit Abstand die wichtigste Maßnahme für Laien und Medizinpersonal.
  2. Regelmäßige Oberflächenreinigung (-desinfektion, wenn vorhanden) ist essenziell.
  3. Einfache Schutzmasken haben sicher nahezu die gleiche Schutzwirkung wie Masken mit Filtern. Schals, Tücher, Bastelmasken sind besser als nichts.

Wie komme ich zu dieser Einschätzung:

„The weight of the evidence suggests that the new coronavirus can exist as an aerosol only under very limited conditions, and that this transmission route is not driving the pandemic. But “limited” conditions does not mean “no” conditions, underlining the need for health care workers to have high levels of personal protection, especially when doing procedures such as intubation that have the greatest chance of creating coronavirus aerosols. “I think the answer will be, aerosolization occurs rarely but not never,” said microbiologist and physician Stanley Perlman of the University of Iowa. “You have to distinguish between what’s possible and what’s actually happening.”

When researchers in Singapore tested the air in the rooms of three Covid-19 patients, they found no virus particles on cleaned surfaces or in the air even when they took samples on days the patients were symptomatic and presumably shedding virus into the air, they reported this month in the Journal of the American Medical Association. In the room of the third patient, who shed more virus, virus particles were present on ventilation fans and numerous surfaces — but all air samples were negative. “( Published Online: March 4, 2020. doi:10.1001/jama.2020.3227)

 

24.03.2020 | Psychotherapie: Sprechstunde und probatorische Sitzungen jetzt auch per Video

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise zu erleichtern, haben KBV und GKV-Spitzenverband einige Sonderregelungen beschlossen. Sie gelten ab sofort und betreffen die Videosprechstunde und die Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapien. Die Durchführung von Psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) werden zunächst bis zum 30. Juni 2020 auch im Rahmen der Videosprechstunde ermöglicht.
Bislang war dies nur bei bestimmten Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie möglich und nur, wenn vorher ein persönlicher Kontakt zwischen Patient und Psychotherapeut stattgefunden hat.

Video-Lösung nur für Einzelfälle

Grundsätzlich erfordert die Psychotherapeutische Sprechstunde weiterhin die Anwesenheit der Patienten: Insbesondere für Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung ist der unmittelbare persönliche Kontakt im Regelfall notwendig. Gegebenenfalls muss die Sprechstunde auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.
Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Patienten den Weg in die Praxis nicht zuzumuten, wenn dadurch andere Gefahren vermieden werden können. Hierfür wurde die Psychotherapie-Vereinbarung jetzt entsprechend für einen begrenzten Zeitraum angepasst.
Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.
Zudem müssen die Vorgaben der Landeskammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachtet werden.

Hinweise zur Abrechnung

Zur Umsetzung der Sonderregelungen wurde der EBM so angepasst, dass die entsprechenden Gebührenordnungspositionen bis zum 30. Juni auch abgerechnet werden dürfen, wenn die Leistungen in einer Videosprechstunde durchgeführt wurden.
Videosprechstunde: Übersicht zur Vergütung KBV (pdf)

Umwandlung von Gruppentherapie

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Auch diese Regelung gilt bis 30. Juni. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig).
Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.
Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Hinweise zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Psychotherapeuten

Psychotherapeutische Behandlungen sind auch im unmittelbaren persönlichen Kontakt weiterhin notwendig und sinnvoll. Zur Versorgung der Bevölkerung müssen die Praxen daher, soweit es die äußeren Umstände erlauben, auch physisch für Patienten erreichbar bleiben.
Insbesondere in Akutfällen und gerade in Zeiten, die die psychische Belastbarkeit zunehmend herausfordern, ist eine therapeutische Konstante am Ort der Praxis wichtig.
Die Durchführung von Gruppentherapien ist weiterhin zulässig, da es sich hierbei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt.
Ob eine Durchführung weiterhin zumutbar ist, müssen Therapeuten im Rahmen ihrer Verantwortung abwägen. Sie sollten kritisch prüfen, ob dies unter Beachtung des Infektionsschutzes möglich ist oder gegebenenfalls ein verstärktes Angebot von Einzelkontakten über einen begrenzten Zeitraum sinnvoller ist.

