Registrierung und Abrechnung von Coronatests durch Einrichtungen

02.12.2020 & 23.02.2021 |

Einrichtungen und Unternehmen, die nach der Corona-Testverordnung (14. Oktober 2020 und folgende) ihre Leistungen und Sachkosten im Zusammenhang mit der Testung auf SARS-CoV-2 abrechnen wollen, müssen sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen registrieren.

Für alle Mitglieder der KV Bremen und Einrichtungen mit bereits vorhandener Betriebsstättennummer (Arztpraxen, MVZ und Krankenhäuser mit Notfallambulanzen) ist keine Registrierung notwendig, um Leistungen nach der Corona-Testverordnung abzurechnen! Die Abrechnung erfolgt über die Quartalsabrechnung – bitte beachten Sie die Hinweise in der Übersicht Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen (pdf - 181 kB)

1.) Registrierung
2.) Abrechnung

 

Registrierung

Einrichtungen und Unternehmen, die bisher noch nicht über die KV Bremen abgerechnet haben, müssen sich einmalig registrieren. Abrechnungsberechtigt sind folgende Einrichtungen und Unternehmen:

  • Krankenhäuser und Tageskliniken (Hinweis: Die Abrechnung nach § 26 KHG hat Vorrang.)
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen
  • ambulante Pflegedienste und Pflegeinrichtungen, die keine nach § 72 SGB XI zugelassene Pflegeeinrichtung ist oder kein anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag gemäß § 45a Absatz 3 SGB XI erlassenen Landesrechts erbringen
  • Einrichtungen (voll- oder teilstationär) zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen
  • Rettungsdienste
  • Obdachlosenunterkünfte
  • Asylbewerberheime
  • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
  • Praxen anderer humanmedizinischer Heilberufe
  • und weitere

Hinweise:

  • Der Einrichtungsträger rechnet die Leistungen/Sachkosten seiner Einrichtungen gesammelt mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. In diesem Fall ist je Träger nur eine Registrierung für alle seine Einrichtungen notwendig.
  • Zahnärzte rechnen ihre Sachkosten für die Antigen-Schnelltests über die Kassenzahnärztliche Vereinigung ab, nähere Informationen erhalten Sie dort.
  • Ambulante Pflegedienste und Pflegeinrichtungen, die die Voraussetzungen der § 72 SGB XI oder § 45a Absatz 3 SGB XI erfüllen, rechnen die Sachkosten mit der Pflegekasse.

Für die Abrechnung von Leistungen und Sachkosten registrieren Sie sich bitte einmalig über folgendes Formular: Antrag auf Registrierung zur Abrechnung von Leistungen nach der Coronavirus-Testverordnung (pdf - 240 kB)

Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular mit Unterschrift und Firmenstempel (sofern vorhanden zusammen mit der Bestätigung des Gesundheitsamtes zur Durchführung von Testungen (in Kopie)) an folgende Adresse:
Kassenärztliche Vereinigung Bremen
Abrechnung/Honorarwesen
Schwachhauser Heerstr. 26/28
28209 Bremen

Nach der Prüfung und Registrierung erhalten Sie per Email Ihre unternehmensbezogenen Daten zur Identifikation sowie die Vorlagen und weitere Informationen, die Sie zur Abrechnung benötigen.

 

Abrechnung

Die Abrechnung der Leistungen und Sachkosten erfolgt ohne Personenbezug über eine Datei im CSV-Format, monatlich bis zum Ende Folgemonats (letzter Werktag). Pro Monat ist eine Abrechnungsdatei zu erstellen:

  • Bei den Schnelltests muss die Anzahl und Summe der Sachkosten jeweils pro Monat angegeben werden. Die Erstattungskosten ergeben sich aus der Höhe der entstandenen Beschaffungskosten und der Anzahl der durchgeführten Tests, höchstens jedoch bis zu 9 € je durchgeführten Schnelltest. Ab April 2021 sind max. 6 Euro je durchgeführten Schnelltest berechnungsfähig.
  • Antigentests zur Selbstanwendung (Selbsttests) können nicht nach Testverordnung durchgeführt und abgerechnet werden.
  • PoC-Antigen-Tests dürfen nur zur Anwendung kommen, wenn sie die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Marktübersicht dieser Tests. 
  • Stationäre und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe dürfen neben den Sachkosten 9 € für die Abstrichleistung abrechnen.
  • Vom ÖGD beauftragte Dritte, die nicht ärztliche oder zahnärztliche Leistungserbringer sind, dürfen neben den Sachkosten 12 Euro für die Abstrichleistung abrechnen.
  • Die entsprechenden Vorlagen zur Abrechnung, den Übermittlungsweg sowie die Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über die Erfüllung der Pflichten für Leistungserbringer (inkl. Datensatzbeschreibung) erhalten Sie nach erfolgter Registrierung. 
  • Die Angaben der getesteten Personen, des getesteten Personals und bei Schulungen von Einrichtungen entsprechend Name, Adresse und auftraggebende Person sind zu dokumentieren und bis zum 31.Dezemer 2024 aufzubewahren.

Nach § 8 der Coronavirus-Testverordnung behalten die KVen für die Abrechnung der Abstrichleistungen (nicht für die Sachkosten) einen Verwaltungskostensatz in Höhe von 3,5 Prozent des jeweiligen Gesamtbetrags der Abrechnungen ein. Dies gilt für Leistungserbringer, die nicht Mitglied dieser KV sind und noch keine Leistungen ihr gegenüber abgerechnet haben.