Pressemitteilung: 17 Maßnahmen zur Rettung der Bremer und Bremerhavener Praxen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen hat heute ein Zukunftspapier veröffentlicht, das Antworten auf die Herausforderungen in der ambulanten medizinischen Versorgung in Bremen und Bremerhaven bietet. Unter dem Motto „Damit wir auch in Zukunft unsere Patientinnen und Patienten gut versorgen können“ präsentiert die KV Bremen 17 Forderungen gegen den #PraxenKollaps.

Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans, Vorstandsvorsitzende der KV Bremen, betonen: „Die Praxen stehen vor großen Herausforderungen. Es ist an der Zeit, gemeinsam Lösungen zu finden, um die ambulante medizinische Versorgung in Bremen und Bremerhaven langfristig zu sichern. Dazu benötigen wir ein Entgegenkommen und die Unterstützung aus der Politik.“

Das Zukunftspapier beinhaltet verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel die Einführung einer „Qualifizierten Überweisung”, um komplexkranke Patienten besser zu versorgen, und die Schaffung niederschwelliger Zugänge zu nicht-medizinischen/sozialen Angeboten für Menschen. Auf diese Weise können Praxen entlastet werden und sich auf ihre Aufgaben konzentrieren.

„Eine gute Patientensteuerung ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die knappen Ressourcen in den Praxen effektiv genutzt werden und jedem Patienten die bestmögliche Versorgung zuteilwird“, erklären die KV-Vorstände.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Zukunftspapiers ist die Nachwuchsförderung und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Die KV Bremen fordert unter anderem eine verstärkte Förderung der Ausbildung und Qualifizierung von Medizinischen Fachangestellten sowie kommunale und landesweite Starthilfen für neue Praxen im Land Bremen. „Es ist notwendig, alle Akteure in die Verantwortung zu nehmen und gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, um die Attraktivität der Praxisstandorte Bremen und Bremerhaven zu erhöhen. Dies gilt umso mehr, weil wir uns im zunehmenden Wettbewerb mit anderen Bundesländern um Ärzte und Psychotherapeuten befinden.“

Grundlage für das Zukunftspapier bildet die „Bremer Erklärung zur Lage der ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen“, in der am 6. Dezember 2023 die berechtigte Kritik an den Rahmenbedingungen deutlich formuliert wurde. Drei Monate später, am 6. März 2024, kamen Ärzte, Psychotherapeuten und Praxismitarbeiter erneut zusammen, um konstruktive Vorschläge zu erarbeiten, die nun in das Zukunftspapier eingeflossen sind.

Die KV Bremen lädt die Bremer Medien zur Podiumsdiskussion „Dialog:Zukunft“ am 22. Mai ein. Gemeinsam mit Akteuren aus Politik und Gesundheitswesen soll auf Grundlage des Zukunftspapieres über die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung im Land Bremen diskutiert werden.

Zukunftspapier zum Download

 

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