 

24.03.2020 | Verdachtsabklärung: RKI veröffentlicht neue Kriterien zur Testung und Meldung

Das Robert Koch-Institut hat heute seine Kriterien zur Verdachtsabklärung angepasst. Danach sollen nur Personen mit Symptomen auf das Coronavirus getestet werden, insbesondere solche, die zu einer Risikogruppe gehören.

RKI-Kriterien für die Testung auf SARS-CoV-2

Egal, ob der Patient einen Arzt per Video oder Telefon konsultiert oder in die Praxis kommt, eine der häufigsten Fragen ist: Wer wird getestet? Die Entscheidung trifft der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI). Danach sollte eine Testung nur bei Vorliegen von Krankheitssymptomen erfolgen und zwar in diesen Fällen:

  1. Akute respiratorische Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen
  2. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie im Zusammenhang mit einer Fallhäufung in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern
  3. Klinische oder radiologische Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Hinweis auf eine andere Ursache
  4. Akute respiratorische Symptome bei Risikogruppen (Alter über 60, immunsupprimiert, onkologische Behandlung etc.) oder Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen oder Krankenhäusern
  5. Nur bei ausreichender Testverfügbarkeit: akute respiratorische Symptomen ohne Risikofaktoren

Die Konstellationen 1 und 2 gelten als begründeter Verdachtsfall und müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Die Kassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet.

Weitere Informationen: www.kbv.de

 

24.03.2020 | HanseSani soll überflüssige Transporte verhindern

Seit dem 23. März 2020 hat der Rettungsdienst im stadtbremischen Rettungsdienst ein neues Rettungsmittel in Betrieb genommen. Ein erfahrener Notfallsanitäter fährt Einsatzstellen an, bei denen es gemäß telefonischen Meldebild in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle fraglich ist, ob ein Transport in eine Klinik notwendig ist.

Ziel des Konzeptes HanseSani ist, überflüssige Transporten und Klinikaufnahmen zu vermeiden. Sollte sich nach der Untersuchung durch den HanseSani herausstellen, dass ein Transport des Patienten zum Hausarzt, KV-Bereitschaftsdienst oder Krankenhaus unvermeidlich ist, wird durch den HanseSani ein geeignetes Transportmittel alarmiert. Bei akut überwachungspflichtigen Patienten werden Fahrzeuge des Rettungsdienstes (NTW, RTW, Notarzt) alarmiert. Sollte dieses allerdings nicht erforderlich sein, so kann der HanseSani eine Transportbescheinigung ausstellen. Damit ist ein Transport zum Beispiel mit einem KTW eines privaten Unternehmens oder mit einem Taxi möglich. Mit der Bescheinigung soll dann ein Transportschein nach Beendigung des Patiententransportes in einer Praxis bzw. Krankenhaus durch die Praxis ausgestellt werden. Dieses Verfahren ist mit den Kostenträgern abgestimmt.

Im Rahmen der Dienstgruppe HanseSani sind immer zwischen 1 und 3 parallel im Dienst. Diese speziell ausgebildeten Notfallsanitäter haben alle erforderlichen Ausstattungen dabei, Patienten zu untersuchen. Auch eine kleine Bedarfsmedikation (ACC, PCM und Otriven) kann ausgeteilt werden. Es besteht immer ein CallBack-Verfahren zur Ärztlichen Leitung Rettungsdienst.

 

24.03.2020 | AU-Bescheinigung per Telefon von 7 auf 14 Tage ausgeweitet

Vertragsärzte dürfen Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.
Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes für bis zu einer Woche ausstellen.

Telefonische AU auch im Verdachtsfall
Jetzt haben KBV und Krankenkassen die Regelung noch einmal erweitert. Neu neben der längeren Dauer von bis zu 14 Tagen ist, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt.
Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden.

