Rettungsschirm wird im ersten Halbjahr 2021 doch voll aufgespannt

17.03.2021 |

Der bisherige Corona-Rettungsschirm wird vom Gesetzgeber nicht über 2020 hinaus verlängert – es ist künftig nur ein Ausgleich für das Honorar aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vorgesehen. Die Vertreterversammlung der KV Bremen hat auf ihrer Sitzung am 16. März den KV-Vorstand beauftragt, dafür zu sorgen, dass der Rettungsschirm in Bremen für das erste Halbjahr dennoch voll aufgespannt wird.

Dies macht eine Passage aus dem Gesetzesentwurf möglich, wonach Ausgleiche für Verluste aus der extrabudgetären Vergütung ebenfalls aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung einer KV-Region finanziert werden können. „Wir behalten den Rettungsschirm, allerdings mit dem Wehrmutstropfen, dass wir auf die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung zurückgreifen müssen“, kommentiert Dr. Stefan Trapp, Vorsitzender der Vertreterversammlung. Ziel sei es, einen Schutzschirm aufzuspannen, der „in Art und Auswirkung den bisherigen Ausgleichsmechanismen möglichst nahe kommt“, heißt es in dem Beschluss der Vertreterversammlung.

Die für den Schutzschirm erforderliche gesetzliche Regelung soll am 26. März durch den Bundesrat bestätigt werden.