Arzt informiert über Test
Sollte bei einem Patienten mit Infektionsverdacht eine Labordiagnostik (nach RKI-Kriterien) erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo er sich testen lassen kann und schickt an die entsprechende Corona-Ambulanz (Testzentrum) die Überweisung für den Patienten. Der Arzt muss außerdem darauf hinweisen, dass der Patient unverzüglich einen Arzt aufsucht – nach telefonischer Anmeldung –, falls es ihm gesundheitlich schlechter geht.

Die Regelung zur telefonischen AU ist bis zum 23. Juni befristet.

AU-Bescheinigung per Telefon

Abrechnung:

  • Versicherten- bzw. Grundpauschale plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis oder hatte einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde
  • GOP 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde

Verwendung der eGK
Auch für die telefonische AU-Bescheinigung benötigen Ärzte für die Abrechnung die Versichertenstammdaten des Patienten. Hierbei gibt es folgende drei Konstellation:

  • Der Patient war in dem Quartal in der Praxis, die elektronische Gesundheitskarte wurde eingelesen: Die Versichertendaten liegen bereits vor.
  • Der Patient ist der Praxis bekannt, war in dem Quartal aber nicht da: Die Praxis übernimmt die Versichertendaten aus der Patientenakte.
  • Der Patient ist unbekannt, er war noch nicht in der Praxis. Das Praxispersonal erfragt am Telefon die Versichertendaten und pflegt sie händisch ein:
            -  Name des Versicherten
            - Wohnort des Versicherten (PLZ)
            - Geburtsdatum des Versicherten
            - Krankenkasse
            - Versichertenart (Mitglied, Familienversichert, Rentner)

Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).

 

23.03.2020 | Spahn sagt Praxen Unterstützung zu

In einem offenen Brief wendet sich Gesundheitsminister Jens Spahn an alle niedergelassenen Ärzte. Er verspricht, alle gesetzlichen Maßnahmen zu prüfen, um Verluste durch die Coronakrise auszugleichen.

Offener Brief von Gesundheitsminister Spahn (pdf - 226 kB)
 

23.03.2020 | Versand von Folgerezepten, Überweisungen und andere Verordnungen per Post kann abgerechnet werden

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden. Konkret umfasst sind von der getroffenen Regelung:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen(auch BtM-Rezepte),
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

gemäß den Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung (Anlage 2 zum BMV-Ärzte).

Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass der Patient im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war.

Ärzte rechnen für den Versand des Wiederholungsrezeptes, des Überweisungsscheines oder einer anderen Verordnung die Gebührenordnungsposition 40122 (Transport von Briefen bis 50 g (Kompaktbrief)) ab, die mit 90 Cent dotiert ist.
Die in den Allgemeinen Bestimmungen 7.1 getroffene Regelung, dass Versand- und Transportkosten grundsätzlich in den Gebührenordnungspositionen enthalten sind, wird somit übergangsweise ausgesetzt.

Das Unterschriftenverfahren für den Beschluss des Bewertungsausschusses ist eingeleitet. Der Beschluss tritt mit Unterzeichnung in Kraft und ist befristet bis zum 30. Juni 2020.

 

20.03.2020 | Honorareinbußen nach Corona: KV Bremen spannt Schutzschild

Die KV Bremen spannt einen Schutzschild, um Honorareinbußen und Liquiditätsengpässe als Folge der Coronakrise in den Praxen in Bremen und Bremerhaven zu minimieren.

Während der ersten drei Quartale 2020 zahlt die KV Bremen Abschläge in der bisher festgelegten Höhe. Die RLV der Zukunft werden auf „normale“ Quartale aufgesetzt: Wenn es Einbußen aufgrund Coronakrise  gab, werden die Quartale 1-3/2021 nicht auf dem entsprechenden Vorjahresquartal aufgesetzt. Weiterführende Informationen sowie Angaben zu Entschädigungszahlungen und Kurzrarbeit hat die KV Bremen in einem Infoblatt zusammengefasst:
Informationen zu Entschädigungszahlungen und Kurzarbeit (pdf - 89 kB)

 

20.03.2020 | Infos zu Kurzarbeit, Praxisorganisation und Finanzen

Der NAV-Virchowbund hat einige nützliche Informationen zu den Themen Kurzarbeit, Praxisorganisation sowie Recht und Finanzen.

 

20.03.2020 | So stellen Praxen einen Passierschein aus

Um auf eine etwaige Ausgangssperre vorbereitet zu sein, empfiehlt die KV Bremen ihren Mitgliedern präventiv für das Praxispersonal einen Berechtigungs- bzw. Passierschein auszustellen. Es sollte sich um ein Dokument auf dem offiziellen Briefpapier der Praxis handeln, das mit der Unterschrift des Praxisinhabers versehen ist und die Angaben zur Person enthält.

Folgende Textbausteine sind sinnvoll:

  • „Erklärung über das Bestehen dringender beruflicher Gründe – wichtiges Dokument – sorgfältig aufbewahren und mitzuführen“
  • „Die oben genannte Person ist in der Arztpraxis _____________ tätig und muss zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung den Arbeitsplatz in ________________________ erreichen.“
  • „Die oben genannte Person ist gehalten, den einfachsten und sichersten Weg zu wählen und nach Beendigung der Tätigkeit umgehend den Wohnort aufzusuchen.“

 

20.03.2020 | Verteilung von Schutzmitteln: KV informiert rechtzeitig über das Verfahren

Dieser Tage erreichen Lieferungen vom Bundesbeschaffungsamt mit Schutzmitteln die Landes-KVen. Die KV Bremen wird ihre Mitglieder rechtzeitig darüber informieren, wie die Verteilung an die Praxen vorgenommen wird. Dies wird frühestens in der 13. Kalenderwoche der Fall sein.

Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, sich über die Coronaseite auf www.kvhb.de auf dem Laufenden zu halten bzw. Faxe oder E-Mail-Nachrichten von der KV Bremen zu beachten. Auf diesen Kanälen werden die Informationen zum Prozedere veröffentlicht.

Die KV Bremen bittet ihre Mitglieder eindringlich darum, von telefonischen Nachfragen Abstand zu nehmen. Es werden keine Bestellungen aufgenommen.

Die Lieferungen vom Bundesbeschaffungsamt sind in der Menge stark begrenzt, so dass lediglich kleine Mengen an Praxen distribuiert werden können. Es ist davon auszugehen, dass diese Kleinstmengen lediglich zur Überbrückung von wenigen Tagen dienen, bis die „normale“ Lieferkette wieder in Gang kommt.

 

20.03.2020 | PM: KV Bremen ruft zu Spende von Schutzmaterial und Desinfektionsmittel auf (pdf - 74 kB)

 

19.03.2020 | Corona-Ambulanz in Bremerhaven nimmt Betrieb auf: Das müssen Ärzte wissen

Die Corona-Ambulanz in Bremerhaven nimmt am Freitag, den 20. März, den Betrieb auf. Ärzte können ab diesem Tag begründete Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus nach RKI-Systematik an die Ambulanz überweisen.

Die Faxnummer lautet: 0471.98216660

Öffnungszeiten: MO bis Fr  9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Sa und So 9 bis 12 bzw. 13 Uhr.

Adresse: Dr. Franz Mehrtens Straße 4

Derzeit wird ein detailliertes Ablaufschema für überweisende Ärzte ausgearbeitet und alsbald auf der Homepage der KV Bremen veröffentlicht.

 

19.03.2020 | Hinweis der KV Bremen für ambulante OP-Zentren: Nicht alle OP sind verboten

Für die Stadtgemeinde Bremen gilt seit dem 19. März eine Allgemeinverfügung, die unter anderem Regelungen für ambulante OP-Einrichtungen enthält. Darin heißt es im Wortlaut: „Krankenhäusern und Einrichtungen für ambulantes Operieren wird untersagt, bis auf Weiteres planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe, die die Belegung eines Krankenhausbettes erforderlich machen, durchzuführen, sofern die Verschiebung der Aufnahme, der Operation oder des Eingriffs medizinisch vertretbar ist.“

Die KV Bremen interpretiert diese Anordnung folgendermaßen: Operationen, bei denen nur im Falle einer seltenen Komplikation eine Krankenhausaufnahme nötig ist, können weiter durchgeführt werden, allerdings ohne Begleiter und Besucher. Selten in diesem Sinne sind nach Auffassung der KV Bremen ein Prozent oder weniger. Dies gilt auch für Eingriffe außerhalb von OP-Zentren und Krankenhäusern, insbesondere in Praxen, wenn Komplikationen mit Krankenhauseinweisungen vorkommen. Auch dort dürfen aus Gründen des gesunden Menschenverstandes derzeit Eingriffe nur durchgeführt werden, wenn stationäre Nachbehandlungen selten im oben genannten Sinne sind.
 

17.03.2020 | Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurden die Begrenzungsregelungen aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert. Die Begrenzung wurde zunächst für das zweite Quartal ausgesetzt, über eine Verlängerung wird zeitnah verhandelt. Für das laufende erste Quartal gibt es keine Aussetzung, da davon auszugehen ist, dass die 20-Prozent-Marke nicht erreicht wird.
 

17.03.2020 | Shutdown-Verfügung: Praxen sollen geöffnet bleiben

Das öffentliche Leben wird  in weiten Teilen lahmgelegt. Bundesregierung und die Länder haben sich auf Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten geeinigt. Praxen sind vom sogenannten „Shutdown“ allerdings explizit ausgenommen. In der entsprechenden Verfügung heißt es: „Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet".

 

13.03.2020 | Präsentation der Infoveranstaltung vom 12. März

Präsentation vom 12.03.2020 in der KV Bremen (pdf - 1 602 kB)

 

13.03.2020 | Ausnahmesituation: Schutzmasken sollten mehrfach genutzt werden

Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, ab sofort die vom Robert-Koch-Institut vorgeschlagenen Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Schutzmasken anzuwenden. Dies gilt vornehmlich für Praxen, deren Vorrat kurzfristig aufgebraucht sein wird. Die Handlungsempfehlung beschreibt, wie bereits genutzte Masken wiederverwendet werden können.

RKI: Ressourcenschonender Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken (21.2.2020) - pdf

 

12.03.2020 | Corona-Ambulanz in Bremerhaven: Ärzte zur Unterstützung gesucht!

Auch Bremerhaven richtet nun eine Corona-Ambulanz ein. Um den Betrieb zu gewährleisten, wird noch medizinisches Personal, insbesondere Ärzte, gesucht.
Wer Kapazitäten hat und Dienste übernehmen will, wendet sich an Christoph Fox (0421.3404-328 oder c.fox@kvhb.de).

Da die Ambulanz im Aufbau begriffen ist, sind noch nicht alle Details abschließend geklärt. Bisher gilt:

  • Die KV Bremen garantiert eine Stundenpauschale von 100 Euro.
  • Folgende Öffnungszeiten sind geplant: werktags 9 bis 16 bzw. 17 Uhr, Wochenende 9 bis 12 bzw. 13 Uhr.
  • Die medizinischen Aufgaben umfassen Beratung, Untersuchung und ggf. die Entnahme von Abstrichen.
  • Schutzmittel, Ablaufpläne sowie alle erforderlichen Materialien werden selbstverständlich gestellt.

10.03.2020 | "Schnelltests" liefern kein zuverlässiges Ergebnis

Aktuell angebotene „Schnelltests“ zum Nachweis des neuartigen Coronavirus liefern kein zuverlässiges Ergebnis. Die Kosten werden deshalb auch nicht von den Krankenkassen übernommen.
Die „Schnelltests“, die derzeit auf dem Markt sind, suchen nicht nach Erregern, sondern nach Antikörpern. Antikörper sind bei Virusinfektionen meist frühestens eine Woche nach Erkrankungsbeginn nachweisbar, in der Regel sogar erst nach 14 Tagen.

 

09.03.2020 | Handlungsanleitung und Informationen zur Corona-Ambulanz (CorA)

Die Corona-Ambulanz (CorA) hat am 9. März die Arbeit aufgenommen. CorA ist die Anlaufstelle für Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Coronainfektion. CorA wird nur auf Überweisung tätig. Die KV Bremen hat in Abstimmung mit dem Hausärzteverband Bremen sowie mit den zuständigen Stellen folgendes Ablaufschema erarbeitet:

  • Patient nimmt telefonisch Kontakt mit der Praxis auf. Es findet eine Anamnese durch den Arzt bzw. durch die medizinische Fachkraft statt. Der Hausärzteverband hat eine Checkliste für Telefon-Befragungen erarbeitet, die als Orientierungshilfe dient: „Corona-Schnittstellen Checkliste“ für die Telefon-Beratung für Bremen (pdf - 361 kB)
  • Eine Indikation zur Vorstellung bei CorA besteht, wenn Symptome vorliegen und ein Aufenthalt in einem Krisengebiet (14 Tage vor Beginn der Krankheit) oder ein direkter Kontakt mit einem bestätigten Coronakranken (15 Minuten) vorliegt.
  • Die Praxis sendet per Fax einen Überweisungsschein an CorA (Fax: 0421.497-3358). Hinweis: Natürlich kann die Praxis die Abklärung auch in Eigenregie vornehmen. Die Ambulanz ist lediglich ein Unterstützungsangebot.
  • Der Patient stellt sich in der Ambulanz vor und verbleibt entweder in häuslicher Quarantäne oder wird stationär aufgenommen.
  • Der Patient und die Praxis (per Fax!) werden nach dem Vorliegen des Abstrichergebnisses informiert.

Ärztehotline CorA: 0421-49770676
Achtung: Diese Nummer ist ausdrücklich nur als Hotline für medizinisches Personal gedacht und darf nicht an Patienten ausgegeben werden!
CorA-Fax: 0421-4973358
Öffnungszeiten CorA: werktags 8 bis 16 Uhr, Wochenende 10 bis 14 Uhr
Lageplan Corona-Ambulanz (pdf - 348 kB)

 

09.03.2020 | Arzneimittel nur in üblichen Mengen verordnen

Viele Patienten möchten sich derzeit bevorraten und bitten die Vertragsärzte um mehrfache bzw. vorzeitige Verordnung von Medikamenten. Auf Kassenrezept (Muster 16) darf aber weiterhin grundsätzlich nur der notwenige Quartalsbedarf verordnet werden. Wunschverordnungen können nur auf einem Privatrezept erfolgen.

Apotheken und einzelne Krankenkassen bewerben unabhängig davon schon das sogenannte Wiederholungsrezept (§ 31 Abs. 1b SGB V). Damit könnten für ein Jahr wiederholt (bis viermal) Arzneimittel mit nur einem entsprechend gekennzeichneten Rezept abgegeben werden. Eine Verpflichtung zur Ausstellung gibt es aber nicht. Die Entscheidung liegt im ärztlichen Ermessen. Zudem fehlt es derzeit noch an konkreten Umsetzungsbestimmungen (Art d. Kennzeichnung etc.).

 

06.03.2020 | Corona-Ambulanz wird eröffnet: Ärzte zur Unterstützung gesucht!

Bremen richtet eine Corona-Ambulanz ein. Dies soll Anfang der 11. Kalenderwoche geschehen. Um den Betrieb zu gewährleisten, wird noch medizinisches Personal, insbesondere Ärzte, gesucht. Mit einem entsprechenden Gesuch ist Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard an die KV Bremen herangetreten.

Die Corona-Ambulanz wird auf dem Gelände des Krankenhauses Bremen-Mitte (Haus 99) eingerichtet. Auf diese Weise sollen Corona-Verdachtsfälle von „normalen“ Patienten und vom laufenden klinischen Betrieb separiert werden. Die Anlaufstelle soll sowohl den Öffentlichen Gesundheitsdienst als auch die Vertragsärzte und die Notaufnahmen entlasten, ohne die bestehenden Versorgungsverpflichtungen aufzugeben.

Die senatorische Behörde weist darauf hin, dass der Betrieb der Corona-Ambulanz ausschließlich mit Krankenhauspersonal über einen längeren Zeitraum nicht aufrechterhalten werden kann und bittet um Unterstützung. Die KV Bremen übernimmt die Ansprache der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

Interessierte Ärztinnen und Ärzte können sich telefonisch unter 0421.3404-328 (Herr Fox) an die KV Bremen wenden.

Da die Ambulanz unter Hochdruck eingerichtet wird, sind noch nicht alle Details abschließend geklärt. Bisher gilt:

  • Senatorische Behörde und KV Bremen garantieren eine Stundenpauschale von mindestens 100 Euro.
  • Folgende Öffnungszeiten sind geplant: werktags 8 bis 16 Uhr, Wochenende 10 bis 14 Uhr.
  • Die medizinischen Aufgaben umfassen Beratung, Untersuchung und ggf. die Entnahme von Abstrichen.
  • Schutzmittel sowie alle erforderlichen Materialien werden selbstverständlich gestellt.

Sofern weitere Details zu der Corona-Ambulanz bekannt werden, wird die KV Bremen ihre Mitglieder informieren. Dies gilt insbesondere für die Frage, welche Patienten niedergelassene Ärzte an die Anlaufstelle verweisen können und welche Patienten nach wie vor ambulant behandelt werden sollten.

 

06.03.2020 | RKI stuft Südtirol als Krisengebiet ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstagabend auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Daneben gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.
 

06.03. 2020 | AU-Bescheinigung auch telefonisch möglich

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können auch auf telefonische Bitte ausgestellt werden, wenn Ärzte die Patienten „nicht gesehen“ haben. Diese Auffassung vertritt die KV Bremen angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Arzt nicht über ausreichend Schutzkleidung verfügt, den Patienten kennt und zudem im Rahmen des Telefonats zu der Einschätzung gelangt ist, dass der Patient tatsächlich krank ist.

06.03.2020 | RKI hat Ablaufschema aktualisiert

Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können ambulant versorgt werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen entsprechend angepasst. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden. Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ dient als Orientierungshilfe. Es erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten.

Zudem hat das RKI seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst, auf die im Flussschema verwiesen wird (s. Infobox). Danach richtet sich das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, wird eine FFP2-Maske empfohlen. 

 

06.03.2020 | Apotheker dürfen Desinfektionsmittel herstellen

Ab sofort dürfen die Apotheken in Deutschland bestimmte Desinfektionsmittel für die Hände herstellen. Damit wird auf den Lieferengpass infolge der Ausbreitung des Coronavirus reagiert. Dies hat die Bundesstelle für Chemikalien entschieden und eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen.

05.03.2020 | Aushang für Corona-Verdachtspatienten: „Bitte betreten Sie nicht die Praxis“

Die KV Bremen stellt einen Praxisaushang zum Download bereit. Der Aushang richtet sich an Patienten, die glauben, am Coronavirus erkrankt zu sein, und fordert sie auf, die Praxis nicht zu betreten und stattdessen telefonisch Kontakt aufzunehmen. Der Aushang ist im Word-Format abrufbar, sodass Praxen das Dokument gegebenenfalls anpassen können. Der Download ist verfügbar in den Formaten Din A 4 und Din A3.

04.03.2020 | Vorgaben zur Videosprechstunde gelockert

Angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus lockert die KV Bremen zunächst für den Monat März die Vorgaben zur Videosprechstunde. Auf diese Weise soll es Praxen erleichtert werden, Patientenkontakte online abzuwickeln.

Aufgrund von Nachfragen unserer Ärzte zu Besuchen und Visiten, insbesondere in Pflegeheimen und die Möglichkeit dies aus infektionsprophylaktischer Sicht auf das Notwendigste zu reduzieren, vereinfacht die KV Bremen das Verfahren zur Videosprechstunde.

Normalerweise müssen Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber der KV Bremen formlos erklären, dass sie für die Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde einen zertifizierten Videodienstanbieter (gem. Anlage 31b zum BMV-Ä) nutzen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verzichtet die KV Bremen auf eine solche Erklärung im März. Einige PVS stellen ihren Kunden die Software derzeit kostenlos zur Verfügung.

Die KV Bremen hat zudem beschlossen, dass vorübergehend im 1. Quartal auch nicht zertifizierte Videotelefonie-Software genutzt und über den EBM abgerechnet werden kann.

Was kann abgerechnet werden:

  • der Telefonische Kontakt ist mit der Versicherten- und Grundpauschale (VP/ GP) abgegolten bzw. bei nicht vorhandenem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Arztfall über die GOP 01435 berechnungsfähig
  • die Videosprechstunde ist ebenfalls mit der VP und GP abgegolten. Wenn nur ein Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen der Videosprechstunde und kein persönlicher Kontakt stattgefunden hat, muss die GOP 88220 angesetzt werden und es erfolgt ein Abschlag auf die VP/GP. Die Anzahl dieser Fälle ist auf 20 Prozent aller Behandlungsfälle je Vertragsarzt (nicht je Betriebsstätte) begrenzt.
  • für die Videofallkonferenz zwischen der Pflegekraft eines chronisch pflegebedürftigen Patienten und des Arztes kann die GOP 01442 abgerechnet werden. Die GOP 01442 ist maximal dreimal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Außerdem muss ein Pflegeheimvertrag gem. Anlage 31b BMV-Ä zwischen Pflegeheim und Arzt vorliegen.

Beachten Sie bitte die ausführlichen Abrechnungsregeln im EBM und LRS Oktober 2019, S. 26-27 unter https://www.kvhb.de/landesrundschreiben-oktober-2019.

 

04.03.2020 | Rachenabstrich mit trockenem Stäbchen

Der Bewertungsausschuss hat zum 28. Februar EBM-Anpassungen zur GOP 32816 für den Nukleinsäurenachweis des Coronavirus vorgenommen. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie auch bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die Labore können die GOP 32816 nach der Aktualisierung einmal am Behandlungstag abrechnen (bisher: je Material, maximal 2 mal am Behandlungstag). Den Labortest dürfen nur Fachärzte und -ärztinnen für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchführen. Für die Abrechnung wurde die GOP 32816 in den EBM aufgenommen. Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten. Ärzte veranlassen den Labortest auf SARS-CoV-2 wie gewohnt mit einer Laborüberweisung (Muster 10) bei ihrem Labor. Dieses leitet die Probe ggfs. weiter an ein Labor für virologische Spezialdiagnostik.

 

03.03.2020 | Bremen will Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle einrichten

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) hat angekündigt, in Bremen eine zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle einzurichten. Ort und weitere Details sind aktuell (Stand 3. März) unbekannt. Die KV Bremen wird umgehend informieren, sobald die Einzelheiten bekannt werden.

 

03.03.2020 | RKI arbeitet an Handlungsanleitung für Schutzbekleidung

Die KBV befindet sich zum Thema Schutzausrüstung in enger Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI bereitet derzeit Empfehlungen für niedergelassene Ärzte zum ressourcenschonenden Umgang mit Schutzausrüstung und erforderlichen Schutzmaßnahmen vor. Über die Details werden wir baldmöglichst informieren.

 

03.03.2020 | Vorschlag zur Erhöhung der Karenztage

Um Infektionsketten zu vermeiden, will die KBV erreichen, dass möglichst viele Menschen mit leichten Beschwerden zu Hause bleiben. Die KBV hat deshalb die Arbeitgeberverbände, Tarifpartner und Unternehmen aufgerufen, Mitarbeitern mit leichten Atemwegsinfekten vorübergehend die Möglichkeit einzuräumen, vier bis sechs Tage auch ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu Hause bleiben zu dürfen. Damit sollen auch die Praxen entlastet werden.

 

03.03.2020 | Entschädigung für Praxisschließung

Ärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird.
Praxisinformation der KBV zur Entschädigung für Praxisschließung (pdf - 387 kB)

 

02.03.2020 | Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven appellieren: Zuhause bleiben und die Praxis anrufen!

Kaum noch Schutzkleidung lieferbar: KV Bremen fordert Unterstützung aus staatlichen Beständen an

PM: Coronavirus - Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bremen und Bremerhaven appellieren: Zuhause bleiben und die Praxis anrufen! (pdf - 64 kB)

Daneben sind andere Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung, z.B. die Versichertenpauschale abrechenbar.

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